Studie: Geldnot behindert IT-Sicherheit

Alt 29.07.2004, 12:08   # 1
Redakteur
 
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Man merkt es im Straßenverkehr: Wenn das Geld knapp wird, wird an der Verkehrssicherheit gespart. Erst sind die Wagen nur dreckiger als sonst, dann springen immer öfter schlecht reparierte Unfallschäden und defekte Beleuchtung ins Auge. Dauert die Krise an, geht's an die Substanz, Reifen und Bremsen versagen den Dienst, was verheerende Unfälle zur Folge hat.

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Alt 29.07.2004, 18:54   # 2
delforcer
...ist anders...
 
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*meld*

sehe ich auch anders, da man sicherheitsmassnahmen auch so treffen kann ohne viel kosten.
muss jeder rechte haben? nein, somit ist der klick auf den anhang auch kein problem, wenn er nichts ausfuehren kann, als das was er zur arbeit benoetigt...
rechte ist imho das zauberwort, niemand kann von mitarbeitern erwarten, das diese profis sind, wofern man solche als dieses bezeichnen kann, aber man kann gegen alles massnahmen treffen, die kein geld kosten.
denn ein spezi mag subjektiv geld kosten, nur wird dieser ausfaelle verhindern wissen, *sag ich pauschal mal so auch wenn einige '''spezies''' alles andere sind als das was sie vorgeben zu sein.
dennoch man kann viel zeit sparen, wenn man gleich von anfang an, jemanden mit der sicherheit vertraut macht. denn ausfaelle sind wohl schwerer zu verkraften als jmd. der sich kuemmert...

del/FTF
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Alt 30.07.2004, 08:08   # 3
Druide
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Naja, ich kenne die EDV-Gegebenheiten in 11 Klein - und Mittelständischen Unternehmen und kann den Bericht nur unterstreichen ! Von den unzähligen Privatanwendern ganz zu schweigen.

Firmenchefs und ihre Mitarbeiter haben allgemein nur sehr wenig Ahnung von Technik und Funktionsweise ihrer EDV-Anlagen, noch weniger von den eingerichteten Netzwerken. Das ist auch ok so, denn das notwendige Wissen ist mittlerweile so umfangreich, dass der Begriff "Administrator" eigentlich schon eine eigene Berufsbezeichnung darstellen könnte, ich möchte lieber sagen : sollte. Und entsprechend teuer sind diese Administratoren zu bezahlen, viele allerdings zu unrecht, da gebe ich delforcer Recht.

Ein Beispiel dafür ist meine eigene Arbeitsstelle: Die gesamte EDV samt Netzwerk + Telefonanlage wird von jemandem betreut, der hauptberuflich als Netzwerktechniker bei der Telekom arbeitet, für seinen Nebenjob hat er ein Gewerbe angemeldet. Nicht, dass er keine Ahnung hätte, die hat er, aber er hat selten Zeit. Gleichwohl hat er alle Funktionen gesperrt, die es einem anderen ermöglichen würde, auch nur Kleinigkeiten zu verändern. Nicht mal die Uhrzeit ließ sich ohne Adminrechte korrigieren. Auch die Branchensoftware wird von ihm betreut; wir können nicht mal die Stammdaten der Kunden bearbeiten. Sowas nennt sich dann "Kundenbindung".

Nach intensiven Gesprächen ist es mir dann neulich gelungen, eine Komplettprüfung der Systeme zu erzwingen, ich war dabei. Und, man kann es einfach nicht glauben ...; nach der Erst-Installation von XP Pro war nicht ein einziges Update durchgeführt worden, nicht ein einziger Patch war nachinstalliert ! Die gesamte Anlage, die ständig online ist und eine feste eigene IP hat, stand nach und von außen weit offen, der Router arbeitete mit seinen Standardeinstellungen ! Naja, jetzt nicht mehr, aber dafür hat er ne Rechnung über 650 € geschrieben !

