Alt 14.02.2012, 10:49   # 1
Redakteur
 
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Nach dem CDU-Politiker Ansgar Heveling äußert sich nun auch Michel Friedman negativ über die Anti-ACTA Proteste. Seine Frage an die Aktivisten lautet: "Wisst Ihr ACTA-Demonstranten, dass ihr für Diebstahl auf die Straße geht?"


Diskussion zu: "Wisst Ihr ACTA-Demonstranten, dass ihr für Diebstahl auf die Straße geht?"
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Alt 14.02.2012, 10:49 # --
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Alt 14.02.2012, 11:45   # 2
MikeP
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Muß man dem Troll auch noch hier eine Plattform bieten?
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Alt 14.02.2012, 12:40   # 3
Paul Pinkel
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Diebstahl, igitt!

Dann doch lieber Zwangsprostitution und Drogenmissbrauch!!!

P. Pinkel
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Alt 14.02.2012, 14:11   # 4
sarazena
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Zitat:
Zitat von MikeP Beitrag anzeigen
Muß man dem Troll auch noch hier eine Plattform bieten?


Darf hier jeder rumsalbadern Da soll er sich doch 'ne Line reinziehen, das ist mir doch egal. So lange er die Klappe hält über Dinge, von denen er nichts versteht
__________________
.
Wenn dir mal wieder ein Vogel auf's Autodach scheisst, dann ärgere dich nicht, 3maus1
sondern freue dich, dass Kühe nicht fliegen können.
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Alt 14.02.2012, 14:14   # 5
Striker2009
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wisst ihr eigentlich, dass die geheimdienste unter dem deckmantel des urheberrechtsschutzes aufmüpfige kontrollieren will?
friedmann ist definitiv nicht vollständig informiert. denke mal, dass ihm der schnee zu kopf gestiegen ist
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Alt 14.02.2012, 14:32   # 6
brixmaster
 
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Was für eine Flach-pfeife der Herr Zwangsprostituierten konsumist !

Ein geistiges Eigentum gibt es nicht,so kann auch dieses nicht gestohlen werden
zumal es bei ACTA um mehr geht als um sogenanntes Geistiges Eigentum. Es berührt primär Bürgerrechte.

Ein Diebstahl im Supermarkt ist eben nicht das gleiche,wie das kopieren einer Musik CD
denn letztgenanntes ist unbegrenzt möglich. Und schadet vor allem dann nicht
wenn der Kopierer die CD so wieso nicht gekauft hätte.
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Alt 14.02.2012, 15:40   # 7
L.Gerlach
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Zitat:
Zitat von brixmaster Beitrag anzeigen
... wenn der Kopierer die CD so wieso nicht gekauft hätte.
Andererseits war ja in diesem Fall durchaus das Interesse vorhanden die CD in irgendeiner Art zu bekommen. Wenn hier das Verlangen groß genug geworden wäre, in der fiktiven Annahme dass es keinen alternativen Bezugsweg gäbe, dann hätte der Kopierer eventuell doch zum Käufer für die CD werden können.

Ich finde grundsätzlich sollte man bei Medien-Konsum auch immer daran denken, dass auf der anderen Seite jemand steht der diese herstellt. Das beim Kopieren diesem nicht die physische CD aus dem Haus geklaut wird, also nicht der materielle Verlust eines Objekts verkraftet werden muss, ist dabei im Grunde nebensächlich. Und wenn der Gedankengang auch nur darauf hinauslaufen sollte, dass der Musiker sich beim nächsten Lied zweimal überlegt ob es sich für ihn überhaupt lohnt diesen Aufwand zu betreiben.

Was natürlich weder die Aussage von Herrn Heveling, noch die von Herrn Friedman legitimiert. Hier würde ich von fehlenden Informationen ausgehen oder davon, dass die Herren sich nur einseitig haben beraten lassen.
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Alt 14.02.2012, 19:23   # 8
Daniel B
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OMG, ich fass es nicht.
Ein Typ ( Michel Friedman) der selbst so viel Dreck am Stecken hat, lässt sich über Leute aus die keine Lust auf Zensur und uneingeschränkte Macht von Musik/Filmindustrie haben.

virtuellen Diebstahl... Aaaajjaaa, äußerst tragisch, auch wenn es bei den Demos darum gar nicht geht.

