| | # 1 |
| Ehemaliger Mod Registriert seit: 31.08.2002 Ort: im Schwabenländle
Beiträge: 741
| Kopftuch nein, Kutte ja: Dies ist die schlichte Antwort der Stuttgarter Landesregierung auf die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts an alle Bundesländer, ihre Probleme mit Musliminnen im Lehramt künftig per Gesetz zu regeln. Während die anderen Länder noch an den Formulierungen feilen, konnte Schavan schon am vergangenen Dienstag, genau 34 Tage nach dem Karlsruher Urteil, stolz lächelnd ("von Überrumpelung kann keine Rede sein") ihre Schulgesetzänderung präsentieren. Religiöse Symbole, auch Kleidungsstücke, werden darin unter Generalverdacht gestellt, "den religiösen oder weltanschaulichen Schulfrieden zu gefährden", besonders wenn sie Ausdruck der Missachtung von Menschenwürde oder der "freiheitlich-demokratischen Grundordnung" seien. Der Clou folgt am Ende der Vorschrift: "Die Darstellung christlicher und abendländischer Bildungs- und Kulturwerte oder Traditionen" sei generell zu billigen, denn sie entspreche "dem Erziehungsauftrag". Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,272424,00.html |
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| | # 2 | |
| ...ist anders... Registriert seit: 05.10.2002
Beiträge: 6.121
| Zitat:
schon in dem anderen thread zu dem kopftuchthema hatte ich geaeussert, ein verbot ist dann erst gerechtfertig, wenn alle aber auch alle religioesen dinge verboten werden wuerden. hier wird doch der hier angeblich uebliche brauch/glauben als richtig hingestellt, und auch die anderen glaubensrichtungen als falsch. man kann auch sagen das diese auf schon eine rassistische art abgewiesen werden. und das sehe ich als extrem falsch an. weil man so den kindern von anfang an vermittelt, das darfst du glauben, der rest ist verboten. kommt doch irgendwie in der geschichte schon mal vor... oh man wie arm ist deutschland und irgendwo schon fast die ganze welt? der glauben den jeder selbst fuer sich hat wird ueber wichtigere dinge gestellt und da moechte ich meinen, das muss nicht sein. denn den glauben der menschen an was auch immer, den werden sie so nicht aendern koennen, wobei ich denke das wird auch nicht bezweckt. allerdings werden die ganzen leute einfach nur unterdrueckt in dem ausleben des glaubens. ich bin kein fan von glauben, aber wenn jemand einen glauben hat, kann er das, genauso wie er ihn ausleben darf, denn darf einer duerfen alle. denn nicht nur shristen haben das recht, ein kreuz aufzuhaengen... del/FTF | |
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| | # 5 |
| Registriert seit: 08.07.2003 Ort: Borgholzhausen
Beiträge: 1.103
| Die gegenfrage ist dann aber auch darf ein Deutscher in einem Islamischen land seinen glaueben offen zeigen ? Ich denke wir raumen andersglaubigen hier schon genug rechte ein. die wir als Christen in den anderen Ländern nicht haben. Es mag jetzt radikal und rassischtisch klingen aber Irgendwo sollte die grenze sein und wir uns auf unsere Kultur berufen können. |
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| | # 6 |
| ...ist anders... Registriert seit: 05.10.2002
Beiträge: 6.121
| haben wir denn eine richtige rein christliche kultur? ich meine nicht, da sich schon von anfang an die verschiedensten rassen vermischt haben, so auch verschiedene denkensweisen. und wie und an was einer denkt bzw. glaubt, das ist doch ihm selbst ueberlassen... genauso wie das ausleben dessen... man kann auch nicht unbedingt deutschland, mit irgendwelchen laendern vergleichen die nicht diesen status haben. und mal ehrlich, welchen islamisten juckt es wenn du ein kreuz an einer kette hast? ist doch huete eh shcon modeschmuck und deshalb kann man daraus nichts schliessen. ganz einfach weil der shristliche glaube keine dinge mitbringt wie kopftuecher, denn da erkennt man den glauben, bei den chrtisten, tja keine ahnung, ich muss immer fragen ob die leute an irgendwas glauben oder nicht... es ist rassistisch... del/FTF |
