| Registrieren | Hilfe | Interessengemeinschaften | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
| Umfrageergebnis anzeigen: Sollen der "Ein Euro Job" abgeschafft werden ? | |||
| Der Ein Euro Job gehört definitiv abgeschafft ! | | 8 | 80,00% |
| Ich bin mir nicht sicher | | 0 | 0% |
| Nein, wir brauchen 1 Euro Jobber ! | | 2 | 20,00% |
| Ich möchte dazu keine Stellung beziehen | | 0 | 0% |
| Teilnehmer: 10. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen | |||
![]() |
| | LinkBack | Themen-Optionen |
| | # 1 | |
| Registriert seit: 24.11.2007 Ort: In Frankfurt am Main
Beiträge: 582
| Heute habe ich im Internet mal wieder viele Berichte über 1 Euro Jobs gelesen wie zum Beispiel dieser Zitat:
insgesamt bin ich zu dem Schluss gekommen das der Ein Euro Job eines der größten Fehlschlage im Modernen Deutschen System darstellt. (Das ist meine Meinung) Der schlecht bezahlte Job war zwar eher für die Wiedereingliederung in die Arbeitswelt gedacht und sollte keinesfalls Fachkräfte ersetzen. Letztendlich geschieht aber anscheinend genau das viel zu oft, da spreche ich nicht nur von Fällen welche ich im Netz verzeichnet habe sondern auch im Privaten Umfeld kenne ich Personen die meiner Meinung nach gnadenlos ausgenutzt worden sind. Im Klartext: Da erfüllen Menschen für eine minimale Vergütung ein nicht gerechtfertigtes Ausmaß an Arbeiten sodass wirklich qualifizierten Arbeitskräften der Arbeitsplatz streitig gemacht wird. Wie es in zahlreichen Beispielen auf dieser --- 1-Euro-Jobs: Träger der Jobs - die "Kopfgeldjäger" --- Seite kristallisiert wird. Deshalb und aus hier noch nicht genannten Gründen bin ich für eine schnellstmögliche Abschaffung dieser Billigjobs. Denn Deutschland war bis dato eines der Länder mit dem besten Sozialsystem und das soll auch so bleiben. Was meint ihr ? Sollen 1 Euro Jobs abgeschafft werden ? Votet! Wer etwas verändern möchte sollte seiner eigenen Stimme trauen. Schreit, und tut es auch manchmal weh^ | |
|
| | # 4 |
| Hat immer ein offenes Ohr Registriert seit: 07.01.2008 Ort: laut verschwörungstheorien nicht existent! ;)
Beiträge: 4.981
| ich habe 3,5 jahre lang in einer bielefelder suppenküche gearbeitet. größtenteils ehrenamtlich, aber als man mir anbot, einen euro plus fahrtkostenerstattung dafür zu nehmen, habe ich nicht nein gesagt. vorher haben wir nur mit ehrenamtlichen gearbeitet, bezahlte stellen zu schaffen war und ist nicht möglich, da man von spenden lebt und keine staatliche unterstützung bekommt. das problem an der sache war, dass es immer menschen gab, die sich in ihrer wohltätigkeit gesonnt haben, aber ihr eigenes süppchen zu kochen versucht haben. als wir 1-jobber genommen haben, war es viel einfacher, alle in eine richtung auszurichten. "wir arbeiten für die menschen, für die randsiedler unserer gesellschaft!" viele, deren 1-jobs ausliefen, die aber weiterhin nicht vermittelbar waren, sind ehrenamtlich geblieben. so hat sich die arbeit auf viel mehr schultern verteilt und zuletzt hatte ich 53 mitarbeiter. ohne 1-jobber hätte es nicht so gut funktioniert. mittlerweile wurde, nicht zuletzt mit der hilfe der 1-jobber, zusätzlich ein mittagstisch für kinder eingerichtet. im sozialen bereich brauchen wir die 1-jobs, denn oftmals können keine bezahlten jobs geschaffen werden und gerade bei staatlich geförderten einrichtungen drohen jederzeit kürzungen oder sogar wegfall der unterstützung und dann müßte man ohne 1-jobber die arbeit einstellen. natürlich gibt es die schwarzen schafe, die jobs nicht neu vergeben sondern 1-jobber die arbeit tun lassen, aber es gibt auch firmen die 1-jobber nehmen und das halbe jahr verwenden um sie auf eignung zu testen. nach dem ablauf werden die, die sich eignen fest eingestellt. (in diesem fall, wo ich es sicher weiß, ein mobiler sozialer dienst) was man nicht vergessen sollte ist, dass die 1-jobber ja nicht nur diese 160 bekommen, wenn man das arbeitslosengeld, das kindergeld, die miete und die nebenkosten draufrechnet, kommt da z.b. bei einer familie mit 2 kindern ein lohn zusammen, der mit dem lohn einer 40std-stelle durchaus vergleichbar ist. und das bei einem arbeitseinsatz von nur 30 stunden! ach ja, wer natürlich darauf wartet, einen 1-job zugewiesen zu bekommen, braucht sich nicht zu wundern, wenn er laub sammelt oder nicht existente besucher herumführt. man darf sich den einsatzort auch selbst suchen!
__________________ 9 von 10 stimmen in meinem kopf sagen, ich bin irre, eine summt!![]() das ist perdita! proggi: verkleinern von bildern |
|
| | # 6 |
| Registriert seit: 23.01.2008 Ort: Dresden
Beiträge: 271
| Nur der regelmäßigen Arbeitszeiten wegen, kann man diese Arbeit als "Eingliederung" betrachten. Von Anfang an (übrigens, die Jobs gab es auch schon, wo es noch Sozial- und Arbeitslosenhilfe gab) war es nicht geplant, diesen Menschen eine Brücke zur Vollzeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bauen (Was geplant war, wird sich wohl jeder denken können), geht auch gar nicht, da die Jobs gemeinnützig und zum Gemeinwohl ausgeführt werden müssen/sollen. Das die Städte und Kommunen sich aber dies zu Nutze machen ist eine S****ei, denn das vernichtet Arbeitsplätze. Habe ich aber schon mal geschrieben in einem anderen Beitrag von Geldmann. Ich bin auch nicht dafür, da 2 Euro draus zu machen (außerdem ist es überall unterschiedlich, je nach dem wie das zuständige Land es entscheidet, in Sachsen sind es 1,75 Euro/Stunde) und dann was abzuziehen bei Ablehnung (!?) sondern dafür, dass mit diesen Stellen auch wirklich nur Stellen besetzt werden, wie es von Anfang an bestimmt ist (gemeinnützig) denn gemeinnützige Arbeit wird nirgends zur Volleitarbeit aber trotzdem dringend gebraucht. 1 Euro/Stunde = 160 Euro/Monat? Nein, dafür wäre die berechnete Stundenanzahl zu hoch. Hier darf man maximal 100 Stunden/Monat leisten. Ich finde es für die Menschen, die Hartz IV-Empfänger (nur diese erhalten diese Arbeit) sind gut, dass es diese Jobs gibt einerseits, andererseits aber auch makaber, weil (wie schon erwähnt, es wird auf die Leistung der ARGE nicht angerechnet) es so viele Menschen gibt, die Vollzeit arbeiten gehen und weniger in der Geldbörse habe als die sogenannten Ein-Euro-Jobber (übrigens heißt es "Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandentschädigung") und weil sich trotzdem Arbeitslose sagen, "für einen Euro stehe ich nicht auf" ---> aber sehr viele freuen sich auch, wenn sie wenigstens so eine Maßnahme erhalten. Eine Kritik an Dich, Geldmann aber keine negative Bewertung dafür: Wenn Du ein Thread eröffnest, dann bitte beteilige Dich auch rege daran sonst kann ich Deine Themen nicht wirklich ernst nehmen. Für was hast Du überhaupt gestimmt? (Ich beteilige mich an dieser Umfrage nicht.) Richtig Stellung nimmst Du selten. Das ist nicht schön und außerdem unfair uns gegenüber. Eine schöne Zeit wünsche ich Allen .P.S. Jetzt ist es §16 Abs. 3 Satz 2 Sozialgesetzbuch Zweites Buch (das sogenannte SGB II). |
|
| | # 7 | |||||||
| Threadstarter Registriert seit: 24.11.2007 Ort: In Frankfurt am Main
Beiträge: 582
| Dann will ich mal Stellung nehmen... Zitat von hungriger-wolf Zitat:
Zitat von Druide Zitat:
Zitat von Druide Zitat:
Zitat von Druide Zitat:
Wozu wenn man keine richtige Arbeit bekommt sondern einen 1 Euro Job zugewiesen bekommt, wäre es nicht konstruktiver wenn man eher Bewerbungstraining bekommen würde um dann einen richtigen Job zu erhalten. ------------------------------------------------------------------------ Zitat von perdita Zitat:
Sicher freuen sich auch viele Menschen wenn sie überhaupt einen solchen Job bekommen, allerdings wird auch hier schon von jeher am Lohn gespart. Aus privaten Erfahrungen ergibt sich mir die Vermutung das auch du oft viel Arbeit verrichtest hast ohne dabei anständig Geldlich entlohnt zu werden. Für deine Arbeit dort sollte man dennoch Verständnis zeigen dar es in diesem Bereich auch darum geht etwas für seine Mitmenschen zu tun und nicht um das Geld. Gerade in diesem Bereich sollte der Staat vielleicht mal Investieren, weil es ohne diese Anlaufstellen für viele Menschen in Deutschland düster aussehen würde. ------------------------------------------------------------------------- Zitat von immorb Zitat:
-------------------------------------------------------------------------- Zitat:
Mit deiner Kritik liegst du richtig, zu meiner Verteidigung muss ich allerdings sagen das ich das Thema um Ca 2 Uhr nachts eröffnet haben. Danach habe ich erst mal geschlafen bevor ich zur Arbeit ging. ( Ausbildung zu Gas- Wasser Installateur) Des weiteren beschäftige ich mich noch mit Mapping in Computer Games und erstelle zusammen mit anderen gerade Mods für GTA San Andreas. Einen Informatik- Kurs muss ich heute auch noch besuchen, deshalb fehlt mir schlicht die Zeit. Keine Ahnung ob man das anhand dieser Aussage hier merkt, aber - Stehe im Moment ganz schön unter Zeitdruck. Sorry falls die Qualität meiner Beiträge im Moment etwas nachlassen sollte, eigentlich würde ich jetzt noch mehr schreiben, allerdings muss ich aus oben genannten Gründen, mich auf den Weg in die Schule machen. Hab euch alle lieb :napoleon: | |||||||
|
| | # 8 | |
| Registriert seit: 23.01.2008 Ort: Dresden
Beiträge: 271
| Zitat:
Ich habe dich doch auch lieb | |
|
| | # 10 |
| Registriert seit: 23.01.2008 Ort: Dresden
Beiträge: 271
| Zitat Geldmann: Dann will ich mal Stellung nehmen... Ein Danke hiefür .Warum ich keine Stimme abgebe: Es ist schwierig hierfür ja oder nein zu stimmen. Es gibt viele Menschen, die sich sehr freuen, wenigstens diese Arbeit zu haben. Das bringt sie wieder unter Menschen, bringt ihnen auch das Gefühl des gebraucht Werdens, bringt ihnen Anerkennung aber auch wieder Stolz, bringt ihnen einfach etwas zum Tun. Gemeinnützige Institutionen brauchen solche Menschen auch weil sie nicht in der Lage wären, dafür eine bezahlte Stelle zu bieten. Immer weniger Staatsgelder fließen in gemeinnützige Projekte. Dafür ein ja. Die Träger aber erhalten pro 1 Euro-Jobber einen monatlichen Betrag in Höhe von Schieß mich tot, der viel höher ist als ein 1-Euro-Jobber erhält. Damit können die Träger ihre Regiekosten (was immer das ist) decken. Hierfür ein nein. Das hat für mich nichts mit Unentschlossenheit zu tun. Zitat Geldmann: Ein eventuelles ausbauen der Jobs halte ich für eine gute Idee weil man diese Jobs dann wirklich als Wiedereingliederung verstehen könnte. Soweit ich weiß finden solche Festeinstellungen auf 1 Euro Jobs bereits häufig statt, meiner Meinung nach allerdings viel zu selten. Mich würde interessieren, wie viele 1-Euro-Jobber tatsächlich eine Arbeit auf den ersten Arbeitsmarkt durch diesen Job bekommen haben. Mir ist noch kein Fall bekannt und ich stecke ziemlich in dieser Materie drin. Zitat Geldmann: Mit Arbeitsmarkt meine ich das Gewirr in dem ich mir unter anderem einen Ausbildungsplatz gesichert habe. Hmm Eingewöhnung in den Arbeitsrhythmus ? Wozu wenn man keine richtige Arbeit bekommt sondern einen 1 Euro Job zugewiesen bekommt, wäre es nicht konstruktiver wenn man eher Bewerbungstraining bekommen würde um dann einen richtigen Job zu erhalten. Hier widersprichst Du Dich etwas. Aber egal. Bewerbertrainings gibt es schon seit jeher. Diese brachten und bringen auch nicht die Wunder, die der Staat sich erhofft/e. Warum sollte es auch so sein? Es geht dabei nur um einen Lebenslauf, um das Anschreiben, um die Kleidung, falls es zu einem Vorstellungsgespräch kommt, wie man sich vorbereiten sollte, was für Fragen gestellt oder nicht gestellt werden können/dürfen was ist daran neu und wer hält sich an Normen bei einem Vorstellungsgespräch? Sicher oder vielleicht der Arbeitnehmer, der auf der Matte steht aber der Arbeitgeber hat nicht nur einen sondern zig Leute da stehen. Zitat Geldmann: Sicher freuen sich auch viele Menschen wenn sie überhaupt einen solchen Job bekommen, allerdings wird auch hier schon von jeher am Lohn gespart. Aus privaten Erfahrungen ergibt sich mir die Vermutung das auch du oft viel Arbeit verrichtest hast ohne dabei anständig Geldlich entlohnt zu werden. Für deine Arbeit dort sollte man dennoch Verständnis zeigen dar es in diesem Bereich auch darum geht etwas für seine Mitmenschen zu tun und nicht um das Geld. Gerade in diesem Bereich sollte der Staat vielleicht mal Investieren, weil es ohne diese Anlaufstellen für viele Menschen in Deutschland düster aussehen würde. Noch mal zu der Entlohnung: Klar, 1 Euro ist nix aber, auch wenn die Leistungen noch staatlich gesichert sind, trotzdem erhält man noch sein komplettes Hartz IV Geld und dafür gehen manche Menschen Vollzeit arbeiten. Eine Investition von Staates Seiten ist für mich undenkbar weil sie sich selbst an diesen Ein-Euro-Jobbern gesund stoßen. Erklärung kommt später. Zitat Geldmann: Klar gab es vorher auch schon gemeinnützige Arbeit, allerdings war zu diesen Zeiten die Vergütung oft besser als zu 1 Euro Job Zeiten, heutzutage bestellen sich diverse Unternehmen immerhin schon gezielt 1 Euro Jobber um Geld zu sparen ( Eventuell würden manche Unternehmen ohne Ein Euro Jobber pleite gehen) Meinst Du mit diverse Unternehmen Wirtschaftsunternehmen? Nein, damals war die Vergütung schlechter als heute. 1 Euro ist gerundet 2 DM, Damals gab es 1,28 DM ca. (Ca. deshalb, weil es bundesweit unterschiedlich gehandelt wird.), heute sind es mindestens 1,50 Euronen. Das man immer noch Ein-Euro-Jobs dazu sagt, weil es einfacher ist, das auszusprechen. Wirtschaftsunternehmen gehen durch diese Jobs kaputt. Mir ist kein Fall bekannt, dass jemals ein Wirtschaftsunternehmen Ein-Euro-Jobber bekommen haben aber die Stadt, Kommunen, Länder. Es läuft ungefähr so: Die Stadt beauftragt die ARGE für diverse Aufgaben Ein-Euro-Jobs zu erfinden, die gemeinnützig klingen, die ARGE leitet das an eine Institution (natürlich gemeinnützig) weiter. Diese Institutionen erfinden solche Jobs und beantragen diese bei der ARGE. Die ARGE bewilligt selbstverständlich diese Stellen weil die Menschen ja Schulen und, Kindergärten, Grünflächen und Wege (alles Aufgaben des Staates, der Kommune, des Landes oder der Gemeinde) etc. pflegen, malern etc. sollen. Das ist fast wie Zeitarbeit, nur eben super billig. Dadurch bekommen Wirtschaftsunternehmen weniger Aufträge und können keine Angestellten mehr einstellen und müssen sogar noch kündigen. Der Gekündigte wird am Ende Hartz IV und darf dann die Schulen tapezieren , wofür er vorher ein volles Gehalt bezogen hat. Das ist ein kleiner Ausschnitt, welche Wirtschaftsunternehmen betroffen sein können. Die Regiekosten bekommt der Träger, die gemeinnützige Institution, was aber für die Stadt nicht schlimm ist denn dort sitzt auch die ARGE, also unterm Strich fließt dieses Geld zurück zur ARGE. Wenn es nur so ablaufen würde, wie ich eben geschildert habe würde ich sofort dafür sein, diese Stellen abzuschaffen. Zum Glück gibt es aber dagegen zu setzen, dass viele Träger wirklich diese Leute brauchen. Ein-Euro-Jobs: Auch eine schöne Sache, zur Berichtigung der Arbeitslosenquote. Nächstes Jahr ist wieder Wahl es werden beachtlich weniger Arbeitslose gezählt werden als heute, morgen, dieses Jahr. Ein schönes Wochenende wünsche ich Allen |
|
| | # 11 | ||
| Hat immer ein offenes Ohr Registriert seit: 07.01.2008 Ort: laut verschwörungstheorien nicht existent! ;)
Beiträge: 4.981
| Zitat:
Zitat:
ich hatte tatsächlich mitarbeiter, die erst mal mit 15 - 20 stunden starten wollten, weil sie angst hatten, keine 30 stunden zu schaffen und sich erst eingewöhnen mußten! danke gleichfalls! dir auch ein schönes wochenende!
__________________ 9 von 10 stimmen in meinem kopf sagen, ich bin irre, eine summt!![]() das ist perdita! proggi: verkleinern von bildern | ||
|
| | # 13 | |
| Gastposter | Zitat:
Gut es gibt Regionen in Deutschland, da wird das nicht funktionieren. Aber ich denke, dass das im allgemeinen Funktionieren könnte Ich werde mich an dieser Abstimmung nicht beteiligen, weil: einerseits sind die 1 Jobs richtig, für die, die ewig Arbeitslos sind, andererseits sind die benachteiligt, die unverschuldet in die Situation geraten. Da muss was getan werden. Es muss genauer hingesehen werden, wer wie lange Arbeitslos ist, wer zwischendurch Arbeit hatte, wer sich bemüht hat usw. | |
|
| | # 14 |
| Registriert seit: 14.01.2008
Beiträge: 322
| Hartz IV, selbst der Name ist ja schon eine Peinlichkeit, wenn man bedenkt das der Namensgeber unrühmlich aber mit Millionen Abfindung aus seinem Job entlassen wurde. Jeder normale Bürger wird fristlos gekündigt wenn er so schlampig seine Arbeit macht. Fristlose Kündigung heißt bei uns Normalos, das man eine vierteljährige Sperre vom Arbeitsamt erhält (keine Geldleistung ) und nicht etwa eine hohe Abfindung, die einem das scheiden vom Job leicht macht. Da ich von Berufs wegen ziemlich in der Materie stecke, weiß ich auch das es einen Teil Menschen gibt, die nicht unbedingt jeden Tag, frühmorgens aus den Federn kriechen und mit ihrer Hände Arbeit die Butter aufs Brot verdienen wollen. Doch wir sollten nicht ständig über diese Gruppe von Menschen diskutieren, sondern über den Teil, der arbeiten möchte und verzweifelt nach bezahlter Arbeit sucht. Wir haben immer noch über 3 Millionen Arbeitslose, also könnten die Arbeitsämter froh sein, greifen wir mal eine hohe Zahl und sagen 20%, keinen Bock hat auf einen Job haben. Sollen sie doch einfach mal, statt ständig nur über die 20 % zu labern, anfangen sich intensiv mit den 80 % zu befassen die gern wollen. Hätten sie da nicht genug Arbeit? Der 1,- Job, wie er heute praktiziert wird gehört abgeschafft! Er ist wie auch die ABM Maßnahmen zur Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt gedacht und genau wie diese in der Realität kläglich gescheitert. So heißt es, das 1,- Jobber nur dort eingesetzt werden sollen wo sie keine bezahlte Arbeitskraft verdrängen. Hier wird als Beispiel gern die Zeitunsvorleserin im Krankenhaus genannt, die ja positiv für das Gesundheitswesen ist, aber keine Fachkraft ersetzt. Also ich glaube selbst der Naivste von uns hat mittlerweile gecheckt, das diese Vorstellung nicht den gängigen Praktiken entspricht. In Wirklichkeit wird ein Großteil bei der Pflege von Grünanlagen beschäftigt, als Putzkraft in Alters- und Pflegeheimen, als Hilfskraft in Kindereinrichtungen und, und, und. In der Kleinstadt in der ich wohne hat der Bauhof, der die Grünanlagenpflege im Auftrag der Stadt übernommen hatte, 8 Vollzeitangestellte entlassen. Die Stadt beschäftigt nun zehn 1,- Jobber, die natürlich um einiges billiger sind. Sicher gibt es auch einige wenige Posten die noch im Sinne des Erfinders besetzt werden, auch das weiß ich, aber dagegen sprechen die vielen die sich als Jobkiller herausgestellt haben. Nun noch ein paar Worte an diejenigen die meinen ,,die sollen mal den Ball flach halten, die bekommen schließlich so viel Unterstützung und die 120,- sind ja noch obendrauf. Jemand der 30 Stunden als Putzkraft arbeitet und trotzdem darauf angewiesen ist, jeden Monat bei der Arge vorstellig zu werden, weil das Geld einfach nicht zum Überleben reicht, ist arm dran. Hier sollte jeder mal so viel Fantasie aufbringen und sich vorstellen, das er selbst nach einem Monat täglicher, fleißiger und gewissenhafter Arbeit, mit seinen Kontoauszügen, Sparbüchern und einem ausgefüllten Formular in dem man Auskunft über seine gesamten Lebensumstände geben muss, bei der Arge antritt. Das ist erniedrigend. Glaubt wirklich irgendjemand das man nicht lieber für einen Mindestlohn von etwa 7 arbeiten würde und sich dieses unwürdige Verfahren gern erspart. Nennen wir nun mal das Kind beim Namen und reden Tacheles. Der 1,- Job ist für den Staat eine wunderbare Erfindung. Man spart mit diesen Billigarbeitskräften viel Geld und bereinigt die Arbeitslosenzahlen, also alles in Ordnung. Warum stellen wir eigentlich nicht gleich das gesamte Sozialwesen, Gemeindeangestellte und Staatsdiener auf diese Art der Bezahlung um, da könnten wir doch mal so richtig sparen? |
|
| | # -- |
| News Flash | Das könnte Dich auch noch interessieren:
Nicht fündig geworden? Dann ohne Anmeldung in unserem Gast-Forum nachfragen. |





9 von 10 stimmen in meinem kopf sagen, ich bin irre, eine summt!


.
, wofür er vorher ein volles Gehalt bezogen hat.