Benzinpreisentwicklung

Alt 29.12.2007, 21:23   # 1
sarazena
Plaudertasche
 
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1. Die OPEC-Länder steigern ihre Produktion:
- der Benzinpreis steigt.
Dies ist auf grundlegende ökonomische Gesetze unserer Marktwirtschaft zurückzuführen: Die gestiegene Nachfrage nach Tankerkapazität verteuert die Frachtraten überproportional.

2. Die OPEC-Länder drosseln ihre Produktion:
- der Benzinpreis steigt.
Das ist ökonomisch bedingt: Das Angebot sinkt bei gleichbleibender Nachfrage, damit wird die Ware teurer.

3. Im Nahen Osten herrscht vorrübergehend Waffenruhe:
- der Benzinpreis steigt.
Die Ruhe ist trügerisch, die Lager werden vorsorglich aufgefüllt. Die zusätzliche Nachfrage erhöht den Marktpreis.

4. Im Nahen Osten wird gekämpft:
- der Benzinpreis steigt.
Hamsterkäufe erhöhen die Nachfrage und damit den Marktpreis.

5. Die Verbraucher sparen:
- der Benzinpreis steigt.
Der Minderverbrauch sorgt dafür, dass die Raffinerien weit unterhalb ihrer Kapazität produzieren müssen. Dies erhöht den Einheitspreis (Kosten pro Liter), den in einer Marktwirtschaft die Konsumenten zu tragen haben.

6. Die Verbraucher sparen nicht:
- der Benzinpreis steigt.
Die Ölgesellschaften erfüllen eine lebenswichtige Funktion in der Martkwirtschaft: Durch Preiserhöhungen wirken sie einer noch größeren Abhängigkeit vom Erdöl entgegen.

7. Die Verbraucher weichen auf Substitute aus:
- der Benzinpreis steigt.
Die Verbundproduktion der verschiedenen Erdöl-Derivate kommt durcheinander. Das erhöht die Kosten pro Liter.

8. Der Rhein führt Hochwasser:
- der Benzinpreis steigt.
Die Versorgungslage wird prekär. Vorsorgebestellungen erhöhen die Nachfrage und damit logischerweise den Marktpreis.

9. Der Rhein führt Niedrigwasser:
- der Benzinpreis steigt.
Die Schiffe können nur zu einem Drittel ihrer Kapazität beladen werden. Die dadurch erhöhte Fracht pro Tonne Ladegut verteuert die Ware.

10. Der Rhein führt Normalwasser:
- der Benzinpreis steigt.
Kaum 25% des eingeführten Benzins erreichen die Schweiz auf dem Wasserweg. Für die Kalkulation spielt daher die Situation auf dem Rhein eine geringe Rolle.

11. Der Dollarkurs steigt:
- der Benzinpreis steigt.
Alle Erdöl-Kontakte werden in Dollar abgerechnet. Die Konsequenzen für den Preis in Schweizer Franken liegen auf der Hand. In einer freien Marktwirtschaft wirken sich alle Änderungen sehr schnell aus.

12. Der Dollarkurs sinkt:
- der Benzinpreis steigt.
Längst nicht alle Abschlüsse auf dem für die Schweiz maßgebenden Spotmarkt in Rotterdam werden in Dollar abgewickelt. Im übrigen dauert es immer eine gewisse Zeit, bis sich Änderungen beim Verbraucher auswirken.

13. Die Lager sind randvoll:
- der Benzinpreis steigt.
Große Lagerbestände drücken auf die Gewinnmarge. Die Filialen der großen Erdölkonzerne leisten freiwillig einen unschätzbaren Beitrag zur Landesversorgung in Notzeiten. In einer freien Marktwirtschaft ist es nur natürlich, dass sich die Konsumenten an den hohen Kosten dafür beteiligen.

14. Die Lager sind leer:
- der Benzinpreis steigt.
Die hohen Lagerverluste wurden bisher stets von den Erdölgesellschaften zu Lasten ihrer Erfolgsrechnung getragen. Das ist nicht mehr länger möglich.

