Transrapdiunglück in lathen(emsland)

Alt 23.09.2006, 12:51   # 1
Jigsaw
 
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Am 22 september ca gegen 10 uhr ist wie ihr alle denke ich wisst im emsländischen lahten das schwere tarnsrapidunglück mit über 20 toten gescgehen.
da ich nur ca 20 km davon entfernt wohne, möchte ich hier allen nutzern die möglichkeit geben über dieses schreckliche unglück zu schreiben.
in tiefer trauer
jigsaw
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Alt 23.09.2006, 14:25   # 2
Strubbelino
 
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Zitat:
Zitat von Jigsaw
Am 22 september ca gegen 10 uhr ist wie ihr alle denke ich wisst im emsländischen lahten das schwere tarnsrapidunglück mit über 20 toten gescgehen.
da ich nur ca 20 km davon entfernt wohne, möchte ich hier allen nutzern die möglichkeit geben über dieses schreckliche unglück zu schreiben.
in tiefer trauer
jigsaw
Ein tragisches Unglück, das nicht so einfach hinzunehmen ist, es gilt die Hinterbliebenen zu trösten und ihnen zu helfen. Die Schuldigen müssen ermittelt und hart bestraft werden, denn so etwas darf einfach nicht passieren.
Den Betroffenen gilt meine aufrichtige Anteilnahme
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Alt 23.09.2006, 18:29   # 3
Jigsaw
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ja aber die schuldigen zu hart zu bestrafen find ich auch nicht richtig, es war halt ein fehler der nicht passieren DARF, aber jeden passieren kann. und ich denke die menschen sind mit der gewissheit daran schuld zu haben schwer genug bestraft.
ein ganz großes lob gillt meiner meinung den vielen helfern, die schnel und zahlreich am unfallort waren und dabei alles gegeben haben, um noch überlebende zu bergen.
EIN GANZ GROSSES DANKESCHÖN AN ALLE HELFERN!!!
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Alt 23.09.2006, 18:49   # 4
immorb
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Zitat:
Zitat von Jigsaw
Am 22 september ca gegen 10 uhr ist wie ihr alle denke ich wisst im emsländischen lahten das schwere tarnsrapidunglück mit über 20 toten gescgehen.
Was ist daran so besonders?
Warum deine "tiefe Trauer" nur um diese Opfer?
Gestern ist noch ein Unglück passiert,ach,es waren ja nur 5 Tote.
>> Unglück
Irgendwo auf der Welt werden Kinder von vergessenen Minen zerfetzt.
Müssen Kinder sterben weil sie nicht genug zu Essen haben.
Sorry,um diese kümmern wir uns später,in der Weihnachtszeit,die Zeit des schlechten Gewissen.

Natürlich ist jeder,der bei einem Unglück ums Leben kommt,einer zuviel.
Aber soll ich um jeden trauern?oder nur ab einer bestimmten Anzahl?

M.f.G.
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Alt 23.09.2006, 20:25   # 5
--Spatzenei--
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Zitat:
Zitat von immorb
Irgendwo auf der Welt werden Kinder von vergessenen Minen zerfetzt.
Müssen Kinder sterben weil sie nicht genug zu Essen haben.
Sorry,um diese kümmern wir uns später,in der Weihnachtszeit,die Zeit des schlechten Gewissen.
Da muss ich dir voll und ganz recht geben.
In Afrika sterben täglich 10.000 Menschen an den schlimmsten Dingen und wir blödes deutsches Pack jammern, weil mal 20 Leutchens draufgehen.
Da sieht man doch mal wieder, wie verkommen die Gesellschaft in den Industriestaaten eigentlich ist.

Also ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn sich die Mehrheit der Deutschen einen feuchten Dreck um die Negerlein kümmert, weigere ich mich, auch nur ansatzweise Trauer für die Unfallopfer vom Emsland zu empfinden.
Von mir aus könnt ihr Schweigeminuten einlegen, bis ihr schwarz werdet. Ich mache da nicht mit.

Das mag hart klingen, aber denkt einfach mal drüber nach.


In Trauer um tausende afrikanische Kinder, die täglich sterben, (denen aber von Ländern wie dem unseren geholfen werden könnte)

das Spatzenei


edit: Ich habe mich hier noch milde ausgedrückt. Meine wahren Ansichten zu diesem Thema sind jedoch wohl den wenigsten zumutbar. Und ich möchte weder einige Leute verletzen, noch möchte ich alle Welt gegen mich aufhetzen. Denn das würde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit tun, würde ich meine wahren Ansichten hier "unzensiert" darlegen.
Daher nur die jugendfreie Version.
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Alt 23.09.2006, 22:05   # 6
King W.
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Volltreffer!

Trotzdem, meine ich, kann man auch für die Opfer des Transrapid-Unglücks Mitgefühl empfinden. Sie wurden ohne eigenes Verschulden mitten aus dem Leben gerissen - und lassen ihre Familie und Freunde zurück.

Stelle dir nur mal einen Augenblick lang vor, dein Vater hätte in dem Ding gesessen und wäre unter den Opfern. Ich glaube, ich muß dazu nichts mehr sagen.

