Neues von G.W. -Ist das fair?

Alt 02.12.2003, 19:42   # 1
Mikesch1
 
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mal bischen provokannt gesagt. Er hat nun Gelder für die Entwichlung und eine Machbarkeitsstudie für "sogenannte" kleine A- Bomben in Auftrag gegeben. Wieso deklariert er dann die minderbemittelten " Terroristen" als Verbrecher, wenn sie für paar Dollar, wahrscheinlich sogar aus US Produktion, ein paar kleine Giftcocktails basteln um sich zu wehren :eyegrazy: Das widerspricht aber völlig dem publizierten amerikanischen Gerechtigkeitsprinzips , des Fairplays und der Waffengleichheit :eyegrazy: :cry: total uncool, wie sich heute die Jugend ausdrückt :wink:
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Alt 02.12.2003, 20:26   # 2
jimihendrix
Unser Jimi
 
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Hier die Worte von Rumsfeld dazu

"Reports that say that something hasn't happened are always interesting to me because, as we know, there are known knowns; there are things we know we know. We also know there known unknowns; that is to say we know there are some things we don't know."

auf Deutsch

"Berichte, die sagen, dass etwas nicht passiert ist, finde ich immer interessant, denn wie wir wissen, gibt es Bekanntes, das bekannt ist. Es gibt Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie wissen. Wir wissen auch, dass es bekanntermaßen Unbekanntes gibt. Das heißt, wir wissen, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch Unbekanntes, das unbekannt ist - das, wovon wir nicht wissen, dass wir es nicht wissen."
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Alt 02.12.2003, 20:44   # 3
Mikesch1
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ne, nicht das kann Donald nur im Vollrausch , wahrscheinlich nach der "Siegesparty" gegen den "Terroristen" Saddam, von sich gegeben haben vielleicht sollte er mal wieder " Einer flog übers Kuckuksnest" sich ansehen, hat irgendwie verdammte Ähnlichkeit mit dem , was zur Zeit da abzulaufen scheint
In den 50gern ist doch auch ein Senator aus irgendeinem Wolkenkratzer gesprungen, mit den Worten : Die Russen kommen oder so ähnlich
In der jetzigen Administration scheine eínige wohl auch kurz vorm Absprung, zumindest geben sie sich in der Öffentlichkeit so oder alles nur PR
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Alt 02.12.2003, 22:06   # 4
Gromit
 
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[Provokation an]
ists eigentlich fair, daß wir die Amis in Afghanistan die Drecksarbeit machen lassen, während wir selbst in friedlichen Gegenden mal wieder unsere tolle Moral beweisen. Warum kämpft unsere Bundeswehr in Afghanistan nicht selbst gegen die Terroristen im Süden des Landes? Wohl zu feige und zu arm, die deutschen Hasenfüsse.

In Afghanistan groß den moralischen Menschenrechteverteidiger spielen, aber wenns ernst wird schnell hinter dem Ami in Deckung gehen, lächerlich. Aber dann glauben, die müssten auf uns hören wenns um militärische Fragen geht.

Die deutschen sind zwar wie immer vorne dabei, wenns um Geschrei geht daß Auschwitz sich nicht wiederholen darf (Joschka F. zur Srebenica), aber wenns drum geht was zu machen, dann solls der böse?/gute? Ami richten. Mann bin ich stolz drauf Deutscher zu sein, wenigstens machen wir uns die Finger nicht schmutzig.
[Provokation aus]



*den Kopf einzieh und auf den großen Sturm warten*
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Alt 02.12.2003, 22:40   # 5
Mikesch1
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@ Gromit

das ist fair, denn die Amis haben Osama samt Afghanistan mit alledem was da passiert, inclusive Saudiarabien, die nachweislich alles finanzieren, nach Abzug der Russen und dem jahrelangen Bürgerkrieg, selbiger wäre jetzt auch sofort im Gange wenn sie aus dem Irak abziehen würden, völlig aus Ihrer Welt ausgeblendet haben, mit allen Konsequenzen die jetzt da sind.