15. Der durchschnittliche Reingewinn der großen Erdölkonzerne ist gegenüber dem Vorjahr um 380% gestiegen:
- der Benzinpreis steigt.
Die Zahlen ergeben ein unvollständiges Bild. Im Benzingeschäft allein sieht die Lage schlecht aus. Vereinzelt entstanden sogar Verluste, die von den anderen Abteilungen getragen werden mussten.

16. Der durchschnittliche Reingewinn der großen Erdölkonzerne ist gegenüber dem Vorjahr kaum gestiegen:
- der Benzinpreis steigt.
In einer freien Marktwirtschaft kann ein Produzent nur mit einer angemessenen Umsatz-Marge existieren.

17. Ein OPEC-Mitglied stoppt infolge innerer Unruhen sämtliche Exporte:
- der Benzinpreis steigt.
Das Angebot auf dem Weltmarkt hat sich verringert. Die Preise reagieren entsprechend.

18. Ein OPEC-Mitglied nimmt seine Ausfuhren wieder auf:
- der Benzinpreis steigt.
Die seither eingetretene Inflation wurde entgegen den Gesetzen einer freien Marktwirtschaft von den Konzernen aufgefangen. Das kann nicht ewig so weitergehen.

19. Neue Erdölvorkommen werden entdeckt:
- der Benzinpreis steigt.
Es gibt viel zu tun, packen wir’s an. Um die Versorgung in der Zukunft zu sichern, müssen heute gewaltige Investitionen getätigt werden. Die Prokuktionskosten werden ständig höher.

20. Bisherige ergiebige Ölfelder erschöpfen sich:
- der Benzinpreis steigt.
Es wird immer schwieriger und teurer, der unverminderten Welt-Nachfrage nach Öl gerecht zu werden.

21. Zwei Erdölkonzerne fusionieren:
- der Benzinpreis steigt.
Der Zusammenschluss ist ein Signal dafür, dass bei den gegenwärtigen Preisen das Überleben einzelner Gesellschaften nicht mehr gewährleistet ist.

22. Zwei Erdölkonzerne fusionieren nicht:
- der Benzinpreis steigt.
Der von den staatlichen Aufsichtsstellen abgelehnte Zusammenschluss verhindert beträchtliche Rationalisierungs-Vorteile. Die Konsequenzen hat der Konsument zu tragen.


Quelle: Hayabusa.de - Das unabhängige Diskussionsforum für SUZUKI GSX-R 1300 Hayabusa Motorradfahrer
__________________
.
Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen,
werdet ihr sie brauchen um zu weinen!

2304 angela danke.......3maus1
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Alt 29.12.2007, 23:27   # 2
immorb
Gastposter
 
Zitat:
Zitat von sarazena
Benzinpreisentwicklung
Frage an Radio Eriwan:
Warum ist Benzin überhaupt so teuer,wo es doch ein Abfallprodukt der Petro-Chemie ist?
Antwort:
Kennen sie nicht den Spruch aus Sch*** Geld machen?
Ausserdem,alles was man dringend braucht kostet viel Geld.

M.f.G.
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Alt 05.01.2008, 19:11   # 3
andrealr
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Zitat:
...
# Die Kursnotierungen werden stark durch spekulative Optionskäufe bestimmt.
...
Quelle: Tecson-Digital

Siehe auch: Rohölpreise auf dem Weltmarkt - Preisgrafik / (c) Tecson
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Alt 07.01.2008, 02:04   # 4
Erfinderpferd
 
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Die Eierpreise sind bei LIDL und ALDI in einer Woche von -.99 auf 1.29 angestiegen.
Welche Behörden prüft hier auf illegale Preisabsprachen :n00b: oder marktbeherrschende Stellung?