Vor ein paar Jahren ist hier in Wuppertal ein ähnliches Unglück passiert, ein Wagen der Schwebebahn fuhr gegen ein vergessenes Gerüstteil auf den Schienen und entgleiste. Der ganze Zug stürzte ab und fiel in die Wupper. Der Fahrer war sofort tot. Auch er hatte eine Frau und zwei minderjährige Kinder. Die sind jetzt Waisen, wegen eines schlampigen Arbeiters.

Ich bin der Meinung, man kann nicht die Toten in Afrika (und nicht nur dort) gegen die Toten dieses Unglücks aufrechnen. Jeder getötete Mensch ist genau einer zuviel.

Mein Mitgefühl gilt jedenfalls sowohl den Kindern in Afrika, wie auch den Unglücksopfern. Man sollte aber mal die Konstrukteure von dem Ding fragen, warum sie keine technische Möglichkeit vorgesehen haben, dafür zu sorgen, daß der Zug nur fahren kann, wenn die Strecke frei ist. Solch ein Werkstattwagen ist doch wohl groß genug, daß er durch technische Maßnahmen erkannt werden kann. Und wenn nicht, sollte man die Technik einstampfen und die unfähigen Konstrukteure zum Arbeitsamt schicken.

Das ist meine Meinung dazu.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


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Alt 24.09.2006, 00:31   # 7
JaRaDa
 
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"The Death Of One Is A Tragedy,
The Death Of One Is A Tragedy,
The Death Of One Is A Tragedy,
The Death Of A Million Is Just A Statistik!"

Marilyn Manson, The Fight Song


Das ist meine Meinung dazu. Das Elend von 10000 Toten kann man sich eben nicht so leicht vor augen führen, wie das von 5... Gruss, JaRaDa
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Alt 24.09.2006, 08:18   # 8
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Zitat:
Zitat von JaRaDa
"The Death Of One Is A Tragedy,
The Death Of One Is A Tragedy,
The Death Of One Is A Tragedy,
The Death Of A Million Is Just A Statistik!"
Und genau da liegt das Problem. Nur weil die 5 Leute im Zug Deutsche waren, machen wir so einen Wirbel um die ganze Sache. Wäre das ganze in einem anderen Land passiert, würde es wohl kaum einen Deutschen interessieren. (Unterstelle ich unserer Bevölkerung jedenfalls.)

Warum kümmern wir uns nur um uns selbst? Warum ist uns alles, was außerhalb von Deutschland passiert, scheiß-egal? Nur weil die Leute mit der dunklen Hautfarbe ein bisschen weiter weg wohnen, heißt das doch noch lange nicht, dass wir uns nicht auch um die kümmern sollten.
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Alt 24.09.2006, 11:07   # 9
Dreschflegel
 
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Zitat:
Zitat von JaRaDa
"The Death Of One Is A Tragedy,
The Death Of One Is A Tragedy,
The Death Of One Is A Tragedy,
The Death Of A Million Is Just A Statistik!"

Marilyn Manson, The Fight Song
Ich will ja Marilyn Manson nicht die Butter vom Brot nehmen, aber dieses Zitat stammt von Josef Stalin. Immerhin musste der wissen, wovon er spricht...
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Alt 24.09.2006, 12:20   # 10
King W.
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Zitat:
Zitat von --Spatzenei--
Und genau da liegt das Problem. Nur weil die 5 Leute im Zug Deutsche waren, machen wir so einen Wirbel um die ganze Sache. Wäre das ganze in einem anderen Land passiert, würde es wohl kaum einen Deutschen interessieren. (Unterstelle ich unserer Bevölkerung jedenfalls.)
Du hast aber ein kurzes Gedächtnis.
Mit Afrika hast du zwar (zumindest teilweise) Recht, aber hast du den 11. September 2001 vergessen? An dem Tag starben etwa 3000 Menschen einen gewaltsamen Tod. Nicht in Deutschland zwar, doch die Anteilnahme war hier nicht gerade gering.
Oder der Tsunami zur Weihnachtszeit. OK, es waren ein paar deutsche Urlauber dabei (nenne mir mal einen Winkel der Erde, wo die nicht sind), aber ich denke mal, die Anteilnahme und Hilfsbereitschaft wäre nicht geringer gewesen, wenn kein Deutscher umgekommen wäre.
Ich frage mich wirklich, welche Gefühlskälte du uns unterstellst. Es ist auch ein Unterschied in dem, was die Bevölkerung (zu der du auch gehörst) denkt und was die offizielle Lesart der herrschenden Clique ist. Dazwischen liegen Welten.
Afrika ist aber ein schlechtes Beispiel:
Die Nachrichten von dort sind doch immer gleich: Korrupte Despoten, die ihr Volk unterdrücken und sich selbst bereichern, alle möglichen Krankheiten, die zu bekämpfen niemand ein ernsthaftes Interesse hat, Hunger und Wassermangel. Und gleichzeitig lassen wir es uns gutgehen, kaufen teure Klamotten, fahren nach Malle, Kreta, USA, Kanada und sogar in die Antarktis in Urlaub und lassen es uns gutgehen.
Mitleid ist die eine Sache, daran mangelt es nicht. Aber Ärmel aufkrempeln und was tun, die andere. Und da müßten viele von uns einfach mal in den Spiegel sehen.
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Alt 24.09.2006, 12:47   # 11
--Spatzenei--
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Zitat:
Zitat von King W.
[...]11. September 2001 [...] Tsunami [...]
Ja, aber da haben wir doch nur geholfen bzw. uns betroffen gezeigt, weil wir es mussten. Andererseits wären die Deutschen doch mal wieder die größten Arschlöcher der Geschichte. Aber ich unterstelle auch hier wieder, dass viele, die sich zwar betroffen gezeigt haben, es tatsächlich gar nicht waren, sondern nur so getan haben, weil es die anderen quasi vorschreiben.