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| | # 7 | ||
| Registriert seit: 08.07.2003 Ort: Borgholzhausen
Beiträge: 1.103
| Zitat:
Das stimmt zwar zum teil aber die meisten angehörigen anderer Länder die sich in deutschland bis mitte der 50 jahre hier niedergelassen haben kommen aus aus Christlichen Staaten. Zb die Berarbeiter im Ruhrgebiet die anfang des 20 Jahrhunderts aus Polen gekommen sind. Wer hatte den Einfluss in Deutschland ? das waren immer , wenn es andere Länder waren, auch Christliche Staaten. Zitat:
Warum nicht ? Wieso sollten wir als deutschen wenn wir zb in der türkei leben würden nicht das gleiche Fordern können wie es türkische Mitbürger hier auch tun ? Das ein kreuz zum modeschmuck geworden ist zeigt doch wie sehr wir eigendlich keien Rücksicht mehr auf unsere geschichte nehmen. Oder um genau zu sein auf unseren Glauben. Es ist ja mittlerweile sogar so das Deutschland wieder evangelisiert wird durch Kirchen die aus dem Englisch sprachigen Ausland nach Deutschland kommen um hier das Wort Gottes zu verbreiten. beispiele sind Vineyard, Wortdesglaubes, Willow Creek, Oder CristianOutreachChurch. | ||
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| | # 8 | ||
| ...ist anders... Registriert seit: 05.10.2002
Beiträge: 6.121
| Zitat:
und duerfen heute nicht auch andere glaubensrichtungen ihren einfluss einbringen, wo steht es geschrieben das es verboten sei oder sogar schlecht? Zitat:
und eine bitte, nenne es deinen glauben, denn nicht alle glauben an das woran du glaubst. natuerlich kanns auch moeglihc sein, das du gleichzeitig fuer deine glaubensbrueder und schwestern gesprochen hat. aber mir ist mehr als unwohl, dies zu lesen im selben atemzug wie diese diffamierende einstellung. del/FTF | ||
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| | # 9 |
| Unser Jimi Registriert seit: 01.04.2003
Beiträge: 1.361
| wenn man sich die Geshcichte Deutschlands anguckt, mag es ja so aussehen, als ob wir vom Christentum geprägt worden seien. Nur, dass im Prinzip diese Religion den leuten schon immer aufgezwungen worden ist. (cuius regio - cuius religio, nach dem Motto - was der Herrscher glaubt, musste auch das Volk glauben, ob es wollte oder nicht) und wehe, wenn nicht, dann kamen Inquisition, Hexenverbrennungen etc.) Natürlich beruht unser (nicht schlechtes) Grundgesetz auf chsristlichen Werten, das muss aber nicht das Ein und Alles sein. |
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| | # 10 |
| Registriert seit: 27.08.2003 Ort: Hannover
Beiträge: 307
| ich bin der meinung man sollte seine geschichte und kultur nicht einfach wegwerfen. in diesem jahrhundert hat sich die welt so schnell verändert wie nie zuvor. es wäre dumm die alte identität wegzuschmeissen, bevor man weiss wohin die reise geht. unser christlicher hintergrund (hintergrund !!)ist nunmal ein teil der deutschen kultur. so, das prinzipiell. speziell zum kopftuch: lasst doch den muslimischen lehrerinnen ihr kopftuch und den bayrischen schulen ihr kruzifix. so lange die muslimische lehrerin nicht versucht christlichen religionsuntericht zu geben wird sie doch wahrscheinlich gleich qualifiziert sein. jetzt kommt gleich jemand und sagt: "wer in unserem land lebt, soll auch unsere kultur annehmen. in anderen ländern wird den frauen vielleicht ein kopftuch aufgezwungen, aber hier nicht!" Dem möchte ich vorbeugend entgegnen: prinzipiell richtig, aber eigentlich voll daneben. lehrer sind meiner ansicht nach differenziert genug um für sich selbst zu entscheiden ob sie ihre religion mit oder ohne kopftuch ausleben. die entscheidung sollte beim einzelnen liegen, niemand sollte gezwungen werden ein kopftuch zu tragen, niemand sollte gezwungen werden KEINS zu tragen. hugh ich habe gesprochen. |