Vor dem Irakkrieg im Frühjahr gabs einen schönen Witz der wohl einiges erklärt
Die Welt ist verrrückt geworden:
Bester Rapper : ein Weißer ( Eminem)
Bester Golfer: Ein Schwarzer ( Tiger Woods)
und die Deutschen wollen nicht mehr in den Krieg ziehen ( wenigstens nicht offiziel)

Ausserdem sind etliche Stingerraketen seit Afghanistan ebenfalls auf der Suchliste der Amis

und im übrigen wurde Osama den Amis und Saudis Mitte der 90er von den Sudanern zur Auslieferung angeboten, aber keiner wollte Ihn haben, also brauchen sie jetzt nicht jammern..
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Alt 02.12.2003, 23:31   # 6
Gromit
 
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Also weil Osama ein Produkt von den USA ist, deswegen dürfen die deutschen die großen Moralapostel spielen und die Amis die Drecksarbeit machen lassen, nicht nur in Afghanistan, zB auch im Kosovo und in Bosnien, diese Logik verstehe ich nicht. Der Erfolg, daß deutsche in Ex-Jugoslawien mithelfen, möglichst freie Staaten aufzubauen, gründet doch auf der militärischen Überlegenheit der Amerikaner, und mit Osama hatte das ziemlich wenig zu tun, oder hab ich das falsch verstanden?

Der afghanische Präsident hat, nachzulesen im Spiegel-Interview, die internationale Gemeinschaft um Truppen gebeten, da sich die Afghanen selbst nicht vor den Taliban schützen können. Er hat Rückhalt im Volk, ist durchaus auf demokratischem Wege zu seinem Amt gekommen, wenn auch nicht durch direkte Wahlen, und die Menschen dort brauchen Hilfe.

Antwort von Mikesch1: Frag doch die Amis, uns geht dat nicht an, ist doch deren Schuld, und wenns die Amis nicht machen, dann sollt ihr halt verrecken, aber ich kann aus moralischen und geschichtlichen Gründen nicht helfen. Wir gehen jedenfalls wieder nach Hause wenn niemand anderes die Drecksarbeit übernimmt, schließlich ist der Schlamassel hier nicht unsere Schuld.

Dabei vergißt du, daß die Geschichte von Afghanistan schon eine Wende zum schlechten genommen hat bevor Amerikaner da waren. Und das die Taliban heute eher aus pakistanischen, saudischen und iranischen Koranschulen kommen und kämpfen, weniger mit Unterstützung der USA als von besagten Ländern. Egal, die Amerikaner sind für immer und ewig an jeder Tat von islamischen Extremisten in Afghanistan schuld, und sie müssen für immer und ewig alleine für deren Bekämpfung sorgen.

Man ist also nur bereit für Menschenrechte einzutreten, wenn das gewaltlos und ohne eigene Opfer vonstatten geht. Ich frage mich noch, warum niemand besagte Länder endlich mal geanuso kritisiert, schließlich haben die bis heute nicht aufgegeben, kleine und große Osamas zu produzieren und zu unterstützen. Trotzdem soll immer noch die USA an deren Verbreitung schuld und für deren Beseitigung in A. zuständig sein, versteh ich nicht ganz.

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Alt 02.12.2003, 23:40   # 7
shadowrunner
 
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full ACK.