Aber kommen wir doch mal zu Ihnen, Herr Friedman.
Wie war dass doch gleich mit den Drogen, den Prostituierten ?!?!
Woher nimmt sich so jemand das Recht heraus, über andere zu Urteilen?

Wie ich unsere Deutschen Politiker liebe, nach außen hin immer die Saubermänner und in Wirklichkeit ........



Und damit hier keiner sagt, ich verbreite hier Unfug

Attp://vvv.abendblatt.de/politik/deutschland/article197317/150-Tagessaetze-Warum-Friedmann-17-400-Euro-zahlt.html

Attp://vvv.focus.de/politik/deutschland/kirchentag_aid_92574.html
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Alt 14.02.2012, 23:45   # 9
_Macromonium_
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Zitat:
Zitat von L.Gerlach Beitrag anzeigen
Ich finde grundsätzlich sollte man bei Medien-Konsum auch immer daran denken, dass auf der anderen Seite jemand steht der diese herstellt.
Aber gerade eben diese Hersteller haben kläglich versagt. Wo du schon das Beispiel der Musikindustrie aufgreifst, hier mal ein Beispiel dafür, wie miserabel das Management der großen Labels gearbeitet hat:
MP3s wurde ab 1998 en vouge dank napster. Somit konnte man sich nicht nur eigene CDs daraus herstellen, sondern auch überall diese Musik mit hinnehmen und kompakt speichern. Erste MP3-Player von Rio gab es ebenfalls 1998. Und wann hatten wir in Deutschland den ersten nennenswerten legalen Musikdienst mit Musicload? 2003. DRM-frei erst seit 2006.
Sorry, aber Mitleid habe ich für so ein völliges Versagen im Hinblick auf die Umfeldentwicklungen nicht. Jede mittelständische Klitsche hat solche Funktionen der strategischen Früherkennung und beobachtet Markttrends, weil sie sonst sterben würden. Der Musikindustrie würde ich daher nicht weniger unterstellen als den eklatentesten Fehler seit ihrem Bestehen begangen zu haben. Das ist quasi so, als würde ein Automobilhersteller die allgemeinen ökologischen Trends völlig verpennen und auch 2020 noch Mittelklasse-Wagen mit 20l/100km Verbrauch herstellen. Oder einem TV-Hersteller, der heutzutage noch auf die gute alte Röhre setzt. Was hat ein solches Unternehmen verdient, das nicht fähig ist, auf die dynamischen Marktgegebenheiten einzugehen? Richtig, den Bankrott. Ohne einem Fünkchen Mitleid.
(Nur die Musiker selbst tun mir Leid - vorausgesetzt, es handelt sich wirklich um "Musik" und keine gecasteten, überflüssigen Kreaturen)


Soll nicht heißen, dass deswegen gar keine illegalen Kopien mehr existieren würden - aber man hatte genug Zeit, um sich über neue Geschäftsmodelle Gedanken zu machen, ja sogar das Kaufverhalten nachhaltig zu verändern und somit den Verlust abzufedern. Allein die großen vier Labels setzen auch heute noch 12 Mrd. € um. Bei diesen Dimensionen wären genug Ressourcen vorhanden gewesen, sich mit weitsichtigen Entscheidungen den Gegebenheiten anzupassen.
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Alt 14.02.2012, 23:49   # 10
CL4Y
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Hauptsache das Koks steht auf dem Tisch und die Bordsteinschwalben drunter... Armleuchter
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Alt 15.02.2012, 03:27   # 11
King W.
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Zitat:
Zitat von _Macromonium_ Beitrag anzeigen
Was hat ein solches Unternehmen verdient, das nicht fähig ist, auf die dynamischen Marktgegebenheiten einzugehen? Richtig, den Bankrott. Ohne einem Fünkchen Mitleid.


Zitat:
Nur die Musiker selbst tun mir Leid - vorausgesetzt, es handelt sich wirklich um "Musik" und keine gecasteten, überflüssigen Kreaturen
Ich merke schon, du bist auch kein Justin Bieber Fan.

