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| Flüchtling Registriert seit: 04.05.2011 Ort: Im Norden Eisscholle Nr.11
Beiträge: 1.353
| ?? Hast du dafür Beweise? Als Ver.di Mitglied solltest du besser informiert sein. Die Proteste/Aktionen in 2009/10 richteten sich gegen XL-Schlecker und der involvierten Schlecker-Leihfirma Meniar. Slogan war: Kunde bei AS bleiben, aber XL meiden. Wenn Boykott,dann nur Teilboykott. Auch einige Bürgermeister haben gezeigt das sie das Vorgehen von Schlecker nicht gut finden. Zitat:
Wenn du Ver.di verantwortlich machst,dann bitte auch alle anderen.Die Medien,Politiker ect. Zitat:
Also wird es eine Totalpleite geben. Mit einer Auffang-,Transfergesellschafft hätte man viele Filialen und somit Arbeitsplätze retten und die benötigten 70 Mio erwirtschaften können. m.f.G.
__________________ Haltet eure Kinder in Ehren,denn sie suchen euer Altersheim aus. | ||
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| | # 44 |
| Urgestein Registriert seit: 04.08.2002
Beiträge: 3.917
| Das ist auch gut so. Der Staat sollte sich raushalten, auch wenn es sich um "nur" Bürgschaften handelt. Ein kleineres UN wäre auch schon längst tot. Für Einhaltung dieses Prinzips bin ich dankbar!
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| | # 45 | ||
| Flüchtling Registriert seit: 04.05.2011 Ort: Im Norden Eisscholle Nr.11
Beiträge: 1.353
| Zitat:
Zitat:
Staatliche Hilfe für Unternehmen??? Erkläre warum ein Bauer Recht auf Subventionen hat? Erkläre mir warum ein Bergbauunternehmen Recht auf Subventionen hat. Erkläre mir warum Multinationals wie z.B. Mercedes Recht Subventionen hat? Erkläre mir warum es den Kombilohn gibt? ect,da geht es doch auch um Erhaltung von Arbeitsplätzen. Auch darum geht es bei Schlecker.Und nicht nur um Arbeitsplätze bei Schlecker. Z.B. Die Bevorratung der Filialen wurde von einem Transportunternehmen versorgt.Hier werden auch Arbeitsplätze wegfallen.Vorfinanzierte LKW stehen erstmal nutzlos rum.Sollte man sie anderweitig einsetzen können müssten alle umlackkiert. Bei einem Großunternehmen hängen auch noch andere Arbeitsplätze dran. Und bei 305.000 arbeitslosen Verküferinnen werden die meisten Schleckermitarbeiter keine neuen Arbeitsplätze finden. Sie werden dann staatlich unterstützt. Da es sich überwiegend um Frauen handelt werden sie erst einmal Arbeitslosengeld bekommen und wenn sie einen Partner haben der ein Einkommen hat,nichts mehr. Haben sie ein Haus,das auf beider Einkommen finanziert ist,ist es bald futsch und man hat einen riesigen Berg Schulden. Ps. Ich hoffe das du nie in eine solche Lage kommst. m.f.G.
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| | # 46 | |
| Urgestein Registriert seit: 04.08.2002
Beiträge: 3.917
| Wieso soll ich dir das erklären - ich bin doch selbst dagegen... ?! Opel, Banken etc. hätten ebenfalls keine Rettung erhalten dürfen ginge es nach mir. Klar gäbe es einen großen Knall, aber nur so lernt der Mensch. Aktuell: Q-Cells. Ich dachte ich höre nicht recht, als von direkten Förderungen oder Steuerbegünstigungen die Rede sein soll. Herrgott nochmal, erst eine goldene Nase verdienen, dann nicht rechtzeitig auf veränderte Marktbedingungen reagieren und dann noch Landeshilfe haben wollen... solche UN sollen an die Wand fahren. Punkt. Aus. Zitat:
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| Helferlein Registriert seit: 27.10.2008
Beiträge: 3.123
| Ok Ok, das mit Verdi ist nicht ganz richtig Zitat:
