Am 8.Oktober wird das ZDF um 0:00 Uhr eine Dokumentation mit dem Titel "Gefährliches Flimmern" ausstrahlen, die sicherlich wieder für jede Menge Diskussionsstoff sorgen wird.
Jeder vierte Deutsche über 14 Jahre spielt am Computer, 2,6 Milliarden Euro Rekordumsatz prognostiziert die Branche für das laufende Jahr, verspricht mit ihren digitalen Produkten einen hohen Spaß- und Lernfaktor. Doch in vielen Computerspielen geht es auch ums Schießen, Schlagen und Töten. Ob Killerspiele oder Horrorfilme, virtuelle Gewalt bleibt nicht folgenlos, so die Erkenntnis vieler Wissenschaftler, auch wenn über Ausmaß und Konsequenzen heftig gestritten wird.
"Mediengewalt ist ein eigenständiger Faktor, der selbst nicht-prügelnde Kinder gewalttätig macht", warnt etwa der Münchner Schulpsychologe Dr. Werner Hopf. Jede vierte Gewalttat sei auf Medien zurückzuführen, heißt es in seiner neuesten Studie. Auch der Göttinger Professor für Neurobiologie Gerald Hüther erkennt fließende Übergänge zwischen virtueller und realer Gewalt. So hätten viele Jugendliche "nicht mehr das Gefühl für das Reale", würden "bedenkenlos den anderen treten, weil sie es aus der virtuellen Welt mitgebracht haben".
Der Pädagogikprofessor Wassilis Kassis, der umfangreiche Studien zur Wirkung medialer Gewalt auf Schüler leitete, schränkt ein: "Die Gewaltmedien, so schändlich sie auch sein mögen, haben einzig bezogen auf eine ganz spezifische jugendliche Gruppe eine so negative Auswirkung, dass es nachher auch zu Gewaltakten kommt."
Die Dokumentation greift die gesellschaftliche Debatte um Gewalt in den Medien auf und lässt diejenigen zu Wort kommen, die es direkt betrifft: junge Menschen, die Stunde um Stunde vor dem Computer sitzen und auf Spielfiguren zielen, einen negativen Effekt jedoch weder bemerken noch befürchten.
Der Film zeigt aber auch junge Männer, die irgendwann zwischen virtueller und realer Welt nicht mehr unterscheiden konnten. Ganz offen reden sie über die Verwirklichung von Gewaltphantasien in realen Taten bis hin zu schweren Gewaltdelikten, wie der 20-jährige Özcan. "Dieser ganze Frust, den ich in mir getragen habe, keiner wollte mit mir sprechen, dann hatte ich nur noch diese Videospiele und das Video, und dann ist es zur Tat gekommen. Ich hatte nichts anderes mehr als Gewalt."
Ähnlich erging es auch dem 19-jährigen Karl: "Zu Hause hatte ich oft nicht das Sagen, als Jüngster in der Familie. Da habe ich auch Gewalt erfahren, und da war es für mich eine Abwechslung, im Spiel an der Macht zu sein, am längsten Hebel zu sein."
Es ist das erste Mal, dass Hintergrundgespräche mit jungen Gewalttätern gefilmt werden durften. Ihre Aussagen werden mit Hilfe ihrer psychologischen Betreuer eingeordnet.
Quelle: zdf.de
08.10.2008, 12:37
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2
RealMario_MayhemFan
Review-Redakteur
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über die thematik gewalt und ihren ursprung zu diskutieren find ich sehr wichtig.
aber der ansatz, allein das medium videospiel sei schuld an gewalt unter jugendlichen kostet mich höchstens ein schmunzeln. wie kann man nur so weltfremd sein
Die Beschreibung lässt dieses Mal auf eine differenzierte Sicht der Thematik hoffen, ich bin zuversichtig, dass nicht wieder der gleiche Frontal 21 Müll dabei rauskommt. Werds mir heute wohl anschauen, wenn ich bis dahin Zuhause bin.
08.10.2008, 13:48
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4
Agent-Kiwi
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Wenn sich das schon wieder lese...
Schwierige Zeiten für die 2 Jungs, aber daran ist eher ihr soziales Umfeld als ein Videospiel schuld.
