| Es geht doch viel einfacher: Man kann doch alles verschlüsseln, was kein Schnüffler sehen soll.
Der Geschäftspartner muß nur das gleiche Kodierprogramm wie ich haben - und gut. Dann könnte die Sache folgendermaßen ablaufen: Mein Geschäftspartner besitzt einen nur ihm bekannten und von ihm generierten Schlüssel. Das ist einfach eine wirre Zahlen - Buchstaben - Kombination, die er sich selbst ausdenkt. Aus diesem privaten Schlüssel wird ein öffentlicher Schlüssel generiert. Das geschieht durch das Verschlüsselungsprogramm und zwar so, daß dieser Vorgang nicht zurückverfolgt oder irgendwie rückgängig gemacht werden kann. Den öffentlichen Schlüssel schickt er mir und dabei ist es egal, ob ein Schnüffler mitliest. Ich verschlüssele nun das wichtige Dokument mit dem öffentlichen Schlüssel und schicke es ihm. Hier kann getrost jeder mitlesen, entziffern kann es aber niemand, außer meinem Geschäftspartner. Denn zum Entschlüsseln ist der private Schlüssel erforderlich, den wie gesagt, nur eine Person besitzt. Der Rückweg geschieht natürlich genau so, mit vertauschten Rollen. Mein Geschäftspartner verschlüsselt mit dem öffentlichen Schlüssel von mir und dann kann das Dokument nur noch der Besitzer des privaten Schlüssels, also ich, öffnen.
Ein Angreifer hat im Prinzip nur 2 Möglichkeiten, den Datenverkehr zu stören, aber keine, um ihn mitzulesen. Er könnte z.B. die Übermittlung des öffentlichen Schlüssels an mich abfangen und den Schlüssel fälschen. Dann kann mein Partner die Nachricht nicht mehr entschlüsseln, wohl aber der Datendieb. Also schicke ich meinem Partner zunächst ein paar Nachrichten mit belanglosen Daten als Anhang. Erst wenn die Bestätigung von ihm kommt, daß diese Daten zu entschlüsseln waren, kommen die wichtigen Daten hinterher. In welcher Form diese Bestätigung stattfindet, muß natürlich irgendwann mal abgesprochen worden sein.
Die zweite Möglichkeit wäre eine Fälschung der übermittelten Daten selbst. Der Angreifer hat ja den öffentlichen Schlüssel und kann nun seinerseits etwas verschlüsseln und muß nur noch die Absenderangabe fälschen, bevor er es an mich sendet. Davor kann man sich schützen, indem man mit dem Partner ein geheimes Zeichen vereinbart, woran die Echtheit der Nachricht zu erkennen ist. Spätestens dann rennt der Schnüffler vor die Wand.
Wer irgendwo sensible Daten hostet, sei es in der Schweiz oder anderswo, und sie nicht einmal verschlüsselt, dem ist wirklich nicht zu helfen.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |