In Sec-World-Artikeln ist immer wieder die Rede vom FoeBuD e.V., besonders dann, wenn es um Datenschutz und RFID geht. Doch wer sind die Veranstalter des deutschen Big-Brother-Awards? Wir befragten Padeluun, Gründungsmitglied des FoeBuD e.V. nach dem Verein und den Gründen für das Engagement gegen RFID. Leider war Padeluun sehr in Eile und hielt sich deshalb bei der Beantwortung einiger Fragen sehr zurück.
Padeluun scheint
1. nicht die gute Berichterstattung von Sec-World zum Thema RFID zu kennen
2. wirklich schlechte Laune gehabt zu haben.
Die Arbeit des Vereins ist trotzdem super, da wir ohne den Einsatz dieses Vereins nicht über das Thema reden würden.
Hoffen wir, dass es so weiter geht, und padeluun wieder ruhiger wird
20.11.2004, 20:07
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3
padeluun
Registriert seit: 20.11.2004
Beiträge: 2
Liebe Leute,
guten Tag Christian Rentrop,
es wäre vermutlich besser gewesen, mit Verweis auf unsere wenige Zeit freundlich zu antworten, dass wir leider keine Zeit haben, 12 Antworten zu schreiben. Das ist nämlich Arbeit, für die Journalisten in der Regel bezahlt werden -- wir hingegen nicht. Und wenn dann ein uns völlig unbekanntes Webmagazin ankommt und dann mal eben schnell bis Samstag 12 Fragen beantwortet haben möchte, dann schütteln wir das nicht mal so eben aus dem Ärmel. Und wenn Axel, der am Schreibtisch gegenüber saß, nicht gesagt hätte, dass sec-world ganz tolle Artikel hat, dann hätten wir (was wahrscheinlich besser gewesen wäre) auf unsere wenige Zeit verwiesen und gar nicht geantwortet.
Und jetzt, lieber Her Rentrop, versetzen Sie sich mal in meine Position: Da kommt 'ne Mail, jemand will für sein Webmagazin ein Interview und stellt dabei Fragen, aus der ich den IQ oder die Belesenheit meines Gegenübers nicht ermessen kann. Sie rufen nicht mal an. Schreiben nicht mal den kleinsten Hintergrund zu Ihnen. Einfach nur 'ne Mail und hüpf oder stirb. Da steht folgendes drin: "Ich würde mich freuen, wenn Sie mir die unten angeführten Fragen druckfertig per Email beantworten würden. Das Interview würde dann in unserem Samstags-Special erscheinen, die Darstellungsform ist Interview."
Da behandele ich SecWorld nicht anders als Sat1 oder das Heute Journal. Denen sage ich ich genauso, dass Sie sich erst unsere Website anschauen sollen. Da stehen die Inhalte besser dokumentiert, als ich sie jemals frei erzählen könnte. DANACH rufen die Leute wieder an und fragen dann genauer nach. Und dann sage ich ihnen zwei drei Sätze und die bauen sie dann in ihre Beiträge ein -- und haben ansonsten sich selbst und NICHT UNS die meiste Arbeit gemacht.
Sprich: Ihr Vorgehen erscheint mir zutiefst unjournalistisch und zumindest unprofessionell und zumindest schmarotzerisch.
Falls Dieses Vorgehen aber ein Teil der Message ist; damit mehr Authentizität erzeugt werden soll oder gerade darüber eine detailliertere inhaltliche Aussage ermöglich werden soll, dann müssen Sie das uns vorher mitteilen und nachfragen, ob wir uns darauf einlassen WOLLEN und KÖNNEN.
Was lernen wir daraus: Auch wenn Axel was toll findet, sagen wir dann lieber 'nein' -- auch wenn's nur ein kleines nettes sympathisches Webmagazin ist.
Freundliche Grüße
//padeluun
20.11.2004, 20:46
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4
Tweek
Registriert seit: 31.03.2004
Ort: Bonn
Beiträge: 958
Hallo Padeluun!