Ich kann es nich öfters betonen, Videospiele stellen einen Sündenbock dar und ich will nicht wissen, wie das ZDF heute Nacht wieder reine Propaganda betreibt. Bei einem Frontal 21 Bericht vor einigen Monaten wurde auch schon Interviews so geschnitten und verfälscht, das vieles was anders gemeint war, völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde und so in ein falsches Licht gerückt wurde.
Die öffentlich-rechtlichen halt...
08.10.2008, 14:00
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5
RealMario_MayhemFan
Review-Redakteur
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ist für uns wahrscheinlich trotzdem ein tv tipp. wenns grad nichts im fernsehen spielt, gibts trotzdem was zum lachen...
08.10.2008, 14:42
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6
waldvogel
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Naja ganz so locker sollte man es nicht sehen. Sicherlich sind Spiele nicht daran Schuld, dass jemand zum Massenmörder wird, aber viele stumpfen durch Spiele ab, da sie nichts anderes machen und werden schlichtweg dumm und verlieren einen gewissen Bezug zur Realität.
Desweiteren fördern Spiele Gewaltbereitschaft. Daran hat schon sehr früh das US-Militär geforscht und sind zur Erkenntnis gekommen, es könnte für den Nachwuchs an Soldaten ganz förderlich sein.
08.10.2008, 14:46
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7
RealMario_MayhemFan
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und deiner meinung nach sollte man sowas nicht locker sehen, sondern inwiefern drauf eingehen?
08.10.2008, 14:53
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8
waldvogel
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Meiner Meinung sollten die Jugenschutzgesetze strikt eingehalten werden, da viele viele Spiele nicht in die Hände von Jugendlichen gehört (selbst in vielen Erwachsen nicht, aber darauf hat man keinen Einfluss mehr) und dass Spiele eine gewisse Grenze nicht überschreiten sollten.
08.10.2008, 15:00
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9
RealMario_MayhemFan
Review-Redakteur
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wer legt ne klare moralische grenze fest, wie soll das gehen?
genauere gesetze und härtere strafen bringen doch nichts. menschen müssen selbst anfangen nachzudenken, was richtig und was falsch ist. und genau da ist auch schon wieder der knackpunkt, der diese diskussion (und die im anderen thread) ziemlich überflüssig macht: welchen unterschied hats, wenn ein erwachsener auf ein spiel genauso gewalttätig reagiert wie ein jugendlicher? killt eben mit 20jahren, statt mit 14. wo siehst du nen unterschied?
ich bin dafür videospiel gaaanz abzuschaffen weil dann sind so manche politiker mit wichtigeren sachen beschäftigt..als sich gedanken über videospiel zu machen vielleicht ändert es ja einpaar andre viel größere probleme in deutschland!
EDIT: und vor allem wird es keine toten mehr geben..hahaha
08.10.2008, 18:04
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11
KingChris
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ähm ist das schon gelaufen? 8. Oktober um 0:00 ist ja schon vorbei. Oder ist damit praktisch 23:59 gemeint?
08.10.2008, 18:46
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12
Kakihara
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da kann man sich wieder über einen haufen inkompetenten Müll freuen und garantiert wieder so einen gewissen bayrischen Politiker der als Gast da sitzt und wieder den Teufel an die Wand propagiert...
DASS brauchen wir haben ja sonsz keine sorgen...
08.10.2008, 19:05
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13
waldvogel
Registriert seit: 27.03.2007
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Zitat:
Zitat von RealMario_MayhemFan
menschen müssen selbst anfangen nachzudenken, was richtig und was falsch ist.
Nachdenken? Und das noch von selbst? Kann das heute noch jemand?
Zitat:
Zitat von RealMario_MayhemFan
welchen unterschied hats, wenn ein erwachsener auf ein spiel genauso gewalttätig reagiert wie ein jugendlicher? killt eben mit 20jahren, statt mit 14. wo siehst du nen unterschied?
Wenn ein Kind gewisse Moralvorstellungen nicht lernt, wird es die später nie lernen. Also bei einem Erwachsenen ist es zu spät, bzw. steht fester im Leben und das das Gruppenverhalten ist auch nicht mehr so stark, welches einen normalen Umgang mit den Medien nicht ermöglicht.
