Burn, Baby, Burn

Alt 16.03.2004, 08:51   # 1
jimihendrix
Unser Jimi
 
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Heute zum Weltverbrauchertag haben die GRÜNEN eine E-Mail Kampagne gegen die Musikundustrie gestartet, die dem Recht auf Privatkopie dienen soll

Hier der Link

http://www.gruene-partei.de/rsvgn/rs...,,55806,00.htm
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Alt 16.03.2004, 09:54   # 2
_Macromonium_
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Über den Sinn lässt sich streiten, aber auf alle Fälle ne gute Idee
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Alt 16.03.2004, 10:14   # 3
Druide
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Zumindest liest es sich gut, wenngleich es auch nix neues ist. Leider weiß man nie, wer alles Kopien der mails bekommt und wer alles was mit den emailadressen macht. Ich schick da nix ab.

Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass irgend jemand in der Musikindustrie sich dafür interessiert; es sei denn, um an mail-adressen von offensichtlichen File-Sharern zu kommen. An die Sicherheitskopie glaubt doch eh keiner; meist sicher berechtigt.

Na, und ne e-card an Freunde ? Da lässt sich in Foren wie diesem hier viel besser über die ungerechte Politik jammern.

Aja, die Politiker; sie wären die richtige Adresse für solche Mails, denn sie beschließen die entsprechenden Gesetze.

Aber da sitzen ja im Moment auch die Grünen, also die Initiatoren der Kampagne ... :roll:
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Alt 16.03.2004, 10:26   # 4
Khor
 
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Das Problem ist ja, daß das ganze Drama auf EU-Ebene abläuft. Und der deutsche Gesetztgeber das nur noch umsetzen darf. Von der Idee her mag ich ja die Kampagne. Aber sie ist mir etwas zu 'scharf', weil sie wieder Tauschbörsen mit einbezieht. Ich will ganz unabhängig davon einfach wie früher unter bekannten Musik austauschen können, die ohne technische Kniffe (die kriminell sind) im Auto hören können. Warum extra auf P2P rumreiten? Einfach wieder ungestört CDs kaufen können wäre ein Traum. (Wobei es mir auch reicht, wenn nur der absolute Mainstream kopiergeschützt ist )
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Alt 16.03.2004, 11:52   # 5
GenomInc
 
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ich habe jetzt einfach mal die grünen direkt angeschrieben und um auskunft gebeten wie die kampange lauft und wie die teilnehmer zahlen sind. ich bin ja mal gespannt was sie antworten werdenund ob sie es überhaupt tun.

<>< Torsten
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Alt 16.03.2004, 12:51   # 6
redcloud
 
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@genom:

An der Antwort wäre ich sehr interressiert. Wäre schön, wenn du das dann hier postest.

@Khor:

Filesharing ist die konsequente Fortsetzug des Bedürftnisses, mit anderen (von mir aus auch nur mit deinen Bekannten) zu tauschen ins digitale Zeitalter übersetzt, dafür müssen für alle Seiten halbwegs gerechte Regelungen gefunden werden.
Gerecht heißt für mich aber nicht, überzogenen Forderungen seitens verschiedener Lobbys Folge leisten zu müssen, weil ich ansonsten krimminalisiert werde.
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Alt 16.03.2004, 13:13   # 7
paperstreetsoapcompany
 
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ist doch toll!
sollten mal mehr parteien machen!
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Alt 16.03.2004, 13:43   # 8
GenomInc
 
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Zitat:
Zitat von redcloud
@genom:

An der Antwort wäre ich sehr interressiert. Wäre schön, wenn du das dann hier postest.
Deswegen habe ich ja die Frage auch an die grünnen geschrieben
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Alt 16.03.2004, 14:33   # 9
Spunky
 
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Ich finde die Kampagne super und ob sie Sinn macht, wird sich bei den Usern zeigen, die mitmachen. Wenn es nur ein paar sind, dann war die Aktion für die Katz, nur wenn es viele sind, dann hat die Sache eine Wirkung.

Ich finds jedenfalls klasse, dass man in einer Card die ganze Musikindustrie anschreiben kann. Dass die damit meine eMail Addi haben stört mich weniger, ich steh wahrscheinlich eh schon im Haßbuch der Musikindustrie :eyegrazy:

@Druide
Da kann ich Dir nicht zustimmen. Ich finde es traurig, dass immer alle User in einen Topf geschmissen werden. Jedem User wird generell unterstellt, dass er wie Hölle Musik aus dem Netz zieht, keine CD's mehr kauft und Sicherheitskopien nur ein Vorwand sind. Das kann es doch nicht sein ....