Und ein bisschen Gerümpel in eine Kiste werfen, "Hilfsgüter" draufkritzeln und das ganze nach Asien schicken, ist ja wohl auch kein Kunststück.

Zitat:
Zitat von King W.
Ich frage mich wirklich, welche Gefühlskälte du uns unterstellst.
Na ja, möglicherweise hängt es damit zusammen, dass ich unser Land an sich schon nicht mag. Auf das "warum" und "wieso" will ich hier nicht weiter eingehen.

Zitat:
Zitat von King W.
Afrika ist aber ein schlechtes Beispiel
Wobei man bei Afrika natürlich dazu sagen muss, dass wir nicht die einzige Nation sind, die diesem Land nicht hilft. Am schlimmsten sind die Amis. Den quillt ihr Geld aus jeder Körperöffnung und wofür geben sie es aus? Für Kampfjets und Panzer für den Krieg im nahen Osten. Toll.

Zitat:
Zitat von King W.
Korrupte Despoten, die ihr Volk unterdrücken und sich selbst bereichern,
Das ist meines Erachtens nach übrigens eine faule Ausrede der Industrieländer, um kein Geld dorthin zu senden.
"Das reißen sich die korrupten Politiker ja sofort unter den Nagel."
Ja, aber auch gegen Korruption lässt sich etwas unternehmen.

Zitat:
Zitat von King W.
Und gleichzeitig lassen wir es uns gutgehen, kaufen teure Klamotten, fahren nach Malle, Kreta, USA, Kanada und sogar in die Antarktis[...]
*räusper*

Zitat:
Zitat von King W.
Mitleid ist die eine Sache, daran mangelt es nicht. Aber Ärmel aufkrempeln und was tun, die andere.
Doch ich denke schon, dass es an Mitleid mangelt. Ich möchte wetten, dass es einem Drittel der Deutschen scheiß-egal ist, wie es Bimbo und Konsorten im afrikanischen Busch geht und an welcher verhinderbaren Seuche ganze Stämme sterben.

Und warum setzt sich unsere unfähige Regierung nicht für internationale Hilfsprogramme ein?! Ehe die Jungs von oben und das Merkeltier sämtliche Gelder für Seidenklopapier ausgeben, nur damit der Morgenschiss wieder richtig Spaß macht, wäre es doch wohl angebrachter, mal ein bisschen Geld in die Förderung der Entwicklungsländer zu stecken.

Glaub mir: Wenn ich etwas ändern könnte, so würde ich es tun.
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Alt 24.09.2006, 18:16   # 12
Jigsaw
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ich weiß nicht wie man so eine denkensart haben kann, spatzenei!
also ich hab am 1.. sep. und bei der tsunami-katastrophe nicht nur anteilanhe genommen, weil ich es MUSSTE, sondern weil ich es schlimm fande, dass so viele leute sterben mussten. und ob die leute deutsch waren doder nicht, war mir relativ egal!! ich versteh nicht, wie mann so kaltherzig sein kann! wenn du an den unglück beteilig wärst würdest du mit sicherheit ganz andres darüber nachdenken!!
und ich denke auch nicht dass es den meisten deutschen egal ist, wie es den menschen in afrika geht! wenn mann die möglichkeit hätte dass zu beenen, würde jeder deutsche dabei helfen, auch wenn es noch so wenig wäre!
denk mal über diese worte nach!
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Alt 24.09.2006, 18:30   # 13
King W.
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Zitat:
Zitat von --Spatzenei--
Ja, aber da haben wir doch nur geholfen bzw. uns betroffen gezeigt, weil wir es mussten.
Wieso mußten? Ich kann mich an eine Lichterkette erinnern, die hier im Ruhrgebiet ganz spontan und ohne daß das jemand organisiert hätte nach dem 11. September gebildet worden ist. Sie reichte von Essen bis Dortmund. Alles Heuchler deiner Meinung nach? Ich weiß nicht, wie das kommt, und welche schlimmen Erfahrungen du mit Menschen gemacht hast, daß du so denkst.

