Finanzminister Schäuble lässt Rente mit 69 prüfen

Alt 11.09.2011, 18:36   # 1
sarazena
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Nein, es hat nichts damit zu tun, dass Schäuble nächsten Sonntag 69 wird und über seine Rente nachdenkt. Nun muss er auch wirklich nicht besorgt sein, dass jemand an seiner Rente knabbert. Er wird wohl eine Rente erhalten, für die ein normaler Arbeitnehmer wohl bis zu seinem 185ten Lebensjahr in die RV einzahlen müsste.

Zitat:
Die Bundesregierung überlegt offenbar, das Renteneintrittsalter auf 69 Jahre zu erhöhen. Im Hintergrund wird schon fleißig gerechnet.

Quelle
Und wenn sie schon dabei sind, können sie das für 79, 89 und 99 Jahre auch mal rechnen - dann wüssten wir wenigstens woran wir sind

Wie wäre es, wenn man mal über die Einnahmeseite nachdenken würde
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Alt 11.09.2011, 19:39   # 2
NeeBee44
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Unglaublich, was er da ausheckt. Na hoffentlich passen die mündigen Wähler genau auf und wissen, wen sie zu Wählen haben.

Eine Rente mit 69 erreicht doch kaum ein normal Arbeitender ( Dachdecker,Bauarbeiter, Straßenarbeiter usw,) aber Hauptsache die Sesselpupser bekommen fette Pansionen und schaukeln sich die Eier. Denn die werden mit Sicherheit nicht mit 69 in Rente Gehen.

Wenn die auch mal die gleichen Rentenbeiträge einzahlen würden, währe das alles nicht nötig.
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Alt 11.09.2011, 19:44   # 3
Immorb
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Mal ehrlich,was ist daran falsch Rente mit 67/69?

Ich habe seit meinem 14. Lebensjahr in die Rentenkasse einbezahlt,und muß also 51 Jahre lang Beiträge bezahlen.
Heute,geht man mit über 20 ins Berufsleben.
Zahlt also weniger ein.
Und dann,die Lebenserwartung ist höher geworden.
Und die "Schere" zwischen Beitragszahlenden und Rentnern wird immer grösser.

Natürlich kann ein 65jähriger oft nicht die Leistung bringen wie ein 50jáhriger,aber da ist der Arbeitgeber gefragt.

Ps.
Wann geht der Papst in Rente?
Wenn sein Chef ihn zu sich ruft.

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Alt 11.09.2011, 20:01   # 4
NeeBee44
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Zitat:
Zitat von Immorb Beitrag anzeigen
..
Natürlich kann ein 65jähriger oft nicht die Leistung bringen wie ein 50jáhriger,aber da ist der Arbeitgeber gefragt.
Dies ist ein weitere Punkt, der nicht berücksichtigt wird. Den Arbeitgeber ist es egal, bringst du keine Leistung, bekommst du einen Tritt in den Allerwertesten. Da ist das Alter egal. Konnte ich aus mein Umfeld bestens verfolgen.

Im Umkehrschluss bedeutet das, die Allgemeinheit muß mit Sozialbeiträgen für die Arbeitnehmern aufkommen, die es bis 69 nicht schaffen. Also unterm Strich ein Beschiss.
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Alt 11.09.2011, 21:04   # 5
sarazena
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Zitat:
Zitat von Immorb Beitrag anzeigen
Mal ehrlich,was ist daran falsch Rente mit 67/69?
Das kann ich Dir erklären. Natürlich will niemand dass ein normaler Angestellter oder Arbeiter bis 67 oder 69 arbeitet. Schon heute schafft kaum einer bis zum 60sten Lebensjahr.

Es geht also darum, den Abstand zwischen gesetzlichem Renteneintrittsalter und und tatsächlichem Renteneintritt so groß wie möglich zu halten. Denn jeder Monat früherer Renteneintritt kostet den Rentner 0,36% seiner Rente

Da helfen auch die 45 Jahre Beitragszahlung wenig, weil die wenigsten sie erreichen. Wer also weniger als 45 Beitragsjahre hat und mit 63 Jahren in die Rente geht erhält heute 8,64% Abschlag, bei Rente mit 67 sind es 17,28% und bei Rente mit 69 sind es 25,92%.

Wer also einer Frisöse, die nach 35 Berufsjahren mit ca. 850€ Rente nach Hause geht, davon noch 25% abziehen will ist für mich ein mieses Schwein
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Alt 11.09.2011, 21:19   # 6
Immorb
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Zitat:
Zitat von sarazena Beitrag anzeigen

Wer also einer Frisöse, die nach 35 Berufsjahren mit ca. 850€ Rente nach Hause geht,
Da wären wir wieder bei Mindestlohn.
Zitat:
Zitat von sarazena Beitrag anzeigen
davon noch 25% abziehen will ist für mich ein mieses Schwein
Da wären wir bei der Einheitsrente. Die Queen in NL bekommt die gleiche staatliche Rente wie ein Angestellter/Arbeiter.