Ich bin durchaus der Meinung, dass dem ganzen Filesharing ein Riegel vorgeschoben werden muss, denn so wie's jetzt läuft geht es einfach nicht weiter. Knackpunkt aus meiner Sicht ist aber die Musikindustrie, die sich endlich von Ihrer Abzocke verabschieden muss!

Spunky
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Alt 16.03.2004, 16:33   # 10
Druide
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Zitat:
Zitat von Spunky
...
@Druide
Da kann ich Dir nicht zustimmen. Ich finde es traurig, dass immer alle User in einen Topf geschmissen werden. Jedem User wird generell unterstellt, dass er wie Hölle Musik aus dem Netz zieht, keine CD's mehr kauft und Sicherheitskopien nur ein Vorwand sind. Das kann es doch nicht sein ....
Nun, das sind ja 2 verschiedene Hüte. Einmal die, die legal oder illegal saugen und die, die ne Sicherheitskopie haben wollen und deshalb den Kopierschutz umgehen. Niemand gibt den Wunsch nach einer Sicherheitskopie als Grund für´s Sharen an.

Zum Punkt Sicherheitskopie muss der Gestzgeber dringend einschreiten; wie ist mir egal. Wichtig ist nur, dass ich Ersatz für eine defekte CD/DVD habe/bekomme, und dass ich sie auf jedem Gerät abspielen kann !


Zitat:
Zitat von Spunky
Ich bin durchaus der Meinung, dass dem ganzen Filesharing ein Riegel vorgeschoben werden muss, denn so wie's jetzt läuft geht es einfach nicht weiter. Knackpunkt aus meiner Sicht ist aber die Musikindustrie, die sich endlich von Ihrer Abzocke verabschieden muss!

Spunky
Voll einverstanden !
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Alt 16.03.2004, 17:10   # 11
Mikesch1
 
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und im übrigen war diese EU Richtlinie im Ursprung nur gegen die professionellen Raubkopierer / Geld verdienen, angedacht vor Jahren :evil2: :evil2: :evil2: und das find ich auch völlig i.O., die gehören auch aus dem Verkehr gezogen
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Alt 16.03.2004, 19:48   # 12
Druide
Netzweltpionier
 
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Beitrag von Patrick#1, der übersehen hatte, dass es schon einen Thread zu diesem Thema gibt. :wink:



Zitat:
Zitat von Patrick#1
In Zeiten des Wahlkampfs hätte man es wahrscheinlich damit abgetan, dass Die
Grünen Wählerstimmen ergattern wollen, doch die Partei scheint wirklich ein
Anliegen daran zu haben, dass Privatanwender das Recht auf eine Privatkopie
haben.

Am heutigen Welterverbrauchertag gab eine Sprecherin der Partei bekannt, dass
sich der Verbraucherschutz nicht auf Gebrauchs- oder Lebensmittel beschränken
würde, sondern auch Musik in dieses Segment fallen würde. Man ging sogar weiter
und warf der Musikindustrie vor, dass diese die Rechte der Verbraucher
untergraben würde.

"Verbraucherschutz erstreckt sich nicht nur auf Lebensmittel."

So würde man auf über 40 Prozent aller verkauften CDs schon heute einen
Kopierschutz vorfinden, der nicht nur das ungeschriebene Recht auf Privatkopien
verhindern, sondern gleichzeitg auch die Qualität der Ware senken würde. Da
besonders ältere CD-Player oft Probleme mit den Kopierschutzsystemen haben
und die CDs falsch oder gar nicht abspielen können, seien diese umstritten.

"Die CDs sind digital zerkratzt."