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| | # 11 | |
| Registriert seit: 20.10.2003
Beiträge: 20
| Zitat:
Oh... :roll: | |
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| | # 12 | |
| ...ist anders... Registriert seit: 05.10.2002
Beiträge: 6.121
| Zitat:
del/FTF | |
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| | # 13 | ||
| Registriert seit: 08.07.2003 Ort: Borgholzhausen
Beiträge: 1.103
| Zitat:
Zitat:
zu dem Satz mein Glaube.... Ich denke die mehrzahl der in Deutschland lebenden Menschen sind Christen. deswegen ist die bezeichnung unserem Glauben für Deutschland gar nicht so verkehrt. als ich es getippt habe habe ich aber gar nicht so über die Formulierung nachgedacht. Es tut mir leid wenn ich dich damit verletzt habe. das war nicht meine Absicht ich denke wir können hier doch ganz fruchtbar drüber diskutieren. Was ich mich allerdings frage was sind die Werte auf denen du denkst das Deutschland bzw Europa, sich gründet ? Das Problem der sogennaten "Christlichen Leitkultur" ( ich mag diesen begriff nicht ) betrift ja nicht nur deutschland, sondern fast ganz Europa bis auf einige südosteuropäische Staaten. Es sind ja einflüsse die von verschieden christlichen kirchen gekommen sind, Richtung Griechenland, oder Russland die Orthodoxen Kirchen, in italien Spanien usw die Katholische Kirche und im Norden halt der Protestantismus. In all diesen Ländern leben nun auch Moslems. Ich weiss nicht ob du es mitbekommen hast aber in Frankreich wird auch über das Thema Kopftuch heftigs gestritten. aber zurück zum thema schreib doch mal was du denkst das die grundlagen sind auf die unsere Geselschaft bassiert. Bzw was ist dir wichtig ? | ||
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| | # 14 |
| Unser Jimi Registriert seit: 01.04.2003
Beiträge: 1.361
| [quote="GenomInc Was ich mich allerdings frage was sind die Werte auf denen du denkst das Deutschland bzw Europa, sich gründet ? . aber zurück zum thema schreib doch mal was du denkst das die grundlagen sind auf die unsere Geselschaft bassiert. Bzw was ist dir wichtig ?[/quote] Ich meine, dass eir auf den Werten beruhen sollten, die in den ersten Artikeln des Grundgesetzes stehen: Menschenwürde, Gleichheit, Freiheit Ob die nun ursprünglich aus dem Chrsitentum kommen, mag dahin gestellt sein. |
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| | # 15 | |
| Registriert seit: 26.08.2003
Beiträge: 242
| Zitat:
Dieses Verhalten ist mehr als kindisch. "Wenn die das nicht machen, mache ich das auch nicht... bäbäbäbääbä" Wir haben hier in unserem Land die einzigartige Möglichkeit es besser zu machen als die "bösen unchristlichen" Länder. Durch dein Argument stellst du dich genau auf die selbe Stufe mit den Ländern die Christen unterdrücken. Warum ergreifen wir nicht die Chance und sind anders als andere Länder? Offen für andere Religionen. Ich kann einfach nicht verstehen warum wir andersgläubigen IRGENDETWAS vorschreiben müssen, wo wir doch selber nicht wollen das uns irgendwer irgendwetwas vorschreibt. Das fördert doch nur wieder mißtrauen... Bei solchen Aussagen kann ich wirklich nur den Kopf schütteln. | |
