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| ![]() Berlin – Sind unsere Lebensmittel bald radioaktiv belastet? Die Deutschen sind verunsichert. Einen Importstopp für Lebensmittel aus Japan fordert die Verbraucherorganisation Foodwatch. Die EU tut das Gegenteil: Die Kommission hat die Grenzwerte drastisch erhöht - um 100 bis 2000 Prozent! Antworten zu den neuen Richtlinien Wie kam es zu den Grenzwert-Erhöhungen? Die EU-Kommission hat die Notfallverordnung, die vor 25 Jahren unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl galt, aus der Schublade geholt und wieder in Kraft gesetzt. Ein Skandal aus Sicht der Grünen. Konkret gelten ab 30. Juli nunmehr folge Werte: für Säuglingsnahrung aus Japan 400 Becquerel Cäsium 134 und 137 pro Kilogramm (bisher: 370), für Milchprodukte 1250 Bq/kg (bisher: 600), für Fleisch aus Japan 1250 Bq/kg (bisher: 600), für Gewürze und Fischöl 12500Bq/kg (bisher: 600). Wie kam es zu den Grenzwert-Erhöhungen? Die EU-Kommission hat die Notfallverordnung, die vor 25 Jahren unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl galt, aus der Schublade geholt und wieder in Kraft gesetzt. Ein Skandal aus Sicht der Grünen. Konkret gelten ab 30. Juli nunmehr folge Werte: für Säuglingsnahrung aus Japan 400 Becquerel Cäsium 134 und 137 pro Kilogramm (bisher: 370), für Milchprodukte 1250 Bq/kg (bisher: 600), für Fleisch aus Japan 1250 Bq/kg (bisher: 600), für Gewürze und Fischöl 12500Bq/kg (bisher: 600). Warum kritisiert Foodwatch das? Weil damit in der EU viel laxere Grenzwerte gelten als in Japan (200 bis 500 Bq/kg). „Die EU lässt damit Lebensmittel in den Handel, die sogar in Japan als unzulässig gelten“, rügt die Verbraucherzentrale Hamburg. Welche Lebensmittel sind überhaupt gefährdet? Die EU bezieht nur 0,1 Prozent der Lebensmittel aus Japan. Derzeit waren noch keine Produkte auffällig – alle stammen noch aus der Zeit vor dem Reaktorunfall. Betroffen sein könnten: Sushi-Reis, Grüner Tee, Wasabi (grüner, scharfer Meerrettich für Sushi), Seetangblätter, Sake Reiswein, Pflaumenwein, Meeresalgen, Trockenpilze, Sojasoße. Wie bedrohlich ist die Lage beim Fisch? Noch überhaupt nicht. Selbst im Fischmarkt von Tokio wurden noch keine radioaktiv belasteten Fische entdeckt. Für einige Fanggebiete könnte die Lage in Zukunft bedrohlich werden – das hängt von der Windrichtung und Meeresströmung ab. Betroffen wäre der Nordwestpazifik. Hier werden Alaska-Seelachs (für Fischstäbchen), Wildlachs, Seeteufel, Scholle, Kabeljau/Dorsch gefangen. Wichtig ist der Hinweis auf den Packungen auf das „Fanggebiet 61“. Kann man die Radioaktivität in Lebensmitteln mit einem Geigerzähler messen? Nein. Dazu sind Proben nötig - die Geräte dafür kosten 100000 Euro und mehr. Wie kam es zu den Grenzwert-Erhöhungen? Die EU-Kommission hat die Notfallverordnung, die vor 25 Jahren unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl galt, aus der Schublade geholt und wieder in Kraft gesetzt. Ein Skandal aus Sicht der Grünen. Konkret gelten ab 30. Juli nunmehr folge Werte: für Säuglingsnahrung aus Japan 400 Becquerel Cäsium 134 und 137 pro Kilogramm (bisher: 370), für Milchprodukte 1250 Bq/kg (bisher: 600), für Fleisch aus Japan 1250 Bq/kg (bisher: 600), für Gewürze und Fischöl 12500Bq/kg (bisher: 600). Warum kritisiert Foodwatch das? Weil damit in der EU viel laxere Grenzwerte gelten als in Japan (200 bis 500 Bq/kg). „Die EU lässt damit Lebensmittel in den Handel, die sogar in Japan als unzulässig gelten“, rügt die Verbraucherzentrale Hamburg. Welche Lebensmittel sind überhaupt gefährdet? Die EU bezieht nur 0,1 Prozent der Lebensmittel aus Japan. Derzeit waren noch keine Produkte auffällig – alle stammen noch aus der Zeit vor dem Reaktorunfall. Betroffen sein könnten: Sushi-Reis, Grüner Tee, Wasabi (grüner, scharfer Meerrettich für Sushi), Seetangblätter, Sake Reiswein, Pflaumenwein, Meeresalgen, Trockenpilze, Sojasoße. Wie bedrohlich ist die Lage beim Fisch? Noch überhaupt nicht. Selbst im Fischmarkt von Tokio wurden noch keine radioaktiv belasteten Fische entdeckt. Für einige Fanggebiete könnte die Lage in Zukunft bedrohlich werden – das hängt von der Windrichtung und Meeresströmung ab. Betroffen wäre der Nordwestpazifik. Hier werden Alaska-Seelachs (für Fischstäbchen), Wildlachs, Seeteufel, Scholle, Kabeljau/Dorsch gefangen. Wichtig ist der Hinweis auf den Packungen auf das „Fanggebiet 61“. Kann man die Radioaktivität in Lebensmitteln mit einem Geigerzähler messen? Nein. Dazu sind Proben nötig - die Geräte dafür kosten 100000 Euro und mehr. Sollten die Probenuntersuchungen ausgeweitet werden? Ja. Die Verbraucherzentrale Hamburg fordert, dass nicht nur auf Jod-131 und Cäsium untersucht wird, sondern auch auf die weit gefährlicheren Stoffe Strontium und Plutonium. Quelle - Express.de
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