Zitat:
Also weil Osama ein Produkt von den USA ist, deswegen dürfen die deutschen die großen Moralapostel spielen und die Amis die Drecksarbeit machen lassen, nicht nur in Afghanistan, zB auch im Kosovo und in Bosnien, diese Logik verstehe ich nicht. Der Erfolg, daß deutsche in Ex-Jugoslawien mithelfen, möglichst freie Staaten aufzubauen, gründet doch auf der militärischen Überlegenheit der Amerikaner, und mit Osama hatte das ziemlich wenig zu tun, oder hab ich das falsch verstanden?
Beschämend finde ich es vorallem, das manche hier den USA vorwerfen, keine Kristallkugel zu besitzten die ihnen die Zukunft vorhersagt
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Alt 03.12.2003, 10:04   # 8
Mikesch1
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die haben es nur verpasst den beizeiten wieder aus dem Verkehr zu ziehen, den Noriega haben sie doch auch einfach aus seiner Villa geholt und der hat nur bischen mit Drogen gedealt
mit der militärischen Bedeutungslosigkeit Europas gebe ich dir ja völlig Recht, aber sieh dir die Reaktionen an, wenn die Europäer versuchen sich zu verselbständigen, das ist auch nicht gewollt, weil dann der Einfluß schwinden könnte, den sie mit Ihrer Militärmacht doch überall durchsetzen können und überall mitmischen können.
Und im übrigen leisten wir doch in Kundus einen wichtigen Beitrag für die USA. Indem wir dort mit für Ruhe und Ordnung sorgen ist der Rauschgiftnachschub gewähleistet ( mit größtest Anbaugebiet ) die Soldaten haben Befehl drüber weg zusehen In Kabul bleiben deutsches Autos stehn, weil TÜV und ASU abgelaufen sind, ist doch bischen perverse Logik.....
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Alt 03.12.2003, 16:59   # 9
Gromit
 
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Hi,

Zitat:
Zitat von Mikesch1
Und im übrigen leisten wir doch in Kundus einen wichtigen Beitrag für die USA. Indem wir dort mit für Ruhe und Ordnung sorgen ist der Rauschgiftnachschub gewähleistet ( mit größtest Anbaugebiet ) die Soldaten haben Befehl drüber weg zusehen In Kabul bleiben deutsches Autos stehn, weil TÜV und ASU abgelaufen sind, ist doch bischen perverse Logik.....
tja, da sprichst du mir aus der Seele
Diese Rücksichtnahme auf die Warlords und der Anstieg der Opiumproduktion auf Rekordwerte wie schon seit langem nicht mehr - und das trotz der eindringlichen Bitten Karzais, doch das Problem Opiumanbau international endlich anzugehen. Hinter dieser absurden Haltung seh ich aber Mal wieder folgendes: Für Frieden und Sicherheit sorgen, solange man nicht dafür kämpfen muss. Der Befehl erging ja, weil man befürchtet, daß sonst die Warlords nicht mehr so gut auf die deutschen zu sprechen sein könnten und dann könnte es zu einer Konfrontation kommen, und die will man unter allen Umständen vermeiden, da man weder Ausrüstung (zwar AU aufm Auto, aber sonst veraltet ), noch die nötigen Soldaten (zuwenig) hat und auch nicht bereit ist, Opfer einzugehen. Das regt mich auf, wenn man bereit ist seine Werte an der Pforte abzugeben, nur weils schwierig wird.

Deswegen können uns manche verantwortliche US-Politiker nicht mehr ernst nehmen, und meine persönliche Meinung ist auch, daß uns in Afghanistan deswegen viele auch nicht so richtig ernst nehmen. Im Grunde sind die deutschen dort doch nur geduldet, der eigentliche Feind sind die USA, vertreibt man ihn, werden die deutschen sofort folgen, man muss sich nicht extra mit ihnen befassen.

Da ja die Stinger-Raketen der Running-Gag gegen die USA ist, mach ich mir einmal die Mühe, den erfolgreichsten deutschen Rüstungsexportartikel und die deutsche Rüstungsexporte allg. näher zu betrachten.

