Ich glaube immer noch, daß nicht
hauptsächlich die Wahl der Distribution ausschlaggebend ist, sondern die Wahl der "Oberfläche".
Weshalb ich das größte Ärgernis bei den Gnome Leuten sehe, die eine super Oberfläche (gnome 2.x) durch ein seltsames unausgegorenes Konstrukt ersetzen mit dem man nicht mehr wie gewohnt arbeiten kann.
Und ich denke, daß der Knackpunkt für den "Niedergang" von Ubuntu genau dort liegt (auch wenn es dort Unity heißt).
Inzwischen nutze ich die Unityoberfläche seit etwa 2 Monaten -nur privat!- und habe mich inzwischen mit den geänderten Mausbewegungen abgefunden. Aber es gibt zwei -für mich- wichtige Details, die einfach fehlen:
- Die geöffnete Programme Leiste (Taskleiste)
Diese kleinen weißen Pfeile zeigen zwar an, was läuft (das hat lange gedauert, bis ich verstanden habe wie die Leiste sich nicht mehr ausblendet!), aber bei etwa 4 geöffneten Fenstern vom gleichen Programm ist man immer auf der Suche nach dem richtigen...
Früher hab ich anhand des kurzen Textes sofort gesehen welches ich anklicken will. Jetzt brauche ich einen Klick um eine Übersicht zu bekommen -die mir nicht immer konsistent die gleiche Reihenfolge der geöffneten Fenster anzeigt- und muß daraus das richtige wählen. Geschätzte dreifache Dauer zu vorher. - Die Programmmenüs
Wer hat unter Unity schon mal versucht mit Dateibrowser, Bildvorschauprogramm und Gimp gleichzeitig zu arbeiten (nicht im Vollbild! da man ja teile des anderen Fensters evtl noch sehen will und/oder schnell zwischen denen wechseln)?
Da die Menüleiste global angezeigt wird reicht nicht mehr wie früher einfach ein Klick um das Menü von dem gerade nicht aktivierten Fenster zu öffnen, sondern ich muß hinwechseln mit dem Mauszeiger ganz nach oben fahren, obwohl ich schon da wäre wenn das Menü da wäre wo es hingehört und dann erst dieses öffnen.
Wenn man dann wieder zurück zu Gimp will, dann kann man sich sicher sein, daß beim Alt+Tab irgendwas in den Vordergrund kommt, aber nicht das was man will...
Bei Gnome 3 scheint das ein klein wenig (hab ich aber noch nicht so lange ausprobiert) besser zu funktionieren, aber irgendwie finde ich es dennoch ziemlich ähnlich und deshalb sehe ich es nicht als Alternative.
Beruflich könnte ich beide nicht einsetzen bei der Fensterflut, die ich hier ständig geöffnet habe!
Zufällig habe ich letzte Woche einen IMac in den Fingern gehabt (ich muß dazu sagen, ich bin überhaupt kein Freund von dem Applezeug!) und war richtig erschrocken: Die Ubuntujungs und -Mädels stellen da einfach einen Appleklon in "schön" her.
Alleine das ist für mich schon ein Grund mich nach Alternativen umzusehen...
Wobei ich mich echt schwer tue, da mir wie gesagt der Unterbau solange er funktioniert egal ist und mit gnome 2.x ein extrem gut funktionierender Desktop weggenommen wurde.
Vielleicht ist der Mintansatz gar nicht so verkehrt mit diesem "Gnome2-Plugin" für gnome3 um die Optik ein wenig anzupassen?!
Muß aber zugeben, daß ich es noch nicht ausprobiert habe und momentan auch keine Muse dafür habe...
Danke fürs Zuhören

Grüße Grunzer