Hausarbeit


Alt 24.03.2009, 20:19   # 1
laura_
 
Registriert seit: 13.03.2009
Beiträge: 2
Hallo

ich bin Studentin und schreibe an einer Hausarbeit über illegale Musikanbieter im Internet.

Ich brauche dringend Hilfe von Profis:

1) ein Kapitel meiner Hausarbeit soll alle IMMERNOCH illegalen Musikanbieter auflisten.

Kazaa soll ja angeblich seit 2006 legal sein, da ein FIlter einbaut wurde, durch den urheberrechtlich geschütztes Material nicht gefunden werden kann.
Stimmt das? Gibt es noch mehr Neuerungen bei Kazaa? Wen interessiert Kazaa dann überhaupt noch? Man kann ja dann eh nur Songs von irgendwelchen Möchtegern- Sternchen oder jungen aufstrebenden Künstlern herunterladen. Entspricht alles der Realität oder kann ein solcher FIlter auch umgangen werden. Ich muss auch gar nicht wissen, wie genau dieser FIlter umgangen werden kann, falls ich sonst die FOrenregeln breche.

Vuze, verspricht hoch und heilig auf der Website, urheberrechtlich geschützte Werke sofort zu entfernen. Außerdem schlagen sie vor, dass man mit dem Einstellen von Musik Geld verdienen kann. Naja, ums kurz zu machen: Wird solches geschütztes Material tatsächlich entfernt. SIeht man als User, von wem man runterlädt und ob der die Rechte besitzt?

Ich wäre für ein paar Antworten sehr sehr dankbar!!!


Laura
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Alt 24.03.2009, 21:43   # 2
_Macromonium_
Urgestein
 
Benutzerbild von _Macromonium_
 
Registriert seit: 04.08.2002
Beiträge: 3.353
Hallo,

1. Zur Liste der "noch illegalen" Programmen: Nenne es bitte lieber "filterfreie", denn legal sind die Programme alle.

Du solltest hier auch vielmehr auf die Filesharing-Netzwerke eingehen als auf die Programme selbst.
Es gibt einige verschiedene autonome Filesharingnetzwerke, aber pro Netzwerk z.T. eine große Auswahl an Filesharingprogrammen (Clients).

Spontan fallen mir folgende Netzwerke ein, in denen es möglich sein sollte, an urheberrechtlich geschütztes Material heranzukommen:

- Gnutella-Netzwerk (Client z.B. Bearshare, eines der Hauptziele der dt. Abmahn-"Industrie")
- OpenNap (viele verschiedene Server, erfordert Serverlisten und Client)
- eDonkey/Kad-Netzwerk (Client z.B. eDonkey2000, eMule)
- Soulseek-Netzwerk (Client: Soulseek)
und natürlich
- BitTorrent, was nie gesperrt/gefiltert werden kann, weil es derart dezentral arbeitet, dass quasi jeder ein eigenes kleines Netzwerk erstellen kann

Lies dich doch mal hier ein: Filesharing ? Wikipedia


2. Zur Filter-Frage:
Solche Filter kann man so leicht nicht umgehen. Der setzt direkt bei den Suchanfragen an und lässt die Suche nach urheberrechtlich geschütztem Material nicht zu (Blacklisting). Betrifft aber nur sehr wenige Clients.


3. Vuze? Ist mir nicht näher bekannt und anscheinend zu komplex (in Hinblick auf deine Fragestellung), um sich auf die Schnelle dort einzuarbeiten.



Ich hoffe dir mit meinem etwas in die Jahre gekommenen Wissen über das Filesharing ein wenig weiterhelfen zu können.
Bei Unklarheiten gerne nachfragen!

Gruß
Macro
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Alt 25.03.2009, 10:21   # 3
laura_
Threadstarter
 
Registriert seit: 13.03.2009
Beiträge: 2
vielen lieben dank!

ich stelle aber gleich die nächste frage und hoffe, wieder so schnell eine antwort zu bekommen

ich habe gnutella nun so verstanden und in meine hausarbeit eingefügt:

Heute arbeiten die meisten Filesharing- Programme mit dem dezentralen P2P, das 2000 von Justin Frankel definiert und veröffentlicht wurde. Frankel gab dem Programm den Namen Gnutella- Protokoll. Im Gnutella- Netzwerk existiert kein zentraler Server mehr, sondern das Programm des Suchenden richtet seine Suchanfrage direkt an die Programme aller anderen User (Node), die gerade online sind. Mit dem Schneeballprinzip wird die Suchanfrage solange weitergeleitet, bis ein Node mit der gewünschten Datei gefunden und diese dann kopiert wurde. Der Nachteil hiervon ist die geringere Geschwindigkeit, mit der die Suchergebnisse geliefert werden, da sämtliche verfügbaren User nach deren Dateien durchsucht werden müssen. Ein weiterer Nachteil ist die hohe Netzwerkbelastung durch Suchanfragen anderer Nodes, durch die die eigene Suchanfrage teilweise erfolglos weitergeleitet wird. Ein Vorteil im Gegensatz zum zentralen P2P ist die Treffsicherheit der Suchanfragen durch das Schneeballsystem, da Suchanfragen auch weitergeleitet werden, wenn einzelne Nodes offline gehen. Von Vorteil ist es für die User weiterhin, dass das Lokalisieren eines rechtlich Verantwortlichen bei illegalem Datenaustausch viel komplizierter ist, als bei dem zentralen P2P. Somit kann dieses Kopiernetzwerk nicht lahm gelegt werden. Die Bezeichnung Kopiernetzwerk ist sinnvoller als Tauschnetzwerk, da man nach einem Tausch, etwas hergegeben und dafür etwas Neues bekommen hat. Mit der Peer- To- Peer- Technik wird jedoch die Datei von einem anderen kopiert, da sie dem Anbieter und anderen Nutzern weiterhin zur Verfügung steht.