Gerade Handfeuerwaffen sind diejenigen Waffensysteme, mit denen am meisten Menschen verstümmelt oder ermordet werden. Auf Platz 4 der weltweiten "Exportschlager" im Handfeuerwaffenbereich rangiert das deutsche G3-Gewehr mit rund 7 Millionen Exemplaren. Es wird in 80 Ländern von der Armee verwendet. Kaum ein Krieg oder Bürgerkrieg findet ohne G3-Gewehre oder MP5-Maschinenpistolen von Heckler & Koch aus Oberndorf am Neckar statt. In der Regel schießen die verfeindeten Armeen oder Guerillaeinheiten oder Clans mit exakt den gleichen Waffen aufeinander. Im Handfeuerwaffenbereich sind die deutschen Weltmeister.
Lizenzen gingen z.B. an:
Portugal, 1961 (G3A2, G3A3, G3A4)
Pakistan, 1963 (G3A3, G3P4)
Schweden, 1964 (G3 [Ak4])
Norwegen, 1967 (G3A4)
Iran, 1967 (G3A6)
Türkei, 1967 (G3A7 [G3A3, G3A4])
Saudi-Arabien, 1969 (G3)
Großbritannien, 1970 (G3, verschiedene Modelle)
Frankreich, 1970 (G3)
Thailand, 1971 (G3)
Griechenland, 1977 (G3A3, G3A4)
Mexiko, 1979 (G3A3, G3A4)
Birma (Myanmar), 1981 (G3, lokal modif.)

Also denk dran, wenn Hekmatjars Kämpfer mal eine Kugel auch durch einen deutschen Soldaten jagen, dann wars ziemlich sicher ein G3 ausm Iran. Ein guter iranischer Freund von mir kann bestätigen, daß er im Krieg gegen den Irak mit dem gleichen G3 gekämpft hat wie viele seiner Feinde auch. Kalaschnikows waren die 2. Wahl, amerikanische Waffen hat er nicht gesehen. Besonders verachtenswert in obiger Liste ist übrigens Birma. Der Gottesstaat Iran fertigt übrigens neben G3 ebenso deutsche 105mm Granatmunition in Lizenz und fliegt Mirage Kampfflugzeuge. :wink:

Man sollte sich gerade einmal die iranische, die türkische, die israelische,die pakistanische, die saudische Armee usw. usw. genau anschauen, um zu sehen, mit wieviel deutscher Technik in der Region dort gekämpft wird.

Übrigens auch in der amerikanischen Armee. Zb der M1-Panzer war einfach Mist bis er die beste Panzerkanone der Welt von Rheinmetall in Lizenzfertigung draufgemacht bekommen hat (baugleich Leo 2).

Also NICHT NUR STINGER sind dort. Wenn du die Nachrichten genau verfolgt hast, weist du sicher, das sowohl in Kenia als auch neulich in Bagdad ein Zivilflugzeug mit Waffen, die eine SA-Bezeichnung tragen, angegriffen wurden. SA heißt übrigens nicht "Stinger aus Amerika". Kannst du mir einen Bericht posten, wo drinsteht, daß Stinger mal ein Zivilflugzeug bedroht haben, oder wirst du in Zukunft auch mal die Russen in deine Kritik einschliessen? Es ist jedenfalls schon eine extreme Doppelmoral, als deutscher über Stinger zu lästern, wo wir selbst doch Handfeuerwaffen, Panzer, Panzerfäuste, U-Boote, Raketentechnik, usw. usw. in dieselbe Region geliefert haben. :eyegrazy: :eyegrazy:

Mit Giftgas kennen die deutschen sich ja schon lange gut aus, diese Erfahrung haben nicht nur Millionen Juden sondern auch wieder zig Tausend Kurden und Iraner gemacht in den letzten Jahrzehnten gemacht, entschuldigt bitte den Zynismus.
http://www.okf-sued.org/sites/nahost/03/giftgas.html

Deutsche Raketentechnik und französische Atomtechnik hätten den Irak zu einem Atomwaffenstaat gemacht, hätte Israel, die USA und die UN (Embargo ab dem 1.Golfkrieg) nicht eingegriffen.

