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| CSU hat Mitglieder gekauft Mit "mafiosem" Verhalten sorgten Münchner Christsoziale dafür, dass ihr Mann Landtagskandidat wurde. Jetzt sind sie vorbestraft. Kultusministerin weiter unter Druck MÜNCHEN taz Die Münchner CSU hat Mitglieder gekauft, um parteiinterne Wahlentscheidungen zu manipulieren. Zu diesem Urteil gelangte gestern das Münchner Amtsgericht, das drei ehemalige Münchner Parteifunktionäre zu Geldstrafen bis 5.100 Euro verurteilte. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass CSU-Stadtrat Christian Baretti, Ex-JU-Chef Rasso Graber sowie die Vize-Ortvereinschefin Stephanie Lütge versucht hatten, die Vorstandswahl des Ortsverbandes München-Perlach 2002 zu manipulieren. Das Trio hätte CSU-Aufnahmeanträge zurückgehalten sowie Fälschungen anderer gedeckt, um dem Landtagsabgeordneten Heinrich Traublinger durch die manipulierten Stimmverhältnisse die Wiederwahl zum Ortsvorsitzenden und damit die Landtagskandidatur zu sichern. Graber wurde zudem wegen Urkundenfälschung verurteilt, er muss 170 Tagessätze à 30 Euro zahlen. Auch die Urteile der anderen beiden Angeklagten überschreiten 90 Tagessätze - alle drei gelten nun als vorbestraft. Sie wollen in Berufung gehen. Die Richterin blieb demnach nur knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die im Plädoyer von "mafiosen Strukturen" gesprochen hatte. Das Verhalten der angeklagten Politiker sei sonst nur aus dem Bereich der organisierten Kriminalität bekannt. Die Verteidiger hatten Freisprüche gefordert. In ihren Augen seien zwar "unschöne" Dinge passiert, die aber nicht strafrechtlich relevant seien. "Plakate kleben" habe dem Nachwuchs eben nicht gereicht. Die Münchner CSU-Chefin und bayerische Kultusministerin Monika Hohlmeier war im Verfahren unter Druck geraten, nachdem ein vor Wochen verurteilter Zeuge behauptet hatte, dass sie von den Mitgliederkäufen gewusst habe. Gestern sagte sie dazu, dies sei lediglich Produkt einer persönlichen Revanche. Die Rede von "mafiosen Strukturen" sei "nicht angemessen". Sie sagte: "Es ist nicht leicht, die Affäre zu beenden." Zwar hatten die drei Angeklagten während der Verhandlung standhaft geschwiegen. Dennoch beförderte die Richterin Parteiinterna ans Tageslicht, die noch ein Nachspiel haben könnten. So geriet auch der CSU-Landtagsabgeordnete Joachim Haedke ins Zwielicht, gegen den 1999 bereits wegen des Handelns mit gefälschten Teppichen ermittelt worden war. Er verzichtete gestern auf sämtliche Parteifunktionen, will aber Landtagsabgeordneter bleiben. Der Chef der CSU-Fraktion im Stadtrat, Hans Podiuk, sagte, die Vorgänge hätten "alle Züge einer mafiaähnlichen Organisation. Das können wir uns als Partei nicht leisten." " MAX HÄGLER Quelle: http://www.taz.de/pt/2004/06/30/a0117.nf/text |
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| Netzweltpionier Registriert seit: 07.12.2002 Ort: Em Alde Nüss
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| Oh seba !!! Ich weiß ja, dass das im Journalismus leider so üblich ist, aber im Verhältnis zum Sachinhalt ist der Titel den du gewählt schon schwer Bildzeitungsverdächtig ! Nicht die CSU hat Stimmen gekauft, sondern in einem kleinen Ortsverein wurde eine Wahl manipuliert. Ob der Nutznießer das wusste kann ich auch nicht erkennen. Und der Vorfall wurde von Funktionären auch entsprechend negativ kommentiert. Solche Manipulationen gibt es in vielen Vereinen, nicht nur in der Politik. Selbstverständlich müssen sie geahndet werden, was ja auch geschehen ist. edit// ... Da schießt mir doch gleich wieder die Sache mit dem "Tätervolk" durch den Kopf. edit2// .. Aber natürlich kann die TAZ als ultra-links auch nicht anders und ihr journalistischer Verfall wurde schon öfters diskutiert, z.B. bei Heise.
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