AOL legt sich auf Internet Explorer fest

Alt 04.06.2003, 18:29   # 1
delforcer
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AOL legt sich auf Internet Explorer fest

Netscape und Real werden nach der Einigung zwischen Microsoft und AOL bald Geschichte sein, meinen einige Beobachter. Die Einigung bestand darin, daß Microsoft 750 Millionen USD an AOL zahlt und AOL den Internet Explorer sieben Jahre lang lizenzfrei nutzen läßt. Auch der Microsoft Media Player 9 wird von AOL eingesetzt. Ferner wollen die beiden Firmen auf den Gebieten der Softwareverteilung und der digitalen Medien zusammenarbeiten. In der Klage von AOL war es darum gegangen, daß Microsoft illegal seine Marktstellung ausgenutzt hatte, um Netscape vom Markt zu verdrängen.

In einem Artikel auf CNET wird ein Analyst der Giga Group zitiert: »Das bedeutet, daß Netscape weitgehend weg ist. AOL wird auf unbestimmte Zeit mit Internet Explorer weitermachen und hat keinen wirklichen Grund mehr, Netscape zu finanzieren.«

Netscape war 1998 von AOL gekauft worden, zu einer Zeit, als der Marktanteil des Netscape-Browsers noch bei etwa 50 Prozent lag. AOL hat aber nie große Unterstützung für Netscape gewährt und den Browser somit in die Vergessenheit manövriert. Ob es eine Version 8.0 von Netscape noch geben wird, darf bezweifelt werden.

Ähnlich sieht es der Spiegel. Was hinter dem Abkommen letztlich steckt, ist das Digital Rights Management (DRM), das in der nächsten Windows-Version wohl endgültig kommen soll. Da DRM den (viel Geld zahlenden) Kunden Rechte entzieht, ist es für die Medien-Industrie das Mittel der Wahl, um Audio oder Video online anzubieten. Dabei spielt auch der Windows Media Player eine wichtige Rolle, sein wichtigster Konkurrent, der Real Media Player, wird unter den Tisch fallen. Real hat aber mittlerweile einen Großteil des Codes unter eine Open-Source-Lizenz gestellt.

Auch die Auswirkungen auf Mozilla könnten erheblich sein. Zwar ist die Benutzerzahl von Mozilla beachtlich, doch dem Projekt fehlt es an Programmierern - und wenn diejenigen, die bisher für Netscape arbeiteten, wegfallen sollten, dann dürfte das nicht ohne Folgen bleiben. (Dank an M. Sardy.)

erst kaufen, und dann kaputt machen. oder auch langsam fallen zu lassen. na da...

del/FTF

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Alt 04.06.2003, 18:34   # 2
shadowrunner
 
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Zitat:
erst kaufen, und dann kaputt machen. oder auch langsam fallen zu lassen. na da...
so sehe ich das auch...hoffentlich bleibt uns Netscape erhalten.
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Alt 04.06.2003, 18:54   # 3
Arbitrio
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Das gefällt mir nicht - ich wollte ab der nächsten Neuinstallation eigentlich das Emailproggie von Netscape benutzen...
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Alt 04.06.2003, 18:55   # 4
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Kann ich nur empfehlen!
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Alt 04.06.2003, 19:00   # 5
delforcer
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tja, das wird nicht der letzte sein...
uebel, aber eben auch eine strategie!

del/FTF
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Alt 04.06.2003, 19:24   # 6
Druide
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Nachdenkenswert für Linux-Fans:

chip zitat 01
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Alt 04.06.2003, 19:29   # 7
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das ist schon aelter. ich hoffe ich finde das ganze, denn die paar worte... na ja...

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Alt 04.06.2003, 19:30   # 8
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@Druide: Was hat das damit zu tun?
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Alt 04.06.2003, 19:38   # 9
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Linus Torvalds: DRM im Linux-Kernel OK

Linus Torvalds schließt den Einsatz von DRM (Digital Rights Management)-Code im Kernel nicht grundsätzlich aus.

Diese Aussage löste natürlich eine große Zahl von Reaktionen aus, die Torvalds vorausgeahnt hatte, als er scherzhaft meinte, seine Asbest-Unterwäsche sei angelegt, und seinem Posting den Titel »Flame Linus to a Crisp!« gab.

Einige Leute sind grundsätzlich gegen DRM, so beispielsweise Richard Stallman, der DRM nur noch als »Digital Restriction Management« bezeichnet. Was es zweifellos auch ist. Einige Leute forderten daher, daß DRM grunsätzlich im Kernel verboten sein solle, entweder durch eine Änderung der GPL oder eine Zusatzregelung für den Kernel. Diesen erteilte Torvalds nun eine Absage.

