Piratenschutz – Verbrechen versichern erlaubt?

Alt 27.01.2010, 12:59   # 1
ulrich
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Es gibt sie doch!

Die Idee ist so gut wie einfach – eine Versicherung gegen das Raubkopieren.

Tankafritt heißt die schwedische Versicherung, die Raubkopierer gegen die finanziellen Risiken ihrer Vergehen versichert. 15 Euro kostet die Anmeldung für ein Jahr. Wird man beim Filesharing erwischt, trägt die Kosten für Anwalt und Bußgeld die Versicherung. Entstanden ist Tankafritt aus der politischen Protestbewegung gegen die Verschärfung des Urheberrechts in Schweden letzten Sommer.
Verbrechen versichern, geht das? Man könnte ungestraft Schwarzfahren und Falschparken. Oder eben Raubkopieren. Höchhstwahrscheinlich würde man günstiger wegkommen, als alle drei Monate einen Strafzettel zu bezahlen. Aber wären solche Versicherungen in Deutschland auch erlaubt? jetzt.de hat nachgefragt.
Das sagt Stephan Schweda vom Gesamtverband der deutschen Versicherer:
Gegen vorsätzliches Verhalten kann man sich grundsätzlich nicht versichern. Das hat auch keine Ähnlichkeit mit einer Rechtsschutzversicherung, weil die da ist, um individuelle Rechte zu sichern, und nicht, um Unrechte zu vertreten. Hier geht es um vorsätzliche Rechtsbrechung.
Raubkopieren, Schwarz fahren und solche Dinge sind nicht erlaubt, eine solche Versicherung senkt die Hemmschwelle, geltendes Recht zu brechen, auf diese Idee sollten die Verbraucher nicht gebracht werden. Es ist moralisch verwerflich, sich einfach davon freizukaufen.

Quelle: Piratenschutz – Verbrechen versichern erlaubt? - jetzt.de - Technik - jetzt.de
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Alt 27.01.2010, 13:18   # 2
watt_ihr_volt
 
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Zitat:
Tankafritt.nu erscheint nur in Schweden und akzeptiert keine Mitglieder aus anderen Ländern.
Zitat:
Tankafritt.nu gilt nur in Schweden und leistet keinen Schadenersatz für Geldbußen in anderen Ländern.
usw.
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Alt 27.01.2010, 13:22   # 3
ulrich
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Zitat:
Zitat von watt_ihr_volt Beitrag anzeigen
Aus den 11 Punkte umfassenden Villkor (AGB´s)
usw.
Da geht es nicht drum, sonder darum, dass es so was doch gibt !
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Alt 27.01.2010, 19:08   # 4
watt_ihr_volt
 
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Zitat:
Zitat von ulrich Beitrag anzeigen
Da geht es nicht drum, sonder darum, dass es so was doch gibt !
Eh klor ulrich

Diese "Versicherung" so sie überhaupt als solche eingetragen ist, ist nicht mehr als eine sogenannte Spendeninitiative mit Anspruch auf Auszahlung
Evtl. haben die Initiatoren erkannt dass nicht jeder Abgemahnte verklagt werden kann, jedoch bei der Zahl der Versicherten und deren Monatsbeiträge das eine oder andere Verfahren, locker mit den Einnahmen bestritten werden kann.
Anders funktionieren Kfz,-Hausrat, oder sonstige Versicherungen auch nicht, mit dem Unterschied, dass diese "umschichten" können.
Macht die eine Verluste, werden diese mit den Gewinnen der Tochter ausgeglichen.
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Alt 28.01.2010, 13:14   # 5
Alter Esel
 
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Zitat:
Zitat von watt_ihr_volt Beitrag anzeigen
...Evtl. haben die Initiatoren erkannt dass nicht jeder Abgemahnte verklagt werden kann, jedoch bei der Zahl der Versicherten und deren Monatsbeiträge das eine oder andere Verfahren, locker mit den Einnahmen bestritten werden kann...
Das sehe ich auch so...

...meine unbewiesene Behauptung dazu lautet:

Wenn jeder Abgemahnte nur 25% der Forderungssumme in eine Solidaritätskasse für Klagefälle einzahlen würde und keinerlei Zahlung an die Abmahner erfolgt, hätte man mit professioneller Unterstützung empfohlener Anwälte den Abmahnwahn schnell beendet.

Die Kriegskasse der Gegenseite für die gelegentlichen Gerichtsverfahren haben wir nämlich bisher selbst gefüllt...

Wäre eine solche "Sparanlage" eigentlich rechtmäßig?

Voraussetzung wäre natürlich, dass kein Missbrauch für zukünftige Vergehen damit abgesichert werden darf...

...nur so ein Gedanke.
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Alt 28.01.2010, 13:23   # 6
Fantomas741
 
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Ja Versicherungen in jedwider form sind nur solange gut bis der Schadensfall eintritt ... wenns ans bezahlen gibt werden dann wieder 200 Formulare und Formblätte geschickt, verstößt der fall vielleicht gegen irgend ne versteckte Klausel und wenn nicht könnte man doch ...
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Alt 28.01.2010, 13:41   # 7
constantin
 
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Zitat:
Zitat von Alter Esel Beitrag anzeigen
Wenn jeder Abgemahnte nur 25% der Forderungssumme in eine Solidaritätskasse für Klagefälle einzahlen würde und keinerlei Zahlung an die Abmahner erfolgt, hätte man mit professioneller Unterstützung empfohlener Anwälte den Abmahnwahn schnell beendet.
So viel? Bei 450.000 Abmahnungen wären bei nur 100,- Euro pro Spender 45 Millionen in der Kriegskasse. Damit könnten wir locker ein Lobby-Büro in Berlin unterhalten und alle Parteien mit Spenden zu Gesetzesänderungen motivieren. Für die paar Gerichtsverfahren geht ja nicht viel drauf, so dass wir noch genügend Geld hätten, um z.B. Blackwater zu engagieren - natürlich nur für besonders widerspenstige Filesharer zur Absicherung Ihrer PC's und zur Beaufsichtigung der kriminellen Kinder bei Abwesenheit.

Spaß beiseite. Ich denke, es wäre schon viel erreicht, wenn der Spendentop für die N&L-Klagen angemessen gefüllt ist.
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Alt 26.05.2012, 19:43 # --
News Flash
 
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