Na, das war doch zu erwarten: Jetzt sollen unsere Brötchen nicht mehr nach Stückpreis, sondern nach "Gramm" bezahlt werden. In Italien soll diese Richtlinie der EU bereits umgesetzt werden. Das ist doch was; da hat doch wieder ein Stab von hochbezahlten EU-Mitarbeitern eine Richtlinie erarbeitet, die eine bahnbrechende Reformierung unseres Frühstücksverhaltens mit sich bringen wird. Wurde ja auch mal Zeit, endlich mal wieder was Neues.
Der Hang der EU zu bescheuerten Verordnungen scheint ungebrochen. Erst die Gurken und die Bananen - jetzt die Brötchen.....
Aber es ist beruhigend zu wissen, dass es keine wichtigen Probleme gibt - EU sei Dank
__________________ . Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen,
werdet ihr sie brauchen um zu weinen! .......
21.07.2009, 05:37
#
3
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.163
Das kann ich irgendwo sogar noch verstehen - wenngleich die Umsetzung mal wieder völlig in die Hose gegangen ist. Es hätte doch genügt, wenn einfach definiert worden wäre, was ein Brötchen ist, so ähnlich wie es das Reinheitsgebot für Bier beschreibt.
Und das (Mindest)-Gewicht dürfte ruhig auch definiert sein, denn das schützt uns Verbraucher davor, "Brötchen" zu bekommen, die von außen zwar schön groß und knusprig aussehen, innen aber zum großen Teil aus Luft bestehen, weil sie mit zu viel Hefe gebacken wurden.
Aber Bezahlung nach Gewicht? Blödsinn!
P.S. Die Verordnung über die Gurken gibt es übrigens nicht mehr. Anscheinend hat es doch Wirkung gezeigt, daß sich halb Europa darüber lustig gemacht hat. Jetzt müssen die Gurken nicht mehr gerade gebogen werden, bevor sie verkauft werden dürfen.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
21.07.2009, 07:30
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4
antiTank
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Zitat:
Zitat von King W.
Und das (Mindest)-Gewicht dürfte ruhig auch definiert sein, denn das schützt uns Verbraucher davor, "Brötchen" zu bekommen, die von außen zwar schön groß und knusprig aussehen, innen aber zum großen Teil aus Luft bestehen, weil sie mit zu viel Hefe gebacken wurden.
Eigentlich kaufe ich meine Brötchen nur bei Bäckern, die sie nach meinem eigenen rein persönlichen Geschmacksempfinden so herstellen, wie sie mir am besten schmecken; das Gewicht spielt dabei nicht die geringste Rolle.
Nun kenne ich mich zwar nicht mit dem "Backen" aus, aber, wäre nicht zu befürchten, daß wir dann irgendwann "nasse, nicht durchgebackene" Brötchen bekommen, weil die eben schwerer sind als vergleichbare krosse und durchgebackene???? Beim Fleisch kann man ja regelmäßig beobachten, daß bei Sonderangeboten in Supermärkten zunächst große, schwere Mengen verkauft werden, von dem dann nach dem Braten erstaunlich wenig übrig bleibt, weil das Wasser eben beim Braten verdunstet.
21.07.2009, 07:54
#
5
sn00py603
Gastposter
Das was King W. angesprochen hat,
Zitat:
was ein Brötchen ist, so ähnlich wie es das Reinheitsgebot für Bier beschreibt
, gibt es doch schon lange nicht mehr. Bei fast, ich betone:fast jedem Bäcker bekommt man doch Brötchen, die garnicht mehr richtig gebacken werden. Die meisten verarbeiten doch vorgefertigte Teiglinge, wo allerhand Zusatzstoffe, wie Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und sonstiger Mist drin ist. Da sollte die EU was machen, aber nicht bei Brötchen nach Gewicht gehen.
21.07.2009, 09:00
#
6
schnurri_
Weiß von allem etwas
Registriert seit: 28.11.2008
Ort: Cafe del Mar
Beiträge: 1.877
Die betrifft allerdings nur die Bäckereien, die Ketten angehören; ein selbständiger Bäcker wird niemals vorgefertigteTeiglinge nehmen - und wenn dann doch, dann werden diese vom Bäcker selber zusammengestellt - das kann ich so behaupten, da bei uns im Umland von Hannover sogar viele Bäckereien damit werben, das ihr Brot/Brötchen frisch und ohne Zusatzstoffe gemacht werden.
Allerdings lassen die sich das bezahlen - ähnlich wie beim BIO kommen hier vermehrt Kosten hinzu- was wiederum ein Paradox ist; denn warum soll ich etwas kaufen, wo ich Qualität erwarte, was aber teurer ist, ale ein normales Schnittbrötchen aus einer Handelskettenpresse....
Ein Teufelskreis.
21.07.2009, 09:11
#
7
sn00py603
Gastposter
Zitat:
Zitat von schnurri_
Die betrifft allerdings nur die Bäckereien, die Ketten angehören; ein selbständiger Bäcker wird niemals vorgefertigteTeiglinge nehmen.
Das glaube ich kaum, hier in Berlin bekommst du ganz selten ein vernünftiges Brötchen...
Zitat:
und wenn dann doch, dann werden diese vom Bäcker selber zusammengestellt
...und das dürfte wohl der absoluten seltenheit entsprechen. Bäcker, die wirklich noch ihren eigenen Brötchenteig mischen, sind eine absolute Rarität. 99% der Bäcker nehmen Fertigmischungen, weil sie angeblich sonst den Preis nicht halten können.
21.07.2009, 11:33
#
8
egomane
Registriert seit: 13.02.2007
Ort: Zu Hause
Beiträge: 2.402
Zitat:
Zitat von sn00py603
Bäcker, die wirklich noch ihren eigenen Brötchenteig mischen, sind eine absolute Rarität. 99% der Bäcker nehmen Fertigmischungen, weil sie angeblich sonst den Preis nicht halten können.
