| | # 1 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 8.847
| Das hier habe ich soeben gefunden. Wenn man dem Bericht glauben darf, sollen bereits in nächster Zeit 1,8 Millionen Haushalte Internetfernsehen schauen. Für die Technikinteressierten: Das funktioniert nicht so, wie herkömmliches Fernsehen, nämlich daß man eine gewisse mehr (bei Sat) oder minder (bei Kabel und terrestrisch) große Auswahl an Fernsehprogrammen ins Haus geliefert bekommt, und daraus auswählen kann. Der Grund ist die mangelnde Bandbreite: Eine 6000er Leitung reicht, selbst wenn man eine schlechte Bildqualität durch Kompression in Kauf nimmt, höchstens für 2 - 3 Übertragungen. Der "Trick" besteht nun, vereinfacht gesagt, darin, daß per Internet-Leitung an einen Server gemeldet werden muß, welches Programm gerade gesehen werden soll - und der Server dann dieses Programm auf die Leitung packt. Schon kann man es empfangen. Von der Technik her eigentlich wunderbar - aber es fallen mal wieder Daten an. Mit dieser Technik wird es möglich, das Fernsehverhalten eines jeden Nutzers lückenlos zu überwachen. Das Gesetze dazu haben wir ja bereits, in Form der Vorratsdatenspeicherung. Mit den gläsernen Bankkonten fing es an, dann die Verbindungsdaten, d.h. wer wann wo im Internet unterwegs ist oder wer mit wem von wo telefoniert, und nun werden durch die neue Technik auch noch die Daten des Fernsehverhaltens verfügbar sein. Von der Werbewirtschaft will ich gar nicht sprechen, aber was meint ihr, wie viele Leute, allen voran ein gewisser Herr Schäuble, an den Daten interessiert sen dürften. Kleiner Tip, falls er mitliest: Speichern und auswerten ist angesagt! Wer viele ausländische Sender nutzt, ist schon mal per se verdächtig und wer gar Al Jazeera oder Al Arabija guckt, ist ein Terrorist, oder zumindest ein Antisemit. Und jetzt, lieber Herr Schäuble, bitte die Augen zumachen: Vielleicht aber auch nur jemand, der umfassend und nicht einseitig informiert sein will. Werbung
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
|