*zum Glück muß niemand mit Eiern autofahren* :color:
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Alt 07.01.2008, 14:10   # 5
Anoly
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Tanktourismus ist ein großes Problem in der Grenzregion. Nicht wenige Autos, die die deutsch-polnische Grenze überqueren, haben deutsche Kennzeichen. Der Grund - viele Deutsche fahren nach Polen, um dort zu tanken, Zigaretten und Lebensmittel zu kaufen. Ein Liter Benzin kostet in Polen etwa 20 Cent weniger als in Deutschland. Ein Preisvorteil, den sich viele Autofahrer nicht entgehen lassen. Und genau dieser Preisunterschied ist unser Problem. Tanktourismus führt zu Steuerverlusten. Es sind nicht nur die Brandenburger, die unter diesem Tanktourismus leiden. Deshalb fordert die IHK Frankfurt (Oder) die Absenkung der Mineralölsteuer.

Gibt es in Euren Grenzregionen auch solche großen Probleme wie bei uns?
__________________
Humor ist das Salz der Erde, und wer gut durchgesalzen ist, bleibt länger frisch.
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Alt 07.01.2008, 18:30   # 6
immorb
Gastposter
 
Zitat:
Zitat von Anoly
Gibt es in Euren Grenzregionen auch solche großen Probleme wie bei uns?
An der "Westgrenze" ist es umgekehrt,Niederländer tanken in Deutschland.
Zitat:
="Anoly"Und genau dieser Preisunterschied ist unser Problem. Tanktourismus führt zu Steuerverlusten.
Nicht unbedingt.
Einiges holt der Zoll sich durch Strafzölle zurück.
Erlaubt ist 1 Reservekanister mit max 20Liter.
Vier Kanister mit jeweils fünf Litern sind also drei Kanister zu viel!
Zudem "könnte" man ernsthafte Probleme bekommen weil man ohne Genehmigung
Gefahrgut transportiert und eventuell lagert.

§ 23 GarVO Feuergefährliche Stoffe und Rauchverbot.
(1) Kraftstoffe und Kraftstoffbehälter dürfen in Garagen nicht aufbewahrt werden; der Tankinhalt abgestellter Kraftfahrzeuge und die in ihnen mitgeführten Reservekanister bleiben hierbei unberücksichtigt.

Ein Tanktourist der den Kofferraum voller Kanister hat,kommt in Erklärungsnot.
Er wird bei einer Kontrolle erklären müssen, wo er den Sprit lagern will.
Kann er es nicht droht ein saftiges Bussgeld.

Zitat:
Zitat von Erfinderpferd
Die Eierpreise sind bei LIDL und ALDI in einer Woche von -.99 auf 1.29 angestiegen.
Die Höhner freuen sich,endlich lohnt es sich das die sich für uns den Ar**h aufreissen.

M.f.G.
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Alt 08.01.2008, 01:10   # 7
andrealr
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Zitat:
Zitat von Anoly Beitrag anzeigen
Gibt es in Euren Grenzregionen auch solche großen Probleme wie bei uns?
Klar, Rheinland-Pfalz, da bietet sich Luxemburg an:
Zitat:
Zitat von Wikipedia
Seit Mitte der 1970er Jahre blüht der Tanktourismus auch zwischen Deutschland und Luxemburg. Außer Kraftstoff kaufen Deutsche wegen der Steuervorteile dort auch gerne Kaffee, Sekt und Zigaretten ein. Besonders profitiert davon die nahe bei der deutschen Stadt Trier gelegene luxemburgische Grenzgemeinde Mertert, wo zwischen den Ortsteilen Mertert und Wasserbillig (von den Einheimischen daher "Dieselbillig" genannt) mehr als ein Dutzend Tankstellen an einer Straße liegen. Auch die ehemaligen Zollgebäude am Grenzübergang auf der Autobahn Trier-Luxemburg wurden nach dem Fall der Zollgrenzen durch das Schengener Abkommen zu einer Großtankstelle umgebaut. Durch den Weiterbau der A8 bis nach Luxemburg-Stadt steigerte sich der Tanktourismus vor allem in den ans Saarland grenzenden Orten Schengen und Remich.