Auf der offiziellen Website Der Grünen kann man heute und auch in den
kommenden Tagen eine Protestpostkarte an die Musikindustrie verschicken, um
diese auf die Missstände hinzuweisen. Ob sich Sony und Co. durch provokante
Fragen beeindrucken lassen und zum Nachdenken und Umdenken gebracht
werden sei dahingestellt, dennoch ist die Aktion im Grundsatz sicher positiv zu
sehen.
In der Protest Postkarte die man verschicken kann steht folgender Text drine:Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich bin für den Schutz der Privatkopie bei Musik-Cds. Bitte beantworten Sie mir die folgenden Fragen:

- Warum sind CDs inzwischen so teuer? Ich würde gerne mehr CDs kaufen, wenn sie billiger wären.
- Ich habe kürzlich eine CD gekauft, die auf meinem alten CD-Player nicht läuft. Warum verärgern Sie uns VerbraucherInnen, indem Sie bewußt "digital zerkratzte" CDs auf den Markt bringen?
- Warum ermöglichen Sie uns nicht eine bestimmte Anzahl von Privatkopien von gekauften CDs, damit ich sie im CD-Spieler, im Disc-Man, auf dem PC und im Auto hören kann?
- Warum suggerieren Sie in den Kampagnen Ihres Dachverbandes, dass wir kriminell sind, wenn wir mal einen Song von einer Tauschbörse runterladen?
- Sind Sie generell für die Privatkopie und wenn ja, für wie viele?
- Was halten Sie von einer Online-Vergütungesellschaft, die Pauschalgebühren u.a. für Filesharing erheben könnte?
- Ich benutze wie immer mehr BürgerInnen das Betriebssystem Linux. Werde ich denn damit zukünftig die Möglichkeit haben, die neuen kommerziellen Online-Download-Angebote (phonoline.de, etc.) mit Linux auch zu nutzen?
- Ich benutze einen anderen Browser als den Internet Explorer. Kann ich damit kommerzielle Download-Angebote nutzen?
- Ich habe mir erst vor einem Jahr einen teuren MP3-Player gekauft. Werde ich auch zukünftig meine Lieder darauf kopieren können (die ich wahlweise von kommerziellen Angebote aus dem Internet kaufe, bzw. neue CDs, die ich erwerbe)?
- Was halten Sie von einer Musikflatrate? Ich könnte sie mir als KonsumentIn schon vorstellen und würde es mir wünschen, einen monatlichen Pauschalbetrag zu bezahlen, wenn ich dafür jederzeit Zugriff auf einen großen Musikkatalog habe.
- Wenn Sie mit einem Kopierschutz illegales Kopieren Ihrer CDs verhindern wollen, wie kann ich dann legale Kopien anfertigen? Glauben Sie, dass ein Kopierschutz gegen professionelle Raubkopierer überhaupt wirksam ist?

Vielen Dank für eine Antwort!

Mit freundlichen Grüßen




"Glauben Sie, dass ein Kopierschutz gegen professionelle Raubkopierer überhaupt
wirksam ist?"

http://www.gruene-service.de/e-cards...p?mandant_id=2
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Alt 17.03.2004, 20:44   # 13
Patrick#1
Shareaza-Spezi
 
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Ich habe so eine Protestkarte an die Musikindustrie geschickt und heute habe ich von denne eine Antwort bekommen:

Hallo Musikfreund,

vielen Dank für die eCard. Gern geben wir Ihnen Antworten auf Ihre
(vorformulierten) Fragen.

- Warum sind CDs inzwischen so teuer? Ich würde gerne mehr CDs kaufen,
wenn sie billiger wären.

Die CD-Preise sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den letzten
zehn Jahren inflationsbereinigt um 10,6% gesunken! Diese Zahl widerlegt das
weit verbreitete, aber falsche Vorurteil, die Preise für CDs seien
gestiegen. Dagegen haben andere Kulturprodukte Preissteigerungen deutlich
über den allgemeinen Lebenshaltungskosten zu verzeichnen. So sind die Preise
für Bücher seit 1992 um 24,4%, Rundfunkgebühren um 34,8%, Theaterkarten um
41,2% und Tages- und Wochenzeitungen sogar um 50,7% gestiegen. Außerdem sind
die Preise für CDs nach einer Studie im Auftrag des englischen
Wirtschaftsministeriums in Deutschland die niedrigsten in Westeuropa.

