"Du armes deutschland"

Alt 27.03.2008, 21:42   # 1
geldmann3
 
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"Du armes Deutschland, was ist aus dir geworden.
Es ist doch schön Harz 4 Empfänger zu sein und auch
schön von unseren schönen Staat auch so gut überwacht
zu werden, das uns ja nichts mehr passiert." "In ein paar Jahren sind wir nur noch Nummern
die braucht man auf einem Schachbrett nur noch hin und herr zu ziehen."
"Die einfachen Menschen verlieren immer mehr an Bedeutung."
"Seid ihr alle mit diesem schönen Staat zufrieden ?"
"Es ist bald schlimmer als in den 50ziger Jahren."
"Da konnte man besser leben als heute."
"Und wir wählen diese Regierung."
"Die uns unser Geld zum leben wegnimmt, das man kaum Luft zum atmen hat."
"Und die großen Tiere wiederum stecken sich die Taschen voller und voller."
"Von einem abgeordneten seinen Diäten könnten 3 Familien leben."

"Wofür brauchen wir 800 Abgeordnete ?" "Die meisten sind zur Sitzung nicht da, und
bekommen Trotzdem ihren Lohn."
"Die Gesetzte werden geändert wie sie sie brauchen oder wie es für die Partei am vorteilhaftesten ist."
"Habt ihr euch schon mal überlegt das über 20 % der Deutschen an ein Hungertuch leiden und wissen nicht wie es weitergeht."
"Aber sind auch zu feige es zu ändern." "Man müsste die hohen Herrn da oben mal wachrütteln." "Ist doch alles nur lug und Betrug." "Man hört jede Woche von einer Affaire wo das Geld verschwindet." "Und bestraft werden diese Leute auch nicht, sie bezahlen halt ein Sümmchen dann ist die Sache wieder in Ordnung." "Das findet ihr doch wunderschön oder ?"
"Was ein schönes leben gelle, ich hoffe ihr seid alle zufrieden."
"Wo ist das miteinander geblieben." "Jeder schaut nur noch auf seine Socken ob er morgen noch was zu beißen hat."
"Solch eine Regierung die solche Gesetzte in Umlauf bringt muss ganz einfach weg."
"Dann wären mir die Linksparteien doch lieber, sollte man ihr nicht mal eine Chance geben."
"Es müsste einen großen Linksschwung geben das sich die CDU und SPD ler mal an die Nase fassen das sie alles richtig gemacht haben." "Meiner Meinung nach ist es Zeit sich gegen das was heute ist zu wehren." "Aber wo sind die mutigen ?"
"Verkriechen sich in ihre Häuser und bemühen sich über die Runden zu kommen." "Hauptsache man lässt mich in Ruhe."
"Gibt es denn keine Leute mehr die ein besseres Leben als es jetzt ist dafür zu kämpfen um eine bessere Zukunft." "Dieser Staat gefällt mir nicht und ich alleine bin ich nicht in der Lage etwas daran zu verändern." "Ihr könnt euch ja auch weiter übers Ohr hauen lassen wenn es euch so gefällt."

Diese Aussagen habe ich im laufe des heutigen Tages bei Gesprächen mit bekannten gesammelt.
Und das ist nur ein geringer Teil von dem was ich schreiben könnte.
Ich war bis zum heutigen Tage nicht so persimistisch was unseren "Schönen Staat" angeht.
Aber wenn ich solche Aussagen höre frage ich mich ob ich da der einzige bin.

Ich möchte mit diesem Beitag nichts negatives tun oder jemanden verletzten!! Sondern nur einmal nachfragen
ob die Leute hier im Forum anders darüber denken oder ob sie auch einer solchen Denkweise sind.


Die Aussagen sind aus frei gesprochenen zufällig entstanden Zitaten entstanden.

Sie spiegeln nicht zwangsläufig meine Meinung oder die von anderen Leuten.

Jedoch habe ich immer wieder Sätze gehört wie " Das müsste man mal öffentlich sagen"
Oder " Aber keiner tut etwas dagegen"

Da dachte ich mir, das ich das mal an dieser Stelle mache. Hoffe das verstößt nicht gegen irgend welche Regeln hier, ich möchte nichts böses sondern nur einmal einen Teil der öffentlichen Meinung spiegeln.
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Alt 27.03.2008, 23:27   # 2
Hans Der Driver
 
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Sicher, Du hast Recht, wenn man sich mit den Leuten unterhält - es kommen genau die Äußerungen, wie Du sie gesammelt hast. Aber das ist kein Wunder, die Leute meckern immer, sind nie zufrieden, aber jeder weiss, auch Dank der Zeitung mit den Vier Buchstaben(LINK), alles, was die Welt ausmacht. damit wird immer die Meinungshoheit an Stammtischen errungen, die da oben sind an allem Schuld, keiner greift richtig durch, Steuern werden nur verschwendet ..... Du hast ja selbst genug Beispiele. Aber - die wirklich interessante Frage ist, wem nutzen solche "Diskussionen", wohin will man sie führen? Kaum jemand ist in der Lage, sich über alles ein vernünftiges Urteil zu bilden, lieber lassen wir uns die Welt von "Experten" in der Glotze erklären, verstehen nur die Hälfte und geben diesen Müll auch noch falsch wieder.
Bitte ... denken ist erste Bürgerpflicht, wirklich nachdenken, den Sinn der Sachen, das cui bono, suchen, zu eignen Erkenntnissen kommen :eyegrazy:
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Übrigens ist es nicht schlimm, wenn dir nichts einfällt, aber eine Schande ist es, wenn du das dann auch noch aufschreibst.Joachim Panten 1947-2007
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Alt 29.03.2008, 02:34   # 3
sarazena
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Zitat:
Aber - die wirklich interessante Frage ist, wem nutzen solche "Diskussionen", wohin will man sie führen?
Aber viel wichtiger ist doch die Frage wem es nützt, wenn wir diese Diskussionen nicht führen.

Zitat:
Aber - die wirklich interessante Frage ist, wem nutzen solche "Diskussionen", wohin will man sie führen? Kaum jemand ist in der Lage, sich über alles ein vernünftiges Urteil zu bilden, lieber lassen wir uns die Welt von "Experten" in der Glotze erklären, verstehen nur die Hälfte und geben diesen Müll auch noch falsch wieder.
Richtig! Aber haben wir nicht einen Anspruch darauf, dass uns unsere Vertreter die Dinge, ohne jeden Hochmut und Arroganz, genauestens erklären? Ich bin, um nur ein Beispiel zu nennen, gegen die EU-Verfassung. Und das nicht, weil ich nicht überzeugter Europäer oder Weltbürger wäre sondern weil ich gerne besser informiert würde und eine solche Entscheidung nicht ausschließlich unseren Volksvertretern überlassen möchte. Letztendlich kommt noch dazu, dass alles, was in der letzten Zeit für den Bürger empfindbar geworden ist, ausschließlich auf seine Geldbörse zielte. Und da soll man nicht unzufrieden sein?

Wir sind das Volk! und unsere Volksvertreter sind unsere Vertreter und nicht unsere Vormünder. Also schreit laut: Das passt mir nicht, ich bin unzufrieden - sonst wird sich nichts ändern.

Und, dass wir die großen Zusammenhänge möglicherweise (ich habe Zweifel) nicht begreifen - die Politiker (da bin ich sicher) tun das auch nicht.
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Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen,
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Alt 29.03.2008, 02:52   # 4
sarazena
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Nachtrag:


Ist es nicht an der Zeit Herrn Schäuble zuzurufen: " Du bist uns mit deiner Paranoia lange genug auf den Keks gegangen - verpi** dich" -

oder Herrn Beck zu sagen: "Wir braiuchen kein SED-Kader und auch keine fundamentalistischen Sozialbeschwörer - also weg mit dir" -

oder Herrn Westerwelle (bei Gott, ich mag ihn nicht) zu sagen: "Richtig, der Energiepreis ist der Brotpreis des 21ten Jahrhunderts"?

Diese Reihe ließe sich beliebig fortsetzen - also sagt doch was euch stört.

Sicher, unreflektiertes Rumgemöppere hilft nicht wirklich - Maulkörbe auch nicht.
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Alt 01.04.2008, 14:23   # 5
Katrin-R
 
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Zitat:
Zitat von sarazena Beitrag anzeigen
Aber viel wichtiger ist doch die Frage wem es nützt, wenn wir diese Diskussionen nicht führen.
Niemanden nutzt es, zumindest wenn die Diskussionen "nur" unter Bekannten geführt wird. Außerdem: Interessiert es auch nur einem Politiker was eine kleine Gruppe von Menschen denkt oder fühlt?


Zitat:
Zitat von sarazena Beitrag anzeigen
Wir sind das Volk! und unsere Volksvertreter sind unsere Vertreter und nicht unsere Vormünder. Also schreit laut: Das passt mir nicht, ich bin unzufrieden - sonst wird sich nichts ändern.
Den ersten Satz habe ich nur in einem Zusammenhang gehört, wo ich wieder einmal bei der Wende bin, aber heute sagt niemand mehr "Wir sind das Volk". Erst wenn wir es wirklich wären (eine der größten Grundvoraussetzung wäre allerdings Akzeptanz eines Deutschlands und nicht "Osten" und "Westen") wären Veränderungen möglich. Nur, was für Veränderungen? Jeder verfolgt andere Interessen und es wird nie ein System geben, was jedem passt. Es wird genauso immer Unterschiede und Ungerechtigkeiten geben. Das beweist die Geschichte. Und es gibt viel zu viele Egoisten, die nur darauf bedacht sind, mit dem A***h an die Wand zu kommen.

Es ist nicht nur Geld sondern Macht. Geld erzeugt Macht, Macht erzeugt Geld, ist meine Meinung. Nun sollte sich doch jeder einmal fragen, was er tun würde, wenn er ein Abgeordneter (Macht) wäre, er die Möglichkeit hätte, z. B. die Diäten (Geld) per Gesetz zu stoppen... Ja, aber dann müsste er selbst darauf verzichten!!!

Welche Partei wäre in der Lage, eine Änderung zugunsten des "Fußvolkes" zu schaffen? Selbst wenn eine neue Partei demnächst regieren würde, müsste sie erst einmal das auslöffeln, was die andere ausgefressen hat. Außerdem geht es mir auf den Wecker mit den ganzen Koalitionen. So kann man sich auch "Stimmen" kaufen.

Ich gebe zu, mich ärgert einiges aber ich alleine bin nicht in der Lage, das zu ändern. Dazu würden tausende Leute von nöten sein und dazu ist genau unser "Volk" nicht in der Lage.
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Alt 02.04.2008, 11:26   # 6
Katrin-R
 
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Zitat:
Zitat von geldmann3 Beitrag anzeigen
"Du armes Deutschland, was ist aus dir geworden.
Es ist doch schön Harz 4 Empfänger zu sein und ...
Warum sagen sich das einige Hartz IV-Empfänger? Wirklich "Einige", nicht wie die Medien es darzustellen versuchen wollen. Warum? Vor allem in Dienstleistungsunternehmen aber auch "tariffreie" Arbeitgeber zahlen so viel Gehalt, dass es sehr nahe an Hartz IV rankommt oder sogar noch weniger ist.

Zitat:
Zitat von geldmann3 Beitrag anzeigen
"In ein paar Jahren sind wir nur noch Nummern...
Finanzamtnummer, SV-Nummer, KV-Nummer, ARGE-Nummer, sämtliche Versicherungsnummern, Telefonanbieter-Nummer, Rechnungsnummer, Autonummer ... im Ernst, wir sind schon Nummern!!!

Zitat:
Zitat von geldmann3 Beitrag anzeigen
"Von einem abgeordneten seinen Diäten könnten 3 Familien leben."
Welche drei Familien würde das Geld bekommen von den 3,5 Millionen + "verteckten" Arbeitslosen?

Zitat:
Zitat von geldmann3 Beitrag anzeigen
"Da konnte man besser leben als heute."
Ich nicht, da habe ich nämlich noch nicht gelebt. "Man" konnte besser leben. Wer ist "Man"?

Zitat:
Zitat von geldmann3 Beitrag anzeigen
"Habt ihr euch schon mal überlegt das über 20 % der Deutschen an ein Hungertuch leiden und wissen nicht wie es weitergeht."
"Aber sind auch zu feige es zu ändern."
"Sie" sind zu feige. Was können 20% gegen 80% ausrichten? Warum sind "sie" zu feige, was dagegen zu tun? Diese Aussage Deines Bekannten verrät mir, dass er "SIE" am langen Arm verhungern lassen würde denn Hilfe können die 20% von dem Bekannten nicht erwarten denn er nagt offensichtlich nicht am "Hungertuch". "Sie" sind zu feige ... nicht "wir"????

Zitat:
Zitat von geldmann3 Beitrag anzeigen
"Da konnte man", "...dass man kaum Luft","Man müsste...." ,"Man hört ...." , "Jeder schaut nur...","Verkriechen sich in ihre Häuser...","Hauptsache man lässt...".
Noch einmal, wer ist "Man"? Und wer "jeder"? Und warum haben viele Menschen immer das Bedürfnis, negative Sachen auf andere abzuwälzen, sich hingegen aber mit positiven Dingen schmücken zu wollen? Ist "man" Schuld oder eher "ich"? Am Ende "wir"? Ich, weil ich nichts tu, um anderen zu helfen? Geht es mir überhaupt wirklich so schlecht, wie ich es glaube, zu denken? Oder "wir", weil wir nur meckern und schimpfen? Am Ende in der Bekanntenrunde uns "ausheulen" nur, damit wir was zum "heulen" haben?

Zitat:
Zitat von geldmann3 Beitrag anzeigen
"Solch eine Regierung die solche Gesetzte in Umlauf bringt muss ganz einfach weg."
Welche Regierung wird was ändern? So, wie wer will? Wie schon geschrieben; Jeder Mensch verfolgt andere Ziele und nur wenn diese Ziele klar definiert sind, weiß ich, wer auch meine Interessen vertritt z. B.

Zitat:
Zitat von geldmann3 Beitrag anzeigen
"Aber wo sind die mutigen ?"
Ja, wo sind sie? Die, die nur reden und nichts tun, sind gewiss nicht mutig. Eigentlich fast so, wie einige Politiker, die auch nur reden. Das Schlimme ist, dass, wenn ein Politiker anderer Auffassung ist oder was ändern möchte/würde ...er KANN nicht weil dagegen genug andere Politiker stehen, irgendwelche Verordnungen im Wege stehen oder sonst ein Wurm die Leber kreuzt.

Geldmann, frage doch mal Deine Bekannten nach dem "man", "jeder", die "anderen" ... wem meinen sie damit? Auch sich selbst?

So lange wir denken, dass es noch Osten und Westen in D gibt, solange wir Ausländer diskrimminieren, solange wir denken, besser zu sein als die anderen, solange wir egoistisch denken, solange uns alleine schon das Leid unseres Nachbarn nicht interessiert oder gar das schreiende Kind "überhören", solange wir so ignorant sind, so lange sind wir kein Volk.

Organisatorisch würde ich ebenfalls Bedenken anmelden aber bei einer Organisation sind wir sowieso noch lange nicht!

Noch eine Frage: Warum verdient "man" im "Osten" immer noch weniger Lohn/Gehalt? Warum verdient ein Ausländer noch weniger?

Einen schönen Tag wünsche ich noch!

Entschuldigung für die "Zerpflückung" Deines Textes aber genau solche Aussagen zeigen mir auch, dass wir eben doch nicht "Wir sind das Volk" sagen können.
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Alt 03.04.2008, 20:46   # 7
sarazena
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Zitat:
Zitat von Katrin-R Beitrag anzeigen
Ich gebe zu, mich ärgert einiges aber ich alleine bin nicht in der Lage, das zu ändern. Dazu würden tausende Leute von nöten sein und dazu ist genau unser "Volk" nicht in der Lage.
Was ist aus den Demonstrationen geworden? Wo ist die Stimme des Volkes? Wo sind die Menschen, die unseren Volksvertretern sagen wo es lang geht?

Die sitzen vor dem Fernseher, ein Bier in der Hand, und üben (sie üben das, und kommen nicht zum Punkt) Kritik. Im Übrigen sinnieren sie in Foren darüber, was sein könnte, wenn die Welt nicht so ungerecht und die Politiker nicht so unfähig wären - auf die Strasse, also zum aktiven Protest - bringst Du niemanden mehr.

Wenn 1970 oder 1972 ein Politiker auf die Idee gekommen wäre, Studiengebühren einführen zu wollen, dann hätten 100.000 Studenten die Uni's gerockt. Wochenlange, lautstarke Demo's wären die Minimalfolgen gewesen.

Heute labert die künftige geistige Elite bei studivz mehr oder minder dummes Zeug und darüber hinaus - es scheint, es interessiert keine Sa*. Ähnliches gilt für den Rest des "Volkes" und für die gesamte Politik. Die Wahlbeteiligung spricht da deutliche Sprache - wir reden da zu allem Überfluß auch nich von Wahlrecht!

Also, allein bist Du wohl wirklich aufgeschmissen und die meisten anderen sind wohl zu müde oder desillusioniert um sich durch den entstandenen Sumpf zu kämpfen. Man müßte auch die Basisposten in den Parteien freischießen um dort ein Bein an die Erde zu bekommen.

Also sind das, was geldmann3 beschreibt doch nur (mehr oder weniger hilflose ) Äußerungen und Zustandsbeschreibungen eines Systems. Und mit Deinem Hinweis auf den Unterschied zwischen (guten) "Ossis" und (bösen) "Wessis" fügst Du nur einen weiteren Gesichtspunkt hinzu.
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Alt 04.04.2008, 11:01   # 8
immorb
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Zitat:
Zitat von sarazena
Wenn 1970 oder 1972 ein Politiker auf die Idee gekommen wäre, Studiengebühren einführen zu wollen, dann hätten 100.000 Studenten die Uni's gerockt. Wochenlange, lautstarke Demo's wären die Minimalfolgen gewesen.
Kann es sein das du 1968 noch nicht auf der Erde warst??
Eine kleine Zusammenfassung:
2.6.1967
Bei Straßenschlachten anlässlich eines Besuchs des Schahs von Persien in Berlin wird der Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen.
9.11.1967
Bei der Rektoratsübergabe an der Universität Hamburg enthüllen einige Studenten das Transparent "Unter den Talaren - Muff von 1000 Jahren".
5.2.1968
In Frankfurt kommt es zu Straßenschlachten mit der Polizei, als unter Führung von Rudi Dutschke vor dem amerikanischen Generalkonsulat und vor dem Amerikahaus gegen den Vietnamkrieg demonstriert wird. Ähnliche Demonstrationen finden in den nächsten Monaten in vielen Orten der Bundesrepublik statt.
11.4.1968
In Berlin wird Rudi Dutschke bei einem Attentat schwer verletzt. Anschließend kommt es zu den schweren "Osterunruhen".
11.5.1968
Ein Sternmarsch auf Bonn mit etwa 60.000 Teilnehmern bildet den Höhepunkt der Demonstrationen gegen die Notstandsgesetze.
30.5.1968
Die Notstandsgesetze werden mit großer Mehrheit verabschiedet.
7.11.1968
Auf einem CDU-Parteitag in Berlin gibt Beate Klarsfeld Bundeskanzler Kiesinger eine Ohrfeige, um auf seine NS-Vergangenheit aufmerksam zu machen.
21.3.1970
Nach langem Richtungsstreit löst sich der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) auf.
...........................
Die Folge;sehr lautstarke DEMOS.
Aus den Jahren stammen die sogenannten Neuen Bewegungen Link

Nachteil,aus diesen Unruhen entwickelte sich die RAF.

Zitat:
Zitat von sarazena
Die sitzen vor dem Fernseher, ein Bier in der Hand,
Richtig;Dumpfbacken-Couch Potatoes-Generation.

m.f.G.
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Alt 04.04.2008, 11:12   # 9
Hans Der Driver
 
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Zitat:
Zitat von sarazena Beitrag anzeigen
Heute labert die künftige geistige Elite bei studivz mehr oder minder dummes Zeug und darüber hinaus - es scheint, es interessiert keine Sa*.
Wirklich? rektoratbochum

Ich weiss, was z.B. Studenten in Hessen alles veranstaltet haben gegen die Studiengebühren. Nur, es hat sich gezeigt, dass die Ignoranz mancher Politiker heute derart groß ist, dass sie der vollen Überzeugung sind, gegen die Meinung der Mehrheit regieren zu können. {Ironie an} Schließlich geben wir ja unsere Stimme alle 4 Jahre ab, dann haben wir halt keine mehr {Ironie aus}
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Alt 04.04.2008, 22:18   # 10
sarazena
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Zitat:
Zitat von immorb Beitrag anzeigen
Kann es sein das du 1968 noch nicht auf der Erde warst??

Nachteil,aus diesen Unruhen entwickelte sich die RAF.
Um Missverständnissen vorzubeugen:

Es ging mir darum darzustellen, dass in der Zeit die Mobilisierung der Menschen einfach größer war. Die 68er Bewegung hat entscheidend an der Entwicklung unserer Demokratie teilgehabt. Das heißt nicht automatisch und gleichzeitig, dass man die Fehlentwicklungen (hier: RAF) auch gutheißt. Die Auseinandersetzung mit der NPD kann hier als positives Beispiel gelten - die Politik unserer Zeit kämpft immer noch damit.

Zitat:
Eine außerparlamentarische Opposition kann sich in Deutschland vor allem auf Meinungsfreiheit, Pressefreiheit oder Versammlungsfreiheit berufen, um ihre Forderungen öffentlich darzustellen. Neue politische Strömungen beginnen ihre Arbeit meist erst außerhalb der Parlamente und kommen etwa über die Länderparlamente unter Umständen bis in den Deutschen Bundestag oder sogar bis in die Bundesregierung Deutschlands. Ein Beispiel für diesen Weg ist die Partei der Grünen, die (als Bündnis'90/Die Grünen) in einer Koalition mit der SPD von 1998 bis 2005 die Regierung stellte.
Zitat:
Zitat von Hans Der Driver Beitrag anzeigen
Wirklich? rektoratbochum

Ich weiß, was z.B. Studenten in Hessen alles veranstaltet haben gegen die Studiengebühren. Nur, es hat sich gezeigt, dass die Ignoranz mancher Politiker heute derart groß ist, dass sie der vollen Überzeugung sind, gegen die Meinung der Mehrheit regieren zu können. {Ironie an} Schließlich geben wir ja unsere Stimme alle 4 Jahre ab, dann haben wir halt keine mehr {Ironie aus}
Vielleicht ist es in der zeitlichen Distanz schwer für mich das ohne meine idealisierte Betrachtungsweise zu sehen. Ich denke aber, dass wir, bei der Erhöhung der Kakaopreise im Kakaobunker der Uni, mehr Leute auf die Strasse gebracht hätten als heute an einigen Uni's gegen die Studiengebühren demonstriert haben..............

Übrigens: es gibt ein paar Studenten die sich für ihre Interessen einsetzen aber - schau dir die Wahlbeteiligungen und die Kandidaturen zum ASTA oder zu den Fachschaften an - mündige Beteiligung sieht anders aus.....
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Alt 04.04.2008, 22:30   # 11
ChapaChupo
 
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lies mal ´unser kampf´ von götz aly...
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Alt 05.04.2008, 10:48   # 12
sarazena
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Zitat:
Zitat von ChapaChupo Beitrag anzeigen
lies mal ´unser kampf´ von götz aly...
Also: Ich bin kein "Alt68er" und das Buch habe ich deshalb nicht gelesen, weil ich auf Seite 7 (oder war es 10) eingeschlafen bin.
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Alt 07.04.2008, 15:40   # 13
Katrin-R
 
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Zitat von sarazena Beitrag anzeigen
Und mit Deinem Hinweis auf den Unterschied zwischen (guten) "Ossis" und (bösen) "Wessis" fügst Du nur einen weiteren Gesichtspunkt hinzu.
Zeige mit bitte, wo das steht, dass ich das SO geschrieben habe. Ich habe es weder geschrieben noch denke ich so (mit "gut" und "böse" meine ich). Interpretiere bitte nicht mehr, als ich schreibe.
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Alt 07.04.2008, 20:53   # 14
ChapaChupo
 
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liebe sarazena, ich bin weit davon entfernt, dich für eine alt-68erin zu halten, doch eher jung-86erin. manche bücher liest man vielleicht besser nicht wegen der spannung, sondern wegen des inhaltes. dann wüsstest du auch, was hinter dem geist steckt, den du versuchst heraufzubeschwören...
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Alt 10.04.2008, 09:13   # 15
sn00py603
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Da haben wir in Deutschland sowieso ein Problem. Man denke doch nur mal an die Karikaturen aus England aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Da wird der Deutsche Michel mit Zipfelmütze dargestellt und das ist auch heute noch so. Wir haben immernoch die Zipfelmütze auf. Nehmen wir sie ab.
Seit dem Aufschwung in den 1950er und 1960er Jahren denkt doch jeder nur noch an sich. Haben wollen , raffen raffen raffen, möglichst viel, speziell unsere Politiker und die BIG Manager kriegen den Hals doch nicht voll genug.
Von oben her geht es doch nur so:"Hälst du die Klappe, wirst du gestreichelt.
Machst du den Mund auf , kannst du gehen."

Leider haben die Gewerkschaften in Deutschland nicht die Möglichkeit zu einem Generalstreik aufzurufen, diese Möglichkeit wurde uns schon bei Gründung der BR Deutschland genommen.Außerdem verfolgt uns noch immer die Braune Zeit von 1933-1945. Es liegt für meinen Begriff daran, das bei UNS kein bisschen Stolz auf unsere Nation aufkommen kann, weil viele Angst haben als N*** beschimpft zu werden. Guckt mal nach Frankreich und Italien, wenn da den Leuten irgendetwas nicht passt, gehen alle auf die Straße.
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Alt 10.04.2008, 14:03   # 16
Katrin-R
 
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Zitat:
Zitat von sn00py603 Beitrag anzeigen
...Außerdem verfolgt uns noch immer die Braune Zeit von 1933-1945. Es liegt für meinen Begriff daran, das bei UNS kein bisschen Stolz auf unsere Nation aufkommen kann, weil viele Angst haben als N*** beschimpft zu werden. ...
Das ist ein sehr großes Manko und Außenpolitik, die uns immer noch in den Sack stecken. Heute leben nur noch Menschen, die maximal Kinder im Krieg waren oder als Baby in den Krieg geboren wurden oder gar nicht wissen, was Krieg, Hunger, Elend, Krankheit, Leiden, Entbehrungen, Vergewaltigungen bedeuten.

Niemand darf sagen: "Ich bin stolz ein ... zu sein!" Warum?

Kannst du etwas dafür, dass es eine Person schaffte, Menschen, ja ganze Ländereien, zu bewegen und diese in einen Krieg zu führen? Warum also sind wir immer noch Schuld? Den Film kenne ich nicht aber das Buch habe ich gelesen; "Die Welle". Hochinteressant und selbst wenn es nur Seiten sind, war es für mich sogar eine "plastische" Darstellung.

Aber trotzdem, die Frage lautet doch, ob wir ein armes Deutschland sind! Und irgendwie befriedigen mich die Antworten nicht! Selbst meine nicht! Ich weiß nicht, ob ich mich "arm" fühle nur weil ich mit einigen Dingen unzufrieden bin und ich diese auch als ungerecht empfinde. Ich weiß auch nicht, ob diese "Ungerechtigkeiten" änderbar sind. Wer hat denn tatsächlich einen Einblick in die Geschehnisse des Staates? Was die Medien bringen, kann und wird nicht alles sein! Wer kann sich ein Urteil über unsere Politik erlauben? Am Ende kann es doch nur jemand der involviert ist.

Ich glaube, dass wir alle schon mehrmals über etwas geschimpft haben. Sei es der Gesundheitsreform geschuldet oder Hartz IV oder der Rentenpolitik, jetzt auch aktuell die Abgeltungssteuer, egal was...haben wir uns nicht alle schon mindestens einmal aufgeregt!? Nur, nutzt es was? Können wir wirklich was dagegen tun?

Hier gibt es ein Forum, wo es um Nokia geht. Sie stecken Fördergelder ein, arbeiten hier in Deutschland mit einem sehr hohen Gewinn und wir können nicht verstehen, warum sie nun "auswandern", sind wütend auf sie, vielleicht sogar berechtigt, und werden von jetzt an kein Nokia mehr kaufen. In sehr weniger Zeit werden wir das Thema "vergessen" haben und wir kaufen doch wieder Nokia. Kauft ihr überhaupt noch Benq-Siemens?

Nun frage ich mich, warum Nokia weg ist!? Deutschland gehört zu den teuersten Ländern und das spiegelt sich in den Herstellungskosten wider. Nicht nur das: Die Personalkosten sind für einen Arbeitgeber so hoch, dass ein Arbeitnehmer "Luxus" für einen Arbeitgeber ist!

Das gehört hier zwar nicht hin aber ich möchte damit ausdrücken, das wir uns aufregen, seitenweise in Foren schreiben, dass eine rießen Firma ihre Tore schließt weil die Medien es sooo duster, böse und gemein darstellen, das wir einfach wütend werden müssen. Wer kümmert sich aber um die kleinen Firmen? Täglich gehen davon hunderte in Insolvenz und keiner kümmert sich um sie.

Das empfinde ich als ungerecht, sowohl Nokia als auch der kleinen Firmen gegenüber.
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Alt 10.04.2008, 21:09   # 17
sarazena
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Zitat:
Zitat von Katrin-R Beitrag anzeigen
In sehr weniger Zeit werden wir das Thema "vergessen" haben und wir kaufen doch wieder Nokia. Kauft ihr überhaupt noch Benq-Siemens?
Ich nicht, ich kaufe kein Nokia mehr und dazu stehe ich. Ich bin im Begriff meinen ePlus-Vertrag zu kündigen, weil die überwiegend Nokia im "Treueangebot" haben. Derzeit habe ich ein Sony Ericson. Und Benq-Siemens kriegst Du doch nur noch im Restehandel

Zitat:
Zitat von Katrin-R Beitrag anzeigen
Nicht nur das: Die Personalkosten sind für einen Arbeitgeber so hoch, dass ein Arbeitnehmer "Luxus" für einen Arbeitgeber ist!
Dieser "Luxus" hat Nokia zu dem gemacht, was es ist - eines der profitabelsten Mobilfunkunternehmen auf dem Markt. Die 200 Mio., die jetzt in Bo gezahlt werden, sind ein Tagesverdienst von Nokia (nach Steuern). Ich :Ironie an: freue mich darüber, dass sich mein Arbeitgeber diesen "Luxus" noch leistet :Ironie aus: - leider ist die Frage, wie lange ich meinem Arbeitgeber noch das Geld verdienen darf, durchaus offen!
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Alt 11.04.2008, 09:13   # 18
sn00py603
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Naja, wenn ich das mal betrachte, was da bei einem der größten Elektrokonzerne weltweit in denletzten 20 Jahren so abgelaufen ist, ist es für mich nur noch eine Frage der Zeit, wann der ganze Laden hier zusammenbricht.
Siemens wurde ja schon genannt, da hab ich auch mal gearbeitet, ja sogar meinen Beruf gelernt. Dann wirstdu ausgegliedert in eine Gmbh(Geh mal Bier holen) um anschließend, weil die GmbH keine 2stellige Zahl Gewinn schreibt, an eine ganz große Baubude verkauft zu werden. (Desterwegen hab ich mal was von Facility Management geschrieben).Herrn P***** sei dank.
Wo soll das noch hinführen???
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Alt 11.04.2008, 09:27   # 19
Katrin-R
 
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Hallo Sara,

es ging mir doch bei Benq-Siemens nicht um Restposten oder den "Luxus" von Nokia.

Das Thema; "Du armes Deutschland" assoziiere ich nicht nur mit Armut sondern auch mit Zufriedenheit, Lebensqualität, seinem eigenen Lebensgefühl. Assoziiere ich mit Glück oder Unglück, mit Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit. Zumindest habe ich es so von Geldmann verstanden.

Ein arbeitsloser Mensch schimpft auf die wenigen Leistungen des Staates, ein gesunder Mensch schimpft auf die Gesundheitsreform, ein Arbeitnehmer schimpft auf sein Gehalt (weil es mehr sein könnte), ein etwas betuchter Mensch schimpft auf die Abgeltungssteuer, ein reicher Mensch schimpft auf die Zinssteuer (immerhin 42%). Da würde jeder sein Geld ins Ausland bringen usw.

Ein kleines Beispiel.

Jeder Arbeitnehmer zahlt "Rentenversicherungsbeiträge". Natürlich gibt es den Generationsvertrag und dieser muss schon gesichert sein. Das sehe ich ein. Aber: Wenn ich einmal in Rente (immerhin darf ich bereits bis 67 >noch< Jahre arbeiten) gehen darf ist dieser Generationsvertrag nicht mehr gültig oder existent, zumindest nicht in dem Umfang wie es heute ist. Also, müsste sich der Staat eigentlich was einfallen lassen aber er hat diese Verantwortung auf das "Volk" abgewälzt.

Bist Du damit zufrieden? Jahrelang zu arbeiten, wenn man denn Arbeit hat, und nicht zu wissen, wie man in der "Rente" lebt? Soll ich mir jetzt schon den Strick basteln? So wird es jeden Menschen ergehen, nicht nur mir.

Ausbildungsplätze: Wo sind sie? Warum "gammeln" bereits schon Jugendliche, die jung, dynamisch, flexibel sein sollten, auf der Straße rum? Welche Perspektiven haben sie? Es kann keine Lösung sein, sie nur im Ausland zu wissen denn dann "veraltet" Deutschland und dann würde es mit den Renten noch "düster" aussehen. Aber auch steuerlich würde sich etwas ändern, natürlich zum negativen, und bei der Gesundheitspolitik sowieso.

Es ist ein ewiger Kreislauf. Keine Arbeit heißt Mehrausgaben für den Staat, weniger Einnahmen in die Rentenkasse und den Krankenkassen. Ergo: Es müssen neue Steuern erfunden werden, damit die Staatskasse sich wieder füllt oder/und Steuern werden erhöht und der Arbeitnehmer erhält immer weniger Netto. Mit den Lebenshaltungskosten will ich erst gar nicht anfangen.

Nun kommt Nokia! In den Medien wird die Firma durch den Kakao gezogen. Wieso? Damit wir, das Volk, der Firma die Schuld geben, dass es wieder mehr Arbeitslose gibt, obwohl sich doch die Firma diesen "Luxus" leisten könnte!!! Das ist nur ein Beispiel aber es würde genügend andere Großfirmen geben, wo wir keine Produkte mehr kaufen dürften weil sie "Dreck am stecken" haben. Es ist gewollt vom Staat, dass wir uns darüber aufregen, das wir den Firmen die Schuld an der ganzen Misere geben, damit wir ihre Unzulänglichkeiten nicht erkennen (wollen?). Deshalb meinte ich, dass ein Arbeitnehmer Luxus für den Arbeitgeber sei!

Und da führe ich nur einen winzigen Bruchteil auf, wobei der Staat noch viel mehr berücksichtigen muss außer das, was ich eben schrieb.

Um sich also wirklich ein Urteil darüber bilden zu können, müsste ich viel mehr wissen, als das was ich jetzt weiß. Dieses Wissen können aber nur Insider haben, was ich nicht bin.

Darf ich mir also ein (Ver)Urteil(ung) über unsere Politik erlauben?

Einen schönen Tag wünsche ich Dir .
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Alt 11.04.2008, 09:39   # 20
Katrin-R
 
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Zitat von sn00py603 Beitrag anzeigen
Naja, wenn ich das mal betrachte, was da bei einem der größten Elektrokonzerne weltweit in denletzten 20 Jahren so abgelaufen ist, ist es für mich nur noch eine Frage der Zeit, wann der ganze Laden hier zusammenbricht.
Siemens wurde ja schon genannt, da hab ich auch mal gearbeitet, ja sogar meinen Beruf gelernt. Dann wirstdu ausgegliedert in eine Gmbh(Geh mal Bier holen) um anschließend, weil die GmbH keine 2stellige Zahl Gewinn schreibt, an eine ganz große Baubude verkauft zu werden. (Desterwegen hab ich mal was von Facility Management geschrieben).Herrn P***** sei dank.
Wo soll das noch hinführen???

Outsourcing wird betrieben, um Kosten zu sparen/senken und im sehr großen Maße genutzt, um Arbeitnehmer "los zu werden". Es gibt Firmen, die gründen eine Zweitfirma, stellen Änderungsverträge mit ihren (unbeliebten) Arbeitnehmern aus und lassen am Ende die neugegründete Firma den Bach runterlaufen. Das ist natürlich Mist aber selbst da könnte der Staat etwas tun. Wenn die Gesetze aber so was zulassen, warum sollte dann eine Firma das nicht tun?
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Alt 26.05.2012, 10:54 # --
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