| | # 62 |
| Registriert seit: 13.07.2008
Beiträge: 225
| Klar ist der Selbsterhaltungstrieb hoch angesetzt. Es gibt aber auch gerade in der Tierwelt eine hohe soziale Komponente, wo schwache Gruppenmitglieder mitversorgt werden. Schakale z.B. versorgen sogar schwer kranke Mitglieder noch weiter mit Futter und halten andere Feinde ab. Elefanten stellen sich schützend vor den schwächsten und achten in der Hinsicht auch nicht mehr auf den Selbsterhaltungstrieb da sie wissen dass sie nur in der Gemeinschaft überleben können und nicht einzeln. Ok, Hyänen kann man da rausnehmen, da sie sehr schnell mit der Selektion im eigenen Rudel sind. Da werden auch mal eben schwache Welpen getötet. Vielleicht sollte man eher die Frage stellen zu welcher Gattung der einzelne Mensch eigentlich zählt...zu den Fluchttieren oder zu den Raubtieren?? |
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| | # 63 |
| Gastposter | Da kannst Du ja wohl kaum sagen "entweder/oder". Von den Ernährungsgewohnheiten und dem "Jagdverhalten" her ist der Mensch wohl in die Kategorie der Raubtiere einzuordnen, während er zugleich wie die meisten anderen auch dann zurückbeißt, wenn er zu dem Schluß kommt, dem Gegner gewachsen oder gar überlegen zu sein, jedoch die Flucht ergreift, wenn eben dies nicht der Fall ist. Zudem kann er als Jäger sehr schnell zum selbst Gejagten werden. Gruß antiTank |
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| | # 64 |
| Registriert seit: 13.07.2008
Beiträge: 225
| Momentan kommt es mir eher so vor, als wäre der Großteil der Gesellschaft eher die Gejagten.... Ich frag mich, ob wir in einigen Jahren amerikanische Verhältinsse haben, wo man in manchen Ecken aufpassen muss ob nicht irgendeiner grad schlechte Laune hat.... |
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| | # 65 |
| Gastposter | Das fragst du dich? Das haben wir doch schon. In manchen Ecken kannst du nach einbruch der Dunkelheit keinen Fuss mehr alleine auf die Strasse setzen. Und du fragst dich das? Komm mal nach Berlin und ich schicke dich in gewisse Ecken. Da hast du anschließend die Lust auf Berlin verloren |
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| | # 66 |
| Registriert seit: 13.07.2008
Beiträge: 225
| ääähm.... nee danke...... Hab auch schon mitbekommen, dass es bei Euch so einige Bezirke gibt, wo die netten Herren in Grün keinen Fuß freiwillig hinsetzen. Hier bei uns gibts auch so einige Ecken, da sollte man es sich überlegen ob man wirklich da durch geht, aber "noch" ist es nicht so wild wie bei Euch. |
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| | # 67 |
| Hat immer ein offenes Ohr Registriert seit: 07.01.2008 Ort: laut verschwörungstheorien nicht existent! ;)
Beiträge: 4.981
| heute, .................. nein, mittlerweile gestern........................, sind meine mama (60) und meine jüngste schwester (achzehn) auf offener straße, vor massenhaft zeugen, überfallen und zusammengeprügelt worden! niemand hat geholfen! niemand die polizei gerufen! in den umliegenden läden standen die menschen an den fenstern, die frau im imbiss hat die tür auf gemacht, um besser zuschauen zu können, die passanten haben nicht reagiert, nur gegafft! alles wegen einer zigarette, die meine mama einer, eindeutig minderjährigen, verweigert hat! ![]() meine mama hat sich immer für die schwachen eingesetzt! heute, als frührentnerin, arbeitet sie in einer suppenküche und kümmert sich um den mittagstisch für kinder! es tut mir in der seele weh, wie hilflos und allein man sein kann! man liest und hört soetwas, dass es in nächster nähe passiert macht nur traurig, wütend und schrecklich hilflos!