Mit den USA haben wir halt einen Satan und Sündenbock, den wir für (fast) alle Probleme der Region verantwortlich machen können. Zwar war der Schah von Persien einer der übelsten Schlächter und Mörder von Zehntausenden Studenten auf den Straßen Teherans, aber trotzdem unser dicker Freund, so wie die Mullahs heute, und Saddam war ja auch ganz nett, haben uns prima verstanden. Zum Glück redet heute jeder von Rumsfeld und Saddam, von Stinger und anderen amerik. Waffen, wir deutschen haben uns da irgendwie aus der Affäre schleichen können. Und das die Amerikaner die Befreiungsbewegung in Afghanistan unterstützten gegen die durch einen kommunistischen Putsch herbeigeführte Militärdiktatur fanden wir damals zwar in Ordnung, aber mit dem was dabei rausgekommen ist möchten wir nix mehr zu tun haben. Was geht mich mein Geschwätz von gestern an.

Ich möchte wirklich niemanden verletzen oder beleidigen mit ätzender Kritik, nur einmal veranschaulichen, daß man die deutsche Politik mit ebenso viel Polemik kommentieren kann wie die der USA. Und daher wäre etwas mehr Selbstritik und weniger Arroganz und Hochmut angesagt von unserer Seite. Dann wäre berechtigte Kritik sicher glaubhafter.

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Alt 03.12.2003, 17:02   # 10
shadowrunner
 
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Hinzuzufügen wären noch die Worte meines alten Freundes Mölleman:

Dreh mal die Buchstaben von Leo (pard) um :wink:
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Alt 03.12.2003, 18:19   # 11
Gromit
 
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Hi

Zitat:
Zitat von Shadowrunner
Hinzuzufügen wären noch die Worte meines alten Freundes Mölleman:

Dreh mal die Buchstaben von Leo (pard) um :wink:
Das war doch der, der in irgendeiner deutsch-arabischen Gesellschaft dafür gearbeitet hat, die saudischen Walhabiten mit den modernsten Waffen auszurüsten, die der deutsche Markt hergibt, Fuchs und Leo2, (bei dem hats nicht geklappt), Tornados haben sie auch...und dann dafür Millionen Schmiergeld kassiert hat.

Ich frage mich jetzt, was du gut daran findest, mit den letzten Taliban der Welt solche Geschäfte zu machen, zumal es ein Land mit einer Art Erb-Aristokratie ist. Wenns nach denen geht, wirds bestimmt nie was mit dem Traum eines großen freien demokratischen Nahen Osten, weil sie dann selbst abdanken müssen.

Wer die saudische Politik in Bosnien oder auch ihre Arbeit hier in Deutschland betrachtet (Koranschulen, hast das mitgekriegt vor kurzem) muß doch eigentlich merken, daß sie eindeutig feindselig gegenüber unserer Kultur eingestellt sind, warum denen Waffen verkaufen? Außerdem ists ne Diktatur, mit dem Unterstützen solcher Diktaturen haben wirs zB im Iran geschafft, eine extreme Revolutionsreg. an die Macht zu bekommen. Wenn dann Osamas Freunde das saudische Königshaus endlich vertrieben haben, siehts dort doch genauso aus wie im Iran, also sollten wir sie mit wirtschaftlichem Druck lieber zu Reformen zwingen anstatt sie militärisch zu unterstützen. Der Einsturz des WTC war ja auch mehr eine saudische als internationale Aktion, wenn man Mal die Herkunft der Täter betrachtet.

Was war gut am Engagement Möllis für die Saudis?

Gromit
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Alt 03.12.2003, 20:11   # 12
shadowrunner
 
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uh da hast du mich jetzt wohl falsch verstanden. Ich bin absolut KEIN Freund von Herr Mölleman und seiner Politik. Es gab hier vor längerer Zeit mal einen Thread zu Möllemans Selbstmord...da hab ich mich ein bisschen abfällig über ihn geäusert...
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Alt 03.12.2003, 21:30   # 13
Mikesch1
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Zitat:
Reports that say that something hasn't happened are always interesting to me because, as we know, there are known knowns; there are things we know we know. We also know there known unknowns; that is to say we know there are some things we don't know."