08.10.2008, 19:51
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14
Agent-Kiwi
Registriert seit: 05.12.2007
Beiträge: 3.321
Zitat:
Zitat von RealMario_MayhemFan
genauere gesetze und härtere strafen bringen doch nichts. menschen müssen selbst anfangen nachzudenken, was richtig und was falsch ist.
Das Problem ist, das es dieses Gesetzte schon gibt, nur werden sie nicht eingehalten. Bestes Beispiel dürfte CS sein, bei dem eine Vielzahl an Spieler (weit) unter 18 ist.
Menschen müssen nicht unbedingt nachdenken. Das einzigste was nötig ist, die Eltern (oder sonstige Erziehungsberechtigte) müssen ihr Hirn einschalten. Wenn ich ein 14 jährigen Sohn habe, dem ich gewaltätige Spiele nicht zutraue, dann lass ich ihn nicht damit spielen. Ganz einfach.
Ich sage deshalb zutrauen, da es viele Kiddies und Jugendliche gibt, die trotz gewaltätiger Spiele immer noch auf der Spur bleiben, und das ist übrigends der absolute Normalfall. Alles andere sind Ausnahmen, aber eben diese sind es über die immer gesprochen wird.
Eine Minderheit rückt eine Mehrheit in ein schlechtes Licht.
08.10.2008, 19:53
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15
flagge
Registriert seit: 10.03.2008
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Beiträge: 2.187
Zitat:
Zitat von Agent-Kiwi
Das Problem ist, das es dieses Gesetzte schon gibt, nur werden sie nicht eingehalten. Bestes Beispiel dürfte CS sein, bei dem eine Vielzahl an Spieler (weit) unter 18 ist.
Menschen müssen nicht unbedingt nachdenken. Das einzigste was nötig ist, die Eltern (oder sonstige Erziehungsberechtigte) müssen ihr Hirn einschalten. Wenn ich ein 14 jährigen Sohn habe, dem ich gewaltätige Spiele nicht zutraue, dann lass ich ihn nicht damit spielen. Ganz einfach.
Ich sage deshalb zutrauen, da es viele Kiddies und Jugendliche gibt, die trotz gewaltätiger Spiele immer noch auf der Spur bleiben, und das ist übrigends der absolute Normalfall. Alles andere sind Ausnahmen, aber eben diese sind es über die immer gesprochen wird.
Eine Minderheit rückt eine Mehrheit in ein schlechtes Licht.
ja das ist total richtig ich glaube das es zur heutigen zeit mehr jugendliche gibt die wegen drogen und geld aggresiv werden als wie von games
08.10.2008, 20:55
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16
Agent-Kiwi
Registriert seit: 05.12.2007
Beiträge: 3.321
Zitat:
Zitat von flagge
ja das ist total richtig ich glaube das es zur heutigen zeit mehr jugendliche gibt die wegen drogen und geld aggresiv werden als wie von games
Die Aggressivität von der hier gesprochen wird kommt auch nicht von Geld oder von Drogen.
Die hier diskuttierte Aggression kommt aus der Erziehung und dem sozialen Umfeld, in dem man aufwächst. Größte Gewichtung hat hier ersteres. Und selbst wenn beides Vorhanden ist, hat man immer noch die freie Entscheidung. Aggression ist schließlich keine Krankheit.
Geil finde ich es immer wenn Eltern dem Staat die Schuld am Versagen des Sprösslings geben, anstatt sich an die eigene Nase zu fassen.
08.10.2008, 22:21
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17
i-loo_Alex
Registriert seit: 05.09.2004
Beiträge: 742
ZDF + Reportage + Videospiele = Mist
Jedenfalls das was bisher dabei rausgekommen ist.
09.10.2008, 00:38
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18
Cartman
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Ort: Berlin-Pankow
Beiträge: 2.717
Ach, hab grad erst eingeschaltet. Fast vorbei, Mist. Naja, aber glaubwürdig schaut das nicht so richtig aus.
09.10.2008, 00:45
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19
NiceOne1
Registriert seit: 05.03.2008
Beiträge: 347
alles propaganda gegen die spielindustrie und somit uns spielern.
Hab schon oft sowas gesehen. Und könnt jedes mal fluchen was da manchmal für ne kacke gelabert wird.
im vordergrund solch einer reportage steht die böse spielindustrie und deren böse spiele.