Übrigens: Ich stand auch in der Lichterkette, fast die ganze Nacht vom 11. auf den 12. Und neben mir stand eine türkische Familie, alles gläubige Moslems.
Zitat:
weil es die anderen quasi vorschreiben.
Sorry, falsch. Den Schuh ziehe ich mir nicht an. Soviel Ar$ch in der Hose habe ich allemal, daß ich mir so etwas nicht vorschreiben lasse. Und ich werde einen Dreck tun und Betroffenheit simulieren, wenn ich sie nicht empfinde.
Zitat:
Und ein bisschen Gerümpel in eine Kiste werfen, "Hilfsgüter" draufkritzeln und das ganze nach Asien schicken, ist ja wohl auch kein Kunststück.
Zelte, Decken und Medikamente magst du als Gerümpel empfinden, stelle dir aber bitte mal vor, du hättest kein Dach mehr über dem Kopf, weil es von der Flut weggerissen wurde, und deine Umgebung wäre von Seuchen bedroht. Jede Wette, du würdest anders darüber denken.
Zitat:
Na ja, möglicherweise hängt es damit zusammen, dass ich unser Land an sich schon nicht mag. Auf das "warum" und "wieso" will ich hier nicht weiter eingehen.
Das ist dein gutes Recht, dieses Land nicht zu mögen. In vielen Dingen kann ich dich sogar verstehen. Im Prinzip hast du drei Möglichkeiten:
1) in eine Partei zu gehen, dich wählen zu lassen und versuchen, etwas zu ändern
2) auszuwandern (aber wohin, auch andere Länder haben Probleme)
3) dich mit den Verhältnissen zu arrangieren und das Beste draus zu machen.
Zitat:
Wobei man bei Afrika natürlich dazu sagen muss, dass wir nicht die einzige Nation sind, die diesem Land nicht hilft. Am schlimmsten sind die Amis. Den quillt ihr Geld aus jeder Körperöffnung und wofür geben sie es aus? Für Kampfjets und Panzer für den Krieg im nahen Osten. Toll.
Wirklich toll. Nur sollte man auch hier nicht verallgemeinern: Nicht allen Amis quillt das Geld aus den Körperöffnungen. Gehe zum Beispiel mal in gewisse Vororte von Chicago, wenn du dich traust, und du wirst deine Meinung sehr schnell revidieren. Übrigens: Die Amis gibt es genauso wenig, wie die Deutschen oder die Libanesen oder was weiß ich. Der Unterschied zwischen den Individuen ist größer, als der Unterschied über Ländergrenzen hinweg.
Meine Erfahrung ist es, daß ein anständiger "Ausländer", welcher Nationalität auch immer, mir dreimal lieber ist, als ein weniger anständiger Deutscher. Umgekehrt aber auch.
Zitat:
Ja, aber auch gegen Korruption lässt sich etwas unternehmen.
Ja, ist aber schwierig. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Die Frage ist, wie man die Krähen weg bekommt.
Zitat:
*räusper*
Nimm's nicht persönlich, ich wollte dir nicht auf den Schlips treten. Es fiel mir gerade so als Beispiel ein, für ein Land, das weit weg ist und doch eine Menge Feriengäste aus Deutschland hat.
Zitat:
Doch ich denke schon, dass es an Mitleid mangelt. Ich möchte wetten, dass es einem Drittel der Deutschen scheiß-egal ist, wie es Bimbo und Konsorten im afrikanischen Busch geht und an welcher verhinderbaren Seuche ganze Stämme sterben.
Das heißt im Umkehrschluß aber, daß es 2/3 der Bevölkerung nicht egal ist. Sehe ich im Prinzip genau so. Das ist aber nicht länderspezifisch nur in Deutschland so.
Zitat:
Und warum setzt sich unsere unfähige Regierung nicht für internationale Hilfsprogramme ein?! Ehe die Jungs von oben und das Merkeltier sämtliche Gelder für Seidenklopapier ausgeben, nur damit der Morgenschiss wieder richtig Spaß macht, wäre es doch wohl angebrachter, mal ein bisschen Geld in die Förderung der Entwicklungsländer zu stecken.
Stimmt schon. Wenn ich so sehe, wofür alles Geld ausgegeben wird, während die Steuern immer weiter erhöht und wichtige Sachen immer mehr vernachlässigt werden, kriege ich auch manchmal einen ausgeprägten Kotzreiz.
Du kannst sicher sein: Wenn ich jemanden wählen könnte, der die Probleme hier mal energisch anpackt - ich würde es tun. Das müßte aber im Sinne der Bevölkerung geschehen und nicht, indem man irgendwelchen Lobbyisten hinten reinkriecht. Aber was hier an "Reformen" passiert, verdient nicht einmal den Namen: die "Gesundheitsreform" leert die Arztpraxen (es gibt Leute, denen tun die 10 Euro Praxisgebühr richtig weh) und läßt die Pharmakonzerne unangetastet. Sonst ändert sich wenig.
Ach so, die GEZ. Auch so ein Beispiel. Guckst du Fernsehen oder hörst Radio über das Internet? Ich denke mal, nicht. Egal - zahlen ist angesagt. Und die Provider werden zu Petzliesen gemacht, wer denn eine DSL-Leitung hat. Wetten?
Zitat:
Glaub mir: Wenn ich etwas ändern könnte, so würde ich es tun.
Ich glaube es dir, unbesehen. Ich hoffe nur, daß du in einigen Jahren, wenn deine Generation "dran" ist, dir deine Ansicht nicht abkaufen läßt.
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Alt 24.09.2006, 18:49   # 14
--Spatzenei--
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Zitat:
Zitat von Jigsaw
ich weiß nicht wie man so eine denkensart haben kann, spatzenei!
Da kannst du dich schonmal dran gewöhnen. Meine Ansicht der Dinge ist öfter mal etwas abseits des Mainstreams.