Die FDP hat viel zu lange keine klare Linie gefahren und SPD und Grüne haben die Marktwirschaft nicht verstanden. Wer Scheixxe baut gehört bestraft, wer lernunfähig/willig ist muss bestraft werden. Subventionen, egal von wem, gehören auf die Streichliste. Man kann Milliarden sparen und viele unsinnige Produkte würden vom Markt verschwinden. (Z.B. Dienstwagen mit mehr als 150PS) So wie es gelaufen ist, ist es für mich ok. Ich war 40 Jahre bei ein und demselben Arbeitgeber, warum? Weil der 1. gut bezahlt hat 2. eine interessante Tätigkeit bot 3. die sozialen Leistungen stimmten, wie Kantine (verbilligter Einkauf preiswertes Mittagessen, Zuschuss im Krankheitsfall fürs Krankenhaus/ Kur) 4. Zusatzversicherung für die Rente zu 2/3 vom AG bezahlt etc. etc. Schlecker hat seine Angestellten behandelt wie ein Sklaventreiber, verweigerte den Beitritt zum Tarifvertrag und machte was er wollte. Als Ver.di und die Medien das publizierten blieben die Kunden weg. Hat sich was geändert? Nein Nun wollen Sender, wie z.B. SWR, MDR, NDR u.a. die Kunden wieder motivieren bei Schlecker einzukaufen. Doch die Arbeit die früher 4 bis 8 Verkäuferinnen gemacht haben sollen heute unter Konkursverwaltung 3 bis 4 freiwillige Sklavinnen machen? Ich hab den Schlecker mit den bunten Punkten ca 200m von mir entfernt, neben Mr Baker, Aldi, der Sparkasse und REWE, einem Bio-Markt, einer Apotheke und einer Reinigung sowie einem grossen Parkplatz. Da wurde eigentlich immer gut eingekauft. Ich habe da auch oft eingekauft, besonders Neutralreiniger, Zitronensäure und Wein, Spezialtees und Gelenkkapseln. Das wird auch so bleiben. Einige Sachen kosten in der Apotheke knapp 1/2 mehr und man bekommt sie nicht bei den Anderen.
__________________ Das was ich hier sage ist meine Meinung und keine Rechtsberatung Solange das Recht Einzelner zum Unrecht für Andere wird gibt es keine Gerechtigkeit. myself | |
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| | # 48 | |
| Plaudertasche Threadstarter Registriert seit: 18.01.2007 Ort: zwischen den Donks
Beiträge: 10.121
| Zitat:
![]() Oh ich liebe diese FDP hätte ich ihr gar nicht zugetraut | |
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| | # 49 |
| Flüchtling Registriert seit: 04.05.2011 Ort: Im Norden Eisscholle Nr.11
Beiträge: 1.353
| Weitsicht, das hat die FDP. Rösler: Es gibt nur 2 Organisationen die die Auferstehung kennen,die katholische Kirche (die evangelische nicht Weitsicht die 2. Wolfgang Kubicki macht den 1.Spatenstich für eine nicht genehmigte Autobahn wofür auch noch die Gelder fehlen. Report München: Die Liberalen: Überflüssig oder unentbehrlich? Sehr geehrte BöBo (böse Bonzen) von der FDP, ich kenne eine bessere Plattform für eure Parteiversammlungen die Komediesendungen im TV. m.f.G.
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| | # 50 | |
| Registriert seit: 10.11.2006 Ort: dort, wo Berlin schön ist
Beiträge: 1.301
| Zitat:
Und zu behaupten, die FDP hätte (im Gegensatz zu anderen Parteien) Marktwirtschaft verstanden, ist genauso abwegig wie die Behauptung die SPD vertrete die Interessen der Arbeitnehmer
__________________ Übrigens ist es nicht schlimm, wenn dir nichts einfällt, aber eine Schande ist es, wenn du das dann auch noch aufschreibst.Joachim Panten 1947-2007 | |
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| Helferlein Registriert seit: 27.10.2008
Beiträge: 3.123
| Zitat:
Wie heisst es so schön? Jeder ist seines Glückes Schmied Es heisst aber nicht: Wenn das Management grosser Firmen Mist baut kommt der Bundesadler, bei kleinen Unternehmen der Pleitegeier Es muss vielmehr heissen: Wer Scheixxe baut kommt auf den Mist Die privat Banken und einige öffentlich rechtliche, grosse Unternehmen wie Opel, QCell, u.a. gehören, zumindest das Managment, auf den Mist der Geschichte. Warum kauft nicht die BRD Opel einfach auf? Bisher flossen soviele Mittel, dass der Kaufpreis nur noch minimal sein dürfte, und verkauft die Autos weltweit? Wozu Schlecker retten? Wir haben DM und andere Drogeriemärkte, die mehr Erfolg haben. Das Druckmittel der Arbeitsplätze zählt m.E. nicht. Wird aber von den gescheiterten Managern immer wieder vorgebracht. Deutschland und seine BADmanager. Eine unendliche Geschichte. M.M. sterben und sterben lassen. Darin liegt auch ein Keim zum lernen und Neuanfang.
