Alt 09.07.2010, 15:44   # 1
Redakteur
 
Benutzerbild von News Flash
 
Registriert seit: 08.09.2003
Beiträge: 19.938
Der Siegeszug der digitalen Fotografie hat einen großen Nachteil. Einem digitalen Foto kann man einfach nicht trauen. Man weiß nie, ob das, was auf dem Bild zu sehen ist, auch in Wirklichkeit so war. Beispiele liefert jeder beliebige Kalender mit Naturfotos.


Diskussion zu: Kommentar: Warum Digitalfotos lügen
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Alt 09.07.2010, 16:01   # 2
Olli
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Nur leider wären solche Schutzmechanismen immer knackbar - dieser Rückschritt wird wohl leider nicht mehr rückgängigmachbar sein...
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Alt 09.07.2010, 16:54   # 3
Nerezza
Gastposter
 
Naja, man könnte das Bild ja in der Kamera Signieren. Das ist zwar auch knackbar, aber nicht mit vertretbarem Aufwand. Nachteil dabei wäre sicher, dass man die Signatur in 10 Jahren mit einem Fingerschnipsen knacken könnte.

Grüße
Nerezza
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Alt 10.07.2010, 09:24   # 4
Plexyvote
Gastposter
 
Ich glaube, man sollte sich von dem Gedanken verabschieden, dass Fotos die Realität abbilden. Selbst, wenn nichts an dem Bild "manipuliert" wurde, ist das Bild - egal ob analog oder digital - nur eine zeitliche Momentaufnahme und den Einschränkungen des Aufnahmemediums (CCD, Film) unterworfen. Das weiß jeder, der schon mal versucht hat, einen Sonnenuntergang zu fotografieren. Das Ergebnis entspricht nie dem, was das Auge sieht.

Aber ich finde Deinen Kritikansatz okay, die Verantwortung der "Medienbearbeiter" sollte gewissen ethischen Grundlagen folgen, und ein Bild, was einen falschen oder gegensätzlichen Eindruck der jeweiligen Situation vermittelt, sollte nicht eingesetzt werden dürfen. (Beispiel: www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=89510) Die Frage ist nur: wie soll man sowas effektiv kontrollieren?
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Alt 12.07.2010, 15:58   # 5
grunzer
Hausmeister im Virtuellen
 
Benutzerbild von grunzer
 
Registriert seit: 28.12.2006
Beiträge: 2.952
Bin auch der Meinung, daß das mehr ein Thema für einen gesellschaftlichen Konsens ist, als für eine technische Spielerei.

Wie soll ich einer Presse (die ja irgendwann mal meinte, eine 4.Gewalt zu sein und somit Ehrlichkeit impliziert) vertrauen, wenn nicht mal die Bilder "echt" sind?

Das geht bei mir schon bei unwichtigen Themen wie den Hochglanzbildern auf irgendwelchen Zeitungscovern los, bei denen nicht mal mehr der Beinumfang des Models der Wahrheit entspricht...

cu
__________________
Lieber eine unsichere Freiheit
als eine sichere Diktatur !
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Alt 13.07.2010, 08:16   # 6
Reznor
Gastposter
 
Ist doch völliger Blödsinn. Warum denn Fotos signieren und sonstwelche unsinnigen Mechanismen entwickeln? Das gedruckte Foto enthält ja eh keine Signatur, da muss man der jeweiligen Redaktion einfach vertrauen. Kommt es hart auf hart und die Echtheit eines Fotos muss nachgewiesen werden, gibt es schliesslich die RAW-Dateien, die sich gar nicht manipulieren lassen, da sie kein Bild im eigenlichen Sinne sind sondern lediglich Sensor-Informationen, die zu einem Bild gerendert werden müssen.
Nur das gerenderte JPG/TIFF lässt sich manipulieren, die RAW-Dateien nicht. Selbst wenn nun ein JPG oder TIFF einen Schutz hätte, der Manipulation verhindert, könnte man jeder Zeit einfach einen Screenshot machen und dann den manipulieren. In jedem Falle lässt sich Manipulation nachweisen, insbesondere, wenn mit JPGs gearbeitet wurde. Schneide ich z.B. eine Person aus Bild A aus und füge sie in Bild B ein, kann sich das mit der richtigen Software nachweisen lassen, da beide Ursprungsbilder unterschiedliche JPG-Kompressionsraster haben und man daran erkennen kann, an welchen Stellen eines Bildes etwas eingefügt wurde.

Das alles ist natürlich nur möglich, wenn man die Bilddateien in die Finger kriegt. Das gedruckte Foto bleibt immer zweifelhaft.
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Alt 15.07.2010, 13:43   # 7
freepanthera
Gastposter
 
Das liegt daran das es immer Perfekter und Glamoröser sein soll.
Sowas macht auch vor der Kunst nicht halt.
Es ist nicht die Technik, sondern das wir Menschen uns selbst belügen.
Dazu kommt das Nachrichten ständig Manipuliert werden und Bilder sind nun einmal unterstützer von Nachrichten.
Dann brauch sich keiner Wundern wieso verändert wird was das Zeug hält.
Allein die Frage was ein Terrorist ist Seitenabhängig.
Den ein Terrorist ist auch ein Freiheitskämpfer für den leidenden Teil des bestimmten Volkes.
Ich finde den Denkanstoss sehr gut von diesen Beitrag.
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Alt 18.07.2010, 17:22   # 8
Ichiaido
Gastposter
 
Bin eben auf den Artikel gestoßen und muss ehrlich sagen, ich habe lange nicht mehr so eine Grütze gelesen.

Endlich kann man seiner Kreativität nicht nur beim Photographieren sondern auch bei der Bildbearbeitung freien Lauf lassen. Es ist unglaublich, welche Kunstwerke sich mit Photoshop und Co. schaffen lassen.

Selbstverständlich ist das Retuschieren in der dokumentierenden Photographie Wahrheitsverfälschung. Aber ist es das geschriebene Wort der niemals neutral berichtenden Presse nicht ebenso?

Ist der Himmel wirklich so blau? Ist die Blume echt so rot? Wie würde ein Mensch mit Rot-/ Grünsehschwäche dies beantworten? Sehen wir die "Wirklichkeit" nicht alle anders?

Wer Tatsachen mit welchem Medium auch immer verfälschen möchte, wird dies tun, dagegen lässt sich nichts unternehmen.

Genau weiß man für sich Dinge nur, wenn man sich selbst ein ( und dann nur sein ) Bild macht.

Der Presse vertrauen, als verkünde sie die absolute Wahrheit ist immer der falsche Weg. Selbst wer mit guter Absicht Wahrheit berichten will, wird stets nur seinen Blickwinkel der Wahrheit berichten können..

Das Leben ist eine Show, egal mit welchen Mitteln sie präsentiert wird. Mach Dir nichts vor und genieße die Möglichkeiten der Digitalphotographie. Dein moralischer Anspruch wird Dir diktieren, wie Du sie einsetzt.
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Alt 27.05.2012, 04:16 # --
News Flash
 
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