"Killer-Coke"

Alt 06.01.2006, 14:57   # 1
THE ONE
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Die Revolte kehrt zurück auf den US-Campus. Im Visier haben Studenten ein uramerikanisches Symbol: Brausegigant Coca-Cola. Schon zehn Unis legten Millionenverträge auf Eis. Die Vorwürfe wiegen schwer - Umweltschäden in Indien, Ausbeutung in Kolumbien bis zur Verstrickung in Morde.

"Coca-Cola in Indien ist das perfekte Beispiel dafür, was schiefgeht, wenn Institutionen wie die Welthandelsorganisation den Unternehmen immer mehr Zugeständnisse machen", erklärt Amit Srivastava vom "India Resource Center".

Wenn man den amerikanischen Studenten glauben kann, ist der Cola-Boykott auf dem Campus erst der Beginn einer rapide anschwellenden Protestbewegung gegen den Getränkekonzern. "Unsere Kampagne ist noch längst nicht vorbei", erklärt Clara Hardie, eine der Hauptorganisatorinnen des Boykotts an der University of Michigan. "Wir werden weiter kämpfen und dafür sorgen, dass sich unsere Universität auch in Zukunft in die richtige Richtung bewegt." Die Boykottwelle hat auch die ersten Unis in Europa bereits erfasst: Globalisierung von unten eben.
Quelle: http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...393574,00.html
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Alt 06.01.2006, 16:37   # 2
immorb
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Im Visier haben Studenten ein uramerikanisches Symbol: Brausegigant Coca-Cola.
Und diese Studenten kutschieren mit ihrem Hummer oder einem anderen Spritschlucker zur UNI.
Und keiner stört sich daran das die Erdölkonzerne ganze Länder ausbeuten und verseuchen.(Siehe z.B. Westafrika).
Diese Studenten haben auch vergessen das der Amerikaner die Nummer1 ist, in Sachen Umweltverschmutzung.

In dem Sinne: eine gute Sache, nur schade das es die Amerikanischen Studenten machen.

M.f.G.
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Alt 13.02.2006, 11:25   # 3
Tweek
 
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Zitat:
Und diese Studenten kutschieren mit ihrem Hummer oder einem anderen Spritschlucker zur UNI.
Und keiner stört sich daran das die Erdölkonzerne ganze Länder ausbeuten und verseuchen.
Ach, da sind aber alle Nationen groß drin. Ich denke, diese Cola-Gutmenschen sind keine Ausnahme oder amerikanische Spezialität. Man denke an Politiker, die Gesamtschulen propagieren und ihre Kinder auf Privatschulen schicken.
Man denke an all die Ökos, die gerne mit schrottigen Rostlauben ohne Kat durch die Gegend fahren.
Man denke an all die Radfahr-Ökos, die sich einen Dreck drum scheren, ob ihr tolles Light-Rennrad vielleicht den energetisch zehnfachen Produktionsaufwand hat wie ein "normales" Rad, die dann aber behaupten, das wäre nötig...

Es ist das alte Spiel mit Splitter und Balken, den Splitter im Auge des anderen sieht man, den Balken im eigenen nicht... Menschen sind so... wie ätzend
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Alt 10.04.2006, 11:09   # 4
THE ONE
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Profitable Konzerngewalt in Kolumbien

Bürgerkrieg ist gut fürs Geschäft: Das "Permanente Tribunal der Völker" bezichtigt Coca-Cola, Nestlé und Chiquita massiver Menschenrechtsverletzungen

Seit Jahrzehnten ist Kolumbien Schauplatz einer der weltweit blutigsten politischen Auseinandersetzungen und steht an der Spitze internationaler Gewaltstatistiken. Leidtragende sind vor allem die Zivilisten. Jedes Jahr werden Hunderttausende Kleinbauern brutal enteignet und in die Slums der Großstädte vertrieben. Zehntausende Menschen werden entführt, verstümmelt oder erschossen. Doch es gibt auch Akteure, die sich in dem schier endlosen Kreislauf der Gewalt gut eingerichtet haben: transnationale Konzerne. Wie sehr sie von der Gewalt profitieren und selbst für die Gewalt verantwortlich sind, hat jetzt die neu eröffnete kolumbianische Sektion des "Permanenten Tribunals der Völker" untersucht. Das Berliner Videoprojekt kanalB hat eine ausführliche [extern] Berichterstattung dazu angelegt.

Die Maßnahmen, die Coca-Cola während des letzten Jahrzehnts zu diesem Zwecke durchführte, implizieren eine Reduzierung der Lohnkosten des Unternehmens um bis zu 60% dadurch, dass Leiharbeiterinnen und Scheinselbstständige beschäftigt werden. Insgesamt wurde das Lohnvolumen der Arbeiterinnen um 250% abgesenkt. Im Fall von Nestlé fiel das Lohnvolumen der Arbeiterinnen von 1998 bis 2005 um 59%. Die Arbeiterinnen werden gezwungen, aus der Gewerkschaft auszutreten, sehr prekäre Arbeitsbedingungen in Kauf zu nehmen, oder das Unternehmen zu verlassen. In anderen Fällen wird systematisch auf die Paramilitärs zurückgegriffen, die durch Drohungen, Entführungen und Mord dafür sorgen, dass die fatalen Vorstellungen der transnationalen Unternehmen und des kolumbianischen Staates akzeptiert werden.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22423/1.html
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