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.881
| Zitat:
Zitat:
Zitat:
Nur wie willst du es anstellen, die Chinesen mit ihrem Billig-Dreck vom Markt zu vertreiben. Für einen China-Lohn bekommt Q-Cells keine Arbeiter und schon gar keine Forscher. Wenn dann auf einmal ein Fernost-Produkt auf dem Markt erscheint, möglicherweise sogar ein direkter Q-Cell Nachbau und das zu einem Preis, den Q-Cell absolut nicht realisieren kann, bleibt doch nur die Wahl zwischen Pleite und Subvention. Was aber ist das kleinere Übel? Läßt man Q-Cell (und über kurz oder lang auch die übrigen Solarzellen-Hersteller) in Konkurs gehen, haben wir hier in Deutschland den Forschungsaufwand getrieben und China - nun ohne Konkurrenz - kann absahnen und verdient sich an der Umstellung unserer Energieversorgung eine goldene Nase. Arbeitsplätze in einer Zukunftstechnologie gehen verloren. Subventioniert man, so werden Steuergelder verbraucht, die woanders möglicherweise besser einzusetzen wären. Ich denke, Subventionen sind dann vertretbar, wenn abzusehen ist, daß die Firma innerhalb eines überschaubaren Zeitraums saniert werden kann, die Arbeitsplätze erhalten bleiben und es für die Firma eine mittel- bis langfristig gute Prognose gibt. Das festzustellen, haben wir hier aber keine Möglichkeit.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! | |||
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| Plaudertasche Threadstarter Registriert seit: 18.01.2007 Ort: zwischen den Donks
Beiträge: 10.121
| Zitat:
Leider entscheidet unsere Regierung die Subventionen nach Tageslaune | |
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| Urgestein Registriert seit: 04.08.2002
Beiträge: 3.917
| Zitat:
Zitat:
Natürlich, im Nachhinein hätte es der Stammtischgast nach seinem 11. Bier besser gewusst - oho. Man aber sollte bedenken, dass auch Manager Menschen sind und Fehlentscheidungen nicht auszuschließen sind. Da ist natürlich ein (Fach-)Arbeiter eher fein raus: Begeht er gemessen an seinem Tätigkeits-/Leistungsspektrum einen Fehler, ist er in seiner Konsequenz eher zu verschmerzen. Nur beim Top-Management löst ein Fehler eine mittelgroße Katastrophe aus und die Belegschaft würde die Kerle am liebsten in Sippenhaft nehmen. Was natürlich nicht bedeutet, dass dies nicht sanktioniert werden sollte - da sind wir uns denke ich einig. Neben einem Bonus- sollte wäre ein Malus-System (wie es in vielen Unternehmen praktiziert wird, aber der BILD-Leser bekommt das natürlich nicht mit) sicher ein guter Weg, aber auch kein Garant für strategische Fehlentscheidungen. Und diese wird es IMMER geben, da ein Unternehmen aus Menschen besteht. Auch wenn der gemeine Arbeiter meint, eine lebenslange Garantie auf die Existenz seines Unternehmens und damit seines Arbeitsplatzes zu haben. Zitat:
Wo wird seit Jahrzehnten Spielzeug gefertigt? In China oder in Deutschland? Wer baut all die PCs, Smartphone und weitere (Unterhaltungs-)Elektronikartikel - Deutsche oder Chinesen? Wo wären wir, wenn wir bis heute die Spielzeug- und (Unterhaltungs-)Elektroindustrie zu horrenden Subventionen in Deutschland produzieren lassen würden?! Unmögliches Denkmodell. Genauso ist es falsch, eine in Deutschland über kurz oder lang nicht finanzier- bzw. subventionierbare Technologie weiter zu bezuschussen. Dann lieber sterben lassen! Zitat:
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.881
| Unsere Meinungen sind doch gar nicht so sehr voneinander verschieden. Firmen, oder Branchen die dauersubventioniert werden müssen, um überleben zu können, sollte man in der Tat sterben lassen, da bin ich mit dir einer Meinung. Das extreme Beispiel hier im Ruhrgebiet waren doch die Steinkohlesubventionen. Man hätte jeden Bergmann bei vollen Bezügen nach Hause schicken und die Zechen dichtmachen können und hätte sich finanziell noch besser gestanden. Eine krasse Fehlentscheidung das Ganze, ohne Zweifel. Wahrscheinlich wurde mal wieder auf Wählerstimmen geschielt und dann die Steuermilliarden verpulvert. Ob man nun kurzfristige Subventionen, bis eine Firma wieder allein laufen kann, "Überlebenshilfen" nennt oder nicht, ist allenfalls eine Frage der Terminologie, aber keine grundsätzliche Frage. Eher könnte man sich Gedanken darüber machen, wo man die Grenze ziehen sollte zwischen "Subventionen" im Sinne von verpulvertem Geld für nicht lebensfähige Firmen oder Branchen, und kurzfristigen - OK, nennen wir sie Überlebenshilfen. Zitat:
Firmen horrende zu subventionieren, damit sie mit den China-Preisen mithalten können, kann absolut nicht die Lösung sein. Es kann aber auch nicht das Ziel der Firmen sein, Produkte auf den Markt zu bringen, die unmittelbar mit China-Produkten vergleichbar sind. Wenn wir qualitativ nicht besser sind, haben wir natürlich kein Recht, höhere Preise zu verlangen, wieso auch? Es gibt aber auch jede Menge Gegenbeispiele und unsere Elektro-Industrie ist alles andere als tot: Warst du schon mal in Gütersloh? Die dort ansässige Firma hat garantiert keine Angst vor chinesischer Konkurrenz und denkt auch gar nicht daran, Deutschland den Rücken zu kehren. Sie produzieren hier und verkaufen in alle Welt. So groß die Firma auch ist, es ist immer noch ein Familienbetrieb, geführt in der was-weißich-wievielten Generation. Und ein Markus Miele denkt nicht in Bilanzen und Quartalsberichten, sondern in Generationen. Seine Produkte sind oft mehr als doppelt so teuer, wie die der Konkurrenz und werden trotzdem gekauft. Nicht von jedem, aber von Leuten, die es sich leisten können. Und nun rate mal, was auf meiner Waschmaschine steht ... Sicher kein chinesischer Name. Anderes Beispiel, weil ich gerade in meinem Bereich viel damit zu tun habe: Dieses Teil und dieses machen genau den gleichen Job, das Signal eines Satelliten an bis zu 12 Teilnehmer verteilen. Nun rate mal, welche Firma mit der Produktion nicht mehr nachkommt, weil alle den Schalter haben wollen? Die Billigfirma etwa? Falsch geraten. Ein Beispiel aus einer anderen Branche: Für einen Sportanzug von Adidas, Puma oder Nike legst du locker mal eben einen Hunderter auf den Tisch, wenn nicht, noch mehr. Bei Nike weiß ich es nicht, aber Adidas und Puma ging es mal eine Weile finanziell nicht besonders gut. Wenn man den Sportanzug mal auf links dreht und auf die Rückseite des Etiketts blickt, liest man dort "Made in Vietnam", oder Bangla Desh, Korea, China oder was auch immer, niemals aber "Made in Germany". Man kann sich aber auch einen Sportanzug von Trigema kaufen. Der ist nicht teurer und mit Sicherheit auch nicht schlechter - und dort steht "Made in Germany" drauf. Mittlerweile hat Trigema 8 Werke, alle in Deutschland. Und die Firma ist kerngesund. Noch ein Beispiel: Sportschuhe. Hier muß die Firma Brütting mit Adidas & Co. konkurrieren. Sie tut das mit gutem Erfolg und produziert - in Deutschland. Auch hier gilt: Wer es sich leisten kann, kauft eben Brütting, wer nicht, muß mit Adidas vorlieb nehmen und bekommt für viel Geld Qualitätsware aus Vietnam. Solche Ware bekomme ich aber auch im Aldi. Es geht also, man kann in Deutschland produzieren, sowohl Elektroartikel, wie auch Schuhe, Sportbekleidung, Autos und vieles mehr. Vielleicht auch Solarzellen, warum denn auch nicht? Deshalb bin ich dafür, der Firma - nach sorgfältiger Prüfung, versteht sich, noch eine Chance zu geben. Zitat:
Aber man muß doch unterscheiden - Fehler ist nicht gleich Fehler. Da ist Opel doch das beste Beispiel: die haben mal richtig gute Autos gebaut, z.B. diesen hier. Super-bequem, mit einem fetten Achtzylinder unter der Haube und einer DeDion-Hinterachse, während andere, selbst Premium-Fabrikate noch mit einer Starrachse daherkamen. Einziges, aber leider entscheidendes Manko: Der Stern auf der Kühlerhaube fehlte. Ansonsten waren die Autos der S-Klasse damals absolut ebenbürtig. Dann irgendwann kam Lopez - mit den bekannten Folgen. Sicher muß man auch Lopez einen Fehler zubilligen, aber bei einer Marke, die praktisch nur für den