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| | # 16 | |
| Registriert seit: 08.07.2003 Ort: Borgholzhausen
Beiträge: 1.103
| Zitat:
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| | # 17 | |
| Registriert seit: 08.07.2003 Ort: Borgholzhausen
Beiträge: 1.103
| noch ein lesetip: http://www.kas.de/db_files/dokumente...pdf_1836_1.pdf Zitat:
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| | # 19 |
| Ehemaliger Mod Threadstarter Registriert seit: 31.08.2002 Ort: im Schwabenländle
Beiträge: 741
| Ich kann dieses Märchen von "christlichen Werten" nicht mehr hören Haben gottlose Menschen etwa keine Werte? Sind Atheisten gewalttätiger als Christen? Sind die Menschenrechte etwa eine Errungenschaft der Kirchen oder wurden und werden sie von diesen nicht selten mit Füssen getreten? Werden Werte nicht auch bis zu einem gewissen Grad von Wohlstand gefördert, der zulässt, dass man sich "gutes" Handeln überhaupt leisten kann? Und haben wir diesen Wohlstand nicht unwesentlich auch unserem wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu verdanken, der gerade vom Christentum nicht eben gefördert, sondern ganz im Gegenteil sogar lange Zeit aggressiv bis gewaltsam am Wachsen gehindert wurde? Was sind denn eigentlich diese Werte, welche exklusiv vom Christentum hervorgebracht wurden, dass man diese Werte nun als _christlich_ bezeichnen darf, um damit die Ausblendung von christlichem Fundamentalismus in der Kopftuchfrage zu rechtfertigen (jetzt kommt mir nicht wieder mit den 10 Geboten und der Nächstenliebe, denn solche Werte gibt und gab es auch in anderen Kulturen schon immer)? Und dass eine Religion, welche bestimmte Werte ständig im Munde führt diese nicht unbedingt fördern muss, sollte die Geschichte wohl auch deutlich aufgezeigt haben. An ihren Taten sollt ihr sie messen.... Die Förderung eines der wichtigsten Werte als Vorraussetzung von dauerhaftem Weltfrieden ist dem Christentum nämlich sowohl in der Theorie als auch in der Praxis bis in die jüngste Vergangenheit und teilweise bis heute eher fremd geblieben: Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Und nein, damit sage ich nicht, dass alle Christen intolerant sind. Ich erlaube mir nur darauf hinzuweisen, dass die Bezeichnung solcher Werte als "christlich" für die vielen Opfer _christlicher_ Intoleranz und Gewalt nichts als blanken Hohn darstellen dürften! |
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| | # 20 |
| ...ist anders... Registriert seit: 05.10.2002
Beiträge: 6.121
| ack @ the-one und doc @ gen, verletzt hast du mich damit nun nicht, nur ich fand es etwas krass, da du solch dinge vorraussetzt, und wenn eben alle bis auf 1 an es glauben, so kannst du nicht von allen reden, da du genau weisst, das einer anders denkt und glaubt... aber das ist nur sinnlos haarspalterei, nur der gedanke ist dann doch etwas grausam fuer mich... was mir wichtig ist: das ich mich in meiner vollkommenheit oder auch unvollkommenheit so ausleben kann wie ich, ich selbst das fuer richtig halte. und das selbe gilt fuer andere, ich muss niemanden moegen, aber akzepzieren doch alles und auch den glauben. was ich auch tu, denn ich sage mir, der mensch soll doch gluecklich werden, wie er es fuer richtig haelt, da ich dies doch auch nur moechte. und eine denkensweise kann nicht schlimm sein, weil es nur denken ist, was jeder fuer sich selbst hat und was auch jeder fuer sich selbst haben soll... freiheit im gedanken, leben und grinz software *sfg* zu dem rest hat the one mal wieder wunderschoen und auch aus meinen gedanken gesprochen.... del/FTF |
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