Wie sah Ihr erster Computer aus? Erinnern Sie sich. Ein Amiga vielleicht, ein PC mit MS-DOS und Windows 3.1.1 vielleicht? Gehören Sie zu den Experten, deren Computer-Karriere mit einem C64 ihren Anfang nahm oder sind sie einer der Menschen, die erst mit dem ersten Aldi-PC und Windows 95 den Einstieg fanden? So oder so werden Sie etwas festgestellt haben: Der Computer ist mit fast sicher erscheinender Wahrscheinlichkeit zu langsam. Immer. Für alles. Netzwelt klärt auf, woher dieser Effekt kommt. weiter »
Wer arbeitet denn mit MS-Office freiwillig, wenn er nicht muss? Das sind meist Leute, die es nicht besser kennen, weil halt so ne Aldi-Kiste die grausame Works-Suite incl. Word vorinstalliert bekommt. Was man hat, nutzt man eben und will sich nicht noch umschauen nach Alternativen.
Wenn ich bedenke, dass mein Atari MegaSTE mit 4MB RAM und einer 40MB(!)-Festplatte nie so richtig voll geworden ist und meine heutigen Sachen so anschaue, merkt man, dass eine Menge inzwischen passiert ist. Dennoch hat es mit dem Atari richtig Spaß gemacht mit ihm zu arbeiten.
11.11.2005, 16:16
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3
ChristophB
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Man mag es kaum glauben:
Aber ich selbst arbeite immer noch mit Win95 und Office 97 auf einem 486er mit 16 MB RAM und 2GB Festplatte. Das reicht Office vollkommen aus. Und mein Rechner ist bei Office-Aufgaben sogar noch schneller als so ein buntes WinXP auf einem fast aktuellen Rechner. Das gilt auch für das Starten und Beenden von Windows.
Auf so einem Rechner laufen auch aktuelle Programme wie WinZip 9, Textpad 4.7.3 und der Firefox 1.0.7 problemlos.
Ja, damit kann man sehr gut arbeiten. WinXP und die anderen aktuellen OS sind mehr zum spielen (mit dem OS) da, als zum arbeiten.
11.11.2005, 18:17
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4
tk69
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Hm, also wenn ich heute noch mit Win95 arbeiten müsste, würde ich schon was mit den Augen haben :-) Auch wenn ich nur Office-Arbeiten machen würde.
11.11.2005, 18:37
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5
Anonym
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Auf Seite 3 steht:
"Ohne grafische Oberfläche sehr genügsam, hat es mit der Oberfläche KDE einen Leistungshunger, oder OS X und Windows XP in nichts nachsteht."
Mein Verbesserungsvorschlag:
"Ohne grafische Oberfläche sehr genügsam, hat es mit der Oberfläche KDE einen Leistungshunger, der OS X und Windows XP in nichts nachsteht."
greetz
11.11.2005, 21:39
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6
Twisi87
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Wow... der Bericht ist echt treffend! Echt unterhaltsam... und ich dachte schon mir geht es nur allein so, dass ich das Gefühl hab mein iPod Mini G1 ist zu groß und mein PC ist zu langsam ^^
Der Vergleicht mit dem Teletubbie-Desktop passt echt 1a! Die meisten PC-User brauchens nicht! Und wenn man bedenkt wie viel Zeit manche Programmierer in so was investiert haben, packt man sich echt an Kopf. Sollten se mal etwas spaarsamer mit den Codezeilen umgehen, dann wäre der PC auch um einiges schnell...
Cya,
Twisi87
11.11.2005, 23:59
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7
Anonym
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wie war, wie war ...
mein centrino lief am anfang auch wie sau, mittlerweile ist er so zugemüllt das ich zum starten von windows schon 3-4 minuten brauch bis ich dann mal einen ersten klick riskieren kann ...
12.11.2005, 00:26
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8
Khor
Registriert seit: 28.01.2003
Beiträge: 429
Echt ein Klasse Bericht. Was ihr vergessen habt: So um die 20% der Rechenleistung geht an Nach-Hause-Telefonieren von Windows und Co. Das konnte mein OS/2 nicht. Und es war toll damit zu arbeiten. Wobei ich auch mal eine Lanze für Schnickschnack brechen muß: Das Font-Rendering von KDE sieht echt totschick aus. Liest sich sehr angenehm. Und KDE rennt bei mir im Gegensatz zu XP, mit dem ich mich aber die Hauptzeit plagen muß. Wenn Longhorn noch langsamer wird (und das wird es wohl) reichen auch meine 1.4GHz nicht aus. Und dabei bietet es nur die gleichen Effekte wie KDE. Aber was soll's? Will den Müll eh nicht.
13.11.2005, 23:48
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9
King W.
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Klasse, der Artikel!
Mein erster rechner war ein CASIO FP 1000 mit einer Z80 CPU (8 bit, 4Mhz "schnell", 64 kB Hauptspeicher) Äh, stimmt wirklich, es waren kB und nicht MB. Zwei Diskettenlaufwerke zu je 360 kB als Speichermedien (Festplatte gabs noch nicht) rundeten das Teil ab. Immerhin hatte ich schon einen Farbmonitor mit 8 Farben und EGA (Vorgänger von VGA) - Auflösung. Es gab eine Textverarbeitung (WordStar, kennt heute kein Mensch mehr, war aber gut), einen COBOL- und einen FORTRAN-Compiler zur Programmentwicklung und ein CP/M-Betriebssystem. Ich hatte damals nie den Eindruck, das Teil sei langsam.
Ich entwickle immer noch in COBOL, jetzt aber unter MS-DOS mit einem Pentium II. Ohne Windows, das ich nur benutze, wenn ich muß, rennt die Kiste, was das Zeug hält.
Sollen sich doch alle Spielfreaks immer das neueste Win-doofs aufspielen und sich dann wundern, daß die Kiste immer langsamer wird. Ich für meinen Teil kann da nur sagen: Nein, Danke.
Aber vielleicht bin ich schon zu alt für diese Welt.
14.11.2005, 11:25
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10
Tweek
Registriert seit: 31.03.2004
Ort: Bonn
Beiträge: 958
Zitat:
Aber vielleicht bin ich schon zu alt für diese Welt.
Ach, das glaube ich ja eher nicht Man soll sich doch nicht schlechter machen, als man ist
14.11.2005, 11:27
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11
Tweek
Registriert seit: 31.03.2004
Ort: Bonn
Beiträge: 958
Zitat:
mein centrino lief am anfang auch wie sau, mittlerweile ist er so zugemüllt das ich zum starten von windows schon 3-4 minuten brauch bis ich dann mal einen ersten klick riskieren kann ...
Da hilft es, Windows mal neu zu installieren
16.11.2005, 00:26
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12
King W.
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Danke dir. Das tat gut!
16.11.2005, 11:56
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13
Tweek
Registriert seit: 31.03.2004
Ort: Bonn
Beiträge: 958
Zitat:
Danke dir. Das tat gut!
Ach, immer wieder gern geschehen!
16.11.2005, 15:59
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14
Khor
Registriert seit: 28.01.2003
Beiträge: 429
Genau. Ich hab Windows gerade wieder neuinstalliert. Das System altert halt. Immer mehr Müll, der sich anlagert und irgendwann stirbt es. In dem Moment hab ich wehmütig an mein altes DOS 6.22 zurückgedacht. Einmal den unteren Speicher optimiert und alles war gut. Software ließ sich mit einem Befehl rückstandsfrei "deinstallieren". Und dann denke ich an Leute wie meinen Vater, die immer glauben, einen schnelleren Rechner zu benötigen, weil ihr Windows totgemüllt ist. Und kein normaler Mensch hat die Zeit, alles zu durchforsten, um das System schlank zu halten. Da ist die Neuinstallation schneller. Aber da könnte man ja vergessen, einige Sachen zu sichern. Und so kommt dann doch irgendwann der nächste Rechner...
