Alt 19.07.2010, 10:28   # 1
Redakteur
 
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Beiträge: 19.938
Forscher der Universität des Saarlandes haben ein Verfahren entwickelt mit dem ins Internet gestellte Daten nach einer festgelegten Zeit vollständig gelöscht werden. Die Daten sollen danach auch nicht mehr im Cache der großen Suchmaschinenanbieter zu finden sein.


Diskussion zu: Privatsphäre: Forscher entwickeln Verfallsdatum für Internet-Inhalte
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Alt 19.07.2010, 14:28   # 2
PrintScreen
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Und wieder sollen unbedarfte Internetuser in falscher Sicherheit gewiegt werden. Denn PrintScreen ist nur eine der Möglichkeiten gegen die dieses Verfahren nutzlos sein wird...denn sonst könnte man die Inhalte auch einfach selbst löschen.

Naja - es gibt Studien die waren teurer und nutzloser...trotzdem traurig, dass solche Forschung die populären Glanzlichter deutscher Universitäten repräsentieren soll.
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Alt 19.07.2010, 16:32   # 3
agtrier
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Hat niemand den "Forschern" gesagt, dass ihr System völlig "over-engineered" ist, und mit einfachsten Mitteln (Proxy) ausgehebelt werden kann?

Vielleicht haben sie das ja auch schon erkannt - die Fördermittel haben sie sicher gerne trotzdem mitgenommen.
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Alt 19.07.2010, 22:12   # 4
k23
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Da bin ich j amal gespannt. Immer wieder interessant, was sich Forscher ausdenken. Klingt in der Theorie immer klasse. Aber die Praxis ist ein ganz anderes Paar Schuhe. Nichtsdestotrotz: wichtiges Thema. Also vielen Dank für den immer aktuellen Beitrag.
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Alt 20.07.2010, 11:03   # 5
Manolo
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@PrintScreen: Du meinst doch wohl hoffentlich nicht mit "PrintScreen" das erstellen eines Screenshots, oder?

@agtrier: Könnten Sie bitte genauer erläutern, wie ein Proxy das umgehen soll? Schließlich wird, wie im Artikel bereits erklärt, der Schlüssel zum Lesen benötigt. Wenn dieser nicht vorhanden ist, kein lesen möglich.

Allgemein interessant, was hier manche Leute blindlings drauf los schreiben. Einerseits beschweren sich alle, es würde zu wenig für den Datenschutz getan und dann solche unqualifizierten Kommentare a la BILD-Zeitung.

Ich finde das Projekt interessant und würde mir wünschen, meine Universität würde so etwas auch gerade durchführen. Ich bin gespannt!!!
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Alt 23.07.2010, 16:07   # 6
PrintScreen
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@Manolo: Doch damit meine ich einen Screenshot - denn wenn man zB ein peinliches Bild mit sechs Monaten "Laufzeit" ins Internet stellt, kann das doch jeder einfach kopieren sobald er sich das hat anzeigen lassen.

Und wenn man es nach der Laufzeit nicht mehr auf der Originalseite ansehen kann, dann hätte man es doch genauso einfach selbst löschen können (und zwar dann wann man will).

Das Ziel der Forschung, nämlich "dass jeder Einzelne die Kontrolle über seine Daten behält [...] und man einmal veröffentlichte Bilder auch wieder löschen kann", wird also durch einen simple Funktion, die jedes OS hat, vernichtet. Und da rede ich noch gar nicht von dem Aufwand, den manche Internetstalker betreiben, um an private Fotos etc. zu kommen.

Suchmaschinen-Bots kann man auch durch eine simple Konfiguration abhalten - das hilft aber nichts, wenn tausende von Internetusern, den brisanten Content immer wieder zur Verfügung stellen - ohne Verschlüsselung.

Und wenn Du immer noch glaubst, dieses System aus Captchas und Codes würde die Zielsetzung erfüllen, dann mach Dich selbstständig - denn dann hast Du genug Halbwissen und Arroganz, um der lokale Internetprofi zu werden...

Ich finds übrigens auch interessant, dass bei "BILD-Leser -> unqualifiziert" kein Umkehrschluss gilt. Danke für die Erkenntnis. ;D
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Alt 05.01.2011, 11:42   # 7
nnmnnm
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Es hat sich gezeigt, dass Benutzer sich zwar den Datenschutz wünschen, aber nicht bereit sind, zusätzlichen Aufwand dafür in Kauf zu nehmen.

Bei dieser Lösung müsste sich ein Benutzer, sowohl zum Hochladen, als auch zum Betrachten einer Datei erst einmal das Plugin installieren. Die meisten wissen nicht mal, was ein Plugin ist. Des Weiteren können Daten nur betrachtet werden, wenn der Nutezr ein Captcha gelöst hat. Captchas sind in der Regel auch für Menschen mühsam zu lösen. Wie sieht es mit Tweets aus? Gerade bei intensiver Nutzung des Internets würde dieser Vorschlag bedeuten, dass ein Nutzer womöglich mehrmals pro Minute die schlecht lesbaren Buchstaben und Zahlen eines Captchas eintippen müsste. Außerdem ist es bekannt, dass Captchas vor dem automatischen Kopieren durch Dritte auch nicht sicher sind.

Zwar unterstützt die Idee die Selbstbestimmung der Nutzer, aber welcher Nutzer wird im Voraus abschätzen können, dass z.B. sein Textbeitrag, den er bewusst im Netz veröffentlicht hat und von dem er gegenwärtig überzeugt ist, ihm morgen schaden könnte. Anzumerken ist auch, dass Ihre Technologie nur dann funktioniert, wenn der Nutzer seine Inhalte selbst online gestellt hat. Hat dies ein Dritter getan, ist er machtlos. Diesem kann nur durch eine Verstärkung des Widerspruchsrechts gegen die Veröffentlichungen personenbezogener Daten im Internet entgegengewirkt werden.

Ich sehe die Gefahr darin, dass Benutzer lieber auf den Datenschutz verzichten, als eine benutzerunfreundliche Technologie zu bedienen.

Ist die Erfindung nicht der falsche Ansatz um den Datenschutz im Internet zu stärken?

Meiner Meinung nach liegt die Lösung in der Kombination aus dem verstärkten Datenschutzrecht im Internet und die Verpflichtung der Onlineanbieter zur Bereitstellung technischer und benutzerfreundlicher Schutzmechanismen.
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Alt 27.05.2012, 04:19 # --
News Flash
 
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