Lehrer muss 10.000 Euro zahlen

Alt 17.06.2004, 10:18   # 1
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Ein Realschullehrer aus Baden-Württemberg hat sich jetzt außergerichtlich mit der Musikindustrie auf eine Zahlung von 10.000 Euro geeinigt. Der Lehrer hatte 2000 Songs über eine Tauschbörse zum Download angeboten. Ein ebenfalls anhängiges Strafverfahren ist noch nicht entschieden.

Kompletter Artikel: Lehrer muss 10.000 Euro zahlen
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Alt 17.06.2004, 11:58   # 2
NudS
andere sinnlos SCHLECHT-Bewerter
 
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immer außergerichtlich :cry:
der mir sympathische [ ] lehrer hätte sich ne top anwalt nehmen sollen und vor gericht ziehen sollen. dann wäre das ganze mal interessant
am besten gleich zurück klagen schließlich haben die ja quasi seine leitung ab gehört
/edit obwohl er ja schon irgendwie ne anwalt hatte, ach die haben doch alle keine ahung
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Alt 17.06.2004, 12:06   # 3
Druide
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Schade, ich bin mir nicht sicher, wie glaubhaft solche Berichte sind ... Der Fall neulich sprach von 8.000 €, (hier werden 10.000 draus gemacht) und es handelte sich um 6.000 Files.

Der Lehrer hatte 2.000 Files und muss ebenfalls 10.000 € zahlen ? Bzw nicht muss, sondern hat sich drauf geeinigt ??? Das wären 5 € pro File !!! Glaub ich nicht ! Würde keiner machen !

Kann´s sein, dass nun vermehrt solche Berichte von der MI verbreitet werden, um abzuschrecken ? Gibt´s Angaben zu den verhandelnden Gerichten (zum nachprüfen) ?
__________________
8wndhxtvgpen
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Alt 17.06.2004, 13:39   # 4
seba79
 
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Zitat:
Zitat von Druide

Der Lehrer hatte 2.000 Files und muss ebenfalls 10.000 € zahlen ? Bzw nicht muss, sondern hat sich drauf geeinigt ??? Das wären 5 € pro File !!! Glaub ich nicht ! Würde keiner machen !
Hier mal ein Zitat aus dem Spiegel-Artikel:

Zitat:
Hochgradig irritiert zeigt sich Chan-jo Jun, der Anwalt des Stuttgarters, dagegen von Ton und Inhalt der IFPI-Mitteilung. Die dort zitierten Zahlen seien zum Teil nachweislich nicht richtig, der Ton, in dem über seinen Mandanten geschrieben werde, müsse man dahingehend überprüfen, ob er den Tatbestand der üblen Nachrede erfülle. Sein Mandant behalte sich jedenfalls rechtliche Schritte vor.

Und hier nochmal die hochoffizille und megaobjektive Pressemitteilung der IFPI, die nicht nur über den reinen Vorfall berichte, wie es Pressemittieilungen doch eigentlich tuen sollten, sondern auch gleich nur über über seine berufliche Auslastung philosophiert und ihn als Pägagogen in Anführungsstrichen hinstellt.

Zitat:
Pressemitteilung der Deutschen Phonoverbände/IFPI vom Mittwoch, 16. Juni, 10.33 Uhr:

"57-jähriger Realschullehrer im Raum Stuttgart muss 10.000 Euro Schadenersatz für 2.000 illegale Musikangebote in "Tauschbörse" zahlen

Strafverfahren läuft noch - Disziplinarverfahren folgt

Der 57-jährige Realschullehrer Kurt K. aus B. in der Nähe von Stuttgart ist in seinem Beruf offenbar nicht völlig ausgelastet: Er bot rund 2.000 Musiktitel illegal in einer "Tauschbörse" an. Auch die umfangreiche Aufklärungskampagne der Phonowirtschaft hat ihn nicht davon abgehalten.

Die Polizei führte Anfang Mai zur weiteren Beweissicherung eine Hausdurchsuchung in Anwesenheit der sachverständigen Ermittler der Hamburger proMedia GmbH durch. Hierbei wurden zwei Computer beschlagnahmt. Der Mann hat die Taten gestanden. Gefunden wurden außerdem nur 20 CD-Alben, so dass die Vermutung nahe liegt, dass der Lehrer weit mehr als 1.000 Titel, die er selber illegal anbot, schon aus illegalen Quellen heruntergeladen hatte.

Inzwischen verpflichtete er sich in einem Vergleich zur Zahlung von 10.000 Euro, die Verfahrenskosten und Schadensersatz decken. Das Strafverfahren läuft noch und kann in Kürze abgeschlossen werden. Die Höhe einer möglichen Strafe ist noch nicht absehbar. Vermutlich kommen darüber hinaus noch einige tausend Euro hinzu, die der Rechtsverletzer für seinen eigenen Anwalt zahlen muss. Darüber hinaus erwartet den "Pädagogen" wohl ein Disziplinarverfahren, denn er hat sich mit dem Bruch des Urheberrechtsgesetzes als Beamter nach seiner Treupflicht fragen zu lassen.

Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, sagt: "Es ist ein starkes Stück, dass ein Lehrer solche Taten begeht. Anstatt den Schülern ein positives Vorbild zu geben, verstößt er selbst vielfach gegen geltendes Recht und betrügt Künstler und Rechteinhaber um ihre Vergütungen. Gerade ein Lehrer sollte den Wert der Kreativität schätzen und ihn auch seinen Schülern vermitteln."
..und wie schon im anderen Thread gesagt: ich denke die Musik, welche die Jugendlichen hören hat 1000mal mehr Einfluss auf deren Verhalten als jeder Lehrer. Vielleicht sollten die mal da ansetzen!!



wo die IFPI da grade mal wieder von Treupflicht eines Beamten spricht...

Zitat:
Der wurde an seinem Arbeitsplatz von der anstehenden Hausdurchsuchung unterrichtet, bei der neben der Polizei auch ein "sachverständiger Ermittler der Hamburger proMedia GmbH" zugegen war. Die aber agiert im Auftrag der Phonoverbände und der deutschen Landesgruppe der Musiklobby IFPI - im Klartext: im Auftrag der klageführenden Partei.
Genau das gleiche wie beim anderen Fall! Was soll einen so eine Vereinigung noch was von Recht und Ordnung erzählen können!?



edit///übrigens ist der Lieblingssatz von Lehrern ja bekanntlich: "Ich kopiere das mal eben"
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Alt 17.06.2004, 14:05   # 5
shadowrunner
 
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Beiträge: 3.080
Zitat:
übrigens ist der Lieblingssatz von Lehrern ja bekanntlich: "Ich kopiere das mal eben"
hrhr n1 seba :P
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Alt 19.06.2004, 00:50   # 6
carma
Gastposter
 
Meiner Meinung nach ist das Verhalten der MI rational nicht mehr zu erklären. Das ist m.E. nur noch mit fanatischem Fundamentalismus erklärbar, die Akteure der Industrie allen voran Gebhardt & Spiesecke sind offenbar besessen von dem Zwang alte und unfunktionale Geschäftsmodelle mit allen Mitteln verteidigen zu müssen. Das beschleunigt allerdings nur den Verfall der Major-"Kultur"... was zu begrüßen ist.

Mehr dazu auch in meinen Artikeln für HousePool.com...

+

Folglich kann es nicht heißen: "Copy kills music" - sondern in vielerlei Hinsicht viel eher das Gegenteil!

Mehr zu dem Thema unter: http://www.majorskillmusic.de

edit fischdarm
Keine Doppelposts
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Alt 26.05.2012, 06:11 # --
News Flash
 
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