Im Übrigen: Ich darf den Preis für eine CD nicht mit dem Preis eines
CD-Rohlings vergleichen. Bespielte Tonträger kosten ihren Preis, wofür
jedoch die Fertigungskosten zuallerletzt verantwortlich sind. Entgegen dem
allgemeinen Sprachgebrauch zahlt man nämlich eigentlich nicht für "eine CD",
sondern für die Musik, die auf ihr gespeichert ist. Musik ist teuer: In
erster Linie müssen Komponisten und Textdichter für ihre Schöpfungen einen
fairen Ertrag erzielen können, ebenso wie die Interpreten für ihre kreativen
Leistungen. Sie können ihre Arbeitsergebnisse ebensowenig verschenken wie
der Bäcker, der seine Brötchen verkaufen muss. Bei einem autorisierten
Tonträger sind die pro verkauften Tonträger anfallenden Lizenzen einer der
größten Kostenfaktoren. Sie machen meist mehr als ein Drittel des
Abgabepreises an den Handel aus. Den Rest zehren Ausgaben für die
(künstlerische) Produktion der Musikaufnahmen und für Promotionmaßnahmen
(Werbung, einschließlich Musikvideos), eine Risikoumlage ("Ausgleich für
Flops", denn nur 15 - 20% aller Neuerscheinungen spielen ihre Kosten ein),
ferner Kosten für Fertigung, Konfektionierung, Vertrieb und Verwaltung
weitgehend auf. Der am Ende verbleibende Gewinn fällt deshalb meist
erstaunlich bescheiden aus.

- Ich habe kürzlich eine CD gekauft, die auf meinem alten CD-Player
nicht läuft. Warum verärgern Sie uns VerbraucherInnen, indem Sie bewußt
"digital zerkratzte" CDs auf den Markt bringen?

Der Einsatz von Kopierschutz ist die Antwort auf das massenhafte Kopieren
von Musik. Die Schere zwischen Musikkopien und verkauften
Original-Tonträgern geht immer weiter auseinander. Abspielprobleme auf
CD-Playern sind Einzelfälle. Durch konsequente Weiterentwicklung des
Kopierschutzes werden diese bald der Vergangenheit angehören.

- Warum ermöglichen Sie uns nicht eine bestimmte Anzahl von
Privatkopien von gekauften CDs, damit ich sie im CD-Spieler, im Disc-Man,
auf dem PC und im Auto hören kann?

Derzeit ist für Audio-CDs nur eine Alles-oder-Nichts-Lösung technisch
machbar. Außerdem: Schon heute wird die Privatkopie massenhaft missbraucht,
d.h. es werden insbesondere Kopien zur Weitergabe an andere hergestellt.

- Warum suggerieren Sie in den Kampagnen Ihres Dachverbandes, dass wir
kriminell sind, wenn wir mal einen Song von einer Tauschbörse runterladen?

Es wird nicht "mal ein Song" von einer Tauschbörse heruntergeladen, sondern
es waren im letzten Jahr rund 600 Millionen Downloads!
Es gibt hierzu eine ausdrückliche gesetzliche Regelung: Privatkopien von
offensichtlich rechtswidrig hergestellten Vorlagen sind illegal. 74% aller
Nutzer von sog. Tauschbörsen wissen, dass die dort angebotenen
Musikaufnahmen fast ausschließlich ohne Einwilligung der Rechteinhaber zum
Download angeboten werden. Der Download solcher illegalen Angebote ist daher
unzulässig.

- Sind Sie generell für die Privatkopie und wenn ja, für wie viele?

Das Kopieren von Musik ist für viele ganz selbstverständlich geworden, weil
sich immer weniger klar machen, dass Künstler und Produzenten nicht von
kopierter Musik leben können, sondern nur von verkaufter. In der jetzigen
Form ist das massenhafte Privatkopieren eine Gefahr für den Musikmarkt,
behindert sie doch den Aufbau neuer Vertriebswege für Musik. Dazu gehört
zukünftig auch der Verkauf von Kopierrechten, d.h. ich kann zwischen
verschiedenen Produktvarianten (mit und ohne Kopiermöglichkeit) mit
unterschiedlichen Preisen wählen.

- Was halten Sie von einer Online-Vergütungesellschaft, die Pauschalgebühren
u.a. für Filesharing erheben könnte?

Mit Pauschalgebühren lassen sich die Investitionen in neue Musikproduktionen
nicht finanzieren. Das zeigen schon die Erfahrungen mit der
Pauschalvergütung für die Privatkopie, die nur einen Bruchteil des Wertes
der angefertigten Kopien ausgleichen. Außerdem sind Pauschalgebühren
ungerecht, da sie nicht die tatsächliche Nutzung vergüten.

- Ich benutze wie immer mehr BürgerInnen das Betriebssystem Linux. Werde ich
denn damit zukünftig die Möglichkeit haben, die neuen kommerziellen
Online-Download-Angebote (phonoline.de, etc.) mit Linux auch zu nutzen?

