erster gerichtlicher erfolg für deutsche musikindustrie

Alt 08.06.2004, 13:53   # 1
graf duckula
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Urteil gegen deutschen Tauschbörsennutzer


Im Kampf gegen illegale Musikanbieter in Internet-Tauschbörsen hat die deutsche Musikindustrie einen ersten gerichtlichen Erfolg erzielt. Wie der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft in Berlin mitteilte, wurde ein Anbieter von Musik in einer Tauschbörse vom Amtsgericht Cottbus rechtskräftig verurteilt.


Die Musikbranche macht Internet-Tauschbörsen wie Kazaa für einen Großteil ihrer Einbußen verantwortlich.
Der 23-jährige Auszubildende aus Cottbus habe mehrere tausend Musiktitel über die Tauschbörse Kazaa angeboten. Bei einer Hausdurchsuchung seien auf seinem Computer 6000 MP3-Dateien gefunden worden. Der Rechner sowie rund 100 gebrannte CD-Rohlinge mit weit mehr als 1000 Musiktiteln wurden beschlagnahmt.

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Alt 08.06.2004, 14:10   # 2
seba79
 
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Habs eben auch gelesen und wollts grad posten...aber du warst schneller :wink:

Naja...schon nen heftiges Urteil, dafür dass die MI nach eigenen Aussagen durch diese Klagen mit den Filesharern erstmal in Kontakt kommen wollten :roll:


Naja..was sollst...mal sollte halt die gängigen Tipps befolgen, einfachnciht browsen lassen, Provider wählen der die IPs nicht mitloggt bzw speichert und nach Möglichkeit Netze benutzen die Partsharing unterstützen und das schöne Wetter geniessen .....

Naja....mit solchen Massnahmen gewinnt die MI auf jeden Fall keine Kunden zurück..
Durch sowas reissen die ihr eh schon mehr asl schlechtes Image nur noch mehr ins Bodenlosen...und was hats in den USA gebracht...die Leute sharen ihre Sachen inzwischen über Mute oder eben über ihren Messenger, womit jegliche Möglichkeit der Kotrolle der MI dahin ist



und zu den 8000 Euro....vor noch nciht ma einer Woche wurde nen ehemaliger Priester wegen sexuellen Missbrauches eine ehemaligen Messdieners(also eines Schutzbefohlenden) zu 9000euro verurteilt..
Gott segne Deutschland und seine Lobbyisten
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Alt 08.06.2004, 14:15   # 3
_Macromonium_
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Zitat:
Zitat von seba79
und zu den 8000 Euro....vor noch nicht ma einer Woche wurde nen ehemaliger Priester wegen sexuellen Missbrauches eine ehemaligen Messdieners(also eines Schutzbefohlenden) zu 9000euro verurteilt..
Gott segne Deutschland und seine Lobbyisten


Ich find's zum Kotzen. Klar ist es nicht in Ordnung, wenn man so viele MP3s [geklaut] hat (möcht mal wissen, welchen kleinen Burchteil der überhaupt davon angehört hat), aber 8 000 Euronen ist schon ne happige Strafe.
V.a. tut die MI wieder so, als hätte er jeden einzelnen titel geklaut. Abver ich bin mir sicher, dass der höchstens 1%, gäbe is kein Filesharing, davon gekauft hätte.
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Alt 08.06.2004, 14:17   # 4
hobbyesel
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Tja..... Das ist natürlich schlecht...... :schock:
ICh habe es aber nicht so richtig verstanden...... müssen nun die Provider die Daten rausgeben oder wie????? Und welche Provider geben die Daten raus?????? Doch ich kann nur ein sagen
BOYKOTTIERT DIE MUSIKINDUSTRIE!!!!
Und meinene die Ernsthaft dass der jenige der verklagt wurde noch mal in seinem Leben Musik CD's kaufen wird???
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Alt 08.06.2004, 14:25   # 5
seba79
 
