Alt 05.01.2006, 14:58   # 1
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Die Karlsruher Generalstaatsanwaltschaft empfiehlt ihren Kollegen, Strafverfahren gegen Gelegenheitsnutzer von Tauschbörsen einzustellen. Zur Hausdurchsuchung soll es erst ab 500 zum Tausch angebotenen Dateien kommen. Teure zivile Verfahren haben die erwischten Tauschbörsennutzer trotzdem zu fürchten. weiter »


Diskussion zu: P2P: Staatsanwälte drücken ein Auge zu
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Alt 05.01.2006, 19:44   # 2
Unregistriert
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An solche Empfehlungen muss man sich als Staatsanwalt nicht halten. Es ist gefaehrlich, den Eindruck zu erwecken, bis 100 Dateien gaebe es einen absoluten Freibrief zum Raubkopieren. Raubkopien haben sich noch nie gelohnt.
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Alt 05.01.2006, 19:50   # 3
Anonym
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Soweit ich das verstanden habe, kann man also z.B. im BitTorrent-System laden und man kommt nie über diese Grenze, wenn man zum Zeitpunkt, zu dem man erwischt wird, 99 oder weniger torrents am laufen hat!? Welcher Nutzer hat denn bitte mehr als 5-10 torrents gleichzeitig laufen!?!?!
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Alt 05.01.2006, 20:01   # 4
Unregistriert
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Zitat:
Zitat von Anonym
Soweit ich das verstanden habe, kann man also z.B. im BitTorrent-System laden und man kommt nie über diese Grenze, wenn man zum Zeitpunkt, zu dem man erwischt wird, 99 oder weniger torrents am laufen hat!? Welcher Nutzer hat denn bitte mehr als 5-10 torrents gleichzeitig laufen!?!?!
Wohl besser:
Welcher Nutzer downloaded mit der gleichen IP-Nummer mehr als 100 Dateien?

Einer der ersten Aufgaben bei den Ermittlungsbehoerden ist es, zu beweisen, dass es sich bei mehreren IP-Nummern um ein und den gleichen User handelt, der mehr als 100 Dateien verbreitet. Diese Zusatzarbeit wird in der Praxis (alleine schon aus Kostengruenden und Personalbesetzungsgruenden) gar nicht umgesetzt. Deswegen reicht auch schon nur 1 Datei aus, um ein Strafverfahren auf den Hals zu bekommen.
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Alt 05.01.2006, 20:52   # 5
Wolftears
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Also ich glaub, des filesharing können sie nicht mehr verhindern. Es wird immer mehr anhänger finden. Vorallen ist es sehr verlockend weil man nicht mal seinen a**** vom sofa bewegen muss um ein ganzes album oder die neuesten charts haben zu können. Der weg zum plattenhändler oder ins kino erübrigt sich und man muss keinen einzigen cent ausgeben. Wer findet das nicht toll? Als raubkopieren strafbar gemacht wurde, nahm die downloadrate zwar ab aber durch die neue veranlassung, dass kleine kopierer verschont werden, tun sie sich bestimmt keinen gefallen. Man müsste die ganzen tauschbörsen ausschalten. Nur so kann man dagegen angehen. Die filter nützen doch nicht die bohne. Da wird ganz schnell aus metallica emetallica und schon wirds wieder zum download angeboten. Aber eine große gefahr kommt auch aus dem ausland. Ich leb in der nähe von tschechien . Wenn ich dort zum tanken hinfahre, schau ich gerne auf die märkte und kaufe mir dort manchmal dvd's die weniger als 3 euro kosten. klar, manchmal ist die qualität ziemlich schlecht aber das ist einem doch meist egal. Vorallen gibts da net nur die neuesten dvd's sondern auch musik und games. Wenns halt ma nimmer mit dem downloaden klappt, geht ma halt ins ausland. devielbae:
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Alt 05.01.2006, 22:16   # 6
Unregistriert
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Erstens gibt es im Internet kein Ausland. Es gibt nur ein Offline-Land oder Online-Land.

Zweitens meine ich, dass man zwischen diversen Filesharing-Technologien und den angebotenen Dateien unterscheiden muss.