Zitat:
Zitat von Jigsaw
also ich hab am 1.. sep. und bei der tsunami-katastrophe nicht nur anteilanhe genommen, weil ich es MUSSTE, sondern weil ich es schlimm fande, dass so viele leute sterben mussten. und ob die leute deutsch waren doder nicht, war mir relativ egal!!
Ohne Zweifel gibt es solche Leute. Und wenn du einer von denen bist, ist das sehr lobenswert. (Das meine ich ernst!)
Nur leider sind es meines Erachtens nach zu wenige, die so denken.

Ich möchte sogar behaupten, dass mancher Amerikaner sich an den Folgen des 11. September erfreut. Denn Bush hat einen Krieg begonnen - und genau das wollen die Jungs da drüben doch. Wenn die ihre Bumbum-Geräte nicht alle paar Jahre mal durchladen dürfen, kriegen die doch Depressionen!

Und so ein kaputtes WTC ist nun mal die ideale Gelegenheit für die Lower Class, auch mal was vor die Flinte zu bekommen. Die sind doch alle kriegs-geil!

Ergo: Die Amerikaner trauern zwar offiziell zu tiefst über den Verlust, reiben sich aber insgeheim die Hände, weil sie an die Front dürfen und ein paar unschuldigen Irakern das Lebenslicht ausblasen dürfen.

Nun aber zurück in unser geliebtes Germanien:
Den meisten Deutschen ist es nun einfach mal egal, was außerhalb der Landesgrenzen geschieht. Vielleicht wollen sie es auch gar nicht wissen und sind dann aber in höchstem Maße erstaunt, wenn in deutschen Landen mal 5 Leute draufgehen. Wenn jeder Afrikaner oder jeder Brasilianer gleich losjammern würde, weil 5 Menschen auf unglückliche Weise umgekommen sind, bräuchte da unten jeder mindestens 5 Psychiater.
Das hin und wieder 5 Menschen durch ein Unglück sterben ist ohne Zweifel keine schöne Sache, aber in den Entwicklungsländern steht es an der Tagesordnung, dass 10.000 Menschen sterben. Und die sterben an Dingen, die möchte sich ein Mitteleuropäer nicht vorstellen.

Zitat:
Zitat von Jigsaw
wenn du an den unglück beteilig wärst würdest du mit sicherheit ganz andres darüber nachdenken!!
Ich interpretiere mal, dass du meinst, dass ein Verwandter von mir in ein Unglück verwickelt sein könnte.
In einem solchen Falle würde ich trauern - keine Frage. Jedoch würde ich nur über den familiären Verlust trauern, über nichts anderes. Ich würde trauern, als ob ein Verwander auf natürlichem Wege eingegangen wäre. Ist ja im Grunde kein goßer Unterschied. Früher oder später ist bis jetzt jeder gestorben.

Für die Emsland-Opfer empfinde ich jedoch nach wie vor keine allzu große Trauer. Erstens trauern schon genug und zweitens macht auch eine weltweite Schweigestunde die Jungs nicht mehr lebendig.

Lasst es mich so formulieren: Es gibt schlimmere Probleme auf der Welt, als falsch-stehende Güterwaggons. Wenn alle wichtigen und grundlegenden Probleme gelöst sind, können wir auch nochmal über die Emsland-Opfer nachdenken und vielleicht auch den einen oder anderen Blumenstrauß niederlegen.
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Alt 24.09.2006, 19:17   # 15
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Zitat:
Zitat von King W.
Ich kann mich an eine Lichterkette erinnern, die hier im Ruhrgebiet ganz spontan und ohne daß das jemand organisiert hätte nach dem 11. September gebildet worden ist. Alles Heuchler deiner Meinung nach?
Wie ich eben schon an Jigsaw schrieb: Es gibt sie, die anständigen Leute, die es ernst meinen. Aber es gibt Menschen, die lesen die BILD-Zeitung und wollen immer voll im Mainstream sein, egal ob dafür nun eine Meinung nötig ist, die sie im Grunde nie annehmen würden.
Und wenn diesen Menschen keiner sagen würde, welche Meinung politisch korrekt ist, würde sich deutlich eine 2/3-Mehrheit herauskristalisieren, denen alles außerdeutsche hintenrum vorbeigeht.

Zitat:
Zitat von King W.
Übrigens: Ich stand auch in der Lichterkette, fast die ganze Nacht vom 11. auf den 12. Und neben mir stand eine türkische Familie, alles gläubige Moslems.
Dann muss ich auch dir meinen Respekt aussprechen. Und offensichtlich gibt es auch anständige Moslems, wenngleich mir noch nie einer persönlich über den Weg gelaufen ist.

Zitat:
Zitat von King W.
Zelte, Decken und Medikamente magst du als Gerümpel empfinden, stelle dir aber bitte mal vor, du hättest kein Dach mehr über dem Kopf, weil es von der Flut weggerissen wurde, und deine Umgebung wäre von Seuchen bedroht. Jede Wette, du würdest anders darüber denken.
Aber auch hier möchte ich wetten, dass unser Herr Finanzminister akribisch genau geprüft hat, dass wir die preiswertesten Zelte liefern, und nicht den Ferrari unter den Zelten.