deutschen Markt produziert wird, zugunsten der Gewinnmaximierung die Qualität bis zum Geht-nicht-mehr herunterzufahren ist mit deutschen Autokäufern nicht machbar. Es war einfach nur noch zum Lachen, als z.B. die Türinnenverkleidungen des Kadett aus Pappe gemacht wurden, weil Kunststoff zu teuer gewesen wäre. Und den Opel Rekord gab es mal serienmäßig mit einem Scheibenwischer ohne automatische Rückstellung. Wenn man den ausgemacht hat, ist er einfach da stehengeblieben, wo er gerade stand. Die Rückstellung gab es dann gegen Aufpreis. Ob Opel je ein Fahrzeug ohne die Rückstellung verkauft hat, weiß ich nicht, gesehen habe ich keins. Dann - irgendwann - kamen strengere Abgasbestimmungen. Was macht Opel, während alle anderen Firmen nach und nach den Katalysator einführen? Baut Motoren, die sich "bedingt schadstoffarm Klasse C" nennen. Erfüllen im Neuzustand auch ohne Kat die noch relativ laschen Abgasbestimmungen, erweisen sich aber in einem Betriebszustand außerhalb des Bereichs, wo gemessen wird, als Dreckschleudern. Aber der Kat hätte ja Geld gekostet. Natürlich sprach sich die sinkende Qualität schnell herum und Lopez ist auch nicht lange bei Opel geblieben. Aber der ehemals gute Ruf von Opel war dahin - und ist es bis heute. War das jetzt ein Fehler, den man einem Lopez noch nachsehen kann, oder welcher Teufel hat diesen Mann geritten? Ohne jede Rücksicht auf seine Kunden und ohne Rücksicht auf die Überlebenschancen der Opel-Werke zu agieren - wie soll man das nennen? Kurzsichtigket? Unfähigkeit? Dummheit? Eine unglaubliche Arroganz oder was? Ja, man kann Fehler machen, man kann Fehler auch entschuldigen, aber von einem Mann, der eine siebenstellige Summe pro Jahr verdient, darf doch etwas mehr verlangt werden, als dort abgeliefert worden ist. Nichts liegt mir ferner, als nur auf "die da oben" zu schimpfen, aber wenn man quasi zwischen Nokia und Opel wohnt und das ganze Elend aus nächster Nähe erleben muß, kommt man doch ins Grübeln. Und ein paar tausend Arbeitsplätze mit einem "Pech gehabt" abzutun, dazu bin ich, bei allem Verständnis für die Regeln der Marktwirtschaft, nicht bereit. Ja, wir haben eine Marktwirtschaft, aber ein klein wenig sozial darf sie ruhig sein.
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| Flüchtling Registriert seit: 04.05.2011 Ort: Im Norden Eisscholle Nr.11
Beiträge: 1.353
| Zitat:
Und in Deutschland kann man billig produzieren,denn Deutschland ist mittlerweile ein Billiglohnland.Beispiel Danish Crown,Betrieb in Dänemark geschlossen weil man in Deutschland für 1 Schlachtung nur die hälfte bezahlt. Zitat:
Auf den oberen Ebenen werden alle Handlungen genau überlegt da passieren keine Fehler. m.f.G.
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| Urgestein Registriert seit: 04.08.2002
Beiträge: 3.917
| Zitat:
![]() Betriebswirtschaftliche, insbesondere strategische, Entscheidungen basieren nicht auf Formeln, sondern auf Empirie. D.h. man kann bestenfalls durch Vergangenheits- und Gegenwartsbetrachtung die Folgen von Entscheidungen erahnen, nicht jedoch vorhersehen - dafür ist der Grad der Unsicherheit zu hoch. Dieser lässt sich auch nicht "weg minimieren". In sofern sind Fehler eine nicht auszuschließende Komponente strategischer Entscheidungen. "Keine Fehler" = Unsinn.
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| Plaudertasche Threadstarter Registriert seit: 18.01.2007 Ort: zwischen den Donks
Beiträge: 10.121
| Zitat:
![]() Natürlich entspricht das meiste, was hier geschrieben steht, meiner Meinung. Natürlich spricht mir King W. aus dem Herzen auch wenn ich seine Ausführungen zur Kohlesubvention aus manchen Gründen gar nicht teile. Letztlich diskutieren hier fast alle über Stärken und Schwächen unseres Gemeinwesens. Poentierte Darstellungen haben wenig mit Hetztiraden zu tun. Im Übrigen ist im Ausgangsbeitrag dieses Threads von Hetze nichts zu lesen - allenthalben ein wenig Zynismus. | |
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