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Zitat:
Zitat von The Alex B.
ICh habe es aber nicht so richtig verstanden...... müssen nun die Provider die Daten rausgeben oder wie????? Und welche Provider geben die Daten raus?????? Doch ich kann nur ein sagen
Aaalso..die Provider müssen nicht die IPs mitloggen bzw speichern, im Gegenteil, es wird sogar stark von Verbraucherschutzverbänden kritisiert.
wenn die allerdings mitloggen, dann müssen sie mit einem richterlichem Beschluss diese Daten rausgeben, wenn sie nicht mitloggen, dann können sie es weden, noch müssen sie es.
Freenet loggt bei DSL definitiv nicht mit, meines Wissens QSL, bei dyn IPS auch nicht. Die einzelnen Provider geben dir Auskunft, ob und wie lange sie mitloggen, frage dort am besten nach, wenn du es näher wissen möchtest :wink:
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Alt 08.06.2004, 14:29   # 6
graf duckula
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die relation der strafen ist mal wieder fragwürdig.
bei ihm belaufen sich 80 tagessätze auf 400€ also verdient er wirklich verdammt wenig. und dann sone hohe strafe? der kommt doch ewig nicht mehr von den schulden runter, wie soll er dann noch musik kaufen können?
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Alt 08.06.2004, 22:55   # 7
dervirus
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8000 euro für 8000geklaute mp3s VS 9000 euro für sexuellen missbrauch minderjähriger


LOL! deutschland und sein rechtssystem
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Alt 09.06.2004, 13:45   # 8
redcloud
 
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... also seid mir jetzt nicht böse, aber wenn ich mal kurz nachrechne, hat der Junge weniger oder gerade mal soviel zu zahlen (~ 1.- € pro Song), als er bei aktuellen, legalen Online-Musikanbietern zahlen hätte müssen. Insofern scheint's ja fast noch nen Geschäft zu sein...

...um ehrlich zu sein, hatte ich ein drakonischeres Strafmaß erwartet, auch wenn`s jetzt in diesem Fall einen erwischt hat, der nicht gerade zu den Begüterten gehört, insofern schätze ich mich einmal mehr glücklich, nicht in Amiland zu leben. Leid tun mir die jetzt in diese Welle Geratenen deswegen, weil sie jetzt für eine Fehlentwicklung der Musikindustrie und der Urheberrechte herhalten müssen, wonach in ein paar Jahren, wahrscheinlich grade dann, wenn die Jungs ihren durch die Strafen entstandenen Schuldenberg abgezahlt haben, kein Hahn mehr nach kräht...

Deswegen werde ich für meinen Teil umso sturer die MI boykottieren und keine Partei, die eine solche Gesetzgebung unterstützt, wählen...

Daß die finanzielle Strafe in keiner Relation zum angegebenen Beispiel des sexuellen Mißbrauchs Jugendlicher steht, steht außer Frage, es wundert mich, daß eine solche Straftat überhaupt mit Geld gesühnt werden kann
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Alt 10.06.2004, 21:00   # 9
Mikesch1
 
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Mal eins zur Klarstellung::: Es gibt gar kein Urteil sondern nur einen Vergleich und damit sind wir in der Sache genauso schlau wie vorher :cry: :cry:
Die MI hat dem Jungen und seinen Eltern wahrscheinlcih soviel Druck gemacht, dass sie sich zu diesem Vergleich haben bewegen lassen. Mir ist bisher noch kein Urteil bekanntgeworden in dem ein Richter jemanden zu Schadenersatz oder sonstwas verurteilt hätte. Nicht umsonst versucht die MI immer solche Vergleiche aussergerichtlich hinzukriegen, denn wie ein Urteil in letzter Instanz aussehen würde ist nämlich völlig offen
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Alt 10.06.2004, 21:13   # 10
graf duckula
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Zitat:
Zitat von redcloud
...Deswegen werde ich für meinen Teil umso sturer die MI boykottieren und keine Partei, die eine solche Gesetzgebung unterstützt, wählen...
weißt du grad mal so welche partei das wie sieht? sollte ich am sonntag nämlich berücksichtigen...
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Alt 10.06.2004, 22:57   # 11
Spunky
 
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Zitat:
Zitat von graf duckula
weißt du grad mal so welche partei das wie sieht? sollte ich am sonntag nämlich berücksichtigen...
Derzeit ist es glaube ich so, dass sich CDU/CSU und die FDP mehr auf die Seite der Musikindustrie stellen. Die SPD hält sich ziehmlich raus.