Er will den Kernel frei von »Politik« halten. Ohnehin erlaubt die GPL den Anwendern, mit dem Kernel zu machen, was sie wollen. Zum Beispiel DRM-Code einbauen oder daraus entfernen.

Das Signieren von Kerneln ist eine Methode, um DRM zu unterstützen. Jeder kann das tun; Torvalds selbst tut es mit den Kernel-Quellen, um deren Unversehrtheit überprüfbar zu machen. Wie man eine Signatur verwendet, ist jedoch nicht Sache des Kernels, entsprechender Code muß in den Applikationen vorliegen.

Was dagegen nicht erlaubt ist, ist, einen geheimen Schlüssel im Kernel-Binary unterzubringen. Solch ein Schlüssel müßte mit den Kernel-Quellen publiziert werden, was ihn nicht wirklich geheim macht.

Offenbar sehen Torvalds und einige andere Entwickler nicht nur schlechte, sondern auch gute Seiten an DRM. Wenn entsprechender Code einmal vorliegen sollte, wird man sehen können, ob sie recht haben. (Dank an Reiner Schischke.)

Information: Linux Today

bitte einen blick auch auf die kommentare werfen.
sprich auch nichtlinuxer moegen es dann verstehen wollen. ihm ist es sogesehen gleich ob oder ob nicht. und ich jetzt koennte das dort wieder rausholen, wenn ich es nicht will. also was soll der kram, es sprach niemand von standarts! das ist nichts was mich persoenlich beunruigt. linux ist nicht windoze, was auch gut so ist.

del/FTF

PS: das gehoert hier wirklich nicht so recht hin, da die sache mit dem ie ja euch betrifft und das wegfallen von neti uns alle, sofern das wirklich so sein sollte...

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Alt 04.06.2003, 19:57   # 10
Khor
 
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Nochmal zum Thema: Wenn ich das richtig sehe, ist Mozilla so eine Art -open source' proggy, daß allerdings unter einer speziellen Lizenz von AOL/Netscape läuft, oder? Das heißt, daß AOL das Ding ohne Probleme komplett einstampfen kann. Gefällt mir nicht. Warum gibt es so ein tolles Programm wie Mozilla nicht unter der GPL?
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Alt 04.06.2003, 20:07   # 11
Druide
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Zitat:
Zitat von Shadowrunner
@Druide: Was hat das damit zu tun?
Zitat aus dem Eröffnungspost
Zitat:
Ähnlich sieht es der Spiegel. Was hinter dem Abkommen letztlich steckt, ist das Digital Rights Management (DRM), das in der nächsten Windows-Version wohl endgültig kommen soll. Da DRM den (viel Geld zahlenden) Kunden Rechte entzieht, ist es für die Medien-Industrie das Mittel der Wahl, um Audio oder Video online anzubieten. Dabei spielt auch der Windows Media Player eine wichtige Rolle, sein wichtigster Konkurrent, der Real Media Player, wird unter den Tisch fallen. Real hat aber mittlerweile einen Großteil des Codes unter eine Open-Source-Lizenz gestellt.
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Alt 04.06.2003, 20:17   # 12
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Zitat:
Zitat von Khor
Nochmal zum Thema: Wenn ich das richtig sehe, ist Mozilla so eine Art -open source' proggy, daß allerdings unter einer speziellen Lizenz von AOL/Netscape läuft, oder? Das heißt, daß AOL das Ding ohne Probleme komplett einstampfen kann. Gefällt mir nicht. Warum gibt es so ein tolles Programm wie Mozilla nicht unter der GPL?
mozilla hat an sich nichts mit aol zu tun.
mozilla ist auch open source, der browser steht nicht direkt unter der gpl, die haben irgendwie eigene lizenzen. sorry bin zu faul zum suche heut :wink:
aber von mozilla kannst du dir den source frei runterziehen.
bezogen auf den artikel, es fehlen die programmierer. aber das hat nichts mit aol zu tun.

und dmr unter linux und windows ist ein unterschied. nicht vergessen!

del/FTF
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Alt 04.06.2003, 21:16   # 13
Khor
 
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Heißt das, daß Mozilla nicht tootzukriegen ist? Ich meine rein rechtlichlich/geschäftlich?
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Alt 04.06.2003, 21:23   # 14
delforcer
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ohh doch.
also open source ueberhaupt wird z.z. richtig angegangen, da spielen viele sachen momentan eine rolle, die software pAtente, die lizenzen fuer euer windoze (longhorn (palladium)) und so weiter. dann muss man auch sehen, dass viele seiten nur noch fuer den ie optimieren, dazu kann ich dir am ende nen link geben, welcher auch zutrifft. sprich es wird arg gegen angegangen, aber was letztlich wirklich passiert, das weiss niemand. wir werden es sehen...
(spekulieren koennte ich viel, befasse dich mal mit dem sco-kram, da wirst du dann die schwachpunkte von oss (open source software) sehen...)

del

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Alt 05.06.2003, 00:23   # 15
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Ich nutze auch Netscape 7.0 mit dem eMail-Programm. Ich finde diese sehr übersichtlich. Dann hoffe ich mal, dass Netscape die Trennung von AOL lange durchhält.

