Shooter wie Call of Duty oder Medal of Honor sind Verkaufsschlager trotz oder gerade wegen ihrer Gewaltdarstellung. Dennoch sollten die Hersteller mehr Wert auf die Inhalte als auf grafische Effekte setzen, findet netzwelt-Autor Mehmet Toprak.
Wir aus der 8-bit Generation wissen, was dazu gehört, um mit rudimentärer Grafik ein Meisterwerk zu schaffen. Wir haben zahlreiche Meisterwerke gespielt und erinnern uns gern. Die Entwickler heutiger Games, die schätzungsweise aus der gleichen Generation stammen sollten, wurden anscheinend alle von Bobby Kotick persönlich gehirngewaschen um nicht mehr an die gute alte Zeit zu denken.
Die Spiele zieren ein riesiges ab 18 Schild und geworben wird augenscheinlich auch nur für Erwachsene. Aber nur weil man es heutzutage muss. Die Spiele selbst sind kindisch und ohne viel Tiefe, stumpf und linear, damit sich ja keiner in seinem Blutrausch verläuft.
Der Artikel spricht mir aus der Seele. Auch wenn ein Bad Company 2, zum Beispiel, ähnlich daherkommt, so sind es doch die Spieler, die nie die taktischen Möglichkeiten ausnutzen, sondern nur vorpreschen, als wäre es Super Mario im Speedrun...
14.11.2010, 11:44
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3
Jens
Gastposter
Ja, ich spiele Egoshooter. Mit anderen Spielern in einer Gruppe.
Für uns ist das Paintball ohne die Lauferei, Cowboy und Indianer ohne Federn. Niemand von uns ist jemals durch Gewalttätigkeit aufgefallen.
Ein neues Spielzeug ist da immer willkommen. Aber es gibt Ausnahmen.
Bei Call Of Duty Modern Warfare schießt (in der ungeschnittenen Version) der Spieler bei einer Mission auf Zivilisten. In der hiesigen Version vollkommen zu Recht zensiert. (Muß bei einem Kopfschuss ein Kopf explodieren wie eine Wassermelone, die man aus einem Hochhaus wirft? Ist es unbeding relevant, daß viel, viel Blut fliesst? Spielen wir Soldaten oder Metzger?)
Bei COD: Black Ops hingegen wird gefoltert. In der US-Version foltert der Spieler. In der für Deutschland ist er Zuschauer. Foltern in einem Spiel, so finden wir, ist widerlich, hat mit Spielspaß nichts zu tun - und deshalb boykottieren wir das Spiel. Jugendschutzmaßnahmen greifen nicht. öffentliche Protestaktionen sind Gutmenschentum, die das Spiel für unreife Jugendliche NOCH interessanter macht.
Aber wenn erst einmal der Umsatz fehlt, merken die Hersteller vielleicht einmal, daß der Ekelzug einen Endbahnhof erreicht hat.
Ach so: Zur Zeit spiele ich lieber Minecraft. Keine Gewalt, keine tolle Graphik. Aber ein Spielprinzip zum verlieben!
Schau dir bitte das Video noch einmal an, besonders die letzten Minuten. Du wirst deine Meinung revidieren, was Mord-Spiele in Russland betrifft.
30.01.2012, 13:29
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6
8bit-nostalgic
Registriert seit: 27.01.2012
Ort: Wiesbaden
Beiträge: 29
Vielleicht ist es ein bisschen blauäugig und keine Lösung, aber ich habe mittlerweile Zweifel, dass ein qualitativ besserer Umgang mit Spieldesign und nicht nur ein Augenmerk auf Grafik wirklich einen Unterschied machen würde.
Öffentliche Meinung zu "Killerspielen" funktioniert in meinem Augen seit ein paar Jahren teilweise völlig willkürlich. Ich erinnere mich noch als vor ein paar Jahren Spiele wie Spellforce und Final Fantasy als Killerspiele zur Debatte standen, einfach nur weil sie iiiirgendwie damit in Verbindung gebracht worden. Irgendwie bin ich seitdem ein bisschen ratlos, ob sich das Killerspiel-Stigma wirklich durch solche "logischen" Schritte in der öffentlichen Meinung verändern lässt.
30.01.2012, 14:25
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7
Damati
Registriert seit: 30.01.2012
Beiträge: 5
spiele machen niemanden zum killer und wenn dann hat der jenige spieler schon vorher ein psychisches problem gehabt und außerdem sollten die eltern drauf achten was ihre kinder zuhause spielen, denn die haben den größten einfluss auf ihre schützlinge nicht die spiele.
ich gebe ja einen psychopaten kein messer in die hand, wenn ich weiss das er ein psychopat ist.
das ist meine meiung
ich selbst spiele seid 1998 ego shooter "james bon goldeneye" und bisher habe ich auch noch niemanden ermordet.