Pünktlich zur Leipziger Buchmesse kommt das erste spezielle Lesegerät für so genannte E-Books in Deutschland auf den Markt. Einer Umfrage zufolge wollen über zwei Millionen Deutsche sich 2009 ein Buch in elektronischer Form kaufen.
Amazon verkauft die zweite Ausgabe seines E-Book-Readers Kindle wieder nur in den USA. Ab dem 11. März startet in Deutschland dafür der Verkauf des Readers PRS-505 von Sony. Weitere Firmen planen Lesegeräte.
Das Internetkaufhaus Amazon verbessert sein Lesegerät für Bücher und Zeitungen in elektronischer Form. Der 290 Gramm schwere E-Book-Reader Kindle 2 bietet 1.500 Büchern Platz und kommt mit einer Akkuladung bis zu zwei Wochen aus.
"Ein Buch zu Weihnachten? Wieso, ich habe doch schon eins." Wer allerdings Besitzer dieses Buches von Amazon ist, benötigt tatsächlich niemals wieder ein neues. Denn das auf den Namen Kindle getaufte Gadget ist der erste ernstgemeinte Versuch eines E-Book-Readers, der dank ausgeklügelter Technik und gefälliger Optik Aussichten auf Erfolg hat.
Adobes neue Digital Editions-Software will das Verwalten und Lesen von E-Books und PDFs erleichtern. Das Programm ist noch im Beta-Stadium - taugt aber bereits prima als Ersatz für den hässlichen PDF-Viewer. Auch für Mac-Besitzer gibt es ein schönes neues PDF-Tool.
Google hat Ende August damit begonnen, Literatur-Klassiker als kostenlose PDF-Downloads ins Netz zu stellen. Die Suchmaschine ist jedoch nicht die einzige Quelle für geizige Bücherwürmer. Auch Projekt Gutenberg und das Internet Archive bieten zahllose E-Books für umsonst an.
Im Gespräch mit GamesIndustry.biz hat Dr. Jens Uwe Intat, Europachef von Electronic Arts, das Ende der klassischen Vertriebsstrukturen für Unterhaltungsmedien prognostiziert. In zehn Jahren werde jedes Medium direkt auf das Endgerät heruntergeladen, so Intat. CDs und DVDs seien 2016 so antiquiert wie heute Musikkassetten oder Schallplatten.
Sie schaffen Abhilfe für Menschen mit einer "Eselohr-Phobie" und Rückenschaden - eBooks. Vorbei die Zeit, da 500seitige Wälzer Reisenden das Leben erschwerten. Alles ist möglich, sogar Shakesbears komplettes Werk passt, räumlich gesehen, problemlos in die Hosentasche - PDAs und Co. sei Dank. Netzwelt ist auf die Suche nach kostenlosem digitalem Lesestoff gegangen und stellte fest: Die Auswahl ist groß - die Aufmachung unterschiedlich.
Auf die E-Paper-Revolution warten wir ja schon lange. Trotzdem erfreut sich die Zeitung noch großer Beliebtheit. Wohl weil man sie nicht nur lesen kann, sondern auch, weil das Medium - Papier - so praktisch ist: Es ist leicht, man kann es mitnehmen, man kann eigene Notizen darauf kritzeln, und zur Not auch einen Hut basteln, damit man sich beim Streichen nicht mit Farbe bekleckert.

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