| Die Quecksilberproblematik der Energiesparlampen war von Anfang an bekannt, wurde leider gerne verschwiegen. Nicht umsonst sind die Dinger seit Jahren schadstoffhaltiger Sondermüll. Die Politiker scheinen nun zu merken, daß a) der Widerstand in der Bevölkerung gegen das Glühlampenverbot immer größer wird und b) wie lächerlich man sich in Brüssel mit der ganzen Aktion gemacht hat. Da ist der Quecksilbergehalt der Dinger ein willkommener Vorwand, um nicht selbst das Gesicht zu verlieren.
Wenn man sich verdeutlicht, daß deutsche Haushalte nur ca. 5% ihrer Energiekosten für Beleuchtung aufwenden, wird die Lächerlickeit dieser ganzen Diskussion deutlich. Von diesen 5% versucht man über diese an Sozialismus erninnernde Zwangsmaßnahme einen Teil einzusparen. Neben den bekannten Nachteilen von Energiesparlampen, wie Giftigkeit, der schlechteren Lichtausbeute und des vom Spektrum her minderwertigeren Lichtes, das es schafft auch dem gemütlichsten Wohnzimmer das Ambiente eines Krankenhaus-OP-Saales zu verschaffen, wird der Hauptdenkfehler in der Thematik leider immer noch verschwiegen. Es ist richtig, daß konventionelle Glühlampen nur 5% ihrer Engergie in sichtbares Licht umsetzen. Die restlichen 95% sind Abwärme. Nur verpufft diese Abwärme tatsächlich nutzlos?
Bei den meisten Innenraumanwendungen selbstverständlich nicht. Die Glühlampe induziert ihre Abwärme in den Raum, den wir ohnehin derzeit in unseren Breiten an rund 200 Tagen im Jahr beheizen. Bei einer 60W Glühlampe sind dies rund 57W Heizleistung, die die Raumheizung weniger aufbringen muß. Selbstverständlich ist das nicht viel, aber die Darstellung der nutzlosen Verpuffung der Abwärme ist für die Mehrzahl der Anwendungen falsch. Unsere Heizungsanlagen erzeugen diese 57W aus obigem Beispiel in den meisten Fällen etwas kostengünstiger als die Glühlampe, was jedoch nur an den Kosten unserer Energieträger liegt.
Wenn man wirklich Energie einsparen will, so sollte man sich zunächst mal die großen Verbraucher im Haus vornehmen. Heißwasserbereitung, Herd, Geschirrspüler, Waschmaschine, Wäschetrockner usw. Und auch bei den Geräten spart man durch Nachdenken bei der Verwendung mehr, als durch die Anschaffung des neusten Modells. Dinge wie den Wäschertrockner für ein Teil einzuschalten, die noch warmen Essensreste in den Kühlschrank stellen oder die Heißwasserbereitung auf über 50° stellen, um das Wasser dann durch Beimischung von Kaltwasser wieder auf Duschtemperatur zu bringen sind nur einige Beispiele, die in unseren Haushalten mehr Energie verpuffen läßt, als es alle albernenen Sparlampen je wieder einsparen könnten. |