Ich frage mich sowieso manchmal, müssen die Promis (nicht nur Musiker) so viel Geld bekommen, daß sie darin baden können? Muß ein noch nicht einmal 20 Jahre alter Fußballspieler schon unbedingt Millionär sein? Muß ein Michael Schumacher mal soeben publikumswirksam 10 Millionen für die Tsunami-Opfer losmachen können und das Ganze auch noch aus der Portokasse bezahlen?

Die Beispiele ließen sich beliebig fortsetzen und sicher gibt es auch viele "Musiker", bei denen ein auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Einkommen besteht.

Und dann gibt es auch noch andere. Die überzeugen einfach durch Leistung, veranstalten kein lautes Geschrei und sehen ihre Tätigkeit nicht als Beruf, sondern als Berufung, als ihre Aufgabe, andere Menschen durch ihre Musik glücklich zu machen. Sie stellen ihre Produkte einfach bei Youtube ein, wo sich jeder daran erfreuen kann.

Beispiel gefällig?
Welcher 9-jährige spielt besser Gitarre?

Mittlerweile ist er 15 und gehört ganz zweifellos zu den Top-Gitarristen der Welt. Er spielt jetzt eine A 48 CP, die ihm der Hersteller Lakewood gesponsort hat. Für den Gegenwert dieser Gitarre bekommt man schon locker eine guten Gebrauchtwagen. Und er hat Erfolg, auch wenn er (noch) kein Millionär ist. Und seine Stücke werden immer noch bei Youtube eingestellt, mittlerweile über 140.

Er braucht auch kein Sprachrohr, wie diesen Friedmann, der seine (vermeintlichen) Interessen vertritt, in Wirklichkeit aber von einem fast paranoiden Zwang besessen ist, sich selbst darzustellen und in den Vordergrund zu schieben. Bedauerlich nur, daß er dafür auch noch eine Plattform bekommt.

So, genug Off-Topic.

Was in mir an der ganzen Sache mal wieder einen massiven Kotzreiz auslöst, ist aber nicht so sehr die Tatsache, daß der Musikklau unterbunden werden soll, sondern die Rolle die unsere Politiker dabei spielen.

Wer zieht eigentlich die Marionettenfäden, an denen unsere Volks(ver)treter zappeln? Heveling ist ja nur ein Beispiel, ein kleines Licht, wenn man so will.

Und wer lügt dauernd so unverfroren, um die eigentlichen Ursachen zu verschleiern?

Wer erinnert sich nicht an die Lockerung des Bankgeheimnisses? Der vorgeschobene Grund war, den Terrorismus besser bekämpfen zu können. Der wahre Grund ist aber ein anderer: Mittlerweile hat jede Tippse beim Arbeitsamt Zugriff auf die Konten. Einem Freund von mir ist mal folgendes passiert: Er mußte sich vorübergehend arbeitslos melden und - natürlich - seine Kontonummer angeben, weil sein ALG dorthin überwiesen werden sollte. Die Tippse hat bei der Antragsabgabe ein wenig auf ihrem Terminal herumgehackt und sich dann verplappert: "Wie, Sie sind auch bei Versatel? Ich auch." Sie konnte nicht nur die Abbuchung der letzten Telefonrechnung einsehen sondern hatte auch Zugriff auf alle anderen Kontenbewegungen und den Kontostand selbst. Das hat sie dann sogar zugegeben.

Noch ein - gerade aktuelles - Beispiel: Die E-Zigarette. Wer zieht denn jetzt daran? Reemtsma? British American Tobacco? Philipp Morris? Oder gar der Finanzminister? Und wer tanzt? Die Merkeline? Die Zensursula? Nein, die doch nicht. Es ist die Sorge um ihre Schäfchen, welche die Politiker mal wieder antreibt, ich hätte es fast vergessen. Die E-Zigarette ist ja soooo schädlich und pfui und igitt und bahbah. Und das deutsche Volk muß ja unbedingt davor geschützt werden.

Und jetzt Acta.

Wer zieht, ist mal wieder klar: An vorderster Front die Musikindustrie, und ihre unterqualifizierten, überbezahlten Akteure, aber nicht nur die Musikindustrie allein.