auf Deutsch

"Berichte, die sagen, dass etwas nicht passiert ist, finde ich immer interessant, denn wie wir wissen, gibt es Bekanntes, das bekannt ist. Es gibt Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie wissen. Wir wissen auch, dass es bekanntermaßen Unbekanntes gibt. Das heißt, wir wissen, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch Unbekanntes, das unbekannt ist - das, wovon wir nicht wissen, dass wir es nicht wissen."
hab ich heute zufällig im Radio gehört, daß diese Äußerung wohl die Krönung von Donalds sprachlichen Leistungen war, bisher, und man sich doch jede Pressekonferenz ansehen sollte wo Donald auftritt. Da gibt es demnächst ein Buch drüber, also muß er schon was beachtliches geleistet haben, wenn es schon für ein Buch reicht

@ Shadow
mit Kristallkugel und so, dann sollten sie aber beruhigt alle Geheimdienste abschaffen, weil die dafür ein Stück zuständig sind

@Gromit

die Stinger fürchten die Amis nur für Ihre Hubschrabbschrabb, weil die Apache net bloß 5$ kosten, so ein Zivilflugzeug ist denen doch egal
und nichts gegen die gute Kaschi, ist die einzigste MPI die auch nach dem Sandkanal noch ballert, die haben die Russen wohl an die 40 Mio mal exportiert und ich seh im Fernsehn bei allen Berichten aus den Krisengebieten nur Kaschis
Asserdem macht sich der Schröder grad stark das Waffenembargo gegen China aufzuheben
Waffenexporte sind prinzipiell ein zweischneidiges Schwert, auf der einen Seite sichert es paar Arbeitsplätze und auf der anderen Seite dürfen wir hinterher mit unseren Steuergeldern den Laden wieder aufbauen, die Invaliden versorgen, die Flüchtlinge aufnehmen usw. Das Problem ist wohl genauso alt wie die Menschheit
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Alt 03.12.2003, 22:21   # 14
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Zitat:
Zitat von jimihendrix
Hier die Worte von Rumsfeld dazu

"Reports that say that something hasn't happened are always interesting to me because, as we know, there are known knowns; there are things we know we know. We also know there known unknowns; that is to say we know there are some things we don't know."

auf Deutsch

"Berichte, die sagen, dass etwas nicht passiert ist, finde ich immer interessant, denn wie wir wissen, gibt es Bekanntes, das bekannt ist. Es gibt Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie wissen. Wir wissen auch, dass es bekanntermaßen Unbekanntes gibt. Das heißt, wir wissen, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch Unbekanntes, das unbekannt ist - das, wovon wir nicht wissen, dass wir es nicht wissen."

und das ganze nochma auf verständlichen deutsch ?

aba esa exportiert jedes land , auch usa waffen , also eigentlich selbst schuld
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Alt 03.12.2003, 23:07   # 15
Gromit
 
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Hi,

@shadow: gut, da hab ich wohl die Ironie überlesen

@Mikesch1: auch die Hubschraubären werden von SA-Typen angegriffen und bedroht, die Zivilflugzeuge wollte ich nur so nennen um die Bedrohung durch russische, nicht amerik. Luftabwehrraketen aufzuzeigen. Es ging mir darum, daß die Region vor Waffen nur so strotzt, amerikanischen, deutschen, russischen, französischen,....

Kalaschnikow: zweifellos extrem gutes und robustes Sturmgewehr, bei längerem Dauerfeuer wird der Lauf heiß und es kommt manchmal zur Ladehemmung/Rohrkrepierer
G3: bestes Sturmgewehr, hält auch sehr langes Dauerfeuer problemlos aus, ebenso robust, technisch ausgereift, gilt auf der ganzen Welt als das Sturmgewehr schlechthin, ist aber schwerer zu beschaffen und teurer wie die russische Kalaschnikow, aber wird von jedem Soldat der beide kennt bevorzugt.

