Im Trinkgelage kommt es bei höheren Promillewerten mitunter zu Momenten, da traut man seinen eigenen Augen nicht mehr. Aus dem Wirt am Zapfhahn sind plötzlich zwei geworden, neben die Blondine am Tresenende hat sich eine nicht minder hübsche Zwilligsschwester gestellt.
Auch im nüchternen Zustand liefern die beiden Augen gewissermaßen ein Doppelbild. Das Gehirn verarbeitet diese Eindrücke aber so, dass sie sich zu einem Bild überlagern. Erst der Alkohol bremst die Erregungsübertragung zwischen den Hirnzellen so weit ab, dass die Koordination durcheinander gerät. Nach einem Alkoholrausch normalisiert sich die Sehwahrnehmung wieder. Das Gehirn trägt allerdings bleibende Schäden davon: "Bei jedem Rausch sterben mehrere tausend Gehirnzellen ab".
Vor einigen Jahren ging man noch davon aus, dass sich Gehirnzellen nicht wieder erholen können. Mittlerweile gibt es aber selbst für notorische Trinker Hoffnung. Wenn man über längere Zeit abstinent bleibt, regeneriert sich das Gehirn bis zu einem gewissen Grad wieder - na dann Prosit!!!