__________________ 9 von 10 stimmen in meinem kopf sagen, ich bin irre, eine summt!![]() das ist perdita! proggi: verkleinern von bildern |
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| | # 69 |
| Aussteigerin nur nochGast Registriert seit: 02.12.2009
Beiträge: 529
| Es ist schrecklich das solche Gewalttaten wohl schon zum Leben dazu gehören. Was ist schiefgelaufen ? Meine Generation ( Nachkriegszeit ) hat noch die Achtung vor andere Menschen und ihr Eigentum mit auf den Weg bekommen. Wieso waren unsere Kinder nicht in der Lage es ihren Kindern auch zu vermitteln. Haben wir vergessen es unseren Kindern zu vermitteln ? Wir Kinder hatten damals nicht viel !! Aber wir hatten uns !!! Wir trafen uns jeden Tag und kannten viele Spiele die wir gemeinsam spielten.Wenn wir Probleme hatten ,versuchten wir gemeinsam einen Weg zu finden. Dann wurden wir grösser und Jeder wollte so viel wie möglich vom Wohlstand abbekommen. Waren wir zu sehr damit beschäftigt uns einen gewissen Wohlstand zu schaffen? Kam die Erziehung und unsere Kinder zu kurz. Was man selber nicht kennen lernt ,kann man auch nicht weiter geben. Der Teil der heutigen Jugend ,die nicht die Achtung vor den Mitmenschen und ihr Eigentum mit auf den Weg bekommen haben , wird auch nicht in der Lage sein es weiter zu geben. Bei unsere Generation ging es bergauf . Wir hatten Arbeit und eine sichere Zukunft vor Augen. Was ist heute ? Es wird wohl noch schlimmer werden !!!!! Ich bin froh es nicht mehr erleben zu müssen. |
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| | # 70 | |
| Threadstarter Registriert seit: 02.06.2009
Beiträge: 376
| Zitat:
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__________________ "Es gibt kein Geschäft, das so gemein wäre, dass nicht sofort ein anderer es macht, wenn man darauf verzichtet." Bertolt Brecht | |
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| | # 71 | |
| Aussteigerin nur nochGast Registriert seit: 02.12.2009
Beiträge: 529
| Zitat:
1) Vor der Schule meiner Tochter trieb sich ein Sittenstrolch rum. Eine Mitschülerin aus der Klasse meiner Tochter ,ist im Fahrstuhl des Hauses wo sie wohnte überfallen worden . Ein Mädschen lag bewusstlos hinter den Mülltonnen der Schule. Meiner Tochter und mir kam er in unserem Haus entgegen. Das er es ist, sagte sie mir erst als er weg war. 20 Anzeigen lagen der Kripo vor. Als der Mann gefasst wurde rief die Kripo die Eltern an. 7 Eltern waren zu Hause. Wir holten unsere Kinder aus der Schule und brachten sie zur Gegenüberstellung zur Kripo. 5 Kinder haben den Mann wiedererkannt. Der Haftrichter lies ihn wieder laufen. Begründung: Er hat Arbeit und eine feste Wohnung , Fluchtgefahr besteht nicht. Der Mann war nicht mehr auffindbar. Frage mich nicht was mit den Mädels los war, als man ihnen in der Schule mitteilte, dass sie weiter aufpassen müssen. Über 2 Jahre standen unsere Kinder durch uns Eltern immer unter Kontrolle. OK. das gehört nicht so hier her! Zeigt doch aber wie hilflos man dem gegenüber steht. Mein Sohn ging mal mit den Freund meiner Tochter über den Kurfürstendamm. Da bekam der Freund ein Messer in den Bauch als er helfen wollte. Als sie zu mir kamen sorgte ich dafür , dass er ins Krankenhaus kam. Dort war das Wartezimmer voller verletzter Sparziergänger. Eine Gruppe Jugendlicher ging über den Kudamm und hat Leute nur so zum Spass mit einen Holzschläger angegriffen. Meinen Sohn wurde mal von einer Gruppe Jugendlicher überfallen. Man hielt ihm ein Messer an den Bauch und er musste seine Jacke ausziehen. Als er nach Hause kam, rief ich die Polizei. Als der Wagen kam, erkläten ich ihnen wo die sich jetzt wohl aufhalten werden. Wir wollten mit ihnen dahin fahren. Das haben die Polizisten mit der Begründung abgelehnt, die sind bestimmt nicht mehr da. Sie haben nicht mal den Versuch gemacht die zu bekommen. Mein Sohn bekam die Jacke durch einen Freund zurück .Der kannte die Gruppe .Durch diesen Freund kannten wir dann auch den Namen von dem Jugendlichen der das Messer hatte und er kam vor Gericht. Meine Kinder hatten von da an immer Ko-Spray bei sich . Dadurch ist mein Sohn ein Zweitesmal entkommen. In dem Fussballverein wo mein Ex mal war, ist ein Kumpel zu Tode gekommen . Er wollte einer jungen Frau helfen die überfallen wurde. Der Verein spendete das Geld für die Beerdigung. Die Mutter war im Rollstuhl und konnte es nicht bezahlen. Nur der letzte ist der, warum viele resigniert zu Boden schauen. . Sorry, man steht dem nur hilflos gegenüber. | |
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| | # 73 |
| Threadstarter Registriert seit: 02.06.2009
Beiträge: 376
| Ich muss schon sagen, soviel wie Du schon erleben musstest ist schon tragisch. Ich lebe glücklicherweise abseits der großen Städte in einer beschaulichen Gemeinde im Norden unserer Republik. Hin und wieder fahre ich nach Bremen ins Stadion zu WERDER, aber das bleibt über weite Strecken der einzige Nervenkitzel. Dennoch kann auch hier eine zunehmende Unzufriedenheit und Gewaltbereitschaft bei den Jugendlichen beobachtet werden. Hier gibt es aber nicht so eine hohe Anonymität wie in einer Großstadt. Ruckzuck steht man bei den entsprechenden Eltern vor der Tür und kann schnell eingreifen. Nachdenklich macht mich hier nur wie gleichgültig manchen Eltern die Taten ihrer teilweise noch sehr jungen Kinder ist. Die tragig fängt für mich im Elternhaus an.
__________________ "Es gibt kein Geschäft, das so gemein wäre, dass nicht sofort ein anderer es macht, wenn man darauf verzichtet." Bertolt Brecht |
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