Zitat:
Zitat von King W.
1) in eine Partei zu gehen, dich wählen zu lassen und versuchen, etwas zu ändern
Das hätte vermutlich keinen Zweck. Es gibt und wird immer genug Idioten in der Politik geben, die jeden anständigen Beschluss kippenn, alles Unanständige jedoch befürworten.

Zitat:
Zitat von King W.
2) auszuwandern (aber wohin, auch andere Länder haben Probleme)
Wäre eine Alternative. Mir schweben die Briten vor. Immerhin wohnen dort schon Verwandte von uns und ein guter Bekannter von mir (der, dem die Piper L4 gehört) ist gebürtiger Brite. Er ist mir durchaus sympathisch, wenngleich das natürlich nichts heißen muss.
Aber das gehört jetzt nicht hierher.

Zitat:
Zitat von King W.
3) dich mit den Verhältnissen zu arrangieren und das Beste draus zu machen.
Werde ich wohl zumindest die nächsten Jahre müssen.

Nur sollte man auch hier nicht verallgemeinern: Nicht allen Amis quillt das Geld aus den Körperöffnungen.[/QUOTE]

Ok, ich werde konkreter: Wenn ich vom "Ami" rede, meine ich den verfressen, hellhäutigen Fettsack, der in jeder Schublade zwei Pistolen hat, dazu Munition, mit der man eine ganze Armee erledigen könnte und ein Auto fährt, der bei uns als Schwerlasttransporter durchgeht.
Seine Hobbies sind das Essen vor dem Fernseher und das Stolzsein auf seine Söhne, die im nahen Osten auf Iraker schießen.

Zitat:
Zitat von King W.
Meine Erfahrung ist es, daß ein anständiger "Ausländer", welcher Nationalität auch immer, mir dreimal lieber ist, als ein weniger anständiger Deutscher. Umgekehrt aber auch.
Leider kenne ich reichlich wenig anständige Ausländer. Wenn ich hier randalierende Türkenbanden sehe, die Autoscheiben zerschlagen oder kleinere Kinder angehen, stelle ich unsere Zuwanderungspolitik schon manchmal in Frage.

Zitat:
Zitat von King W.
Das heißt im Umkehrschluß aber, daß es 2/3 der Bevölkerung nicht egal ist. Sehe ich im Prinzip genau so. Das ist aber nicht länderspezifisch nur in Deutschland so.
Richtig. Aber die Deutschen sind das Volk, das ich am wenigsten leiden kann, wenngleich ich selbst einer von ihnen bin. Und darauf bin ich wahrhaftig nicht stolz!
Wahrscheinlich kann ich aber die Deutschen nur deshalb nicht so gut leiden, weil ich ihre Gewohnheiten und Eigenarten so gut kenne.
Bukowski hat mal geschrieben: Man kann einen Menschen lieben - wenn man ihn nicht so gut kennt.

Zitat:
Zitat von King W.
Ich kann mich an eine Lichterkette erinnern, die hier im Ruhrgebiet ganz spontan und ohne daß das jemand organisiert hätte nach dem 11. September gebildet worden ist. Alles Heuchler deiner Meinung nach?
Wie ich eben schon an Jigsaw schrieb: Es gibt sie, die anständigen Leute, die es ernst meinen. Aber es gibt Menschen, die lesen die BILD-Zeitung und wollen immer voll im Mainstream sein, egal ob dafür nun eine Meinung nötig ist, die sie im Grunde nie annehmen würden.
Und wenn diesen Menschen keiner sagen würde, welche Meinung politisch korrekt ist, würde sich deutlich eine 2/3-Mehrheit herauskristalisieren, denen alles außerdeutsche hintenrum vorbeigeht.

Zitat:
Zitat von King W.
Übrigens: Ich stand auch in der Lichterkette, fast die ganze Nacht vom 11. auf den 12. Und neben mir stand eine türkische Familie, alles gläubige Moslems.
Dann muss ich auch dir meinen Respekt aussprechen. Und offensichtlich gibt es auch anständige Moslems, wenngleich mir noch nie einer persönlich über den Weg gelaufen ist.

Zitat:
Zitat von King W.
Zelte, Decken und Medikamente magst du als Gerümpel empfinden, stelle dir aber bitte mal vor, du hättest kein Dach mehr über dem Kopf, weil es von der Flut weggerissen wurde, und deine Umgebung wäre von Seuchen bedroht. Jede Wette, du würdest anders darüber denken.
Aber auch hier möchte ich wetten, dass unser Herr Finanzminister akribisch genau geprüft hat, dass wir die preiswertesten Zelte liefern, und nicht den Ferrari unter den Zelten.

Zitat:
Zitat von King W.
1) in eine Partei zu gehen, dich wählen zu lassen und versuchen, etwas zu ändern
Das hätte vermutlich keinen Zweck. Es gibt und wird immer genug Idioten in der Politik geben, die jeden anständigen Beschluss kippenn, alles Unanständige jedoch befürworten.