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Alt 11.09.2011, 21:53   # 7
sarazena
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Zitat:
Zitat von Immorb Beitrag anzeigen
Die Queen in NL bekommt die gleiche staatliche Rente wie ein Angestellter/Arbeiter.
Queen Angela die Allerletzte bekommt natürlich keine Rente. Ihre Altersbezüge bezahlt, wie übrigens die aller Beamten auch, der Steuerzahler.

Da sind wir auch gleich beim Problem - es zahlen nicht alle in die selbe Rentenkasse ein. Die Altersvorsorge der Beamten ist beitragsfrei und Ärzte, Apotheker, Architekten, Rechtsanwälte, Steuerberater, Ingenieure und wer sonst noch alles haben eigene Versorgungseinrichtungen. Selbst die Abgeordneten des Landtags in NRW haben eine eigene "Rentenkasse".

So lange mit diesem Hirnriss nicht aufgeräumt wird, brauchen wir über den Rest nicht zu reden
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Alt 11.09.2011, 22:31   # 8
Kuerasser
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Ich bin mit 60, nach 44 Arbeitsjahren und 50% Behinderung, sowie zu Lasten meines Arbeitgebers (öffentlicher Dienst), in Pension gegangen.

2015 muss ich dann meinen Rentenantrag stellen um für die ersten Berufsjahre und die ersten Jahre im ÖD eine Rente von rd 680 €(?) von der Rentenversicherung zu bekommen, die meinen Arbeitgeber etwas entlastet.

Ich wäre nie in der Lage gewesen meinen Job (Bausparberater) weiter auszuführen. Burnoutsyndrom, Rheuma und Depressionen machten mich Ewerbsbehindert.

So geht es vielen "Sesselpupsern", denn ihre Arbeitgeber verlangen Leistung, Leistung und nochmals Leistung ohne, zum Teil, die entsprechenden Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Ein Sachbearbeiter bei uns musste 1980 1000 Kunden betreuen, 2005 waren es schon 2800. Ausgeschiedene Kollegen/innen wurden nicht ersetzt. Arbeitsmittel wurden verknappt. Computer und Internet nur zögerlich eingesetzt. Briefe haben wir früher diktiert, oder mit vorgefertigten Bausteinen gebastelt und von Erfassungsdamen in die Computer gespeist. Alles das fiel weg und wir mussten unsere Briefe selber erfassen. 1980 waren wir 1600 Angestellte, 2010 waren es noch rd. 900

So geht es überall in der Wirtschaft.

Je mehr Leistung vom Einzelnen verlangt wird, desto eher ist er verbraucht und wird für das Unternehmen zu einem unnützen Kostenfaktor. Eine Rente mit 69, wer will die noch erreichen?
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Das was ich hier sage ist meine Meinung und keine Rechtsberatung

Frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern was Du für Dein Land tun kannstJFK
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Alt 12.09.2011, 18:07   # 9
Immorb
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Zitat:
Zitat von Kuerasser Beitrag anzeigen

So geht es vielen "Sesselpupsern", denn ihre Arbeitgeber verlangen Leistung, Leistung und nochmals Leistung ohne, zum Teil, die entsprechenden Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Bei uns hat man das Problem schon vor Jahren erkannt.
Wurde ein Mitarbeiter Frührentner,dann musste der Betrieb eine "Strafe" zahlen.Einen erhöhten Eigenbeitrag in die Versicherung.
Also musste man erkrankte Mitarbeiter passende Arbeit geben oder zahlen.
Ausserdem gibt es bei uns ein gutes Gesetz über die Arbeitsbedingungen ARBO-Wet (übersetzte Seite)

Frührentner werden war vor Jahren sehr einfach,1 Jahr krank sein reichte.Wenn man Glück hatte dann musste man erst nach Jahren zur Untersuchung.
Heute ist das anders,im Vordergrund steht die Reintegration in den Arbeitsmarkt.

m.f.G.
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Alt 12.09.2011, 19:21   # 10
sarazena
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Zitat:
Zitat von Immorb Beitrag anzeigen
Ausserdem gibt es bei uns ein gutes Gesetz über die Arbeitsbedingungen ARBO-Wet (übersetzte Seite)
Eine sehr gute Sache

Leider sehen unsere Politiker immer nur das Geld. Das Wohlergehen der Arbeitnehmer geht denen, genau wie den meisten Arbeitgebern, am Ars<h vorbei. Wenn man für die Folgen nicht aufzukommen braucht, kann man die Arbeitnehmer auch wie eine Zitrone ausquetschen und wenn sie dann leer und kaputt sind, fallen lassen.

Ja, wirklich gut, was unsere niederländischen Nachbarn da machen - Hochachtung

Leider lernen unsere Politkomiker nichts daraus
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Alt 26.05.2012, 06:53 # --
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