Tauschvolumen geht wegen legaler Musikangebote nicht zurück

Alt 12.11.2003, 10:17   # 1
GenomInc
 
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Zitat:
Das Debüt legaler Internet-Angebote für den Musik-Download scheint kaum Auswirkungen auf das Verhalten von Tauschbörsenbenutzern zu haben. Zu diesem Schluss kommt der Chef der Tauschbörse Limewire , Greg Bildson.

"Wir konnten keinen Effekt auf die Anzahl der Downloads seit dem Start von iTunes feststellen. Dementsprechend denken wir auch nicht, dass Napster 2.0 irgendeinen Effekt auf die Zahl der Downloads haben wird", so Bildson gegenüber unserer Schwesterpublikation " Macworld ".

Dem Manager gehen die Angebote der Musikindustrie nicht weit genug. Zudem ist er der Ansicht, dass sie den Ansprüchen der Anwender einfach nicht genügen. "iTunes ist eine nette Apple-Software, aber diese Services sind nur ein Mini-Schritt der Musikindustrie in die richtige Richtung", sagte Bildson.

Bildson kritisierte die legalen Angebote der Konzerne: "Wenn man die Wirtschaftlichkeit des Internets betrachtet, ist das Verkaufen eines digital eingeschränkten Titels für 99 Cent schlicht Wucher." Er verwies auf eigene Untersuchungen, die aus seiner Sicht beweisen, dass "die meisten Menschen nicht mehr als 20 Cent für einen Song bezahlen wollen". Dies sei der Grund, weshalb der Großteil der Konsumenten sich diesen Angeboten verweigert. "Limewire sieht keinen Grund, weshalb Songs mehr als 5 Cent kosten sollten, und erst recht nicht mehr als 20 Cent."

Der Manager hält das Piraterieproblem zudem für hausgemacht: "Musik-Manager haben das Piraterieproblem in den 90er Jahren erschaffen, indem sie ihre Inhalte nicht an viele innovative Unternehmen lizenziert haben, obwohl diese es wollten. Sie können dieses Problem jetzt lösen, indem sie jedem, der interessiert ist, eine Lizenz zu einem vernünftigen Preis geben."
Bildson erklärte, dass es vor Jahren bereits Annäherungen des damaligen Napster-Chefs Shawn Fenning an die Musikindustrie gab. Als die RIAA den Rechtsstreit gegen die Tauschbörse aufnahm, ging Fennings auf die Label zu und fragte diese nach einer Lizenzierung, die nur eine geringe Gebühr vorsah. "Wir werden mehr Geld machen, als Sie jemals geträumt haben", soll Fennings Bildson zufolge den Platten-Bossen gesagt haben. Diese jedoch lehnten ab.

Laut Bildson gäbe es "eine Win-Win-Situation für die Musikindustrie, wenn sie vorausschauend genug wäre, sie anzunehmen. Das Anbieten von qualitativ hochwertigen MP3s würde zu dramatisch ansteigenden Verkaufsvolumen führen, die Musikindustrie würde weiterhin gutes Geld machen und ihr Geschäft weiter wachsen lassen."

Abschließend meinte der Manager: "Künstler würden gewaltig davon profitieren, wenn Musik-Manager ihre Köpfe aus dem Sand ziehen und versuchen würden, das digitale Zeitalter zu verstehen."
http://www.pcwelt.de/news/internet/35497/

Ich denke dieser Artikel ist für alle interesant oder ?
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Alt 12.11.2003, 10:29   # 2
jimihendrix
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wenn das wirklich stimmt, dass Napster der RIAA eine Deal vorgeschlagen hat und deren Antwort nur der Gerichtsprozess war, dann hat der Autor wohl recht, die MI hat die Entwicklung schlicht verschlafen

aber wenn man seine ganze Energie darauf ausrichtet, zu fusionieren und immer größer zu werden und Riesenwerbekampagnen für Möchtegernstars zu veranstalten, dann..., aber das hatten wir hier schon oft genug
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Alt 12.11.2003, 10:35   # 3
GenomInc
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Ich denke schon das der Autor recht hat, Bildson ist Chef der tauschbörse Limewire.
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Alt 26.05.2012, 12:12 # --
News Flash
 
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