| Es tut mir sehr leid, aber dieser Artikel ist voll von inhaltlichen Irrtümern:
1. Die Bildhelligkeit hängt sowohl im traditionellen "analogen" Lichtspielhaus als auch im digitalen Heimkino vom Alter und Zustand der Projektionslampe ab. Bitte dem Kinobetreiber auf die Finger hauen, nicht der Technik!
2. Für das Heimkino ist die Wahl der Projektionstechnologie (LCD oder vielleicht doch besser SXRD oder DLP) und die Einstellung des Gerätes entscheidend in Verbindung mit der Qualität des Blu-Ray-Disc Masterings. Die meisten Filmklassiker die ich kenne, wurden mit Liebe und Fingerspitzengefühl restauriert.
3. "Doch mit der Bildqualität eines sauber projizierten Kinofilms kann auch das hochauflösende Heimkino nicht mithalten." LOL, analoge Filme stammen von Filmkopien (!), Blu-Ray-Discs werden im Idealfall digital vom hochauflösenderen Originalkameranegativ gezogen.
Tatsächlich bemerkt man jetzt auf Blu-Ray-Discs wechselnde Bildschärfen, die bisher auf DVD und im traditionellen Kino NICHT wahrnehmbar gewesen sind (ergo: DVD = übliche Kinobildschärfe). Und das Kinobild von AVATAR war nicht annähernd so gestochen scharf, wie das Bild der Blu-Ray-Disc auf meinem Full HD-DLP-Projektor.
4. Heimkino ist der Untergang des Lichtspielhauses?!? Willkommen in der Wirklichkeit, bereits 1988 (!!!) berichtete die US-Fachzeitschrift THE PERFECT VISION von dem Umsatzeinbruch an den Kinokassen aufgrund der "Home Video" Revolution am kleinen Fernseher. Anstatt auf echtem Heimkino (Full HD Videoprojektoren) einzudreschen, sollte der Autor vielleicht den Versuch unternehmen zu begreifen, dass das "Beamer-Heimkino" wenigstens zuhause noch ein Gefühl und Größe mit Erlebniswert vermittelt, was bei flachen Schirmen wegfällt. Heimkino-Betreiber und -Nutzer leisten wenigstens einen kleinen Beitrag zur Rettung und Aufrechterhaltung des Kulturguts "Großes Bild - große Emotionen". |