Ganz sicher bin ich mir bei den Grünen. Die haben ganz klar Stellung gegen die Musikindustrie bezogen und nicht zuletzt mit Aktionen wie Burn-Baby-Burn auf sich und ihre Meinung zu dem Thema aufmerksam gemacht.

Spunky
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Alt 10.06.2004, 23:13   # 12
seba79
 
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Ich würde auch sagen die Grünen!
Die habem schon einige Kampganen gestartet in dieser Sache.

Naja...ich habe nie etwas davn gehört das die SPD den Schutz der Verbaucher in dieser Sache versucht durchzusetzen und etwas versucht dagegen zu unternehmen, dass die MI anscheinend versucht einen Grossteil der Bevölkerung zu kriminalisieren...Verbraucherfreundlichkeit oder Ähnliches, merke ich bei denen schon lange nicht mehr...
zu CDU und FDP kein Kommentar...


Zitat:
Zitat von Mikesch1
Mal eins zur Klarstellung::: Es gibt gar kein Urteil sondern nur einen Vergleich und damit sind wir in der Sache genauso schlau wie vorher :cry: :cry:
Die MI hat dem Jungen und seinen Eltern wahrscheinlcih soviel Druck gemacht, dass sie sich zu diesem Vergleich haben bewegen lassen. Mir ist bisher noch kein Urteil bekanntgeworden in dem ein Richter jemanden zu Schadenersatz oder sonstwas verurteilt hätte. Nicht umsonst versucht die MI immer solche Vergleiche aussergerichtlich hinzukriegen, denn wie ein Urteil in letzter Instanz aussehen würde ist nämlich völlig offen
Ja..stimmt natürlich. Und im Grunde was das ganze genau die gleiche Erpressung, wie sie der RIAA in den USA von vielen vorgeworfen wird...
Entweder du zahlst, oder jedes IFPI-Label verklagt dich einzelnd.
Selbst wenn der Richter dann sagt, dass kein Schaden oder nur nen sehr geringen überhaupt entspandern oder nachgewiesen werden kann, darst du schon die Kosten für Anwalt und Co blechen..und das gleich für 6 einzelne Fälle...


Hier noch mal nen interessanter Auszug aus einem Spiegel-Artikel:

Zitat:
Bemerkenswert findet Jun(anwalt eines Angeklagten), dass die Gruppe "wir" neben drei Polizeibeamten und einem kommunalen Beamten als Zeugen, auch aus einem Mitarbeiter der Firma proMedia bestand, die "ja wohl mit der Klägerseite verbunden ist".

Das ist sie tatsächlich. Die Aufgaben der proMedia GmbH aus Hamburg beschrieb Phonoverbandschef Gerd Gebhardt im Februar 2004 in einer Pressemitteilung zu Raubkopie-Razzien auf Flohmärkten und einer Hausdurchsuchung bei einem illegalen CD-Produktionswerk...
Was ist das für eine Auffassung von Rechtsstaat, wenn bei Hausdurchsuchungen, die ja wohl ganz klar unter hoheitsrechtliche Aufgaben fallen, nicht nur von den dementsprechenden Behörden durchgeführt werden, sondern schon Mitarbeiter der MI mit bei dir ins Haus latschen

Sehr objektive starfrechtliche Ermittlungsarbeit, scheint das ja wohl gewesen zu sein
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Alt 11.06.2004, 09:36   # 13
redcloud
 
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Beiträge: 514
http://www2.rz.hu-berlin.de/fpm/works/fahrenkrog.htm

ich bin noch am suchen. Die Analyse ist von 2003 und seitdem hat sich ja wieder einiges geändert...

Zitat:
Sehr objektive starfrechtliche Ermittlungsarbeit, scheint das ja wohl gewesen zu sein
...das scheint mir doch schonmal nen perfekter Grund zu sein, einen etwaigen Prozeß gar nicht fürchten zu müssen, sondern wegen schwerer Fehler in der Beweisaufnahme und Befangenheit u.ä. gleich wieder platzen zu lassen ???
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Alt 26.05.2012, 06:02 # --
News Flash
 
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