1. Die Vorgehensweise war mit dem Chefredakteur abgesprochen. Sie sind sich hoffentlich im Klaren darüber, dass die Öffentlichkeitsarbeit einer wie-auch-immer-gearteten Organisation schnell und professionell erfolgen sollte. Meine Arbeit ist es, blöde Fragen zu stellen, Journalisten, die meinen, das nicht tun zu müssen, arbeiten am Publikum vorbei.
2. Die Beantwortung der Fragen für "ein unbekanntes Webmagazin" sollte, auch unter Zeitdruck, nicht anders laufen, als für alle anderen Medien.
3. Sie waren nicht gezwungen, mir direkt zu antworten. Deshalb habe ich den Konjunktiv gewählt. Sie hätten sich ruhig Zeit lassen können.
Sie wissen hoffentlich, dass die redaktionelle Arbeit oft genug unter Zeitdruck erfolgt, so auch vergangene Woche.
4. Der Blick auf Ihre Website war bereits mehrfach erfolgt, ich wollte die Antworten nur noch einmal gerne von Ihnen hören, eben wegen der persönlichen Note. Das hat nichts mit Schmarotzerei zu tun, sondern damit, dass ein Interview eben eine persönliche Note haben sollte, sonst kann man sich die Darstellungsform an sich sparen.
Ich hoffe, dass Ihnen die Form des Artikels trotzdem gefällt und wir in zukünftigen Projekten nicht mehr mit solchen Problemen zu kämpfen haben.
Gruß,
Christian Rentrop
20.11.2004, 21:39
#
5
delforcer
...ist anders...
Registriert seit: 05.10.2002
Beiträge: 6.120
Also dieser Artikel gefaellt mir nicht. Aus den folgenden Gruenden, er wirkt Unfreundlich von beiden Seiten, was man leider auch herrauslesen kann. Sprich man haette sich Zeit lassen sollen, egal wer.
PR-Arbeit sieht anders aus, denn leider ist es nun mal, das es hier recht viele Leser gibt, das ganze koennte hoechst abschreckend wirken fuer weitere Berichterstattung. Schien schlecht gelaufen zu sein. Weswegen nicht den Artikel erneut machen, also so stehen lassen wuerde ich es nicht. Da FoeBud dazu zu wichtig ist in der ganzen Arbeit und sich beide Seiten nur sinnlos schaden...
del/FTF
21.11.2004, 10:07
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6
padeluun
Registriert seit: 20.11.2004
Beiträge: 2
Zitat:
Ich hoffe, dass Ihnen die Form des Artikels trotzdem gefällt und wir in zukünftigen Projekten nicht mehr mit solchen Problemen zu kämpfen haben.
Mittlerweile kann ich schon wieder drüber lächeln
Freundliche Grüße
//padeluun
21.11.2004, 11:51
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7
Tweek
Registriert seit: 31.03.2004
Ort: Bonn
Beiträge: 958
Sehr gut, ich auch, so sollte es sein
Gruß,
Christian
22.11.2004, 13:52
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8
Paul
Registriert seit: 09.03.2004
Beiträge: 59
Der Artikel über Padeluun und den FoeBud war tatsächlich als Interview geplant. Bei einem Hintergrundbericht hätten wir natürlich den Großteil der Informationen von der Website genommen, wir haben ja auch bereits des öfteren über die Position des FoeBud berichtet.
Bei einem Interview kann man natürlich nicht so vorgehen, da werden zwangsläufig Fragen gestellt, die an anderer Stelle schon beantwortet wurden. Das macht aber auch den Charme eines Interviews aus, es ist oft persönlicher als ein Hintergrundbericht.
Im Nachhinein betrachtet ist man natürlich schlauer. Als nur ein Teil unserer Fragen beantwortet wurde, hätten wir uns etwas mehr Zeit nehmen können, um nachzufassen. Der böse ChefRed mal wieder - also ich - hat aber darauf gedrängt, das Interview noch zum Wochenende zu bringen. Asche über mein Haupt. Ein unjournalistisches Vorgehen sehe ich darin aber nicht.