oh je, es ist viel text, ich weiß... hoffentlich werdet ihr nicht abgeschreckt

habe ich das richtig verstanden oder ist irgendetwas falsch?

fasttrack habe ich so erklärt:

Das Gnutella- Protokoll wurde in Form der FastTrack- Technologie um so genannte Supernodes erweitert. Diese Supernodes operieren zeitweise als Ressourcenverzeichnis für langsamere User und verbessern damit die Skalierbarkeit eines FastTrack- Clients. Das bedeutet, dass auch die langsameren Computer bei Überlastung eines Netzwerkes durch mehrere hunderttausend User am Datenverkehr teilnehmen können und vor einem vorübergehenden Ausschluss aus dem Netzwerk geschützt werden. Jeder User mit einer gewissen Internetbandbreite kann bei der Nutzung von Kazaa oder anderen FastTrack- Clients die Funktion eines Supernodes übernehmen. Die Software von Usern mit geringerer Bandbreite richtet ihre Suchanfragen also an einen Supernode und lädt gleichzeitig die Liste der eigenen zur Kopie bereitstehenden Dateien auf ihn. Dieser Supernode kommuniziert dann seinerseits mit anderen Supernodes, um die Suchanfrage zu bearbeiten und stellt gleichzeitig neue Dateien des Anfragestellers für die Suchanfragen benachbarter Supernodes zur Verfügung. Supernodes sind also viele kleine Zentren in einem Kopiernetzwerk. Es empfiehlt sich heute jedoch nicht mehr die Funktion eines Supernodes zu übernehmen, da die IP- Adressen dieser fest in den Filesharing- Client einprogrammiert und somit leicht identifizierbar sind.


BIN KEIN TECHNIK GENIE UND BRAUCHE WIRKLICH EURE HILFE!!
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Alt 25.03.2009, 16:18   # 4
hobbyesel
Mondcamper
 
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Ort: Habana
Beiträge: 811
Zitat:
Die Bezeichnung Kopiernetzwerk ist sinnvoller als Tauschnetzwerk, da man nach einem Tausch, etwas hergegeben und dafür etwas Neues bekommen hat.
"Tausch" bezieht sich eher darauf, dass jeder was freigibt und man dann voneinander zieht. In dem sinne ist tauschen eher auf das gegenseitige anbieten der kopiermöglichkeit bezogen.

Hört sich ziemlich philosophisch an..

Willst du in deiner hausarbeit auf die geschichte des p2p eingehen oder den aktuellen stand? Aktuell ist z.b. Fasttrack absolut unbedeutend, während ed2k (emule) noch munter läuft. Weiterhin ist die frage ob du die funktionsweise der netze und der programme beleuchtest oder das angebot und die wandlung der netze im laufe der zeit oder ggf. neue trends. Zum beispiel die entwicklung zu geschlossenen nutzerkreisen, seien es ALT-Tracker bei bittorrent oder DirectConnect hubs.

Zitat:
Heute arbeiten die meisten Filesharing- Programme mit dem dezentralen P2P, das 2000 von Justin Frankel definiert und veröffentlicht wurde.
Den satz würde ich nicht stehen lassen. Das erweckt den eindruck, dass Gnutella so wichtig wäre. Die meisten nutzer nutzen sicherlich Bittorrent und emule. Wo aber der hang zu großen dateien wie filme, konzerte und alben besteht. Für eine einzelne mp3 ist gnutella sicherlich besser, aber dafür viel gefährlicher als beispielsweise YouTube.

Du hast wahrscheinlich nicht viel mit p2p am hut gehabt.. ließ dich in das thema ein.
Illegal ist keines der programme. Man kann genau so legale sachen tauschen. ABER: Illegale Seiten ist NICHT das gleiche wie illegale Programme. Die Linkseiten wie piratebay oder goldesel oder 1000 andere sind in einer grauzone soweit ich weiß.

Du solltest diese einzelnen begriffe voneinander unterscheiden und definieren, sonst droht man durcheinander zu kommen. Und auch dein thema besser definieren und abgrenzen.
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Alt 11.02.2012, 19:40 # --
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