Ja.

- Ich benutze einen anderen Browser als den Internet Explorer. Kann ich
damit kommerzielle Download-Angebote nutzen?

Ja.

- Ich habe mir erst vor einem Jahr einen teuren MP3-Player gekauft. Werde
ich auch zukünftig meine Lieder darauf kopieren können (die ich wahlweise
von kommerziellen Angebote aus dem Internet kaufe, bzw. neue CDs, die ich
erwerbe)?

In den meisten Online-Angeboten sind die Musikaufnahmen portierbar, sie
können also auf mobile Player überspielt werden.

- Was halten Sie von einer Musikflatrate? Ich könnte sie mir als KonsumentIn
schon vorstellen und würde es mir wünschen, einen monatlichen Pauschalbetrag
zu bezahlen, wenn ich dafür jederzeit Zugriff auf einen großen Musikkatalog
habe.

Es gibt bereits solche kommerziellen Angebote. Aber auch hier gilt: Solche
Angebote müssen wirtschaftlich tragbar sein, d.h. es müssen Erträge erzielt
werden, mit denen neue Produktionen finanziert werden können. Musik kann
nicht verschenkt werden.

- Wenn Sie mit einem Kopierschutz illegales Kopieren Ihrer CDs verhindern
wollen, wie kann ich dann legale Kopien anfertigen? Glauben Sie, dass ein
Kopierschutz gegen professionelle Raubkopierer überhaupt wirksam ist?

Derzeit verhindert der Kopierschutz auch bestimmte Formen von Privatkopien
(während aber beispielsweise analoge Kopien nach wie vor möglich sind), doch
wird dies zunehmend durch andere legale Musikangebote ausgeglichen. Außerdem
besteht kein Anspruch auf die Privatkopie. Die Privatkopie ist nur dort
zulässig, wo sie technisch möglich ist. Wird sie technisch ausgeschlossen,
so ist sie unzulässig.
Ein Kopierschutz hilft vielleicht nicht gegen professionelle Raubkopierer,
doch nicht nur diese sind ein Problem für die Musikwirtschaft, sondern auch
semi-professionelle Kopierer, die Kopien im Bekannten- und Kollegenkreis
verteilen, sowie massenhaftes Privatkopieren. Der Kopierschutz ist gerade
die Antwort auf dieses massenhafte Kopieren von Musik. Die Schere zwischen
Musikkopien auf CD-Rs und verkauften Original-Tonträgern geht immer weiter
auseinander.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre
Phonoverbände
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Alt 18.03.2004, 00:31   # 14
Spunky
 
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Ich habe ja auch ne eCard abgeschickt, allerdings habe ich die Fragen bearbeitet und nicht die Standard-Fragen abgeschickt. Trotzdem habe ich exakt die gleiche Antwort erhalten wie Du


Hier meine Antwort, die ich heute an die Phonoverbände abgeschickt habe:
Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre (vorformulierte) Antwort. Ich finde es klasse, dass die Musikindustrie Ihren eMail-Verkehr automatisiert hat, was sich hoffentlich in Zukunft in günstigeren CD-Preisen wiederspiegeln wird.

Trotzdem wäre ich Ihnen für die Beantwortung meiner Fragen sehr dankbar, denn die Fragen die Sie mir beantwortet haben, habe ich Ihnen gar nicht gestellt!

Spunky

Mal gucken, ob die sich nochmal melden...

Spunky
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Alt 18.03.2004, 00:38   # 15
GenomInc
 
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hier ist die antwort mail die ich von den grünen auf die Frage nach der ressonanz des Angebotes bekommen habe:
Zitat:
Lieber Torsten,

vielen Dank für deine Mail.
Ich kann dir noch keine Zahlen nennen, aber unser Server hat gestern und heute ziemlich gestöhnt.
Auch bekommen wir zahlreiche Zurschiften.
Was wir wollten haben wir erreicht, nämlich eine spannende politische Diskussion über das Thema.

