Alt 22.01.2012, 11:29   # 1
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Ein Internetnutzer erhält Post aus den USA. Vom amerikanischen Pendant der GEMA. Zunächst ist der Ton jovial und freundlich, doch dann spitzt sich das Gespräch zu.


Diskussion zu: Kommentar: E-Mail aus Hollywood
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Alt 22.01.2012, 11:29 # --
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Alt 22.01.2012, 18:36   # 2
RA Dr. Alexander Wachs
 
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Moin Moin,

hat mir sehr gut gefallen dieser fiktive Dialog, ich schreibe in meinem Blog ebenfalls seit Monaten in diese Richtung. Die Argumente beider Seiten finde ich recht gut dargestellt. Mir persönlich fehlt aber noch, dass durchaus eine Vielzahl großer Firmen an der Piraterie mitverdienen wie z.B. Hersteller von Geräten (Festplatten, Rohlingen, Speicherstifften, Abspielgeräten, Breitbandanschlüssen usw.)
Das moralische Schein-Argument von Sven er sei in der Vergangenheit abgezockt worden und würde dafür nun nicht mehr zahlen, wird damit ein wenig ausgeglichen, dass er ja weiterhin Geld an Sony und Konsorten zahlt.

Aktuell scheint mit der "Kampf gegen die Piraterie" am Besten vergleichbar mit dem "Kampf gegen Drogen" es scheint mir ein unlösbarer Konflikt, der Nutzer wird scharf gemacht und will (kostenlos) konsumieren und die Entertainment Branche will nachvollziehbar mit Ihrer Leistung Geld verdienen.

Obwohl ich nun selber Anwalt bin, der zumindest mittelbar von der ganzen juristischen Auseinandersetzung profitiert, fände ich es am Besten wenn dieser ganze Konflikt ohne Juristen und mit gesundem Menschenverstand gelöst würde: Streaming Dienste werden im Abo für Filme und Serien angeboten - man zahlt 25 EUR im Monat und kann alles (mit original Tonspur in HD) so oft sehen wie man will. Musik-Streams kosten 8 EUR extra. CDs kosten 6,50 EUR, Blurays 5 EUR und Downloads kosten davon die Hälfte.
Dafür lassen die Nutzer die Finger von illegalen Angeboten, ich bin sicher 60 % der Haushalte würden sofort ein entsprechendes Abo (Musik oder Film) für Ihre Lieben abschließen.

Die Industrie hätte endlich den ungeliebten Gebrauchmarkt ausgehebelt, sowie den Zwischenhändler vor Ort (was ich persönlich bedauern würde), aber auch Amazon oder Media Markt könnten nicht mehr der Industrie die Daumenschrauben anlegen.

Das wird aber niemals funktionieren, weil die Industrie aus der derzeitigen Auswertung immer noch mehr herausholt und es menschlich ist, am Status quo festzuhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Wachs
__________________
Gerne weise ich auf meine neue Internetseite www.dr-abmahnung.de. Dort habe ich sowohl einen blog als auch eine Video-FAQ zu den häufigsten Fragen.
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Alt 27.01.2012, 09:50   # 3
Andreas T.
Gastposter
 
Da kann ich mich nur dem Doc voll und ganz anschließen!
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Alt 27.01.2012, 10:19   # 4
8bit-nostalgic
 
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kann dem Gesagten auch nur weitestgehend zustimmen.
Interessant für mich ist am Ansatz des fiktiven Austauschs zwischen Großkonzern und kleinem Nutzer, dass es die Schwarz-Weiß-Zeichnerei auflöst, die in diesen Dialogen allzu gern herrscht. Die meisten Aussagen zum Thema Datenpiraterie und Urheberrecht laufen, gerade im Internet, sehr schnell auf Frontenkrieg heraus, bei dem beide Seiten einander auf unterschiedlichen Ebenen attackieren. Die Nutzer sind Verbrecher, welche ihren rechtsfreien Raum behalten wollen und Grundrechte gegen Zensur und Datenüberwachung ins Feld führen, nur um weiter illegal Filme gucken zu können. Die Firmen sind die bösen Megakonzerne, welche Angst haben den festen Griff um den Geldbeutel der Konsumenten zu verlieren und vor nichts zurückschrecken, um sich an einem toten Konzept festzuhalten.
Irgendwo in dieser Überzeichnung geht doch meistens die Möglichkeit zum Dialog vollkommen verloren. Ist zumindest immer mein Eindruck. Solche Kampagnen könnten vielleicht einen Unterschied machen, was es die Selbstwahrnehmung der einzelnen Parteien betrifft.
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Alt 20.05.2013, 09:17 # --
netzwelt.de
 
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