Es wird niemand zugeben, aber es ist doch wohl so: Letztlich geht es denen darum, die Kinder auf den Schulhöfen zu kriminalisieren, die sich nachmittags mal ein Musikstück oder von mir aus auch eine ganze CD herunterladen. Dank horrender Abmahngebühren und der Masse an Kindern und Jugendlichen ist genau hier das größte Potential. Das muß natürlich abgeschöpft werden.

Aber mal ehrlich: Haben wir das früher nicht auch gemacht: Einer kauft die Schallplatte und 10 überspielen sich selbige auf Cassette. Und niemand hat sich daran gestört. Die Musikindustrie hat von vornherein damit gerechnet und die Platten, damals noch aus Vinyl, waren entsprechend teuer. Ich kann mich noch an eine Beatles-LP erinnern: "Beatles for Sale" von 1964. Das "Sale" war dabei wörtlich zu nehmen, die Platte kostete 23 DM. Hört sich aus heutiger Sicht nicht viel an, aber für das gleiche Geld hätte man seinerzeit beim Bäcker mehr als 300 Brötchen bekommen, oder für den Gegenwert von 5 LP's ein gutes Fahrrad. Ich selbst war damals 18, habe durch die Antennen nebenbei ganz gut verdient und hätte die Platte ohne weiteres kaufen können. Ich habe es, obgleich ich ein Beatles-Fan war, nicht getan. Eine Cassette mußte reichen.

Geldgierig war die Musikindustrie jedenfalls schon immer.

Kein Wunder also, daß sie jetzt besonders kräftig zieht. Fragt sich nur, wer tanzt. Heveling? Das ist allenfalls der Vortänzer, der ausprobieren will, wie sein Publikum reagiert. Der eigentliche Tanz kommt noch.

Bleibt nur noch zu klären, auf welche Weise wir, das Publikum, dieses mal verarscht werden sollen. Auf wen man es wirklich abgesehen hat, darf ja nicht publik werden. Aber der "Sündenbock", warum wir Acta unbedingt brauchen, ist ja schon ausgeguckt: Die Chinesen sind es, die unsere Wirtschaft ausspionieren und unser Zeugs nachbauen wollen.

Und es wird auch wieder Blödmänner geben, die unseren Politikern glauben - leider.

Acta kann gegen die Spione doch gar nicht helfen:
1) Ist es der chinesischen Politik herzlich egal, ob ihre Landsleute uns ausspionieren und uns nützt es nichts, wenn uns die Vorratsdatenspeicherung den Beweis liefert, daß von irgendeinem chinesischen Server aus auf irgendwelche Firmendateien zugegriffen worden ist. China ist weit und bis dort hin reicht der Arm unserer Justiz nicht.
2) Selbst wenn doch - die Chinesen sollen doch an der Euro-Rettung beteiligt werden, die darf man ja keinesfalls verärgern.
3) Wer sich nicht gegen Schnüffler schützt und seine Daten wirksam verschlüsselt, hat kein Mitleid und keinen Schutz verdient.

So, mehr fällt mir im Augenblick nicht ein. Sorry für den langen Beitrag und danke fürs Lesen.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


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Alt 15.02.2012, 08:08   # 12
L.Gerlach
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Zitat:
Zitat von _Macromonium_ Beitrag anzeigen
... Wo du schon das Beispiel der Musikindustrie aufgreifst ...
Versteh mich nicht falsch, es geht mir nicht direkt um das Überleben irgendwelcher Labels - bei denen unter Umständen fernab der Wirklichkeit, in irgendwelchen Meetings großer Konzernbosse, über wichtige Entwicklungen entschieden wird oder eben nicht - sondern um das gesamte Konzept der Musik-Herstellung und Verbreitung. Vom Künstler der die Musik entwickelt, über dessen Vertreter in Sachen Bekanntmachung und Verbreitung, bis hin zu denjenigen die die Musik dann auf kleine runde Scheiben pressen oder halt als digitale MP3-Kopie im Internet anbieten. Hier sind unglaublich viele Menschen aktiv die es ebenfalls verdienen für ihre Arbeit eine Entlohnung zu erhalten. Um mich selbst zu zitieren