Hier ist noch ein Spiegel-Link zu unserem neuen Hegel aus Amerika, er wurde für seinen Spruch als "großer Dadaist" geehrt:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,276569,00.html

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Alt 03.12.2003, 23:48   # 16
Mikesch1
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Tja, was sollen die Saudis oder andere reiche Scheichs mit den Petrodollars anstellen und die Rüstungsproduzenten mit ihre Waffen? Also tauscht man halt bischen Welche Region der Welt steckt nicht voller Waffen Das is ja das kuriose, die ärmsten Länder der Welt können immer noch reichlich Krieg führen
Und wenn der Arnie auch mal 70 ist, hat er den Donald bestimmt überholt
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Alt 04.12.2003, 00:05   # 17
Gromit
 
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Hi,

so richtig kurios find ich auch, daß ausgerechnet all die Länder (uns eingeschlossen), die seit neuestem Terrorismus und Gewalt/Menschenrechtsverletzungen in aller Welt bekämpfen wollen, schon lange an erster Stelle stehen wenn drum geht Waffen zu verteilen, immer im festen Glauben, diesmal die richtigen zu beliefern (oder gar um altes Zeug zu entsorgen und neues mal dagegen auszuprobieren?)

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Alt 04.12.2003, 14:58   # 18
Mikesch1
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Zitat:
Zitat von Gromit
Hi,

oder gar um altes Zeug zu entsorgen und neues mal dagegen auszuprobieren?)

Im übrigen kann man ja im alten Europa nichts mehr ausprobieren, an jeder Ecke wird gleich mobil gemacht, gegen jedwede Art von Übungsplatz. Bin vor zig Jahren mal aus Abkürzungsgründen mitten in der Nacht beim Panzernachtschießen der Engländer in Bergen gelandet macht schon bischen Krach, kann man auch keinem zivilisierten Menschen mehr zumuten :wink:
Die Amis lassen auch im großen Stil Artilleriegranaten in Ostdeutschland entsorgen, sogar aus dem Irak karren die das Zeug jetzt hierher. Kam vor Wochen mal ein Bericht beim MDR drüber
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Alt 04.12.2003, 16:22   # 19
Gromit
 
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..ja, jetzt könn(t)en wir ja gerade imAusland mehr üben als uns recht ist..

Zuletzt bin ich auch Mal wieder über einen Bericht gestolpert, man könnte wieder zynisch werden und sagen:
Wie der deutsche Steuerzahler half im Nahen Osten Atomwaffenstaaten aufzubauen. Und damals hat die Regierung best. mal wieder geglaubt, einen riesigen Beitrag für die Sicherheit der Welt geleistet zu haben.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...269409,00.html



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Alt 05.12.2003, 20:08   # 20
redcloud
 
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Habe mal mit "Waffenexporte" gegoogelt:

http://www.friedenskooperative.de/themen/leo-t-64.htm
http://www.friedenskooperative.de/ff/ff98/4-13.htm
http://www.uni-kassel.de/fb10/friede...rt/henken.html
http://www.uni-kassel.de/fb10/friede...rt/taiwan.html
http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...V_REF1,00.html
http://www.friedenskooperative.de/themen/export04.htm
http://www.bundestag.de/presse/hib/2...01_240/05.html

usw. usw. usw,

Die Doppelmoral könnte einen tatsächlich zum Zyniker werden lassen.
Nixdestotrotz bin ich prizipiell gegen den Einsatz deutscher Streitkräfte in Kriegsgebieten und schon gar nicht für den Einsatz deutscher Streitkräfte als Angriffsarmee. Das sehe ich weniger als eine Frage von Feigheit (Hasenfüße), als von Verantwortung eines Staates seinen Bürgern gegenüber.
Allerdings muß ich demselben Staat auch vorwerfen, mit der von ihm produzierten Technologie in z.T. unverantwortlicher Weise umzugehen. :cry: :cry: :cry:
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Alt 26.05.2012, 08:02 # --
News Flash
 
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