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| Redakteur Registriert seit: 08.09.2003
Beiträge: 23.361
| Ende April ist es soweit: Die öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Sender schalten die analoge TV-Übertragung per Satellit ab. Was sie jetzt über das Aus und den Umstieg auf Digital-TV wissen müssen. Diskussion zu: Analoges Satelliten-TV: Was Sie über das Übertragungsende wissen müssen |
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| netzwelt.de | |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.878
| In den Beitrag haben sich leider ein paar kleine sachliche Fehler eingeschlichen. Zitat:
Dabei ist dieser Transponder auch nicht leistungsfähiger als sein analoges Pendant. Logisch, daß da für den einzelnen Sender weniger Datenvolumen zur Verfügung steht. Wenn dennoch der Eindruck eines "besseren" Bildes entsteht, dann weil bei der notwendigen Datenkompression alle möglichen Tricks angewendet werden. Es ist ähnlich wie in der Musik: Wer kennt nicht den Unterschied von wav, einem Dateiformat mit über 1000 kBit/s und mp3 mit 128 oder 256 kBit/s? Wer will nun behaupten, daß mp3 besser klingt? Die weite Verbreitung dieses Formats liegt ausschließlich an der im Vergleich zum Original winzigen Größe der Dateien bei noch einigermaßen akzeptablen Tonqualität. Die Datenkompression ist bei den Bildern auch deutlich zu sehen: Man achte mal auf den Rasen bei einem Fußballspiel. Bei jedem kleinen Kameraschwenk verschwimmt das Grün zu einer undefinierbaren Matsche. Der sprunghaft auftretende Mehrbedarf an Daten bei einem schnell bewegten Bild kann nicht befriedigt werden, weil ja auch die anderen 6 Programme versorgt werden wollen. Dann muß man halt mit der grünen Matsche leben. Die Illusion des besseren Bildes entsteht noch am ehesten bei größeren einfarbigen Flächen, beispielsweise einem blauen, wolkenlosen Himmel. Bei der Analogübertragung muß eine lückenlose Verbindung bestehen, nämlich von der Signalquelle über den Sender, die Uplink-Station, den Satellit, wieder zurück zur Erde und zur Empfangsantenne, von dort zum Receiver, zum Fernseher und letztlich zum Elektronenstrahl der (bei einem Röhrengerät) das Bild schreibt. Jede noch so kleine Unterbrechung der Signalkette hat Störungen zur Folge, die man auf dem Bildschirm als weiße oder schwarze Punkte oder Striche wahrnehmen kann. Die Digitalübertragung funktioniert ganz anders. Der Receiver ist nichts anderes, als ein waschechter für einen bestimmten Zweck hochgezüchteter Computer, mit einem Prozessor, einem Programm- und Arbeitsspeicher. Genau wie jeder andere Computer auch, muß der Receiver nach dem Einschalten erst einmal booten. Wenn der Receiver jetzt den blauen Himmel wiedergeben soll, passiert grob vereinfacht folgendes: Am Anfang der Bildzeile bekommt der Receiver einen Befehl, der ihm in etwa sagt: "756 mal Blau - mach alleine". Während der Receiver die Zeile fertigstellt, kümmert sich der Sender um das nächste Programm usw. Wenn alle 6 Programme durch sind, ist das erste wieder an der Reihe: "2. Zeile wie erste - mach alleine". Auf diese Weise kann ein und derselbe Sender auf nur einer Frequenz gleichzeitig mehrere (im Beispiel von SAT1 sechs) Programme übertragen. Solch ein Sendeplatz auf dem Astra-Satellit ist natürlich teuer und die Transponder sind knapp, eigentlich immer zu wenig. Und wenn die "Privaten" schon kein ordentliches Programm auf die Reihe bekommen, rechnen können die, wenn es um ihr Geld geht: Transpondermiete geteilt durch 6 ist weniger als Transpondermiete. Und genau das ist der Grund für die Einführung der Digitaltechnik: Geldgier bei den Anbietern, oder um es weniger profan auszudrücken: Kostensenkung bzw. -optimierung. Vielleicht habe ich jetzt jemanden einer Illusion beraubt, es ist aber so und die Zeit kann man nicht mehr zurückdrehen. Herstellerseitig wurde natürlich auch längst reagiert: Die neueren Flachfernseher sind ausnahmslos für die digitale Bildwiedergabe optimiert. Die Illusion muß ja perfekt sein, damit der dumme Konsument es schluckt. Zitat:
Zitat:
In Verbindung mit einem Multischalter ist ein Twin-LNB nicht oder nur in seltenen Sonderfällen geeignet. Bei dieser Anwendung ist ein Quattro-LNB, das an jedem Ausgang ein konstantes Frequenzband liefert, richtig. Falls der Multischalter in das LNB bereits eingebaut ist und das LNB wie ein Quattro ebenfalls über 4 Anschlüsse verfügt, spricht man von einem Quattro-Switch oder QUAD. Dieses LNB kann man sich im Prinzip so vorstellen, wie vier Einzel-LNB's in einem Gehäuse. Zitat:
Zitat:
Die Aussage kann überhaupt nicht stimmen. Beim SAT-Empfang kommt eine Bandbreite von 4 GHz bei der Parabolantenne an, bei den populären Astra/Hotbird Anlagen sind es bereits 8 GHz. Und es sind noch viel mehr Satelliten oben. Das Kabel schafft maximal eine Bandbreite von 800 MHz. Neben dem Fernsehen werden aber auch noch Daten und Telefon per Kabel angeboten (im Fachjargon Triple-Play genannt), was die Bandbreite weiter verringert. Flugfunk und terrestrisches Fernsehen arbeiten ebenfalls in diesem Frequenzbereich, so daß einmal für eine ausreichende Abschirmung zu sorgen ist, Kabelfernsehen sich nicht mit DVB-T verträgt und sogar eben wegen dieses Flugfunks nach der SchuTSEV noch zwei Sonderkanäle für die Übertragung flachfallen. Zitat:
Eine wirklich gute Alternative zum SAT-Empfang kann das Kabel jedenfalls nie und nimmer sein. Zitat:
Ja. Jede Menge Schweinereien. Wer will kann ja hier weiterlesen und dem Link folgen. Einziger Vorteil: Der grüne Rasen sieht bei einer Fußballübertragung nicht mehr ganz so matschig aus. Es bleibt nur zu hoffen, daß Astra mit der HD+ Plattform scheitert. Einen ähnlichen Versuch hat dieser Satellitenbetreiber schon einmal gestartet. Das Ganze hieß "entavio", hat viel Geld gekostet und Astra ist damit grandios auf die Schnauze gefallen. Traurig auch, daß so viele Hersteller diesen HD+ Müll anbieten, allen voran Humax. Die hatten früher wirklich gute Receiver, waren aber die ersten, die entavio angeboten haben und waren jetzt wieder ganz vorn bei HD+. Die vielen unverkäuflichen entavio-Receiver sind übrigens später weit unter dem Normalpreis verramscht worden. Sorry für den langen Beitrag und danke für die Geduld, bis hierher gelesen zu haben. Aber das war mir ein Bedürfnis. Ergänzung: Ich mache den Beitrag mal bis Ende April oben fest. Im Moment und bis da hin er ja noch aktuell.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! | |||||||
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| Liest und Schreibt Registriert seit: 22.03.2011 Ort: In der Kiste mit den W-LAN-Kabeln.
Beiträge: 2.340
| Verschlüsselt wird hier das über die Astra-Satelliten ausgestrahlte Signal. Hier ist ein Artikel zu dem Thema: www.netzwelt.de/news/80639-hdtv-so-klappt-hd-empfang-wohnzimmer.html Einen Anbieter, der über Satellit unverschlüsselt HD-Programme ausstrahlt, gibt es meines Wissens nach für Deutschland nicht. Edit: Ich war vielleicht etwas voreilig - du fragst ja nach Kabelnetzbetreibern ... Ich habe die Frage an unseren Fernseh-Spezialisten weitergeleitet.
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| Registriert seit: 02.04.2012
Beiträge: 1
| Es geht um die Frage: Können künftig im Kabel die analogen Sender weiterhin frei empfangen werden? Ich sehe immer noch nicht durch. Wenn alle Kabelnetzbetreiber das Signal von ASTRA empfangen und dort das analoge Signal abgeschaltet wird, wie wird dann beim Kabelnetzbetreiber das digitale Signal wieder in ein analoges umgewandelt und kostenfrei in das Kabelnetz geschickt. Denn die Aussage ist ja im Beitrag, der diese Diskussion begründete: Zitat:
Ich empfange bisher mit meinem SONY Bravia mit eingebauten Kabelreceiver alle öffentlich rechtlichen Sender digital sowohl SD als auch HD (dort, wo sie angeboten werden) frei, ohne CI+ Einschub und ohne Entschlüsselungskarte. Ich empfange alle angebotenen privaten und öffentlich rechtlichen Sender analog frei. Wenn nun das analoge Signal ab 30.04. von ASTRA nicht mehr gesendet wird, und es demnach auch vom Kabelnetzbetreiber auch nicht mit hochdimensionierten Empfangsanlagen nicht empfangen wird, wandelt dann PRIMACOM das digitale Sendesignal z.B. von RTL, für das ich bei digitalem Empfang von PRIMACOM eine Entschlüsselungskarte erwerben muss, in ein analoges Signal auf eigene Kosten um und sendet es mir kostenfrei, wie bisher, zu? Irgend etwas stimmt hier nicht mit den Erklärungen zur Abschaltung des analogen Satellitensignals oder ich bin zu blöd das zu begreifen... | |
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