Evolution ist normalerweise ein langwieriger Prozess aus Mutation Selektion, an dessen Ende ein perfekt angepasster Organismus steht. Auch Computerviren unterliegen diesem Vorgang, auch wenn er bei ihnen die Mutation künstlich durch einen Programmierer und die Selektion durch einen Virenscanner herbeigeführt wird.
ach die kinder :eyegrazy: wieso gehen die nicht auf den fussballplatz wie wir damals?
04.05.2004, 21:58
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3
delforcer
...ist anders...
Registriert seit: 05.10.2002
Beiträge: 6.121
ich sehe es anders, von krieg wuerde ich nicht reden, und auch nicht das es schlecht ist. denn die meisten davon, die selbst schreiben, die haben ahnung. und nehmen wir mal die altersklasse von 16, dann denke ich mal, das die zukunft innovativ bleibt...
del/FTF
PS: schlechtes hat auhc seine guten aspekte...
08.05.2004, 13:24
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4
seba79
Registriert seit: 21.04.2003
Beiträge: 1.706
sooo...den Sasser-Entwickler haben sie jetzt wohl
Zitat:
Wurm von der Wümme
Ein 18-Jähriger aus Norddeutschland soll den Computerschädling "Sasser" programmiert haben, der weltweit Millionenschäden anrichtete.
In dem Dorf Waffensen nahe dem niedersächsischen Rotenburg an der Wümme scheint die Welt noch in Ordnung: Der Gasthof "Eichenhof" lockt mit gemütlicher Kaminschenke, Bauer Poppe um die Ecke verkauft Fleisch und Marmelade aus eigener Produktion, und bislang brachte allein der Shanty-Chor einen Hauch der großen, weiten Welt in den norddeutschen Heideflecken. Das dürfte sich in dieser Woche ändern, das beschauliche Örtchen könnte bald weltweit bekannt werden.
Denn in einem schlichten Waffensener Rotklinkerhaus mit Steingarten wurde offenbar der Computerwurm "Sasser" geboren, der in der vergangenen Woche international für Schlagzeilen sorgte und weltweit Schäden in Millionenhöhe verursachte, vor allem in Europa, den USA und in Asien.
Seit Anfang Mai hatten Polizeiexperten in aller Welt den Erfinder des verheerenden Sabotage-Programms gesucht. FBI und CIA waren eingeschaltet, Experten wähnten den geheimnisvollen Spezialisten irgendwo in Russland. Von wegen: Der mutmaßliche Übeltäter heißt Sven J., hat gerade seinen Realschulabschluss gemacht und den Wunsch, das Abitur nachzuholen und Informatik zu studieren.
Beamte des Landeskriminalamts Hannover und der Staatsanwaltschaft durchsuchten am Freitagabend vergangener Woche das Haus seiner Eltern in Waffensen und stellten zahlreiche Beweismittel sicher. Der Junge legte sofort ein Geständnis ab.
Seine Fähigkeiten, auch ohne Studium, nötigen Experten weltweit Respekt ab. Denn Sasser nutzt eine Lücke im Betriebssystem der Microsoft-Programme Windows XP und Windows 2000. Computerwürmer, spezielle Formen von Viren, verbreiten sich üblicherweise über E-Mails. "Sasser hingegen springt automatisch von einem Rechner zum anderen, sobald die beiden über das Internet eine Verbindung aufnehmen", sagt der Anti-Viren-Experte Gernot Hacker.
Tödlich war Sasser nicht für die Computer. Er sorgte aber dafür, dass Programme immer wieder neu starteten und die Rechner so blockierten.
Die Folgen waren fatal. British Airways klagte über stundenlange Verspätungen der Flüge, die britische Küstenwache musste zu altmodischen Seekarten greifen, und an deutschen Postbankschaltern arbeiteten Angestellte wieder mit Papier und Kugelschreiber. Weltweit befiel der Wurm wohl mehr als 1,5 Millionen Computer.
Selbst die Investmentbank Goldman Sachs und die US-Fluggesellschaft Delta Airlines litten unter Ausfällen ihrer EDV-Netze, es traf die Post in Taiwan, Krankenhäuser und Ministerien in Hongkong.