17.11.2005, 10:59
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15
Tweek
Registriert seit: 31.03.2004
Ort: Bonn
Beiträge: 958
Zitat:
Immer mehr Müll, der sich anlagert und irgendwann stirbt es. In dem Moment hab ich wehmütig an mein altes DOS 6.22 zurückgedacht.
Das Problem an Windows ist der Konzept-Fehler, die Registry. Sonst wäre das System wirklich gut. So ist es leider nur... naja, halt Windows.
Die Registry hat das Problem, dass sie immer fetter wird mit der Zeit. Und je fetter die Registry ist, desto schwerer sind Einträge zu finden, desto langsamer wird der Rechner.
Unixe haben übrigens ein ähnliches Problem, allerdings sind es hier hauptsächlich die Dateien, die die Probleme machen. Je mehr Programme sich in den System-Ordnern befinden, desto lahmer wird das System. Allerdings ist das wesentlich einfacher zu beheben als bei Windows
Statt einer Neuinstallation kann man Windows auch mal mit einem Registry-Cleaner bearbeiten. Der findet tote Einträge und löscht sie, was das System entschlackt und eine Neuinstallation vielleicht noch einige Monate herauszögert.
09.04.2007, 23:05
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16
chromax
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Zwar habe ich auch mit dem C64 angefangen und über den 486 im DOS langsam zum Win95 gekommen. Aber so sehr ich diese Nostalgie teile, so sehe ich es auch kritisch.
Was bedeutet das Wort "braucht" überhaupt?
Wenn man nach "braucht" geht, braucht man auch nur 2 Farb Grafik, keine Grafikkarte (pures ASCII) im direkten Sinne.
Genauso wäre die Maus unnütz usw.
Ich benutze schöne Skins fürs XP und sehe es als eine Art Dekoration meines "Wohnzimmers", denn das ist ja der PC heutzutage. Wichtig ist IMMER der Faktor "abschaltbar", dann ist alles in Ordnung.
Ob es gefällt oder nicht, es zieht mehr User zum PC und macht es den "Neuankömmlingen" (Noobs, DAUs) leichter. Denn diese Leute sehen nicht den direkten Nutzen, sondern ihnen macht dieser grafische Kram Spaß.
Neue User + Spass am System = mehr verkaufte PCs!
Auch wenn es manche nicht glauben wollen, der normalo User ist nicht der rationale Arbeiter, der nur seinem Ziel näher kommen will. Er will spielen und so eher gefesselt werden am Rechner.
Zudem muss dieser Wirtschaftsmotor EDV irgendwie am Leben gehalten werden. Klar, ich bin auch der Meinung das Word95 schon vollkommen ausreichend war, aber Stillstand ist Tod und die Industrie wäre sicherlich nicht so groß wie heute wenn nur ein paar Nerds vor ihren grauen Kisten in ihrem DOS rumwühlen würden über 10 Jahre mit derselben Software, oder?
Das läuft wie mit Waschmittel, jedes wäscht immer noch weisser. Aber irgendwie muss das Zeug immerwieder neu verkauft werden.
Außerdem wird das Office und Co Argument hochgepuscht, aber sehen wir uns mal an was man mit dem Rechner heute alles macht. Neben den unzähligen Möglichkeiten des Internets (Messenger, Videos usw usw) gibt es noch eine Million Dinge. Sowas wie eine DVD selbst gestalten und brennen oder MP3 und Videos verwalten wäre damals unmöglich gewesen.
Aber der Freeware und OpenSource Markt bietet viele exzellente Alternativen, die einen Bruchteil der Ressourcen benötigen.
Ich denke der Vorwurf sollte eher dahin gehen das die Programmierung "schlecht" ist. Denn wenn ich so daran denke das ein Amiga 4000 mit 25 Mhz schon Videobearbeitung konnte sowie der C64 mit seinen 0,98 Mhz Sound und Grafik darstellen kann und es inzwischen 3D Techdemos gibt.
Da könnte deutlich mehr gemacht werden, das zeigen auch die Konsolen.
Denn ein XBOX Spiel muss man nicht installieren, auf dem PC braucht das Spiel dann mal 5 GB Installation!?
Übrigens, ich finde nicht das mein Rechner zu langsam ist....