Da möchte ich dir widersprechen. Wieviele von deinen 99% sind denn wirklich Bäcker? Bei uns im Ort kannst du an ca 20 Stellen deine Brötchen kaufen aber nur ein Laden ist wirklich eine Bäckerei. Und dort werden die Brötchen und auch die Brote noch selbst hergestellt. Alles andere sind nur Verkaufsstellen die fertigprodukte vertreiben.
Zu der Verordnung kann ich nur sagen - Schwachsinn. Ich kaufe meine Brötchen dort, wo sie auch schmecken.
__________________ Das Auge eines Straußes ist größer als sein Gehirn. (Ich kenne Menschen, bei denen ist das nicht anders)
21.07.2009, 11:40
#
9
sarazena
Plaudertasche
Registriert seit: 18.01.2007
Ort: zwischen den Donks
Beiträge: 8.748
Zitat:
Zitat von egomane
Zu der Verordnung kann ich nur sagen - Schwachsinn. Ich kaufe meine Brötchen dort, wo sie auch schmecken.
So ist es.
Wesentliches Kriterium ist der Geschmack und ob die Brötchen nachmittags noch knacken oder zu Tennisbällen mutiert sind. Mit dem Gewicht hat das alles aber gar nichts zu tun
__________________ . Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen,
werdet ihr sie brauchen um zu weinen! .......
21.07.2009, 11:42
#
10
sn00py603
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Zitat:
Zitat von egomane
Da möchte ich dir widersprechen. Wieviele von deinen 99% sind denn wirklich Bäcker? Bei uns im Ort kannst du an ca 20 Stellen deine Brötchen kaufen aber nur ein Laden ist wirklich eine Bäckerei. Und dort werden die Brötchen und auch die Brote noch selbst hergestellt. Alles andere sind nur Verkaufsstellen die fertigprodukte vertreiben.
Zu der Verordnung kann ich nur sagen - Schwachsinn. Ich kaufe meine Brötchen dort, wo sie auch schmecken.
Das meinte ich ja eigentlich auch. Allerdings gibt es wirklich Bäcker, die Fertigpamps zusammenrühren. Kein Witz.
23.07.2009, 01:01
#
11
Kayleigh
Registriert seit: 14.06.2009
Beiträge: 16
Ansich finde ich es nicht schlecht, wenn Brötchen ein bestimmtes Gewicht.. oder eine bestimmte Dichte (?) hätten?
Ich kaufe manchmal echt monströse Brötchen, aber wenn ich die aufschneide, beschmiere und dann zusammenlege, ist das nicht mehr als ein "Butterbrot"..nee, eher weniger..aber vergleichsweise viel teurer.
Meist kauf ich eh Aufbackbrötchen. 6 Stück für 39 Cent. Die sind im Volumen auch nicht geringer als die für 25 Cent das Stück.
Allerdings, dass die EU da reinlabert find ich schon daneben.
Ich fänd es wichtiger, würden die sich um die wirklich wichtigen Dinge kümmern. Zum Beispiel um die Konsolidierung von Preisen für Arzneimittel.
Da kommt man natürlich gegen die deutschen Lobbyisten schwerlich an, aber ich kann mich nicht wirklich mit dem Gedanken anfreunden, dass ein und dasselbe Medikament mitunter im europäischen Ausland mind. 30% billiger ist als in diesem unserem Lande.. und innovative Forschungen kommen aus Hierzulande nicht mehr wirklich..hier ist lediglich noch die Freiheit der Preisgestaltung der Pharmaindustrie unangefochten.
HIER hätte die EU was zu regeln.. das halte ich für weitaus wichtiger, als über Brötchen und deren Gewicht und Preisgestaltung zu diskutieren.
23.07.2009, 03:32
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12
antiTank
Gastposter
Also, nun hör mal, jetzt haben die "EU-Arbeitsgruppen Gesundheit" erst gerade mal durchgesetzt, daß ab dem 12. Juni eine europaweite Richtlinie in Kraft getreten ist, in der empfohlen wird, die minimale Schriftgröße auf 9 statt bisher 8 Punkte zu erhöhen und ein Mindest-Zeilenabstand von 3 Millimetern einzuhalten ist.
Außerdem wird auch noch empfohlen, längere Passagen mit Großbuchstaben sowie unterstrichene und kursive Wörter zu vermeiden und eine klare und einfache Sprache anzuwenden.
Das ist doch schon mal n guter Anfang. Alles andere wird noch geregelt werden, da kannst Du völlig sicher sein. Nur, warten muß man können.
Gruß
antiTank
23.07.2009, 10:22
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13
egomane
Registriert seit: 13.02.2007
Ort: Zu Hause
Beiträge: 2.402
Zitat:
Zitat von antiTank
Also, nun hör mal, jetzt haben die "EU-Arbeitsgruppen Gesundheit" erst gerade mal durchgesetzt, daß ab dem 12. Juni eine europaweite Richtlinie in Kraft getreten ist, in der empfohlen wird, die minimale Schriftgröße auf 9 statt bisher 8 Punkte zu erhöhen und ein Mindest-Zeilenabstand von 3 Millimetern einzuhalten ist.
Außerdem wird auch noch empfohlen, längere Passagen mit Großbuchstaben sowie unterstrichene und kursive Wörter zu vermeiden und eine klare und einfache Sprache anzuwenden.
Das ist doch schon mal n guter Anfang. Alles andere wird noch geregelt werden, da kannst Du völlig sicher sein. Nur, warten muß man können.
Gruß
antiTank
[ironie] Und wieder mal ein wichtiges Problem gelöst [/ironie]