IG-Metall-Funktionäre wollen Links-Partei gründen
Flaggen der IG Metall
Funktionsträger der IG Metall, die zum Teil mehrere Jahrzehnte der SPD angehören, haben zur Gründung einer neuen Links -Partei aufgerufen. Die SPD habe "sich zur Hauptakteurin des Sozialabbaus und der Umverteilung von unten nach oben entwickelt" und sei zum "Kanzlerwahlverein mutiert", zitiert die Zeitung "Die Welt" aus einem Aufruf "Arbeit & soziale Gerechtigkeit". Das Dokument sei von zwei IG-Metall-Vorstandsmitgliedern und mehreren ersten Bevollmächtigten der Gewerkschaft initiiert worden.
Was sagt ihr dazu ? wenn es wirklich dazu kommt dann ist es der untergang der SPD, dann verlieren sie noch mehr wähler als sie ehh schon verloren haben..
Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...112542,00.html
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14.03.2004, 07:19
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Netzweltpionier
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Soweit ich es auch verstehen kann, eine Chance werden die Befürworter nicht wirklich haben. Und wohl auch keine Unterstützung der Gewerkschaftsführung. Sie mögen zwar zur Zeit nach außen hin mit der SPD ihre Probleme haben; das ist aber immer noch das kleinere Übel.
Denn gerade die Gewerkschaften haben ja in den letzten Jahren begriffen, dass sie nur dann noch stark sind, wenn sie sich zusammenschließen (zB verdi). Für die Politik gilt das gleiche: viele kleine Splitterparteien bringen keinen Vorteil, sondern nur Stimmenverluste. Bleiben sie unter der 5%-Marke, dann sind sogar die Sitze in den Parlamenten gefährdet, das heißt, die Konservativen erhalten mehr Sitze, ohne mehr Stimmen zu haben. Und dann wäre eine solche neue Parteingründung sogar noch kontraproduktiv.
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14.03.2004, 11:56
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3
paperstreetsoapcompany
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Beiträge: 237
warum keine neue partei gründen? wiso keine allternativen schaffen.
ob es ausgerechnet eine partei von gewerkschaften sein sollte steht auf einem anderen blatt.
eine wirklich ernstzunehmende linke partei gibt es nicht.
es stimmt nicht das viele parteien nicht stark genug seien eine regierung zu bilden.
vielleicht brauchen wir in deutschland ja eine regierung aus fünf parteien damit was gscheits rauskommt !
14.03.2004, 17:31
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4
dervirus
Spambot #DerEwigLetzte
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tjaa, ich wuerd ma sagen , dass , wenn dies wirklich passiert , eine katastrophe für die spd ist....
aba is das mein prob ?
ich gehe ma davon aus , dass dies nur eine drohung bleibt , aba keine gründung einer partei folgt...
14.03.2004, 22:11
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5
Spunky
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Beiträge: 1.423
Die Gewerkschaften verhalten sich in meinen Augen schon seit einiger Zeit dermaßen hirnlos, dass es dümmer schon fast nicht mehr geht. Ich erinnere mich da z.B. an den Krach vor nem Jahr ungefähr, wo die Gewerkschaften aus Protest an dem Sozialabbau der SPD-Regierung Gespräche mit der CDU begonnen haben
Und nun diese Schwachsinns-Idee mit einer eigenen Partei ....
Die Gewerkschaften tuen derzeit alles, um den Linken Schaden zuzuführen, denn mit der Gründung einer eigenen Partei wäre der Sieg von CDU/CSU wirklich endgültig besiegelt.
Die Gewerkschaften sollten sich lieber fragen, warum ihnen eigentlich seit mehreren Jahren immer mehr Mitglieder davonlaufen und ob Ihre super-sozial Politik überhaupt noch finanzierbar ist und ob man nicht doch einmal ein bisschen umdenken sollte
Spunky
15.03.2004, 09:52
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6
jimihendrix
Unser Jimi
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Beiträge: 1.361
das liegt ja wohl auch daran, dass die Gewerkschaften immer noch in den 50er Jahre sind, als mehr als 50% der Bevölkerung Arbeiter waren.
Das ist ja nun heute nicht mehr so
15.03.2004, 12:35
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7
Khor
Registriert seit: 28.01.2003
Beiträge: 429
Die Gewerkschaftler täuschen sich selber darüber hinweg, das es Probleme auch bei ihnen gibt. Glauben, daß es alles an der Politik liegt ist doch sehr angenehm.
Und wer die Geschichte von Weimar kennt wird nicht ernsthaft behaupten können, daß eine Regierung aus 5 oder mehr Parteien zur Bewegung fähig ist. Außer zu der, daß sich das System in einer Diktatur aufgelöst hat.
15.03.2004, 14:09
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8
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Netzweltpionier
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Ort: Em Alde Nüss
Beiträge: 2.517
Zitat:
Zitat von Khor
...
Und wer die Geschichte von Weimar kennt wird nicht ernsthaft behaupten können, daß eine Regierung aus 5 oder mehr Parteien zur Bewegung fähig ist. Außer zu der, daß sich das System in einer Diktatur aufgelöst hat.
Nuja, ich denke nicht, dass eine solche Wiederholung der Geschichte möglich wäre. Aber eins zeigen uns Regierungen anderer Lander deutlich; je mehr Parteien in der Regierungsverantwortung stehen, um so weniger Sinnvolles wird geleistet. Und : je kleiner die jeweiligen Parteien, um so mehr versuchen sie, Profil dadurch zu erhalten, dass sie ständig mit Auflösung der Koalition drohen, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Ne ne, die rot-grünen Debatten sind schon schlimm genug.
Die Gewerkschaften nun scheinen nicht damit klar zu kommen, dass ihre große Zeit vorbei ist. In den 60er und 70er Jahren, als wir ein enormes Wirtschaftswachstum hatten ..., ok, da wurden starke Gewerkschaften gebraucht, die dafür sorgten, dass der kleine Arbeitnehmer am steigenden Wohlstand auch entsprechenden Anteil bekam. Aber heute ist nix mehr zu verteilen ! Heute muss die Wirtschaft gestärkt werden, denn sie schafft die Arbeitsplätze, sorgt dafür, dass es überhaupt etwas zu verdienen gibt.
Es wird Zeit, dass die Gewerkschaften dies begreifen.
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15.03.2004, 22:21
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9
Khor
Registriert seit: 28.01.2003
Beiträge: 429
Ich ging auch nicht davon aus, daß wir einen zweiten Hitler bekommen. Nur die Handlungsfähigkeit in Weimar war ja wohl etwas suboptimal.
Naja, das Schlimme: Es sind nicht nur die Gewerkschaften, die es nicht begreifen. Also der Flächentarifvertrag gescheitert ist, und später auch der Streik im Osten. Daraufhin hätten die Arbeitgeberverbände reagieren müssen, und ihrerseits auf Flexibilität drängen. Aber nein, auf einmal halten die den Flächtarif am Leben. Vorher immer dessen Ende gefordert und jetzt? Zu traurig. Leute, es ist Zeit, was zu verändern!