Und entsprechendes gilt für die anderen 10 Betriebe, deren IT-Situation mir bekannt ist. 6 davon sin 1 bis 4-Mann-Betriebe, also wirklich nix umwerfendes. Aber alle sind auf solche Leute angewiesen.

Oder die Firma meiner Frau: 7 vernetzte Rechner, 1 Server, Standleitung ins Internet. Auch hier nach der Grundinstallation von Win 2000 keinerlei Updates und Patches, nicht mal ein automatiertes regelmäßiges Update des Virenscanners war eingerichtet ! Die "1-Mann-Firma", die sich um Hard- und Software, auch die Branchensoftware, kümmert ist nur schwer zu erreichen. So hat es beispielsweise 5 Tage gedauert, bis im Server nach einem HeadCrash die Festplatte gewechselt wurde! Kosten für neue Platte, Einbau und Einrichtung : 1.800 € !!! Besonders "erfreulich" : für die tägliche Datensicherung gab´s nicht etwa ein eigenständiges Medium, nein, auf der zerstörten Platte war dafür eine eigene Partition eingerichtet ! Kostenvoranschlag für ein Restore : > 10.000 € !!! Die Firma hat abgelehnt, sie druckt grundsätzlich alle Vorgänge zusätzlich aus.

Bei solchen Preisen ist es sicher nicht verwunderlich, dass im IT-Bereich vieles Notwendige nicht gemacht wird. Es fehlt aber eben auch am Wissen um die technischen Gefahren. Wie in der Autowerkstatt muss man sich auf die Aussagen der "Fachleute" verlassen; ob die Anlagen wirklich sicher sind, bzw. was dafür notwendig wäre, dass kann der Laie nicht mehr beurteilen.

Was mir allerdings immer wieder auffällt : wirklich Probleme mit Viren, Würmern etc gibt´s bei den Firmen nur dort, wo eine eigene Internet-Präsenz gepflegt wird ... Wird nur dort gesurft ? Oder intensiver ?

PS: Wieso bin ich eigentlich noch nicht reich ??? :roll:
__________________
8wndhxtvgpen
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Alt 30.07.2004, 17:39   # 4
delforcer
...ist anders...
 
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dann mal mein schulnetzwerk, was von jmd. mit plan betreut wird.
auch wenn dieser mensch keine zeit hat, so kann er von zu hause aus, auf alles zugreifen, updates fahren und so weiter, keine anreife und 3 klicks, die sache ist erledigt.
es geht auch anders!

denn wie gesagt nicht jeder der sich profi nennt ist einer! weiss ich, sehe ich ueberALL und so weiter...

andere firma, vom schwager.
die sind nicht mal in der lage, eine verpisste dfue-verbindung zu machen, das sagt wohl alles aus.
es waere also nicht schwer, dieses netzwerk zu betreuen, also ich. nur kommt da was? noe, nichts. ich weiss was er will und koennte es auch ermoeglichen, nur nichts.
woran liegts? wer weiss, ich habe sowas nie gelernt, okay ich kanns aber. dann waer das was ich haben wollen wuerde, nicht viel. nein immernoch nicht.

noch ein anderes netzwerk:
praktikum.
schon bevor ich kam, virenbefall noch und noechter. an meinem arbeitsplatz klebte ein zettel '''outlook nicht benutzen'''. das wars. antivierenprogs? fehlanzeige...
keine spur von sicherheit, und das wurde auch betreut. lol? eigentlich koennte man lachen, nur es ist ansich zu hart.
ich mal wieder mein angebot, noe! soll so bleiben wie es ist. schoen, '''dann geht doch unter...'''

tja, so kanns gehen... sicherheit ist nicht schwer, nicht mal viel aufwand, aber wer nur einen benutzer auf dem rechner hat der admin is, na ja schoen...

vllt. sollte man auch mal dran denken, das ungelernt auch plan haben und ich mussmasse es mir einfach mal an, das diese ungelernten auch mehr plan haben. so wenn ich durch meine bekannten sehe...

del/FTF
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Alt 26.05.2012, 08:28 # --
News Flash
 
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