Zwar lieferte Microsoft umgehend ein Entfernungsprogramm, doch der Schaden war oft nicht mehr zu verhindern. Zu schnell und anfangs meist unbemerkt verbreitete sich der Wurm. Trotz intensiver Suche gelang es zunächst weder dem Software-Giganten aus Seattle, der bis zu 250 000 Dollar Kopfgeld für die Enttarnung von Virus-Programmierern zahlt, noch diversen Polizeibehörden und Geheimdiensten, Sassers Vater zu entdecken.
Wie zum Hohn begann in der Nacht zum vergangenen Dienstag auch noch der Wurm "Netsky.ac", die Sasser-Opfer und die Microsoft-Experten zu verspotten. Im Code dieses Schädlings steckte eine Botschaft: "Do you know that we have programmed the sasser virus?!? Yeah, that's true."
Das forderte die US-Spezialisten offenbar heraus, sie sollen bei der Enttarnung des jungen Mannes aus Waffensen geholfen haben. Dessen Motiv war bis Freitagabend noch unklar. Vielleicht wollte er auch seiner Mutter Aufträge beschaffen: Denn die betreibt eine Firma, die Computerbesitzern in Not hilft.
hab auch grad im videotext gelesen, dass man angeblich die programmierer von PHATBOT (trojaner) in baden-württemberg festgenommen wurde.
08.05.2004, 15:26
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6
seba79
Registriert seit: 21.04.2003
Beiträge: 1.706
jupp..habs grade auch in den Nachrichten gehört..
nen 21 jöhriger aud BW der mit zusammen mit anderen Phatbot entwickelt hat wurde festgenommen.
hat angeblich bereits gestanden...
08.05.2004, 16:09
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7
HellDiver
Registriert seit: 29.11.2002
Beiträge: 182
Zitat:
denn die meisten davon, die selbst schreiben, die haben ahnung. und nehmen wir mal die altersklasse von 16, dann denke ich mal, das die zukunft innovativ bleibt...
Das sehe ich anders...warum in aller Welt müssen sie ihr Können unter Beweis stellen, indem sie Viren programmieren, in Umlauf bringen und Schäden in Millionenhöhe verursachen? Respekt vor ihrem Wissen, aber wozu sollten Viren gut sein? Um Sicherheitslöcher zu schließen, die sonst nicht auffallen würden? Um dann das nächste Risiko zu eliminieren...und immer weiter & weiter? Das Geld könnte wohl auch sinnvoller angelegt werden...abgesehen davon sind de facto auch Institutionen betroffen, in denen es um Menschenleben & Existenzen geht. Wer sagt denn, daß nicht irgendwann einmal ein Virus auftacht, der alles lahmlegt? Wenn man bedenkt, wieviele Dinge heute schon computergesteuert sind... Und wenn ein mittelständischer Betrieb auf Grund solcher Attacken Personal abbaut, weil er beispielsweise wichtige Daten verloren hat, möchte ich denjenigen ohne Arbeit mal sehen, der dann noch ruft: "Preiset den Herrn, der Tag der Innovation ist da! Gelobet sei der Programmierer! Halleluja!"
Wenn Jugendliche Steine von einer Brücke werfen, könnte man dann auch derart argumentieren...prima, dann können die Automobilhersteller ihre Fahrzeuge auf ihre Sicherheit testen und gegebenenfalls verbessern. Innovation par excellence!
Ich weiß, daß dieser Vergleich wieder vielen nicht gefallen wird, aber manchmal muß man es eben überspitzt formulieren :wink:
Wer Viren nur programmiert, um Risiken aufzeigen zu können, hat meinen Segen, jeder, der sie wissentlich in Umlauf bringt, um der Gesellschaft und damit auch mir zu schaden, möge sich bei mir melden. Den passenden Rahmen für seine zukünftigen Aktivitäten haben wir schon vorbereitet...
Greetz,
Hell
08.05.2004, 16:21
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8
redcloud
Registriert seit: 04.11.2003
Beiträge: 514
der Bub is jetzt erstmal wieder auf freien Fuß gesetzt und hat unter anderem Schadensersatzklagen in beträchtlicher Höhe zu erwarten...ein feiner Start ins Erwachsenenleben
08.05.2004, 16:58
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9
delforcer
...ist anders...
Registriert seit: 05.10.2002
Beiträge: 6.121
es koennte ihm, wie schon einigen anderen, dennoch ein guter job erwarten.
weil der die art und weise des virenbaus kennt, sich allgemein gut auskennt, sowas kann auch ein start in eine gute karriere sein, auch wenn er vorbestraft ist. und wir immernoch in deutschland sind...