Zitat:
Zitat von King W.
2) auszuwandern (aber wohin, auch andere Länder haben Probleme)
Wäre eine Alternative. Mir schweben die Briten vor. Immerhin wohnen dort schon Verwandte von uns und ein guter Bekannter von mir (der, dem die Piper L4 gehört) ist gebürtiger Brite. Er ist mir durchaus sympathisch, wenngleich das natürlich nichts heißen muss.
Aber das gehört jetzt nicht hierher.

Zitat:
Zitat von King W.
3) dich mit den Verhältnissen zu arrangieren und das Beste draus zu machen.
Werde ich wohl zumindest die nächsten Jahre müssen.

Nur sollte man auch hier nicht verallgemeinern: Nicht allen Amis quillt das Geld aus den Körperöffnungen.[/QUOTE]

Ok, ich werde konkreter: Wenn ich vom "Ami" rede, meine ich den verfressen, hellhäutigen Fettsack, der in jeder Schublade zwei Pistolen hat, dazu Munition, mit der man eine ganze Armee erledigen könnte und ein Auto fährt, der bei uns als Schwerlasttransporter durchgeht.
Seine Hobbies sind das Essen vor dem Fernseher und das Stolzsein auf seine Söhne, die im nahen Osten auf Iraker schießen.

Zitat:
Zitat von King W.
Meine Erfahrung ist es, daß ein anständiger "Ausländer", welcher Nationalität auch immer, mir dreimal lieber ist, als ein weniger anständiger Deutscher. Umgekehrt aber auch.
Leider kenne ich reichlich wenig anständige Ausländer. Wenn ich hier randalierende Türkenbanden sehe, die Autoscheiben zerschlagen oder kleinere Kinder angehen, stelle ich unsere Zuwanderungspolitik schon manchmal in Frage.

Zitat:
Zitat von King W.
Das heißt im Umkehrschluß aber, daß es 2/3 der Bevölkerung nicht egal ist. Sehe ich im Prinzip genau so. Das ist aber nicht länderspezifisch nur in Deutschland so.
Richtig. Aber die Deutschen sind das Volk, das ich am wenigsten leiden kann, wenngleich ich selbst einer von ihnen bin. Und darauf bin ich wahrhaftig nicht stolz!

Zitat:
Zitat von King W.
Ich glaube es dir, unbesehen. Ich hoffe nur, daß du in einigen Jahren, wenn deine Generation "dran" ist, dir deine Ansicht nicht abkaufen läßt.
Mir wird nie jemand etwas abkaufen können. Und ich werde erst Ruhe geben, wenn es den Entwicklungsländern gut geht und sich die Amis endlich gesund ernähren. (Definition von "Ami" siehe oben.)
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Alt 24.09.2006, 20:12   # 16
immorb
Gastposter
 
Sorry,ich habe im Augenblick den Überblick verloren,und möchte ersteinmal nur das was "mir" wichtig erscheint rausgreifen.
Z.B.
Zitat:
Zelte, Decken und Medikamente magst du als Gerümpel empfinden, stelle dir aber bitte mal vor, du hättest kein Dach mehr über dem Kopf, weil es von der Flut weggerissen wurde,
Was sind denn diese "Hilfsgüter"? Überalterte Sachen die,diese Wohlstandsgesellschaft nicht mehr haben will.Abgedankte Bundeswehrbestände,Restbestände aus Krankenhäuser.
Ich kenne aus Erfahrung diese "Kleidercontainer" des "Roten Kreuz/Malteserhilfsdienst".
Die "Firma", die diese Container betreibt sortiert die Sachen aus.
1.Wahl geht in die"Secondhandshops" 2.Wahl geht an Trödler,3.Wahl geht nach Osteuropa.Was danach noch einigermassen brauchbar ist,geht nach Afrika.
Und dadurch wird der "Heimische Textilmarkt" in diesem Kontinent zu Grunde gerichtet.
Zitat:
Zitat von King W.
Ich kann mich an eine Lichterkette erinnern, die hier im Ruhrgebiet ganz spontan und ohne daß das jemand organisiert hätte nach dem 11. September gebildet worden ist. Alles Heuchler deiner Meinung nach?
Meiner Meinung nach ja.
Es tut mir zwar Leid um die Opfer,aber ich kann keine Trauer mit einer Bevölkerung haben,dessen Land in seiner "Jungen Geschichte" im Durchschnitt 1.5 Kriege im Jahr geführt hat.(ich glaube es sind mittlerweile 200).

Und die Mentalität der Europäer,Amerikaner im Falle von Katastrophen?
Ich erinnere mich an einem Bericht,2 Tage nach dem Tsunami.Eine dicke,fette Urlauberin beschwert sich das der Strand nicht aufgeräumt ist.

