Slax: Das Taschen-Betriebssystem
Slax ist ein Betriebssytem, das sich wegen seines geringen Speicherbedarfs besonders für PocketPCs eignet. Die Basis-Version von Slax ist nur 200MB groß und lässt sich leicht auf einem Wechselmedium installieren. Durch das modulare Design von Slax lässt es sich unkompliziert um verschiedenste Module erweitern. Auch eigene Daten fügen sich intuitiv in das System ein.
Das kann die Software
Slax basiert auf der Slackware-Linux-Distribution und liefert so die bekannte Qualität von Linux. Nach erfolgter Installation lässt sich Slax, anders als herkömmliche Live-Distributionen, um zusätzliche Module erweitern, da es als Dateisystem das Overlay-Filesystem AUFS verwendet, das ein nur lesbares Dateisystem mit einem veränderbaren Dateisystem überlagern kann. So ist es auch möglich, dass auch die ständig neuen, eigenen Daten, wie etwa Notizen und E-Mails, dauerhaft gespeichert werden können. Aus den Bereichen Sprachen, Bildung, Sicherheit, Spiele, Entwicklung, Multimedia und acht anderen Bereichen stehen insgesamt etwa 1700 Module zur Erweiterung des Basis-Systems bereit. Es sollte unbedingt beachtet werden, dass eventuell verwendete USB-Sticks rechtzeitiges Wear-Leveling unterstützen, weil der USB-Stick, anders als beim ReadyBoost, die einzige Kopie der benötigten Daten enthält, so dass Daten-Fehler zu schweren Datenverlusten führen können. Es ist auch möglich, ein persönliches Slax-Paket mit den benötigten, zusätzlichen Modulen online zu schnüren, es dann herunterzuladen und im Ganzen zu installieren. Es sei nebenbei bemerkt, dass "Slax Drive" eine von verschiedensten Plattformen über das Internet zugängliche Festplatte zur Verfügung stellt.
Installations- und Konfigurationstipps
Das Paket für USB-Sticks muss mit einem gesonderten Programm auf den USB-Stick in ein FAT-Dateisystem ausgepackt werden. Für MS Windows-Benutzer bietet sich hierbei ein Werkzeug zur Bearbeitung von ZIP-Dateien an. Im Anschluss muss noch der Master-Boot-Record des USB-Sticks angepasst werden, indem das Stapel-Programm "\boot\bootinst.bat" respektive auf UNIX-Systemen "/boot/bootinst.sh" ausgeführt wird.
Das meint die netzwelt-Redaktion
Slax richtet sich also an Besitzer von PocketPCs und stellt eine attraktive Alternative zu dem zumeist nicht kostenlosen MS Windows CE dar. Hier ist besonders die leichte Erweiterbarkeit, hohe Hardware-Kompatibilität, gute Zeit-Effizienz und die ausgereifte, stabile Benutzeroberfläche hervorzuheben.
Systemvoraussetzungen
Slax ist nur verfügbar für Intel-kompatible 32-Bit Architekturen. Hier sind natürlich insbesondere AMD Athlon und Intel Pentium zu nennen, obschon sich auch AMD Athlon64 Prozessoren eignen, da die sich bekanntlich bei Bedarf selbst automatisch zu 32-Bit-Prozessoren degradieren.
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