Wenn man es bis dahin geschafft hat, dann muss man auch die angebotenen Dateien eigens nocheinmal unterscheiden. Nicht alles, was auf der Basis von Filesharingsystem angeboten wird, ist illegal.

Der Witz ist, weil man die illegale Verbreitung von Kopien spielend leicht auffinden kann. Man braucht nur danach zu suchen und schon erhaelt man das Ergebnis einer ganzen Palette von IP-Nummern.
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Alt 06.01.2006, 22:14   # 7
Anonym
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Filesharing kann man sowieso niemals verbieten, bzw die verbote durchsetzen. Selbst wenn alle Tauschbörsen verboten werden und abgeschaltet (was utopisch wäre) gäbe es wie in den Zeiten davor immernoch FTP und private Tracker oder Hubs und Tradingboards in denen sicher getauscht werden kann. Und ich denke der Schaden würde auch durch diese Alternativen für die Musik- und Filmindustrie noch beträchtlich sein, da die Filesharer Blut geleckt haben und alles andere als unflexibel sind.

Darum ist die einzige Waffe die Staat und Industrien haben Filesharer anzuklagen, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Und darum werden auch immer Leute rangenommen die auch nur 10 Dateien getauscht haben, weil es nicht um den entstandenen Schaden geht, sondern darum Angst zu schüren und kleine Hausfrauen die sich ein Abba-Song ziehen psychologisch zu terrorisieren damit sie wieder 20 Euro für eine Maxi ausgeben.

Die Anwälte freuen sich über die vielen Aufträge die sie bekommen, die Musikindustrie über die abschreckende Wirkung und daraus resultierende Gewinne und nur die Polizei ist genervt. Das ganze ist einfach ein riesiger Kindergarten vom Milliardärsclub.
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Alt 07.01.2006, 05:34   # 8
Unregistriert
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Zitat:
Zitat von Unregistriert
Wohl besser:
Welcher Nutzer downloaded mit der gleichen IP-Nummer mehr als 100 Dateien?

Einer der ersten Aufgaben bei den Ermittlungsbehoerden ist es, zu beweisen, dass es sich bei mehreren IP-Nummern um ein und den gleichen User handelt, der mehr als 100 Dateien verbreitet. Diese Zusatzarbeit wird in der Praxis (alleine schon aus Kostengruenden und Personalbesetzungsgruenden) gar nicht umgesetzt. Deswegen reicht auch schon nur 1 Datei aus, um ein Strafverfahren auf den Hals zu bekommen.
Nachtrag:

Kleiner Insidertip:

Die Staatsanwaltschaft orientiert sich beispielsweise an solchige Prioritaeten:

Top 10 Uploader
http://img289.imageshack.us/img289/9...ploader6se.jpg

Top 10 Downloader
http://img289.imageshack.us/img289/9...loaders8cx.jpg

Top 10 Countries (Man beachte die deutschen Daten)
http://img289.imageshack.us/img289/4...untries5yv.jpg

Darueber moechte die netzwelt.de aber nicht berichten. Die Tendenz in der Berichterstattung neigt eher zu Gunsten der Raubkopierers.
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Alt 07.01.2006, 05:42   # 9
Unregistriert
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Und wie man an dem Beispiel Deutschland sieht, gibt es hierzu 425 Personen alleine nur in Deutschland.

Wenn man also einen Artikel mit einem fetten Titel "Staatsanwälte drücken ein Auge zu", das ist das meiner Meinung nach nichts anderes als wie Leserverarsche.
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Alt 27.01.2006, 16:23   # 10
1984
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Die Anzahl der Benutzer ist in Tausend oder 10k?
Ich gehe mal stark davon aus, daß es in Germany mehr als 425 esel gibt...?!
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Alt 21.02.2006, 23:16   # 11
Geheimrat
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Wenn ich eine Datei mit 99% vollständig in meinem Shared Folder habe, kann das die Musikindustrie nicht erkennen. Ein Schadensersatz ist damit aber nicht zulässig!
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Alt 27.05.2012, 07:34 # --
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