| Netter Artikel, jedoch sind einige Kleinigkeiten falsch.
Genkernel zum Beispiel würde einem ohne den Zusatz "--menuconfig" einen fertigen Default Kernel erstellen wie man ihn aus Ubuntu und Konsorten gewohnt ist. Wer ihn Schlanker will, braucht "--menuconfig" oder "--gconfig". Außerdem macht Genkernel auch den Ganzen Rest für einen, erstellt somit ein initrd, mountet die /boot partition und kopiert den ganzen Sums dort hin. Das einzige was man selber machen muss, ist den Eintrag in "/boot/grub/menu.lst". Das angegebene "selber kopieren" gilt nur für das manuelle kompilieren des Kernels.
Meine Persönliche Meinung:
Ich hätte außerdem erwähnt, dass die restliche konfiguration des System weit einfacher und strukturierter ist als bei anderen "textmode konfigurierten" Distros, Arch oder Debian zum Beispiel. Auch gibt es dank der multiversions Paketverwaltung und der USE Flags kaum Probleme mit fehlenden Bibliotheken und beim installieren und Updaten von Anwendungen.
Beispiel: Ich möchte mp3 (oder flac oder ogg) in meinen Anwendungen: Bei Ubuntu muss ich nun für jedes Paket die benötigten Libpakete separat installieren (oder von der Software installieren lassen), bei Gentoo setze ich einmal USE="mp3 flac ogg" in der /etc/make.conf und dann habe ich für den Rest meines Lebens mp3 Support in all meinen Anwendungen.
Weiterhin ist Gentoo die einzige mir bekannte Distribution, die eine Mechanik zum Update von Configdateien anbietet. Bei anderen Distros werden diese einfach ungefragt beim Update überschrieben und man muss alles neu konfigurieren. Bei Gentoo wird beim Update ein Mergetool meiner wahl gestartet. Ich wähle meine "konfigurierten" Bereiche in der Datei aus, klicke auf Speichern und habe kein Problem mehr.
Will sagen: Einmal installiert (was ohne Zweifel eine Hürde darstellt) ist Gentoo einfacher, zeitsparender und strukturierter zu warten und konfigurieren als jede andere Distribution. Mit einem Gentoo System hat man Freude auch Jahre nach der Installation und nicht nur bis zum nächsten Release Upgrade. |