Durch den Tanktourismus nimmt Luxemburg jährlich etwa 600 Millionen Euro ein.[3]

Der Tanktourismus (inbegriffen die Treibstoffeinkäufe des Transitverkehrs) macht 75% der Luxemburg zugeordneten Treibhausgasemissionen aus dem Verkauf von Treibstoff gemäß dem Kyoto-Protokoll aus. Dies sind 40% der Gesamt-Emissionsbilanz des Landes.
Das deutsche Kfz-Gewerbe hat es im Osten ganz schön schwer: Autoreparatur im Ausland Preistief im Osten | Geldsparen.de Hatten wir auch schon, die Kunden haben gleich den Urlaub in Polen gemacht.
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Alt 26.01.2008, 20:59   # 8
Tommy70
 
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Hallo
Mein OPA sagte mal vor vielen jahren "Wenn das Benzin mal teurer als Bier wird geht es mit der Wirtschaft Berg ab." viele haben damals darüber gelacht und Heute ist Denen das Lachen vergangen.

Gruß Tommy
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Alt 26.01.2008, 21:53   # 9
perdita
Hat immer ein offenes Ohr
 
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Registriert seit: 07.01.2008
Ort: laut verschwörungstheorien nicht existent! ;)
Beiträge: 4.981
verdammt, ich muß nächste woche wieder tanken! mir is ja sowas von egal, warum das benteng so teuer ist ( die nehmen eh jede gelegenheit wahr und keine ausrede ist zu schlecht) bei mir zählt nur eines: das portemonnaie, dass jetzt schon leer ist!
__________________
965 augen 9 von 10 stimmen in meinem kopf sagen, ich bin irre, eine summt!2237 fliege
das ist perdita!
proggi: verkleinern von bildern anleitungen: alben und bilder bilder hochladen statt direktverlinken
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Alt 28.01.2008, 13:35   # 10
kurtgerold
 
Registriert seit: 06.01.2007
Beiträge: 45
Benzinpreis quo vadis?

ich tanke "immer nur für 20 Euro";
somit bleibt dieser Preis gleich;
zum Zigarettenholen um die Ecke sollte das reichen.

Gruß Kurtgerold
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Alt 28.01.2008, 22:39   # 11
sarazena
Plaudertasche
Threadstarter
 
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Ort: zwischen den Donks
Beiträge: 8.748
Ist schon geil - (diese Berechnung habe ich heute per Mail erhalten)

Zitat:
Ein "durchschnittlicher" AN arbeitet für ~ 30.000 EUR (Jahresbrutto) ~ 220 Tage (ohne Krankenstand) zu ~ 40 Stunden (gehen wir davon aus, dass die 37,5 h nur auf dem Papier stehen).

Damit komme ich auf 17 EUR je Stunde.



Davon bekommt er durchschnittlich 20 Prozent Sozialversicherung und 20 Prozent Steuern abgezogen.

Es bleiben je Arbeitstunde somit noch 60 Prozent der 17 EUR oder eben 10,20 EUR übrig.



An der Tankstelle bekommt er dafür 7,3 Liter Super (aktuell bei 1,40 je Liter) oder 8,5 Liter Diesel (aktuell bei 1,20 je Liter.)



Von den 1,40 EUR gehen 90 Cent an Vater Staat, die restlichen 50 Cent gehen in die Privatwirtschaft.

Beim Dieselfahrer gehen von den 1,20 EUR "nur" 67 Cent an Vater Staat, die restlichen 53 Cent bleiben in der Privatwirtschaft.



Der Arbeitgeber hat also 20,40 EUR (17 EUR je Stunde plus 20 Prozent Sozialversicherung bezahlt),

damit der AN an der Tanke noch Ware im Wert

von 3,65 EUR (Super)

bzw. 4,50 EUR (Diesel)

bekommt.
Da schimpfe noch einmal einer auf die bösen Ölmultis
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