Zitat:
... dass der Musiker sich beim nächsten Lied zweimal überlegt ob es sich für ihn überhaupt lohnt diesen Aufwand zu betreiben.
Denn machen wir uns nichts vor, abgesehen von wirklich großen Musikern im Geschäft hat heutzutage kaum ein Musikschaffender die Möglichkeit von seiner Tätigkeit wirklich zu leben und wenn dann ist der Weg mit Entbehrungen verbunden. Wenn dann noch die Einkünfte durch den Musikverkauf wegbrechen wird hierunter natürlich nicht der große Boss des Labels leiden, der sich im Zweifel überlegt ob er mit dem Künstler eine zweite Platte auflegt. Stattdessen erwischt es den kleinen Musiker der prozentual am Verkauf beteiligt ist, weil eine andere Art von Vertrag sich für den Produzenten überhaupt nicht rentiert. Ein Teufelskreis.

Worum es mir ging war im Grunde auch die Sichtweise der anderen Seite darzulegen, die in diesem Fall häufig genug einfach ausgeklammert wird, weil nur der eigene Standpunkt überhaupt in Betracht gezogen wird. Ohne damit ACTA in irgendeiner Weise legitimieren zu wollen. Ganz im Gegenteil.

Insgesamt ist die Verfolgung von Raubkopierern auch nur ein Bestandteil, der einfach in der öffentlichen Meinung am ehesten wahrgenommen wird, weil er uns am ehesten betrifft. Die Folgen sind viel weitreichender und gehen weit darüber hinaus ob man mich in Zukunft besser verfolgen kann, wenn ich mir Kunst in Form von Filmen oder Musik aus dem Internet sauge. Potentielle Zensur ist hierbei das Stichwort. Als Hintergrundinformation noch eine kleine News mit einer Stellungnahme von Leutheusser-Schnarrenberger:

www.netzwelt.de/news/90766-bundesjustizministerin-acta-wollen-keine-internetsperren.html
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Alt 15.02.2012, 10:29   # 13
Hans Der Driver
 
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Ach ja, die Musikindustrie ist wirklich arm dran, da muss jede Möglichkeit genutzt werden: Houston tot, Sony glücklich

Natürlich ist jedem Künstler für sein Werk, wenn man es denn mag, zu danken und natürlich sollte er auch so dafür entlohnt werden, dass ihm weitere künstlerische Tätigkeit möglich wird.

Aber genau das macht ja die heutige Musik - I n d u s t r i e eben nicht, der Künstler als solcher ist absolut uninteressant, er wird gehypt, damit er verkauft werden kann und nun gibt es Techniken die die Pfründe der Musikindustrie zu bedrohen scheinen und man geht dagegen vor, Anwälte und ihre Kanzleien wollen durch das Zuhauen mit der ganzen Härte des Gesetzes auf 10-jährige Kinder und Omas ohne PC ihren Teil vom Kuchen abkriegen (und kriegen ihn auch). Durch Acta soll dieser für bestimte Kreise höchst lukrative Zustand nicht nur zementiert werden, nein, man baut Bürgerrechte gleich noch ein Stück weiter ab, der Bürger muss ja sowas von vor sich selbst geschützt werden
__________________
Übrigens ist es nicht schlimm, wenn dir nichts einfällt, aber eine Schande ist es, wenn du das dann auch noch aufschreibst.Joachim Panten 1947-2007
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Alt 24.02.2012, 14:58   # 14
Hans Der Driver
 
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Ort: dort, wo Berlin schön ist
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Ein sehr lesenswerter Artikel der FAZ, meine ich : Urheberrechte im Internet Acta oder der Schutz der Raubritter

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Alt 26.02.2012, 14:29   # 15
APA
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Friedman sollte lieber nicht von (Doppel-)Moral sprechen ...
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Alt 26.02.2012, 14:43   # 16
Ernest
 
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Friedman sollte lieber nicht von (Doppel-)Moral sprechen ...
Was hast Du von jemanden erwartet, der gekokst hat?
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Alt 26.02.2012, 14:52   # 17
Richi
 
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen



Ich merke schon, du bist...

... und danke fürs Lesen.

Ich danke dir, wieder mal ein Top-Beitrag! Das musste ich jetzt einfach mal in Kommentarform loswerden (:
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Alt 24.05.2013, 23:26 # --
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