Nochmal zu Afrika,bevor der Weisse Mann es entdeckte war es ein reiches Land,und wurde erst durch die Gier der "zivilisierten Welt" ins Unglück gestürzt.
Und der Raubbau geht weiter.
Beispiel:
Das Niger-Delta
Hier verbrennen Ölkonzerne fast das gesamte Gas, das bei der Ölförderung anfällt. Dabei fällt auch eine ganze Menge an Methangas an.
Im Feuchtgebiet des Niger-Deltas, mit 20000 Quadratkilometer das Größte seiner Art in Afrika, fördern die Ölmultis täglich rund zwei Millionen Barrel Erdöl.
Der Blutzoll ist hoch im Delta. Unzählige Flußläufe, Mangrovenwälder, fruchtbares Ackerland und die einst fischreichen Gewässer sind schwer geschädigt oder zerstört. Überirdisch verlegte Ölpipelines durchqueren Dörfer und verlaufen oftmals direkt vor den Hauseingängen.
Dies alles nur weil der "Weisse Mann " seinen Energiehunger befriedigen will.
Nigeria ist Amerikas Treibstoff-Reservetank.
Und seitdem China angekündigt hat, künftig mehr Öl im Niger-Delta zu fördern, eskalieren die Kämpfe dort.
Nigeria,ein geopolitischer Alptraum.
Und um diese Opfer trauert niemand.

M.f.G.
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Alt 25.09.2006, 13:56   # 17
King W.
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Zitat:
Zitat von immorb
Was sind denn diese "Hilfsgüter"? Überalterte Sachen die,diese Wohlstandsgesellschaft nicht mehr haben will.Abgedankte Bundeswehrbestände,Restbestände aus Krankenhäuser.
Daß es keine neuen Sachen sind, ist doch klar - können es doch auch gar nicht sein. Wie denn auch? Neu hieße doch, die Sachen würden im Hinblick auf die Katastrophe erst produziert. Dann aber hätten wir die Katastrophe ja voraussehen müssen. Bist du Hellseher? Ich jedenfalls nicht.
Zitat:
[...] Und dadurch wird der "Heimische Textilmarkt" in diesem Kontinent zu Grunde gerichtet.
Diese Problematik ist mir bekannt und es ist schon schlimm, daß da nichts gegen getan wird, das hat aber wenig bis nichts mit dem aktuellen Thema zu tun.
Zitat:
Meiner Meinung nach ja.
Danke für deine Meinung über mich. Ich stand auch in der Lichterkette.
Zitat:
Es tut mir zwar Leid um die Opfer,aber ich kann keine Trauer mit einer Bevölkerung haben,dessen Land in seiner "Jungen Geschichte" im Durchschnitt 1.5 Kriege im Jahr geführt hat.(ich glaube es sind mittlerweile 200).
Die Zahl kann schon stimmen. Die führen sich überall als Weltpolizisten auf. Die "einfache Bevölkerung", wage ich mal zu behaupten, will keinen Krieg, wie in anderen Ländern auch nicht. Es sind immer wieder die Leute, die Macht haben und offensichtlich Freude daran, wenn es kräftig rummst. Warten wir mal die nächste Wahl in Amerika ab. Ich denke mal, der Bush-brand ist dann gelöscht.
Zitat:
Und die Mentalität der Europäer,Amerikaner im Falle von Katastrophen?
Ich erinnere mich an einem Bericht,2 Tage nach dem Tsunami.Eine dicke,fette Urlauberin beschwert sich das der Strand nicht aufgeräumt ist.
Den Bericht habe ich auch gesehen. War wohl so eine, die mit der Hochzeit promoviert hat. Mir war speiübel danach. Aber solche Menschen gibt es auch - traurig nur, daß die noch ein öffentliches Forum finden.
Zitat:
Nochmal zu Afrika,bevor der Weisse Mann es entdeckte war es ein reiches Land,und wurde erst durch die Gier der "zivilisierten Welt" ins Unglück gestürzt.
Das ist so und das kann auch kein vernünftig denkender Mensch bestreiten.
Ich bin der Meinung, daß für die Rohstoffe aus Afrika anständig bezahlt werden sollte. Dann kämen die Länder auch wieder auf die Beine. Aber was willst du von der "zivilisierten" Welt erwarten. Manchmal frage ich mich, wie man "zivilisierte Welt" definiert. Das was wir hier haben? Scheuklappen auf und hinter dem Geld herrennen? Das kann es ja wohl nicht sein.
Zitat:
Und um diese Opfer trauert niemand.
Der Mensch vergißt - leider.
Wem ist denn der Name Ken Saro Wiwa, ein Menschenrechtler in Nigeria, denn noch bekannt? Er wurde am 10.November 1995 hingerichtet. Und wem ist noch bekannt, welch unrühmliche Rolle eine nicht ganz unbekannte Mineralölfirma in diesem Zusammenhang gespielt hat?
Ich habe da was gefunden, leider nur auf Englisch:
Shell's activities in Ogoni led to the community's crisis of 1993 - 1996, which resulted to the killing of over 3,000 people including women and children. Other human rights violations that ensued included raping of thousands of teenage girls, young women and grandmothers, the sacking of 30 Ogoni villages and the maiming of youths etc. These human rights violations was climaxed with the hanging of human & environmental rights activist Ken Saro Wiwa and 8 other Ogonis on November 10, 1995 which caused international outrage on Nigeria and mass boycott of Shell's product across the world. [...]
Hier kann man die komplette Abhandlung nachlesen.

Übrigens - ich habe für mich persönlich damals die passenden Konsequenzen gezogen - und ziehe sie heute noch.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
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