Die Studienabsolventen dieser Generation werden auch "Generation Praktikum" genannt. Aber lest selbst:
Zitat:
Hallo zusammen,
"Habe Arbeit, brauche Geld", so mancher Akademiker, der in den Beruf einsteigen möchte kennt das: es geht um das leidige Thema "Praktikum nach Abschluss".
Vollzeitstellen werden gerne von unbezahlten Praktikanten besetzt. Abgesehen von der schamlosen Ausbeutung, gibt es rechtlich keine unbezahlten Arbeitsplätze, d. h. der Praktikant muss sich freiwillig krankenversichern, für die Eltern, die in der Regel den Lebensunterhalt bezahlen, gibt es kein Kindergeld, denn er ist weder Arbeitsloser, Arbeitnehmer noch Auszubildender. Also irgendwie nichts. Von Pendlerpauschale und ähnlichen Leistungen, auf die er keinen Anspruch hat, möchte ich gar nicht erst reden. In der Praxis besetzen Praktikanten aber einen eigens eingerichteten Arbeitsplatz, wenn nicht ein eignens Büro und leisten oftmals mehr als einen Acht-Stunden-Tag.
Die Arbeitssuche beginnt mit einem Pratika-hopping, denn die Vorraussetzung für ein unbezahltes Praktikum ist verheerenderweise Praktikumserfahrung in der entsprechenden Branche. Dass nebenbei sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verlorengehen scheint die Regierung nicht zu interessieren, warum auch immer. Naja, Ihr kennt die Probleme der "Prekären Generation" persönlich oder zumindest aus den Zeitungen, nehme ich an.
Im Folgenden geht es geht darum, eine Petition an den Bundestag mit zu unterzeichnen. Das ist mittlerweile sehr einfach über das Internet möglich.
Es ist Zeit, dass sich da etwas tut. Die Petition ist vielleicht eine Möglichkeit, in der Richtung etwas auf den Weg zu bringen.
Zumindest lohnt sich der Versuch! Also: Bitte unterzeichnet
hier:
Meiner Meinung nach ist das eine Sache, die alle angeht. Wundert euch nicht über die URL. Die Seite wird für den Bundestag von einer englische Uni gehostet, die auch das System dafür entwickelt hat.
Coop
16.05.2006, 20:07
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2
Crotaphytus
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Beiträge: 41
Ich find diese Situation auch absolut untragbar. Die Krone kriegt das noch dadurch aufgesetzt, dass vielen Praktikanten die Chance auf eine Festanstellung nach dem Praktikum vorgegaukelt wird, wenn sie ihre Sache nur gut genug machen. Diese Stelle wird garantiert nicht vergeben, aber man kann sich zumindest sicher sein, dass sich der Praktikant seinen ***** für die Firma aufreißen wird...
16.05.2006, 23:35
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3
starlight
Moderator
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Beiträge: 1.512
wie wahr wie wahr...ich kann davon ein liedchen singen ...
21.05.2006, 01:56
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4
King W.
Team SAT-Technik
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Beiträge: 9.163
Ich bin zwar selbst nicht betroffen, habe aber mitunterschrieben.
Ist Ehrensahe für mich.
02.06.2006, 21:27
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5
King W.
Team SAT-Technik
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.163
Ergänzung: Nicht alle Firmen sind derartige ********. Gegenbeispiel ist z.B. die Antennenfirma Kathrein. Zwar ist auch hier die Bezahlung nicht gerade üppig, aber immerhin mehr als nichts.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
Nokia? Nein danke!
03.06.2006, 10:33
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6
AgentCooper
Ehemaliger Mod
Threadstarter
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Beiträge: 2.933
Das kenn ich auch von einigen größeren Firmen. Beispielsweise BerlinChemie zahlt für Praktikanten. Es sind nicht alle Ausbeuter.
Aber 2600 / Monat für die Anfertigung einer Diplomarbeit finde ich extrem gut. Soviel verdient so mancher Hochschulabsolvent nicht einmal zum Berufsstart. Aber man muss auch die Branche bzw. die Fachbereiche sehen, die dahinterstehen. Die Elektrotechnik und der Maschinenbau sind die einzigen Branchen, wo heutzutage noch nach Absolventen gesicht wird.
Ganz schlimm ist es in den Geistes- und Sozialwissenschaften, dort gibt es sehr wenig Jobs für die vielen Absolventen. Und hier wird auch der größte Missbrauch mit den unbezahlten Praktika betrieben. Gut, eine Ausnahme gibt es immer, und das sind die Architekten. Hier geht es trotz einem technischen Zweig auch so zu.
Dies soll kein Hohn sein, aber da lob ich mir doch, dass ich etwas technisch-naturwissenschaftliches studiere.