| Lieber Leser,
auch der Redaktion lag die Games Convention in Leipzig sehr am Herzen und wir haben das "Drama" des Standortwechsels damals mit großem Interesse verfolgt. An den Entscheidungen der Messeleitung können wir aber nichts ändern. Und dilettantisch wäre es, wenn wir die kritischen Stimmen von Ausstellern und Besuchern, die es zuhauf gab, unterschlagen, oder auf Grund eines Bauchgefühls (Leipzig war irgendwie schicker als Köln) schönfärben würden.
Wenn eine Messe gleichzeitig Standort und Konzept ändert, muss der Vergleich zur Vorgängermesse gestattet sein. Beispiel: Wenn die Verantwortlichen einer Fahrradmesse plötzlich beschließen, auch Motorräder mit ins Programm aufzunehmen, anschließend Aussteller und Besucher fernbleiben weil sich der Fokus verwässert und die Messe ihr Profil verloren hat gehört der Vergleich zur "guten alten Zeit" zu den Aufgaben der Berichterstattung.
Ich kann ihren Unmut einen Stück weit verstehen, vielleicht sind sie auf irgendeine Weise mit der Messe / dem Geschäftsbereich vertraut. Aber der "durchschnittliche", spielebegeisterte Leser der sich noch vor zwei Jahren über die neusten Games direkt in Leipzig informiert hat, hat ein Recht darauf zu erfahren, was inzwischen aus der alten Messe geworden ist.
Den Spirit eines Neuanfanges einer Messeleitung einzufangen gehört unserer Meinung nach nicht in eine Nachricht sondern in eine Reportage / in einen Hintergrundbericht.
Ich hoffe, Sie bleiben uns dennoch wohlgesonnen.
Viele Grüße aus der Redaktion
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