Mit herzlichem Gruss

Michael Scharfschwerdt

X-Envelope-From: <michael.scharfschwerdt@gruene.de>
X-Envelope-To: <Torsten@igmittelalter.de>
X-Delivery-Time: 1079536787
Received: from mail.bgs.gruene.de ([80.86.167.100]) by mailin.webmailer.de (8.12.10/8.12.10) with ESMTP id i2HFJl34019987 for <Torsten@igmittelalter.de>; Wed, 17 Mar 2004 16:19:47 +0100 (MET)
Message-ID: <40586E08.1070508@gruene.de>
Datum: Wed, 17 Mar 2004 16:26:00 +0100
Von: Michael Scharfschwerdt <michael.scharfschwerdt@gruene.de>
MIME-Version: 1.0
An: Torsten@igmittelalter.de
Betreff: Deine Mail
Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed
Content-Transfer-Encoding: 8bi
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Alt 18.03.2004, 00:47   # 16
seba79
 
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Auch wenn die (noch) keine Zahlen nennen konnten, hats verdient dass die Grünen zurückgeschreiben haben und das offentlichlich nicht nur in Form irgendeines vorformulierten Textes...
Und auch gleich sehr persönlich .."Lieber Thorsten"

Mal sehen wie die Anwort der MI auf Spunky´s Anfrage ausfällt..falls überhaupt was kommt
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Alt 18.03.2004, 01:03   # 17
GenomInc
 
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Seba da gebe ich dir recht dachte eigendlich auch entweder kommt gar nichts oder nur eine Formmail wie von der MI ... *g*
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Alt 18.03.2004, 08:31   # 18
jimihendrix
Unser Jimi
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ja, dann können wir ja jetzt alle die GRÜNEN wählen
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Alt 19.03.2004, 10:46   # 19
Druide
Netzweltpionier
 
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Zitat:
Zitat von seba79
Auch wenn die (noch) keine Zahlen nennen konnten, hats verdient dass die Grünen zurückgeschreiben haben und das offentlichlich nicht nur in Form irgendeines vorformulierten Textes...
Und auch gleich sehr persönlich .."Lieber Thorsten"
Die persönliche Anrede belegt in keiner Weise, dass es sich nicht um eine automatisierte Antwort handelt. Dafür macht mich die Antwortgeschwindigkeit stutzig; knapp 7 Minuten nach Abruf der Mail (die 1 Tag vorher geschickt wurde) ist die Antwort schon unterwegs.
Zitat:
Received: from mail.bgs.gruene.de ([80.86.167.100]) by mailin.webmailer.de (8.12.10/8.12.10) with ESMTP id i2HFJl34019987 for <Torsten@igmittelalter.de>; Wed, 17 Mar 2004 16:19:47 +0100 (MET)
Message-ID: <40586E08.1070508@gruene.de>
Datum: Wed, 17 Mar 2004 16:26:00 +0100
Von: Michael Scharfschwerdt <michael.scharfschwerdt@gruene.de>
Hat Michael in den 30 Stunden nur die Mail von Torsten erhalten ??? Kann nicht sein, denn er schreibt ja:
Zitat:
... , aber unser Server hat gestern und heute ziemlich gestöhnt. Auch bekommen wir zahlreiche Zurschiften.
Also, ich bin nach wie vor sehr skeptisch über den Hintergrund und sehe weiterhin in der Email-Aktion der Grünen nicht etwa den Versuch, die Musikindustrie zum Einlenken zu bewegen, sondern mehr den Versuch, mittels der Email-Antwort ein Unrechtsbewusstsein der User zu wecken, bzw. zu vertiefen.

Unabhängig davon erhält die Musikindustrie auf diese Art und Weise viele Tausend echte Emailadressen von wahrscheinlichen Tauschbörsen-Usern. Clever ! (*fg*)
__________________
8wndhxtvgpen
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Alt 19.03.2004, 11:48   # 20
seba79
 
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Zitat:
Zitat von Druide
Zitat:
Zitat von seba79
Auch wenn die (noch) keine Zahlen nennen konnten, hats verdient dass die Grünen zurückgeschreiben haben und das offentlichlich nicht nur in Form irgendeines vorformulierten Textes...
Und auch gleich sehr persönlich .."Lieber Thorsten"
Die persönliche Anrede belegt in keiner Weise, dass es sich nicht um eine automatisierte Antwort handelt.
Genau Druide...und die Rechtschreibfehler haben sie in ihrem automatisierte Text auch gleich mit eingebaut, damit das Ganze nicht so aufgesetzt wirkt..
Wie zB "Zurschiften " oder "deine" klein geschrieben, obwohl man sowas in solchen Briefen gross schreibt....
  Mit Zitat antworten

Alt 26.05.2012, 07:19 # --
News Flash
 
Benutzerbild von News Flash
 
 
 

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