A propos AOL - da fällt mir doch die Textpassage aus "Stupid White Men" wieder ein. Im Vorstand von AOL sitzt der amerik. Aussenminister Colin Powell. Sein Sohn wurde von George W. Bush zum Vorsitzenden der Kommision ernannt; zu seinen Aufgaben gehört die Kontrolle der Aktivitäten von AOL. Außerdem beaufsichtigt er die Regulierung des AOL-Monopols bei der Instant-Messager-Technologie.

Eines von vielen Beispielen, die zeigen, das die Regierung der USA unter George W. Bush in die eigene Tasche wirtschaftet und das Volk ausbeutet. Fuck off, George!

Dass es AOL nun zu Microsoft (und damit zum IE) zieht, hat natürlich wiedermal nur finanzielle Hintergründe. AOL ist auch nur so ein sch.. ss Korruptionsunternehmen. Deshalb habe ich meinen Account bei CompuServe auch gekündigt (CS wurde 1997 von AOL "geschluckt").
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Alt 05.06.2003, 18:49   # 16
Khor
 
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@del: danke für den link. aber das bin ich ja gewohnt. Höre jeden Tag srüche wie, Warum sieht das denn bei dir anders aus als mit dem Internet Explorer? Meine Antwort: Keine Ahnung was der Internet Explorer da falsch macht. Sehen nur die wenigsten ein. *sigh* Mich hat nur interessiert, ob AOL oder Netscape die Möglichkeit hätten, die Entwicklung einzustellen. Kenn ja deren Lizenz nicht. Weiß nur, daß anfangs nicht viele unter den Bedingungen coden wollten. Weiß aber nicht, wie das heute ist.
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Alt 05.06.2003, 21:42   # 17
shadowrunner
 
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Opera ist ja auch noch da....
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Alt 05.06.2003, 21:48   # 18
Khor
 
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Sorry, aber Opera ist nicht Mozilla. Ich liebe Mozilla. Opera hab ich auch ganz gerne verwendet. Aber ich hatte nie Lust, daß Fenster wegzubezahlen, weil die damals keine Euros wollten. Und momentan darf man ja noch beruhigt auf Mozi setzen.
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Alt 05.06.2003, 22:49   # 19
Arbitrio
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Zitat:
Zitat von Khor
Höre jeden Tag srüche wie, Warum sieht das denn bei dir anders aus als mit dem Internet Explorer?
Die Antwort ist: Der IE ist beim "Erraten" von invalidem Quelltext einfach besser - aber wenn man so coden, wie es sich gehört, gibtz keinen Unterschied...

Zitat:
Zitat von Khor
Sorry, aber Opera ist nicht Mozilla. Ich liebe Mozilla. Opera hab ich auch ganz gerne verwendet. Aber ich hatte nie Lust, daß Fenster wegzubezahlen, weil die damals keine Euros wollten. Und momentan darf man ja noch beruhigt auf Mozi setzen.
Opera war schon immer ein sehr schneller Browser, aber in der Darstellung hatz immer etwas gehapert.
Aber jetzt - seit Version 7.0 - sehen die Seiten auf Opera auch gut aus - sogar besser als auf dem IE!
Mich hat der Browser überzeugt, allerdings surf ich aus praktischen Gründen meistens noch mit dem IE...
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Alt 06.06.2003, 16:49   # 20
delforcer
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das groesse problem bei der entwicklung von standarts oder besser gesagt deren einfuehrung und oder benutzung ist immernoch ms. da die eben durchsetzten wollen, das deren produkte genutzt werden. tja ende von lied, man geht weiter. aber im grunde steht das ja on dem link den ich gepostet hatte mit dem draussen bleiben, und ich selbst bin ja betroffen.
aber die sache mit dem falschen betriebsystem lasse ich lieber sein, da die meisten leute nicht weiter als 3 cm sehen koennen und nicht bemerken wie sehr sie selbst betroffen sind.
na ja...

del

FTF
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